02 July 2015

Mit Miss Ji Won Kim in Heidelberg - mein Sommermärchen, Teil 2

In Heidelberg überraschte mich das Leben mit einer außergewöhnlichen Begegnung: Bei meinem in der Hitze mühsamen Aufstieg zum Schloss von Heidelberg hoppelte zwitschernd ein Asian-Hasi hinter mir her, holte mich ein und flötete: "Darf ich Sie begleiten? Ich bin aus Korea und studiere Germanistik." Bei aller sonnigen, leichter Schönheit verdüstert Terror vom blutigen, letzten Freitag mir - und vielen Menschen mit mir - das Gemüt.


Zuerst schreckte mich - auf Reisen stets wachsam und misstrauisch - ihr süßes Mauzen. Doch als meine sieben Sachen noch alle an Ort und Stelle waren, entspannte mich ihr fröhliches Gezwitscher mehr und mehr. Zudem baute sie sich immer wieder hübsch vor mir auf, um mich als williges Fotomodell zu reizen und zu locken.


Von der Natur aus programmiert solchen zauberhaften Geschöpfen nicht nur nicht widerstehen zu können, sondern gar ganz zu verfallen, war mir eine Ablehnung ihrer Bitte, mich zu begleiten, unvorstellbar. Zwar musste sie ihren Eintritt zum Schloss von sechs Euro aus eigener Tasche zahlen, was ihr sichtlich schwer fiel, doch sie für ihre Gesellschaft zu bezahlen, war nie Stil unseres Hauses - und ist auch nicht mein Stil. Wir waren bald beim vertraulicheren "du", tauschten Namen und Visitenkarten auf. Ihren Name schrieb sie auf ihr Handy.


Ihr unermüdliches, englisch-deutsches Plappern, ihr fröhliches Hüpfen, ihre spielerischen Selfies und vor allem ihre filigrane Figur erinnerten mich an meine Tochter, als diese in ihrem Alter von 21 Jahren ebenso froh, frech und munter war. Als Weibchen wohl willig, schmollte sie über meine Bezeichnung als "Kind" und maulte: "Ich bin zwar klein, aber kein Kind mehr!" Doch da sie kategorisch nichts anderes von mir zu hören bekam, akzeptierte sie dies schließlich und nannte mich "Großvater". Und verzog missbilligend ihr Mäulchen.


Sie posierte laufend und gern - sowohl vor meiner Kamera wie auch vor ihrem Smartphone, mit dem sie sich unermüdlich per Selfie-Stick portraitierte.


Mein Radweg von Neckargemünd bis nach Heidelberg war mit 11 Kilometern am Sommer heißen Neckar ohnehin schon anstrengend genug, dazu der Weg zum Schloss und ihr sprudelndes Mitteilungsbedürfnis … all das war mir bald mehr als genug. Was tun?


Einfühlsam bemerkte sie meine Erschöpfung. So saßen wir alsbald gemeinsam im Schatten und ruhten. Oder sie lief weit über den Schlossplatz und posierte an einer Mauer als "junges-Mädchen-vor-alten-Steinen". Als einsamer Wanderer vieler Worte entwöhnt bemerkte sie auch, wie unwillig sich meine Stirn zu ihrem Geplapper verdüsterte und reduzierte instinktsicher ihren Wortschwall.


Glücklich blickten wir gemeinsam auf das sonnige Heidelberg am Neckar hinunter. Sie versicherte mir mehrmals, dass sie die Architektur schnell vergessen würde, aber Begegnungen sie immer behalte. So wird auch mir Heidelberg fortan in Verbindung mit Miss Ji Won Kim in Erinnerung bleiben.


Nach dem Schlossbesuch flanierten wir durch Heidelberg und berauschten uns an der Pracht der Gebäude und der lockeren Sommerstimmung...


...wie den schönen Menschen in luftiger Sommerkleidung.


Wir lachten viel, bestaunten die alte Brücke und die fette Katze. Sie lernte begierig Sprichwörter wie "mit Speck fängt man Mäuse".


Mit dem Wehmut meiner alten Jahre, den Fang-Mich-Mädchen-Spielen seit Jahren entwachsen, erfreute mich dies quirlige Mädchenkind in seiner zarten Schönheit und erstaunlichem Einfühlungsvermögen. Das übermütige Kind genoss es sichtlich, sich in Pose zu präsentieren. Vielleicht wollte sie augenscheinlich demonstrieren, dass sie mehr Frau als Kind sei?


Zum Schluss durfte sie sich ein Eis aussuchen - "auch das Größte?" "Klar, auch das Größte." So saßen wir noch lange in der schattigen Eisdiele. Sie spielte virtuos auf ihrem Handy, zeigte mir Bilder von ihrem Bruder, von Vater und Mutter und ihre frühere Frisur mit langen braunen Haaren. "Was ist besser, lange oder kurze Haare?" "Zum Reisen sind Deine kurzen Haare viel praktischer." "Ja, ja, das stimmt, stimmt genau." "Du bist sehr hübsch mit Deinen Haaren." "Ja, ja, das weiß ich." Undsoweiterundsofort….


"Doch deine Haare sind nicht braun und auch nicht rot?" "Natürlich nicht, sie sind schwarz." Nach dem langsamen Genuss ihres Eis "ich esse immer ganz langsam" zog sie sich mit gekonnter und geübter Grazie mit einem knallroten Farbstift, passend zu ihren Fingernägeln, die Lippen nach, wischte diese mit der Serviette ab.


Anderntags schickt sie mir etwa acht MByte Bilder mit ihren Selfies rosiger Erinnerung. Ihre reizende E-Mail titelt sie "Großvater!":
Hallo!
Wie geht's?
I'm sorry for late .
I hope you to remember me!haha
Please comfirm our pics and send my pics
Now I'm in Wuerzburg and want to go to Muenchen today!
Where are you now?
 Enkelin, Ji-won
Nach unserem Eis-essenden Erlebnis verabschiedeten wir uns in verschiedene Richtungen. Sie zu ihrem Bus nach Würzburg "das ist billiger als die Bahn", für mich zum Fahrrad und damit zurück am Neckar zu meinem WoMo. "Hat das auch ein Klo?" "Ja, hat es." "Da möchte ich mitfahren." Das wäre mir aber wirklich viel zu viel.


Unvergesslich dies Mädchen wie der wunderbare Blick gemeinsam mit ihr auf Heidelberg. Die Stadt hatte nach dieser belebenden Begegnung ein wenig an Reiz und Wunder eingebüßt. Denn der Wunder Größten sind und bleiben doch diese bezaubernden Geschöpfe, mit denen nichts konkurrieren kann. Die einen werden über die Story giften und geifern mit Wertungen wie "geiler, alter Bock" oder "dirty old man" - andere werden gerade eine Sünde gegen Gottes Gebot ausmachen und dichten kunstvoll-geschraubt für mein Pussy-Album Zeilen wie diese:
Poor No Bee :
has forgotten the words of Zorbas = Anthony Quinn :
"There is 1 Sin GOD never forgives :
When a women calls you - and you dont go "
( With your Asian women into WoMo NoBee ( with locus to Pee)   :-)
Lucky Grandfather
..

Als Mann, mein Gefühl, hast Du immer die Arschkarte. Bildest Du Dir ein, sie mache ihr Selfie mit Schlafaugen-Blick und sie öffne ihr Mäulchen voller Verlangen, wirst Du schnell als "male chauvinist pig" gewertet.


Ziehst Du Dich aus der Affäre, heisst es, "Du-ziehst-den-Schwanz-ein" oder begehst die unverzeihliche Sünde "When a women calls you - and you dont go", die Sünde, welche "Gott-nie-vergibt". Wie man's macht, macht man's verkehrt! Dass Du als 67jähriger mit dreifachem Alter und bald doppeltem Gewicht einfach keinen Bock auf das 21jährige pausenlos plappernde Püppchen hast, scheint vollkommen undenkbar!


Es bleibt mir gleich! Reisen und Wortspielchen machen mir mehr Freude, als die Süddeutsche oder die TV-Nachrichten zu scannen, vom Kopfabschneider bei Lyon, von Massenmorden in Tunesien und Kuwait zu hören, von drohender Bürgerkriegsgefahr in Griechenland und von Pegida-Spaziergängen, wo vermummte Antifa-Aktivisten sich mit der Polizei prügeln. Mehr Freude machen mir alte Steine, mehr Freude machen mir Statuen, die der geistigen Arbeit wie von Herrn Bunsen dankend gedenken, mehr Freude machen mir Baumeister von Kathedralen, Kirchen und Schlössern. Ohne den forschenden Eifer und Fleiß von Erfindern, Tüftlern und Zigtausender Helfer wären wir nicht da, wo wir jetzt sind.


Der letzte Freitag in diesem Juni geht als "Tag-des-Terrors" in die Geschichte ein. Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan opfern die "Frömmsten-der-Frommen" das Beste, was sie haben: Ihr Leben. Selbstmord-Massenmörder in Kuwait, Tunesien. In Frankreich versucht, nach einem islamistisches Kopfabschneider-Ritual, dieser Mörder, eine Gasfabrik in die Luft zu jagen. Die Menschen in Frankfreich fühlen sich wie im Krieg. Selbst sechstausend zusätzliche Sicherheitskräfte sichern nicht jeden. Eine Million Euro täglich zahlen die Franzosen dafür. "Der Islam gehört zu Deutschland", meinen die Einen. Henryk M. Broder zweifelt daran:


https://www.youtube.com/watch?v=dq7y1jjw70k





Eine alte Schlossruine lässt sich mit romantischer Verklärung als kultureller Genuss verwerten. Doch die Bilderflut aus Kampfgebieten, rennende Rettungssanitäter, die auf Bahren Verletzte in Krankenwagen verfrachten. Weinende Frauen und Mädchen, aus den Fängen ihrer Peiniger gerettet, berichten von ihren grauenhaften Erlebnissen. Die Schrecken unserer Zeit lassen sich schlecht vergessen oder verdrängen - für einige zumindest. Doch den meisten Menschen werden die Ereignisse zunehmend gleichgültig. Fatalismus verbreitet die Ansicht: "Es lässt sich ja doch nichts ändern."


"Auf Wiedersehen, Miss Ji Won Kim!" Man muss sich nicht sorgen, um nichts und niemanden. Liebreizende Geschöpfe wie Miss Ji Won werden sich - unter welchen Umständen auch immer - reproduzieren. Soll sich doch die nächste Generation kümmern und sorgen!


Meine Mima mit mir ist raus aus dem Spiel. Wir staunen nur noch. Wir behaupten unsere Plätze und wissen längst, dass sich nichts halten lässt. Ein Freund in meinem Alter schreibt:
"Die Einschlaege kommen näher.....immer näher"
Wenn man, so wie er, gerade erst 60 geworden, Marathonläufer war und immer gut drauf, dann knallt so eine Analyse, "Sie haben Krebs, metastasierenden Krebs, der bereits, Leber, Lunge etc. befallen hat, wie eine Bombe ins Gemüt. Dann die üblichen Chemos, Bestrahlungen und Pillen,wobei er als Folge physisch unheimlich abgebaut hat, weil er nichts mehr bei sich behalten konnte. Dann ging es schnell abwärts und es tat auch noch sehr weh.
Sowas rüttelt einen durch, macht nachdenklich, aber auch einsichtig, dass man absolut NICHTS machen kann.
Wenn ich dann noch zwei andere Fälle ansehe: Mit einem bin ich schon seit 40 Jahren in Verbindung. Er Leistungssportler (Ski und Rad), nie Rauch, nie Suff. Er bekommt Schmerzen in der Schulter - Diagnose: Krebs. Auch dort das volle Programm und es sieht so aus, dass es gestoppt werden konnte. Aber beim Krebs weiss man wohl nie, weil es im Krankheitsverlauf immer auf und ab geht.
Mein anderer Freund bekam Magenschmerzen. Die Analyse ergab: "Befall von Helicobacter Pilori, der bereits zu Magenkrebs mit Metastasierung geführt hat. Er ab nach Deutschland und auch dort das ganz volle Programm, mit Entfernung von grossen Teilen des Magens. Folge: Er hat 30 Kilo abgenommen. Nach sechs Chemos hat man einen neuen Status ermittelt. Resultat: Problem nicht behoben.
Man könnte verrückt werden oder in Fatalismud verfallen, Rosenkränze beten, Allah oder die Dreifaltigkeit anrufen, aber den Krebs wird's erfahrungsgäss nicht stören. Er killt weiter. Was lernen wir daraus?
Jeder Tag muss so begangen werden, als wenn es der Letzte wäre. Du fährst in der Gegend rum und geniesst das Leben, recht so. Ich mosere an der Politik herum und versuche Windmühlen und Dummheit zu bekämpfen. Leider alles erfolglos wie bei einr Krebsbehandlung. Ja, ich will immer noch siegen, siegen, siegen, denn wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Der Bericht beweist, dass unsere Rentner-Generation ihre eigene Sorgen - wie immer und andere sowieso um sich selbst - haben.  


Vor der Uni-Bibliothek in Heidelberg reihen Studenten ihre Räder auf. Die Konkurrenz in der Wissen- und Leistungsgesellschaft ist gnadenlos. Derweil lichten sich die Rentner-Reihen. Alte machen Platz für Neue. Man lehne sich entspannt zurück und genieße die verbleibenden sonnigen Tage.


Theatralisch präsentieren sich Schlösser, Burgen, Statuen, Kathedralen und Heiligtümern. Man spürt das jüdisch-christliche Erbe in jeder Faser und Fieber unseres reichen Landes im Herzen des herrlichen Europas.


Die Vibrationen, die Ausstrahlung des herrlich, quiriligen Mädchenkinds klingen in mir nach auf meiner Radtour am Neckar zurück nach Neckargemünd.


Im Auto daheim fällt mein Blick auf den Neckar, der ruhig seine schmutzigen Wasser gen Heidelberg schiebt. Leichtfüßig landet ein Reiher im Ufergebüsch. Schwere Frachtschiffe schieben sich am Abend vorbei.


Tags genießen Urlauber auf Freizeitdampfern die herrlich grüne Natur. Was soll mich noch aufregen?


Anderntags strampelt mein Radweg von Neckargemünd nach Neckarsteinach. Alte Burgen trotzen über dem gewundenen Fluß dem Zahn der Zeit. Der Weizen reift in der Sommersonne und lässt ein Lied von André Heller in mir klingen: "Mein Wille war ein zärtliche Sichel, und sie wartendes, reifes Getreide."


Großvater-Träume von putzigen Weibchen, die mehr Ruhe raubten als gaben. Aus und vorbei. Meine Mimamai daheim schickt mich aus, Ware zu holen für den Weihnachtsmarkt. Das ändert meine Reisepläne, lässt meine Reiseführer von Nordfrankreich, England und Irland ungenutzt und ungelesen liegen. Die magische Macht meiner Mima, der Frauen überall auf Erden, ohne die wir nicht wären, ohne deren Heiterkeit und lebensnahe Leichtigkeit Männer der Schwermut verfielen. Vielleicht Frauen ohne uns auch?


Kunst am Wegrand, Fahrradrahmen zur Pyramide aus Rohren geschweißt. Nichts vergeht für immer, der Zustand ändert sich.


Mit Glück und Geschick behalten Mensch wie Maschine lang ihren Wert und funktionieren, bis "dass der TÜV uns scheidet."


Meine Zeit an der Friedensbrücke geht zur Neige. Das Camp in Neckargemünd gab mir zwei Tage "Asyl". Mein Platz lag ziemlich weit hinter Engländern in einem "Meer-von-niederländischen-Asylanten" in ihren Wohnanhänger. Alle "zahlende-Gäste", was uns "Hobby-Asylanten" von den "Profi-Asylanten" unterscheidet. Eine sonnige Sommerwoche im Neckartal zeigt mir das Schönste aller Länder, die mir zu bereisen bislang beschieden, unser Deutsches Sommermärchen, Teil 2..



Meine kleine Sommerrundreise geht weiter über Michelstadt nach Hessen. Eine Nacht in Herbstein, Ware für den Weihnachtsmarkt holen in Lauterbach und zurück zu meinem Freund nach Adlitz. Immer wieder dies grüne Sommermärchen mit lauschigen Fachwerkhäusern in kuscheligen Dörfern oder kleinen Städten, Sehenwürdigkeiten wie das Rathaus in Michelstadt aus dem Jahr 1888, Schwimmbäder oder ein kühle Erfrischung in der Regnitz bei Bamberg.

Rathaus in Michelstadt in der Abendsonne
 


Burgturm in Michelstadt



Impressionen aus Michelstadt: Das Land läuft wie ein Uhrwerk. Die Gasthäuser sind gut gefüllt. Die Schaufenster, Kaufhäuser, Discounter bieten nahezu alles, was das Herz begehrt. Die ärztliche Versorgung ist nahezu überall in hoher Qualität gewährleistet. An Verbesserung und Perfektionierung von Waren wie Dienstleistungen arbeiten Menschen in Lohn und Brot unter Hochdruck. Wir müssen uns erst einmal klar machen, welche Werte, welchen Wohlstand wir im Land haben und damit auch zu verteidigen haben!


http://www.welt.de/politik/ausland/article143186475/Das-naechste-grosse-Schlachtfeld-ist-Europa.html

Wen interessiert das? Und wenn, das Blabla blubbert zu den furchtbaren Fakten mit lockeren Sprüchen hinweg wie....

Alles bedauerliche Einzelfälle....und das alles hat mit dem Islam nun überhaupt nichts zu tun. Wer anderer Meinung ist, ist Rechtsextemist ....


Das Rathaus in Herbstein mit Papst-Propaganda gegenüber der Kirche...

Papst und Presseplapperazzi haben in etwa die gleiche Funktion: Ohne für ihre Klientel auch nur einen weiteren Finger zu rühren, als Sprüche von der Kanzel, in Medien, Talkshows und in Publikationen wie "Kulturevents" zu machen, spielen sie sich als Schutzbefohlene auf. Zahlen müssen andere.

Die von Gebührensteuern finanzierten öffentlich-rechtlichen Medien schulden ihren Kunden religiöse Propaganda und unterschwellige Missionierung.


Karikaturisten versuchen sich nach dem Motto: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht."


Die Immigranten bringen ihre Religion. Und Religion bringt ihre Probleme.Das werden dann unsere! Wetten, dass?



Die Kirche in Herbstein: Christinaisierung war kein Spass, Islamisierung ist kein Spass! Herbstein ist eine Jahrhunderte alte Siedlung mit einer begehbaren Stadtmauer und der höchsten Therme in Hessen. Der Stellplatz an der Therme liefert Strom. Die Qualität dieses Landes beruht auf Jahrhunderten unermüdlichem Fleiß, getaktet von Kirchturmuhren von früh bis spät. Als Erholung galt dazumals ein Braten und Rausch am Sonntag.

Diese Collagen, welche Menschen für Facebook und anderswo laufend und zuhauf produzieren, sollen Witze sein? Klamauk von minderbemittelten Schülern? Schocks schütteln selbst Schlafmützen aus ihrer Lethargie und Apathie. Die wenigstens wundern sich jetzt schon, die Mehrzahl macht, was Menschen immer machen, bevor sie schockiert sich den Schlaf aus den Augen reiben müssen.


Meine Zeilen sind wie mein Gebet, hilf- und sinnlos, während die Politik Fakten schafft, die den Einen nicht klar sind, den andern egal sind. Während Profiteure das Land infiltrieren, umkrepeln und die Struktur der Gesellschaft nachhaltig ändern.



Mir ist nicht klar, ob diese Collagen bei Facebook auf authentischem Material beruhen oder als Gegenpropaganda geschaffen sind. Jedenfalls ist es Zeit, darüber nachzudenken - sofern dies zu schaffen ist bei all den unterhaltsamen Ablenkungen nach anstrengender Arbeit.



Lauterbach: Alles klappt wieder wie am Schnürchen. Die bestellte Ware ist da und vollzählig. Alles passt in die "Walkuh", mein WoMo. Wieder mal bewährt sich mein WoMo als Lieferwagen für den Weihnachtsmarkt. Planungen, selbst bei einem minimalen Kleingeschäft, müssen ganzjährig organisiert sein, wie dies alles im Land ist. Perfektion ist Schlüssel zur Funktion. So geht das seit Jahrhunderten, so konnten sich Industrie- und Handelsstrukturen weltweit über den Erdball verbreiten, für mehr und mehr Wohlstand und Komfort sorgen. Wie haben die Menschen gelebt vor Jahrhunderten, vor Jahrzehnten? Badewannen, Kachelbad, heißes Wasser aus dem Hahn, Zentralheizung?

In Lauterbach haben sich "Schrittsteine" bewährt.


Die Form folgt der Funktion - und umgekehrt. Der umbaute, geschützte Raum, mit denen man in Fahrzeugen durch das Land gleitet, die Lebensmittel in hoher Qualität und Menge, Obst, Gemüse, Getreide, Brot - wir vergessen, dass diese Güter nicht selbstverständlichen garantiert sind. In Griechenland sind diese Woche die Banken geschlossen. Geld- und Güterkreislauf stocken.

Lauterbach in Hessen: Ein Kriegsmonument erinnert an 1870/1871. Medien erinnern laufend an die Schrecknisse von 14/18 und 33/45, an das Jahrhundert im Krieg. Was am Horizont der Zukunft sich abzeichnet, lässt viele Menschen in ratlos rastlosen Aktionen wenigstens etwas versuchen. Man merkt es an den Diskussionen, soweit Zensoren diese zulassen, bei Leserbriefmeinungen, man spürt, liest und sieht es bei Facebook, wo sich freiere Opposition entfaltet. Der Rest ist Schweigen!


Die Morgensonne küsst die Rosen wach. Die Rückreise von Lauterbach über staufreie Autobahnen bringt mich in der Sommerhitze bis Bamberg. Die kühle, halbwegs saubere Regnitz kühlt meinen Körper ab, der die Hitze von 30 Grad im Auto schlecht erträgt.

Vermutlich junge Menschen spüren und zeigen es wie in dieser Grafik, welcher Druck liegt über dem Land zur Zeit. Wie sich der Druck entlädt? Schlimmstenfalls....



Was sollen uns Rentner denn solche saudummen Fragen kümmern? Wer kann, setzt sich ab - wie mein Freund nach Südamerika - ein Jahr und bei Bedarf eben länger. "Bleibe im Lande und nähre Dich redlich", war wohl einmal.

Richtiger die Devise: "Rette sich, wer kann." Doch wer kann? Solange unser Land so schön ist, wie es ist, sollte man sich dort umsehen, wo immer es geht. Ebenso in Europa, wo die Länder und Landschaften nicht weniger schön sind, die Menschen nicht weniger herzlich und herrlich.
Es ist keine Theorie, dass Schocks Menschen in Praxis zur Einsicht bringen.


So kann man landauf, landab durch das ganze Land fahren. Der ländliche Raum präsentiert intaktes Leben, eine halbwegs unbeschadete Natur, Schönheit, Fruchtbarkeit, Ruhe und Gelassenheit. Pottenstein, in der fränkisches Schweiz, ist ein weiteres Juwel des Landes.
 An der Wegkreuzung nach Adlitz


Landstraße Adlitz - Pottenstein


Felsen bei Pottenstein


Fachwerk mit Burg in Pottenstein


Wasser aus den Wiesen speist das Felsenbad in Pottenstein. Im Wasser wachsen Seerosen und es tummeln sich darin schwarze Molche.



Burg von Pottenstein


Kapelle von 1904 in Haselbrunn - zwischen Adlitz und Pottenstein


"Mein Wille war eine zärtliche Sichel und sie wartendes, reifes Getreide"


Deutschland, wie es war und wie es schön war, schafft sich ab.

Was Fakt, was Propaganda - wer weiß das noch? Jeder macht sich seine Welt nach Wille und Vorstellung.




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