13 Juli 2024

Sonneberg, Ratscher Bergsee, Schleusingen, Masserberg, Themar, Walrossmärchen

Sonneberg .... wäre so gerne geblieben, aber der Wagen, der rollt. Zwei Wochen Hausleben reichten, um alles zu ordnen: Der Luftenfeuchter hat nach drei Tagen im Keller die Feuchtigkeit von 84 auf unter 70 Prozent gedrückt.  Das Navi in ihrem Auto funktioniert wieder, Steuer und Bankgeschäfte sind erledigt. Ein siebtes Kapitel des Walrossmärchens ist neu,  politpestilente Pöbelei ist hier üblich.

ACTA DIURNA 7. Juli 2024 Zu den bleibenden Verdiensten von Annalena Baerbock wird man rechnen, dass sie den Blondinenwitzen den Todesstoß versetzt hat. ***…



Eine schöne Abendtour auf E-Bike Rosinante durch den wunderbaren Thüringer Wald, der hinter Sonneberg Richtung Steinach, Lauscha und Neuhaus am Rennweg sich erhebt. Das Leben zu zweit mit regelbasierter Frauenordnung ist schwer einzuhalten, wenn mein Alter dies und das vergisst. Allein mit sich im Auto und im Sattel von Rosinante hält Mann konsequenter seine Gedanken beisammen.



Wie so oft serviert in der Bahnhofstraße der asiatische Koch die "buddhistische Fastenspeise mit Tofu", welche für sieben Euro gut sättigt.



Der Blechwurm kommt aus Meiningen um 18:56 Uhr über den Viadukt und trötet im Eichwald.



Entlang dem Flüßchen Röthen, einem 25 Kilometer langer, linker Zufluss der Itz,  radelt man in die Höhe des Thüringen Waldes und genießt traumhafte Ausblicke. Gedenkstätten am Waldweg erinnern an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen im April 1945.


Immer wieder begeistert mich die atemberaubende Schönheit der Wälder und der Landschaft.

Man hält inne, wenn man in einsamer Hügelhöhe auf diesen Gedenkstein trifft und liest:

ZUM GEDENKEN AN ACHT KZ-HÄFTLINGE DIE WÄHREND DES TODESMARSCHES VON SONNEBERG NACH STEINACH IM APRIL 1945 VON FASCHISTEN ERMORDET WURDEN. UNVERGESSEN!


Nur wenige Bäume haben Borkenkäfer und Trockenheit überlebt.


Von der Höhe Schustershieb 646 m.ü. NHN rollt man auf  steinigem Holperweg durch den Wald nach Steinach. Dort raucht ein Fabrikschornstein.



Von Steinach gleitet E-Bike Rosinante komfortabel auf der Bundesstraße über Blechhammer und Hüttengrund nach Sonneberg. Von Blechhammer erzählt Wiki:
1528 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeinde geht von 1604 aus. In diesem Jahr erfolgte die Ansiedlung des ersten Hammerwerkes im Hüttengrund.


Die Bergstraße von Steinach mündet vor Sonneberg nach einer erfrischenden 30-km-Abendrunde im Kreisverkehr.


"Fern" vom Haus aus Stein



Nun gut: Etwa 50 Kilometer fern vom Haus aus Stein spinnt sich meine Geschichte am Ratscher Bergsee fort. Zu meiner Stimmung passt Klonovsky mit seinem einleitenden Gedenksatz über A.C.A.B.


So unterhält sich der einsame Straßenhund im FKK-Bereich des Ratscher Bergsees mit feinen Herren wie Klonovsky, der einen Sektkelch hält, oder mit Don Alphonso, der Torte auf Meißener Porzellan und Tee aus einer Silberkanne genießt, oder mit dem vorzeitig pensionierten Geheimdienstchef.


Im lauen Wind durchfluteten Womo steigt die Temperatur am Abend auf 31 Grad Celsius. Nach schlafloser Nacht reichte die Zeit von 1:00 Uhr bis zur Dämmerung, das Auto vor der Tür wieder in ein bewohnbares Domizil zu verwandeln. Dazu ist der Kühlschrank zu füllen, Bettdecke, Kopfkissen, Kleider, Schuhe, Handtücher, Laptop, Kamera, Akkus und E-Bike müssen mit auf kleine wie große Fahrt. Wassertanks und -flaschen sind zu füllen, ebenso die LPG Tankflasche und der Dieseltank. Vor einem REWE in Schleusingen muss man warten, bis der mich ab 8.00 Uhr morgens mit Brot, Eiern und Blaubeeren versorgt. Sonst scheint alles an Bord zu sein für erholsame Tage in stiller Einsamkeit. Zwar vergisst man immer etwas, doch wenn alle Lebensgrundlagen für eine angenehme Klausur erledigt sind, wandern Gedanken zu tagesaktuellen Ereignissen wie der Wahl in Frankreich. Dazu Julian Reichelt - laut Wiki:

 

Julian Reichelt (*15. Juni 1980) ist ein deutscher Journalist, Kriegsreporter und Webvideoproduzent. Er war von Februar 2017 bis Oktober 2021 Vorsitzender der Chefredaktionen und Chefredakteur Digital von Bild




Bevor mich der Bergsee abkühlt, unterhält mich also Reichelt mit seinen Sätzen zur Sonntagswahl in Frankreich. Klonovsky resigniert über den Wahlausgang.

Sein (Mélenchons) Wirtschaftsprogramm ist dermassen radikal-links irrwitzig, dass es von der deutschen Grünen Jugend stammen könnte.

Wenn auch nur ein Bruchteil davon durchgesetzt wird, dann ist Frankreich ökonomisch am Ende, noch bevor es die Ampel geschafft hat, Deutschland zu ruinieren.

Und das ist auch das Hoffnungsvolle an diesem Wahlergebnis: Den Franzosen muss noch stärken als den Deutschen am eigenen Leib spürbar gemacht werden, dass unsere heutige Art von Linken nicht Anhänger einer politischen Haltung, sondern Wohlstand und Sicherheit gefährdende Geisteskranke sind. Wähler lernen offenbar nur durch leichte Schläge auf den Hinterkopf. Hoffen wir auf Mélenchons Patschhändchen.”
Bei geruhsamer Netzrecherche vergehen die Stunden wie im Flug. Selbst Hitze im Wagen lässt sich ertragen. Deutschland runiniert weniger Profite industrieller Produktion. Die Produzenten geben den deutschen Standort auf und produzieren anderswo. Den von ruinierten Sozialsystemen Abhängigen drohen harte Zeiten - auch Rentnern.



Was soll die Pnnikmache? "Gefährdete Staatsfinanzen!" Kommt nicht Strom aus der Steckdose, Geld aus Bankomaten, Daten und Wasser aus Leitungen, Wärme aus Heizungen und Fußbälle aus Fernsehern? Bringen Bierfahrer nicht monatlich drei Kisten Bier Altbautreppen hinauf, was der Sozialrentner nicht selbst mehr schafft?



Für den gemeinen Buntblödel sind "Gefährdete Staatsfinanzen" böhmische Dörfer.

Ratscher Bergsee, Schleusingen, Masserberg


Ein knall heißer Sommertag am Bergsee lässt sich im auf 30-Grad aufgeheizten Wohnmobil ertragen. Ein Freizeitkapitän zieht mit dem Quad sein Boot an Land. Mir reicht das kühle Nass mit der kalten Dusche danach. Die Gegend ist zauberhaft.



Fahrtwind auf dem romantischen Berg-und-Talweg vom Ratscher Bergsee nach Schleusingen kühlt im schattigen Eichwald.



Der landwirtschaftliche Wirtschafts- und Radweg führt über eine Brücke hoch über die Super-Schnellstraße, für die auch ein anderes Wort geläufig ist. Doch weil der Un-und-Untermensch, dessen Initialen die verfemte Zahl "18" ergeben, diesen Straßenbau begonnen und bezeichnet haben soll, sollte man dieses Wort nicht besser vermeiden? Sollte die Sprache nicht von Ausdrücken wie LokFÜHRER, BERG- und PETRI-HEIL gereinigt werden? Sollten DÖP-DÖ-DÖ-DÖP-Lieder und T-Shirts mit Aufdruck DÖP DÖ DÖ DÖP nicht verboten werden?



Schon ein Frosch mit Clownsnase und Regenbogenperücke delegitimiert die freiheitiche, bunte LGBTG-Grundordnung. Diese sei "nur noch mit zynischem Humor zu ertragen."  Zynismus, DÖP DÖ DÖ DÖP und "18" - sind das alles Fälle für den Verfassungsschutz?


Was bilden sich Redakteure von NIUS ein, was der Inlands-Geheimnis tun und lassen soll? Was  Schlapphüte und Staatsanwälte, Redakteure, Kanzelprediger, Liedermacher und Schauspieler bei Film, Funk, Fernsehen, Theater und TV zu tun und zu lassen haben, entscheiden doch wohl immer noch frei gewählte Frauen und Männer in der Regierung - oder etwa nicht?


Möge sich das gemeine Wahlvolk in seiner beschränkten Sicht raus halten, was Mächtige in ihrer wohlwollenden Weisheit für uns Stimmvieh entscheiden!



Soll der widerborstige Autor sein Mütchen im Bergsee kühlen, wenn ihm übel aufstößt, wie der Verfassungsschutz ein Video zum "Stolzmonat" verzapft. Oder beschreibt der NIUS-Beitrag Satire, alles wieder mal Falschnachrichten?



Sollte es sich nicht Frau Baerbock verbeten, wenn sich Schweizer Redakteure in Innere Staatsangelegenheiten Schlandlands einmischen?


Don Quijote hängt auf seinem E-Bike Rosinante seinen Gedanken nach, bis ihn das Burgmuseum von Schleusingen begeistert. Bislang hat mir dies Museum noch nicht seine Schätze gezeigt, immer waren mir Lebensmittelläden in Schleusingen wichtiger.


Wie überall im Land kämpfen besorgte Bürger und Omas-gegen-Rächdz gegen das Böse - beispielhaft mit der Botschaft:

Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.

Böse ist rächdz, rächdz dräht alles rum herum so dumm:

Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gemeinschaft.

Sind nicht "Omas gegen Rächds" ganz "liebe" und das Gegenteil von "böse"?


Wie auch immer!  Tomaten mit Mozarella helfen mir über die Hitze am Abend, die nur langsam aus dem Plastikgehäuse meiner rollenden Klause abzieht. Ist das grünliche Fachwerkhaus in Schleusingen mit Solarmodulen auf dem Dach nicht ein Gedicht?



Über Schleusingen stelzt wieder die Superschnellstraße, die schon der Un-Un-Untermensch Nummer "18" einst bauen ließ, denn Räder mussten rollen für den Sieg - gegen die roten Russen, mussten schneller rollen auf Verkehrswegen mit einem Namen, von dem nicht klar ist, ob man den noch sagen darf. Denn DÖP DÖ DÖ DÖP - das Böse ist überall. Doch der Verfassungsschutz wacht über Schlandland.


Oh mein Gott! Schon wieder in der Frommen Gemeinde "WELT COMMUNITY" böse aufgefallen. Zum Glück bewahrt die Moderator:In (!) ihre Schäfchen vor meiner ketzerischen Frage! Aber was ist falsch an der Frage:

"Soll man den T-Shirt-Träger mit "DÖP DÖ DÖ DÖP" Aufschrift der Polizei melden?

Töchter der Omas gegen Rächds verdienen als Meldcmuschis Brot und Lohn, was Omas Enkelkindern brauchen. Mir lief mir ein Mensch mit einem DÖP DÖ DÖ DÖP T-Shirt über den Weg! Dürfen frei marodierende Radikale Volk verhetzen?



Wie konnte Premium-Pöbel-Poet Pirincci schon 2013 titeln: "Das Schlachten hat begonnen." Zehn Jahre später droht ihm Knast für Klartext. Reicht's?


Am Abend in Schleusingen ist an diesem Weiher die Welt noch in Ordnung. Wie an so vielen Orten im Sommerland grillen die Menschen, plaudern, trinken Bier und sind guter Dinge. NO MORE POLITICKS!



Von Schleusingen führt ein anderer Weg ohne Steigungen am Fluß entlang nach Ratscher und von dort zur Talsperre. Das reifende Feld erinnert mich an eine Liedzeile von André Heller:

"Mein Wille war eine zärtliche Sichel und sie wartendes, reifes Getreide."

Ob Putin so über die Ukraine denkt, wissen wir nicht. Wir wissen, dass Zynismus die "grundgesetzlich geregelte Grundordnung der feministisch demokratischen Wertegemeinschaft" gefährdet und delegitimiert, wovor der Staat uns schützen muss - daher der Name: STAATSSCHUTZ. Böse, weiße, alte Männer, die von der Faszination weiblicher Rundungen keine Verlockung auf eine nächste, neue Generation mehr zu erwarten haben, assozieren mit Feminismus das aus der der Mode gekommene Wort: DUMMDREIST!



Mit einem Blick auf das

VEREINSLOKAL Alte Schule

endet mein erster, wunderbarer Ausflug vom Ratscher Bergsee nach Schleusingen und zurück.



Nur noch schnell einen Schnappschuß vor der Abzweigung zum Bergsee, um an das

7. Country Festival am Bergsee Ratscher 26.-28.7. 2024

zu erinnern.



So klingt der erste, einsame Tag in perfekter Harmonie mit mir und der Landschaft aus.


Erdferkel und Walross in neuer Höhle am Waldrand



Meine Walross-Märchen sind mir vor etwa 20 Jahren mir eingefallen Zehn Jahre später schmeichelte es meiner Eitelkeit, davon bei Amazon im Selbstverlag ein Büchlein herauszugeben:

    Taschenbuch: 58 Seiten
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (30. April 2013)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 1484846095
    ISBN-13: 978-1484846094
    Größe und/oder Gewicht: 22,9 x 15,2 x 0,4 cm
    Preis: 3,71 Euro bei Amazon
    Download 472 KByte

Der Download ist wie bei allen meinen unsterblichen Werken frei wie Sauerbier, was verschenkt oder in den Abfluss fließt. Nun kommt also ein siebtes Märchen hinzu. Und das geht so:

Nun krabbeln und brabbeln Walross und Erdferkel schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte miteinander, übereinander und manchmal auch gegeneinander durch diese Wunderwelt. Alte Freunde aus ihrer Gruppe sind schon gestorben oder in alle Winde verweht.

Walross und Erdferkel haben sich eine neue Höhle am Waldrand geschaffen, was ihre Kraft bis an Grenzen gebracht hatte. Doch dann hat Erdferkel eine große Höhle mit einigem Land herum, wo ihre Blumen, Erbsen, Erdbeeren, Johannisbeeren, Mangold und Lauch wachsen. Das alles verteidigt Erdferkel gegen Schnecken. Walross wohnt weniger behaglich in der großen Höhle. Denn Erdferkel wacht sorgsam, dass seine Walrossflossen über Gras schlappend nicht Grünzeug in die saubere Höhle schleppen.

Walross mag nicht in der Höhle bleiben, wenn draußen Vögel zwitschern und sich frische Fische fangen lassen. Dann zieht es Walross hinaus. Manchmal vergisst Walross gar, dass er einen Fisch heim gebracht und in der Höhle verlegt hat. Über solche Unordnung regt Erdferkel sich fürchterlich auf, springt auf allen vier Pfoten bald bis an die Höhlendecke und fiept wütend, schrill und laut. Walross tun davon die Ohren weh, weil es unter Wasser immer so schön still und friedlich ist. Wenn Walross einen Fisch schnappt, dann zappelt selbst der noch still im Walrossmaul, bis er vollkommen verschlungen ist.

Erdferkel versteht schlecht oder überhaupt nicht, warum Walross immer wieder Fische anschleppt, wo Mangold, Lauch, Zwiebeln, Salat, Kartoffeln und all solche Köstlichkeiten doch viel, viel besser schmecken. Am schlimmsten ist es aber, wenn Walross einen fetten Fisch einfach irgendwo in die Höhle legt, den dann noch vergisst. Das stinkt dem Erdferkel ganz gewaltig. Aber den wütenden Erdferkeltanz, wenn es mit allen vier Pfoten fast bis an die Höhlendecke springt, ist mit dem pfeifenden, schrillen Schreien für Walross unerträglich. Dann wälzt sich das dicke Walross fort von der Höhle ans Wasser, rutscht auf seinem Speckbauch ins Nass und ist weg.

Anfangs ist Walross erleichtert, ebenso Erdferkel. Es wischt die Höhle wieder sauber, ärgert sich noch etwas, wenn der Wischlappen nach Fisch stinkt. Doch mit der Zeit wird es Erdferkel langsam langweilig. Es glänzt und riecht jetzt so gut in der Höhle. Doch irgendwas fehlt wieder. Erdferkel kratzt sich mit der linken Hinterpfote am rechten Ohr, und denkt sich: "Fehlt mein Walross mir hier?"
Aber das fällt Erdferkel erst dann ein, wenn es in ihrer Höhle aber auch nichts mehr vom stinkenden Fisch erschnüffelt.

Irgendwann taucht dann das Walross wieder auf. Walross versteht nicht, wieso sich Erdferkel über einen frischer Fisch nicht freut. Kann es denn etwas Besseres geben als Fisch? Also legt Walross den Fisch in die Höhle. Vielleicht kommt Erdferkel ja noch auf den Geschmack dieses Leckerbissens, denkt das Walross. Doch Erdferkel bleibt bei Mangold, Salat, Kartoffeln, Karotten und findet Fisch furchtbar.

Verschlingt Walross nicht selbst sofort seinen Fisch, bringt er seine Beute in die Höhle, Manchmal vergisst Walross dann, wohin er den Fisch in der Höhle gelegt hat. Frischer Fisch stinkt dann schon sehr schnell. Walross merkt nichts, doch Erdferkel schnüffelt sofort, wenn Fischgestank den Geruch von Rosen, Erdbeeren und Kirschen übertönt. Dann dauert es nicht lange, bis Erdferkel wieder mit allen vier Pfoten fast bis an die Höhlendecke springt, schrill und spitz schreit.

Walross kann sich ja mit den Flossen nicht die Ohren zuhalten, weil die nicht bis an die Ohren reichen. Aber im Wasser und besonders unter Wasser findet Walross dann wieder Ruhe - und fängt frische Fische.

Doch damit das liebe, alte Walross und das quietschlebendige, junge Erdferkel angenehm länger miteinander in der Höhle leben können, regeln sie friedlich schiedlich ihr Zusammenleben.

Regel 1:
Walross bringt keine Fische mehr in die Höhle, lässt Beute am Eingang liegen.

Regel 2:
Doch weil die Katz' Fisch klaut, bringt Walross seinen Vorratsfisch in die Höhle.

Regel 3:
Dann muss Walross seinen Vorratsfisch immer an den gleichen, kühlen Platz legen.

Regel 4:
Wenn Walross Regel 3 vergisst und Beute in der Höhle verlegt, muss sich Walross daran erinnern.

Regel 5:
Wenn Walross Regel 4 und Fisch in der Höhle vergisst, schnüffelt Erdferkel den Stinkefisch.

Regel 6:
Erdferkel räumt den Stinkefisch fort.

Regel 7:
Wenn Erdferkel sein Walross an Regel 4 erinnert, dann lieb und leise, damit seinem alten, trotteligen Walross nicht die Ohren weh tun.


Nach dieser kleinen Fingerübung am morgendlichen Bergsee radelt Don Quijote wieder auf E-Bike Rosinante etwa 40 Kilometer durch seine Wasser-, Wald- und Wunderwelt - nach:


Masserberg



Der Weg ist nicht so weit, zieht sich aber 400 Meter höher und höher. Deshalb heißt das Ziel wohl auch Masserberg. Wiki erzählt dazu:

Die Gemeinde liegt im Westteil des Thüringer Schiefergebirges an der nach Südosten vorgeschobenen Zunge des Thüringer Waldes. Unmittelbar südlich des Ortes Masserberg verläuft der Rennsteig, der über den 841,5 m hohen Eselsberg mit der Rennsteigwarte führt.



Ein schnuckeliger Radweg vom Ratscher Bergsee führt erst durch die Ebene, steigt später steil und steiler an. Die Superschnellstraße rauscht, das stört nicht.



Radfahrer wie Rindviecher kümmert es nicht, wenn hoch über ihren Köpfen Schwerlastverkehr auf der Stelzenstraße rollt.



Ein Trecker hat auf den Hänger Heuballen aufgeladen. Der Radler mit Strohhut überholt mich immer, wenn mir ein Foto am Weg wichtig ist. Er strampelt ohne Strom.



Radler und motorisierte Fahrzeuge gehen in der Ebene verschiedene Wege. Doch später teilen sich auf sieben Kilometer Bergstrecke über Tellerhammer, Fehrenbach, Einsiedel alle Verkehrsteilnehmer eine  Straße.



Morgens hatte noch ein kurzer Schauer die Landschaft erfrischt. Mittags kommt Sonne, vor deren Hitze mich eine schattige Bank hinter der Bachbrücke schützt. Vor den letzten Kilometern stärkt mich mein Proviant wie üblich: Brot, Alkfreies Bier, Fisch, Zwiebel, Tomate, Salz und Ei.


Die grünen Holzschilder weisen Wanderwege aus. E-Bike Rosinante auf der Autostraße kommt schneller voran, auch wenn Steigungen von 8 % das Fortkommen erschweren.



Einer meiner Lieblingsplätze ist der Stellplatz am Walchensee in Einsiedl - ohne ein "e" zwischen dem "d" und dem "l". Auch hier ist es schön - und einsam.



Die letzten sieben Kilometer werden steiler und schwerer.



Ist dieses Schiefer verkleidete Häuschen nicht zauberhaft?



Die FREIWILLIGE FEUERWEHR FEHRENBACH macht einen aufgeräumten Eindruck. Es ist 12:10 Uhr. Nach meiner Mittagspause auf der schattigen Bank freut mich bald darauf eine Kaffeepause in Masserberg.



Das Feuerwehrauto am Badehaus in Masserberg hat ausgedient. Vielleicht bringt ein fähiger Mechaniker das Fahrzeug als Allrad-LKW wieder auf die Straße.



Wo immer ein paar Felsen rumstehen, klebt sogleich das Wörtchen "Schweiz" dran wie in der "Fränkische Schweiz" oder wie hier in der "Fehrenbacher Schweiz".


Geschafft!



Das erste Kaufhaus in Masserberg versorgt mich mit Proviant. "Löffelglück" von "Dr. Oetker" - sieht besser aus, als es schmeckt. Doch jede Energiezufuhr für die sausende Rückfahrt ist mir willkommen und notwendig.



Hier noch ein Bild von einem dieser lauschigen Thüringer Örtchen, wo sich die Häuschen in einer geschützten Mulde aneinander schmiegen.



Leider wieder einer dieser traurigen Anblicke, wo Borkenkäfer und Trockenheit den Hang mit Baumleichen übersät haben. Der Akku ist noch halb voll, meine Kraft halb leer. Das Auto hat sich auf 32 Grad aufgeheizt, weil die Dächer alle geschlossen waren. Das macht Sinn, denn "daheim" kommt wieder ein Schauer, dessen Nässe man weder auf Bett, Tisch, Laptop, Fernseher braucht, Abkühlung schon.


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, nach dem Krieg ist vor dem Krieg


Wie schon häufiger beklagt, hätte mein Geld bei Rheinmetall vor der Kriegskrise angelegt mir ein neues Wohnmobil verschafft. "Hätte, hätte - Fahrradkette"



Wenn Körper und Geist nicht früher "crashen", was erwartet uns?



Plagen solche Gedanken nur einige verschrobene Intellektuelle und Künstler, die mit Katatastrophenkakophonie Geld verdienen?


Wenn das Zitat von Schiller echt ist, war Schiller ein katastrophonenkakophonischer Geschäftsprofessor?




Kurbeln Kriegs- und Katastrophenberichte den Verkauf von Zeitungen an? Reicht nicht der nie endende Kampf der Geschlechter als Anfang aller Männer? Braucht die militärische industrielle Produktion den Kampf der Kulturen und Systeme?



Ist das Leben nicht schon schwer genug, dass man noch Sprache neu erfinden muss? Muss man sich mit Klügeleien zu Pronomen beschäftigen, um dem "Verlassen von Zweigeschlechtlichkeit" gerecht zu werden?

Ex steht für Exit Gender, das Verlassen von Zweigeschlechtlichkeit. Die Form drückt aus, dass die Person, die so bezeichnet wird, sich als entzweigendernd versteht, als nicht weiblich oder männlich. Ex kann als Personalpronomen in der 3. Person Singular verwendet werden. “

Erstaunlich, womit Leute ihre Zeit verbringen und Geld verdienen!





"Biologische Frauen" steht in dem WELT-Artikel! Gibt's das: "Biologische Frauen"? Ist es strafbar, wenn der Kommentator Thomas T. meint: "Es gibt auch anderes nicht"?


Ruhe und Regen am Ratscher Bergsee



Der Graubart ist mit Hund, Frau und Wohnanhänger aus Krefeld angereist.




Alte und junge Leute erholen sich und feiern am See. Ältere im FKK-Bereich genießen die Ruhe.



Der Radweg nach Schleusingen bringt mich nach sechs Kilometern zum REWE.



Die "TEUTSCHE SCHULE" in Schleusingen dient als Gasthaus. Dort zu speisen, ist mir zu teuer.



Für eine Forelle Müllerin mit einem Bier für 5,50 Euro eine Zeiche von 25 Euro zu zahlen, ist mir der Spass nicht wert. Da verpflegen mich Lebensmittel von REWE im Auto daheim günstiger.



Doch das Fachwerkhaus von 1681 in prächtigen Zustand erfreut den Betrachter.



Nach einem sonnigen Abendausgang kommt am nächsten Morgen Gewitter mit schwerem Regen.



Vor Frühstück und Gewitter erfrischt mich der Bergsee. Die Gänsemama bewacht ihr Küken und warnt schnatternd davor, sich zu nähern. Die beim Gewitter hereinbrechenden Regenfluten mit Donner und Blitzen sind aufregender als Nachrichten von Krieg und Währungs-Crash.



Den vom Bad ausgekühlten Körper wärmen Tee und Gasheizung daheim im Auto. Die Pfützen auf der Wiese versickern in der Erde, doch das Gras bleibt schlüpfrig, sollte man abfahren.

Themar




Mindest einmal im Jahr muss man Themar im Traumland Thüringen besuchen. Der Radweg vom Ratscher Bergssee führt an der Bahnstrecke des Blechwurms vorbei.



Von der bequem befahrbaren Asphaltstraße führen Kennzeichen Radfahrer durch den Wald mit wunderbaren Ausblicken.



Doch die gewaltige Baumerntemaschine hat stellenweise den Waldweg in einen beschwerlichen Matschpfad verwandelt.



Zum Glück kommt man vor dem Kloster Veßra wieder auf die Asphaltstraße.



Der Gasthof "Teusche Schule" in Schleusingen bezieht Fische vom Forellenhof Themar.



Teile der mittelalterlichen Stadtmauer sind in Themar erhalten.



Ein solch prächtiges Gebäude wie in Themar findet man selten.


Der Wohnmobil-Stellplatz am Hexenturm in Themar ist mit drei Fahrzeugen fast voll belegt. Von dort führt der wunderbare Werra-Radweg nach Meiningen, den man empfehlen kann.


Hexenturm, Hexenstübchen, Stadtmauern, Fachwerkhäuser, Kirchen und Kriegerdenkmäler erinnern an Geschichte und Geschichten hierzuland.


Jetzt noch eifrig in die Pedale treten, um die 32 Kilometer am Abend hinter mich zu bringen. Zum Glück gibt es keinen Regen.



Dingsleben liegt keine 24 Kilometer entfernt vom Ratscher Bergsee, wo die "1. Thüringer Premium Cola" produziert wird.



Als letzte Attraktion auf dem Rückweg liegt der renovierte TANZSAAL RAPPELSDORF.



Wer hier feiert, stört niemanden, solange die Menschen nicht DÖP DÖ DÖ DÖP grölen. Das würde ein links-rot-grün versiffter Blockwart melden - oder nicht?




Was soll man noch dazu sagen?



Gesund bleiben, ist das Gebot der Stunde.



Hoffentlich ist mein lieber Bruder bald wieder mit seinem alten Hymer unterwegs.




Trifft mein alter Freund nicht den Nagel auf den Kopf, wenn er meint


P.S.: Werd's mir mal durch den Kopf gehen lassen und Fehler - wenn überhaupt - später korrigieren.