20 May 2015

Kalabrien: Säkularer Staatsschutz gegen sakrale Scharia

Sizilien liegt nun schon wieder 50 Kilometer hinter mir. Wehmütig wandern die Gedanken zurück zu dieser Insel voll von Baudenkmälern und voller Naturwunder. Doch wenn sich der Körper durch die Wellen wühlt, die schweissnasse Haut im Wasser kühlt, fühlt man sich wie neu geboren.


Die Burg über Taormina: Bis zur Kapelle, die etwa 100 Meter unterhalb auf einem Felsen über dem herrlichen Land prunkt, haben mich meine Füße durch die Hitze geschleppt. Mehr wäre meiner Gesundheit auch unbekömmlich.


Der Blick in das Hinterland von Taormina enthüllt eine weitere Siedlung, die sich auf die Wind umrauschten hohen Felsen schmiegt.


Taormina erinnert mich ein wenig an das nordmarokkanische Gebirgsnetz Chefchouen. Doch geldschwerer Tourismus treibt in Sizilien die Preise in Höhen, die mir den Spaß an lukullischen Gastronmie-Genüssen verderben. Wie bei einem abgerissen Landstreicher verstaut mein Rucksack eine Wasserflasche, einen Apfel, einen Müsliriegel, manchmal noch etwas Brot plus einer Fischdose, um mich preiswert auf einer Park- oder Friedhofsbank zu verköstigen.


Das Kachelbild "S. PANCRAZIO PATRONO DI TAORMINA" schmückt eine Hauswand in dem Bergdorf. Die Touristen fallen scharenweise auf dem nahen Flughafen in Catania ein, Busse, Taxen oder Mietwagen bringen sie in die Hotelburgen. Die Tourismusindustrie organisiert von dort aus Bustouren zum Ätna, durch das Land am Meer, Schiffe bringen zahlende Gäste auf bezaubernde, kleine Inseln.


In Recanati führt mich mein letzter, wehmütiger Abendspaziergang vom Camp Aurora rund um die lichtglänzenden Hotelburgen und noblen Restaurants. Meine eigene Verpflegung ist, vom kostbaren abendlichen Rotwein einmal abgesehen, schlicht und einfach: Mittags gibt es fast immer vorgewaschenen Salat. Eine Schale reicht für zwei Tage. Abends stärkt mich mein vegetarischer Eintopf aus einem bunten Allerlei. Als Grundlage schmort erst eine Zwiebel in Öl, dazu kommen Paprika, Zuccini, klein geschnittene Kartoffelstücke, ein Brühwürfel, Wasser, Rosmarin, Soja-Sauce, Kümmel, Pfeffer und auch Brokkoli. Der soll besonders gut und gesund sein für einen gestressten Magen.


Wie bestellt parkt vor einem Nobel-Restaurant, an dem man sich für 50 bis 100 Euro mit Hummer und Champagner verköstigt, dieser Rolls-Royce. Bei meinen Wanderungen durch Stadt und Natur sind die Sinne wach, im Getümmel von Menschen sogar angespannt. Eine "Paneficio", eine Bäckerei, verrät sich mir durch duftenden Geruch frischen Brots. Toiletten lassen sich in Eisdielen, Museen und in öffentliche Gebäude finden und nutzen. Viele Camps halten Waschmaschinen vor. Meine Frau wäre entsetzt, wie lange jetzt schon mein rot-weißes Hemd immer wieder vollgeschwitzt und ausgelüftet an meiner Haut klebt. Ja, meine Frau, ihre Kraft zieht nun nach 50 Tagen Sizilien mehr und mehr mich in ihre Arme.


Noch ein letzten, nächtliches Wackelbild vom Lavastrom des Ätnas. Der liegt etwa 30 Kilometer weit von Recanti entfernt. Doch mich zieht es nicht mehr in die Höhe zu dem glühenden Steinbrei. Mich zieht es morgens auf die Autobahn, die durch zahllose Tunnel für 2,80 Euro in das Stadtgewühl von Messina mündet. Aber in tiefer, inneren Ruhe und Ausgeglichenheit zieht der hupende Blechzirkus an mir vorbei, mit mir mitten drin.


Schon vor 10.00 Uhr morgens steht mein Womo in der Stauschlange. Alle Fahrzeuge wollen auf das Schiff. Meine Fahrkarte - hin und zurück - für 99 Euro scannt der Kontrolleur kurz ein. So weiß die EDV, wie lange der Reisende auf Sizilien weilte.


Das Parkdeck in gefühlter Größe von mehreren Fußballfelder füllt sich in Minutenschnelle. Vorsichtig nähert sich die vierspurige Fahrzeugschlange, fädelt sich zweispurig ein, federt über die Rampe auf einen eingewiesenen Platz. Unter die PKWs mischen sich gewaltige Busse, einige Womos sowie ein Müllfahrzeug.

Jetzt sind es nur noch wenige Minuten, bis die vordere Ladeklappe wieder auf der Rampe liegt. Dann schlängelt sich der Blechwurm wieder auf den Straßen und verteilt sich im italienischen Hinterland.


Mein Navi verrät mir, dass das Schiff mit 21 km/h zur Stadt "Villa San Giovanni" schaukelt, 14 Meter über dem Meer.


Nach bald 100 Kilometern Fahrt, abzüglich der Schiffpassage, soll für mich mein Rentner-Reisepensum gegen 11.00 Uhr erfüllt sein. Da das Camp "Scina di Palmi", das dem Namen "Villagio La Quiete" alle Ehre macht, wegen Bauarbeitern geschlossen ist, zieht es mich auf der Sand überwehten Straße zum Meer. Nach einer Fahrleistung von bald zwei Stunden muss das Meer meinen Körper erstmal wieder auf teutonische Betriebstemperatur kühlen, obgleich der wolkige Tag und der kühlende Wind den Wagen wohl temperiert bei 23 Grad hält. Wind genug bläst durch das spaltbreit geöffnete Seitenfenster. Die SAT-Antenne schafft die Verbindung zur Heimat, Bayern Klassik wiederholt eine gefühlvolle Sendung zu Schubert und dessen deutsche Kunstlieder wie zum verliebten "Gretchen am Spinnrad".


Drei kalabrische Einwohner haben es sich auf den Felsbrocken am Meer bequem gemacht. Wir beäugen einander mit Neugier in gebotenem Abstand.

Während die Sängerin der Schubert-Lieder uns den Text als Liebes-Wunder einer erregten, verwirrten, jungen Frau erläutert "mein Busen drängt sich zu ihm hin", drängt es mich nach Meerbad, Mittagsmahl und -schlaf noch einige Kilometer weiter. Wenn mich sechs Kilometer weiter in Taureana die Palmi das Camp San Fantino mit dem Luxus von WiFi verwöhnt, ist mein Tagespensum schon gegen 16.00 Uhr erledigt. Doch das Camp lag nicht am Meer, irgendwo im Hinterland. Also geht die Reise nochmal 26 Kilometer weiter nach Nicotera. An dem wunderbaren Platz Camp Mimosa kühlte mich das Meer schon am 24. März erstmalig auf meiner kleinen Reise. Doch acht Wochen später ist das Meer warm genug, um sich darin eine Viertelstunde von den Wellen wiegen zu lassen.


Kühlschrank und Speisekammer sind noch von Sizilien her wohl gefüllt. Doch ein abendlicher Ritt auf meinem Drahtesel auf den verkehrsarmen Landstraßen zum nächsten Dorf macht immer wieder Spass, auch wenn es nichts einzukaufen gibt. Dafür schenkt mir ein Lakritz-Eis einen neuen Gaumengenuss.


Drei Minuten Fußweg zum Meer an einem Platz voller Palmen hat einst diese staatliche Immobilie mehreren Familien Platz bieten können.



Wie schon an anderen Dörfern an der Küste bietet dieses auch quireliges Saturday-Night-Fever Leben. Die Kleinen toben um Bälle, lebhafte Unterhaltungen klingen über den Platz.


Mit dickem Bauch hüpft der Autor voller Übermut auf dünnen Beinen nach dem ersten Morgenbad über den Sand. Der Wind spendiert dem Meer reizvolle Wellen, auch wenn ängstliche Gäste sich dann nicht ins Wasser trauen.


Das Rentnerpaar hat vor 44 Jahren sich diesen Traumwagen der Marke Suleica vom Hersteller Schäfer für 14.000 Mark gekauft. Da die Erinnerungen an viele Urlaube mit Kindern an dem schnittigen Gefährt hängen, hat der Rentner in mühsamer Handarbeit das Gefährt renoviert und auf technisch neuesten Stand gebracht.  "Suleica" bedeutet "super leichter Caravan".


Meine Nachbarn meinen, dass aus diesem "Sandloch" die letzten beiden Wohnmobile mit einem Trecker hinausgezogen werden mussten. Meine Frau kann zufrieden sein mit mir: Meine dritte große Wäsche flattert auf der Leine. Meine Sorge, dass die Wolken Regen bringen, war vollkommen unbegründet. Wind und Sonne trocknen die Wäsche in einer Viertelstunde.



Sakraler gegen säkularer Staat


Bilder von Reisezielen  finden sich in Reiseprospekten oder auf Webseiten, oft in besserer Qualität. Von meinem einfachen Leben bekommt der Betrachter einfache Bilder, die meine einfache Frau daheim freut. Das reicht. Meine Frau verkauft in einer Holzhütte an einer lauten Straße Spargel. Wenn die Erdbeeren reif sind, managed sie aus einer anderen Holzhütte am Erdbeerfeld den Verkauf für die Menschen, welche sich pfund- und kiloweise die süßen Früchte pflücken. Marmelade, Kuchen, Saft selbst alkoholische Köstlichkeiten entstehen aus diesen Früchten, Erdbeeren, Kirschen, Blaubeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren.

Voriges Jahr war meine Marokko-Portugal-Reise Mitte Mai beendet. Meine Frau verkauft auch dieses Jahr wieder, wie in den Jahren zuvor, in der Hütte am Straßenrand das Edelgemüse, später im Jahr dann Erdbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Tomaten und Eier.


Gottes Gaben der gnädigen, großzügigen Natur geben uns Kraft durch Frühlingsfreude. Gottes Gaben? Sollen sich die Menschen dafür in christlicher Dankbarkeit und Demut am Sonntag in Gottes Haus ihrem Gottesdienst frönen?



Bevor sich meine einfachen Worte und Gedanken hier an die Öffentlichkeit wagen, sollte sich der interessierte Leser die Zeit für einen ausgewiesenen Experten nehmen:


…Ralph Giordano - Nicht die Migration, der Islam ist das Problem!
•vor 2 Jahren
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Aufklären statt verschleiern. Ralph Giordanos Rede zur Kritischen Islam-Konferenz
Der damalige 85jährige Jude Ralph Giordano kritisiert auf hohem sprachlichen und intellektuellen Niveau den Islam weitaus besser, als dies meinen schwachen Kräften gegeben ist. Allerdings hat Giordano seine Rede 2007 gehalten. Für die meisten Menschen in Europa, in Australien, den USA und auch asiatischen Staaten entwickelt sich Immigration zu einem mehr als massiven Problem: Immigration gefährdet den Frieden. Doch es lohnt sich, einen weiteren ausgewiesenen Experten über den Orient und glühenden Verteidiger des Islam zu lesen: Jügen Todenhöfer schreibt gerade auf Facebook:
Lasst euch von den Rattenfängern des IS nicht verführen! Der IS kämpft nicht für den wahren Islam, sondern für eine kriminelle Ideologie des Völkermords. Er betrachtet alle gemäßigten Muslime, die Demokratie akzeptieren, als Todfeinde. Weil sie angeblich menschliche Gesetze über die Gesetze Gottes stellen. Der IS will daher alle demokratischen Muslime als "Abtrünnige" töten. Habt ihr diesen brudermörderischen Wahnsinn jemals zu Ende gedacht? Wer glaubt, das sei Islam, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Der Islam ist eine Religion der Barmherzigkeit und nicht der Unbarmherzigkeit. 113 von 114 Suren beginnen mit den Worten "Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Barmherzigen". Und nicht des Unbarmherzigen. Gott ist kein Terrorist. Der Islam ist Liebe, der IS Brutalität. Wer das verwechselt, ist ein Fall für den Psychiater.
Es streiten sich die Gelehrten, ob Islam Frieden oder Unterwerfung propagiert. Mir scheint es, dass sich "Heilige Schriften" wie der Talmud, Koran oder die Bibel recht beliebig auslegen lassen. Es sind gerade fanatisch religiöse Menschen, sei es im Bibel-Gürtel der USA, sei es bei zionistischen Siedlern oder eben bei politisierten Muslims, die gegen andere Religions-Gemeinschaften,  gegen "Abtrünnige vom rechten Glauben" und auch gegen Agnostiker hetzen. Religions-"Führer" kämpfen mit aller Härte und Grausamkeit um "Köpfe" ihres Glaubens. So haben Christen über Jahrhunderte mit  Muslims gekämpft. Mit gutem Glauben an eine "Göttliche Sendung" lassen sich Menschen aufhetzen, in Kämpfe  führen und selbst den Tod leichter ertragen. Todenhöfer fabuliert vom "Islam als der Religion der Liebe", Giordani vom "Islam als Problem". Wem der Verstand fehlt, pöbelt mit einem Gassenjargon, der  häufig genug in Gewalt mündet: Hooligans gegen Salafisten. Eine Unzahl der Einträge wäre dort Grund für eine Klage wegen Volksverhetzung. Dies vergiftet, mehr noch verhindert, eine sinnvolle geistige Auseinandersetzung um Segen und Fluch von Religion, von allen Religionen, gleichgültig ob von jüdischen, christlichen und mohammedanischer Sekten!


Obgleich es mich freut, wenn viele Menschen, mehr als 1000, auf meinen letzten Blog zugreifen, ist das nicht so wichtig. Mehr liegt mir an der Verbindung zu meiner Frau daheim. Es liegt mir mehr daran, Fakten zu untersuchen, unangenehme Tatsachen nicht zu verdrängen und sich damit auseinander zusetzen. Die Probleme und Kontroversen zu verdrängen, gleicht eine Krankheit solange zu verschleppen, bis diese unheilbar und somit tödlich ist. Was anderes aber geschieht derzeit, wenn man die sprachlose Feindschaft zwischem einem brüllenden, pfeifenden, johlenden Antifa-Pöbel beobachtet: Dieser Pöbel brüllt Reden und Arbeiten von sogenannten "Rechten" oder "Verschwörungstheoretikern" wie von Pirincci, Sarrazin, Mannheimer, Ulfkotte bis zu Abdel-Samad oder den Texten und Collagen von Cahit Kaya nieder und marschiert als "linker Volkssturm" gegen alle Vernunft und Verstand, taub aller Argumente und Fakten.


Wenn sich das Prekariat in unsicheren Arbeitsverhältnissen, wenn sich Rentner und Hartz-IV-Empfänger einbilden, die sozialstaatlichen Segnungen von Europa im allgemeinen und besonders in Deutschland seien auf beliebig viele Menschen in gleicher Höhe zu verteilen, schockt diese aus träumender Erwartung schmerzliche Einbuße an Lohn, mangelhafte Infrastruktur wie der Telekommunikation, dem Verkehrswegenetz, der Gesundheitsvorsorge, an öffentlichen Einrichtungen wie Bädern, Postdienststellen und zuletzt an Pflege im Alter. Zurück zur Religion im allgemeinen, zurück zum Islam, zurück zur Immigration ins altersschache Europa.



Nun haben sich die Menschen in Europa im Lauf der Jahrhunderte soweit geeignet, dass Religion Privatsache ist und bleiben solle. Ob Menschen also in ihrer Freizeit wie am Sonntag Fußball spielen, in Biergärten spazieren, Kirche, Kultur oder Kino genießen, bleibt jedem selbst überlassen. Das bedeutet: Freiheit von Religion steht über Religionsfreiheit.

Der säkulare Staat setzt gesetzlich durch, dass öffentliche Räume wie Schulen, Bahnhöfe, Ämter, Post- und , Polizeidienststellen und Gerichte frei sind von religösen oder parteilicher Propaganda.



Die Freiheit von Religion steht über der Religionsfreiheit. So gehören Spott, Häme, Kabarett, Collagen gegen Religionen, Glaubenssekten wie gegen politische Machthaber zum Selbstverständnis einer freiheitlichen Gesellschaft. Die Freiheit der Rede, Kunst und Kultur steht damit über den Gefühlen derer, die mit Religion und Glauben konditioniert sind.



Die Auseinandersetzung zwischen religiös konditionierten Gläubigen und freiheitsliebenden Lästermäulern muss der Staat zulassen. Der säkulare Staat soll die Freiheit der Kritiker schützen, sich geistig mit Lobbyisten, vulgo Priestern, Mullahs, Rabbis oder Ayatollahs, der sakralen Sekten auseinander zu setzen.



Wenn Cahit Kaya, als Vorsitzender der Ex-Muslime in Österreich meines Wissens, beständig und provozierend gegen die "Islamisierung des Abendlandes" anschreibt und Collagen bastelt, ist das sein gutes Recht. Wenn Dieter Nuhr als Kabarettist lästert, Frankenfeld als Showmaster eine Ayatollah-Puppe mit Damenwäsche bewerfen ließ, wenn Hebdo-Charlie-Zeichner oder die dänische Zeitung Jyllands-Posten Mohammed und den Islam karikieren, dann ist das Recht in einem säkularen Staat. Im sakralen Koran-Staatssystem ist das ein Verbrechen. Wenn Menschen in Europa ihr Recht nicht verteidigen, dann übernehmen Großsekten wie die Islamische das vom Recht befreite Gebiet. Dieses Recht der Freien Meinung vor Glaubens - und Kirchenterror haben sich Menschen in Europa in Jahrhunderten erkämpft.  



Da Recht also in einem politischen Raum verankert und von der Politik ständig gestaltet, erneuert, aber auch eingeschränkt wird, ist Wachsamkeit geboten. Wenn Politiker um Wähler von Religionsgemeinschaften werben, bedienen sie zwangsläufig die Erwartung religiöser Vorschriften. Diese fordern beispielsweise Uniformen, an denen sich die Sektenangehörigen schon von weitem erkennen lassen. So grenzen sich Sekten-Angehörigen von anderen Menschen ab. Wenn sich sogenannte "Gläubige" von "Heiden" oder "Ketzern" abgrenzen, spaltet sich schlimmstenfalls der Staat. Er degeneriert  gleichsam zu einer Mittelalterliche Rechtsauffassung, wo der Staat als sakrale Schutzmacht säkulare Spötter als Ketzer, Hexen und Heiden verfolgte, folterte und verbrannte. Der Jahrhunderte lange Freiheitskampf in Europa hatte das gegenteilige Ziel: Staatliche Macht sollte säkulare Spötter gegen sakrale Sektenmächte schützen.




Mit meinen 67 Jahren wird es mir zunehmend gleichgültiger, wie sich europäische Staaten entwickeln. Wenn das Prekariat mit den herrschenden Eliten sich einig ist, unser Leben in Europa sei mit Menschen aus süd- und nord-afrikanischen Staaten wie dem Senegal, Gambia, Nigeria, Äthiopien und Eriteria, Burkina Faso, Mali, dem Sudan, Sambia, dem Chad, Marokko, Algerien, Libyen etc. zu besser zu bewältigen, dann ändern sich Recht, Kultur und Wirtschaft.



Doch es sind junge Menschen, vermutlich eher Männer als Frauen, welche die Zukunft entscheidend beeinflussen und bestimmen. Viele Frauen sorgen eher nach religiösem Credo als Gebärende und Mütter für den Machterhalt der Stammesältesten und der Sippe. Je mehr Köpfe die Sippe zählt, umso größer deren Macht.



Mehrheitlich sind sich Prekariat wie herrschende Eliten einig, dass Demonstranten wie "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung Europas" dem rechten, wenn nicht rechtsradikalen Spektrum nationaler Chauvinisten zuzuordnen sind. Dies Abstempeln von Menschen, dies Einorden in Schubladen ersetzt die sachliche Diskussion. Ohne Sachlichkeit vergiften Gefühle von Pro versus Contra die öffentliche Diskussion. Wer sich bei Pegida in die Bütt stellt, um öffentliche Reden zu halten, auf den kübeln die Angegriffenen eimerweise Emotionen von Hass und Ablehnung. So hebeln in Einigkeit brüllendes Prekariat der Antifa mit medialen, wirtschaftlichen und politischen Eliten Grundrechte aus.



Vordenker außerparlamentarischer Opposition wie Michael Mannheimer, Stürzenberger, Schriftsteller wie Ulfkotte, Pirincci, politische Rechtspopulisten wie Wilder oder wie der Schweizer Rechtspopulist Oskar Freysinger werden in Bausch und Bogen als vollkommen indiskutabel abgetan oder totgeschwiegen. Doch dies Vorgehen verschafft der Einigkeit von Antifa-Prekariat und herrschenen Eliten allenfalls Zeit. In dieser Zeit verschlechtern sich die Verhältnisse, köcheln und kochen die Kontroversen weiter im Dampfdruck der Repression, Verdrängung und Verleumdung, bis es knallt und kracht.



Welche Folgen eine Völkerwanderung bislang unbekannten Ausmaßes in europäische Ballungsräume und auf dem Land mit sich bringt, sehen die Menschen aus ihrer Interessenlage unterschiedlich. Herrschende Eliten in Politik und Wirtschaft wollen Wähler, Arbeitskräfte und hungrige Käufer. Lobbyisten der Sozialindustrie kämpfen für ihre Arbeitsplätze und um Steuergelder. Steuerzahler befürchten höhere Belastungen. Konkurrenten auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt befürchten verschärfende Verteilungskämpfe.


Wo Kontroversen sich zu Krisen und Kämpfen, womöglich zum Krieg steigern, bleibt der Humor auf der Strecke. Gnadenlose Krawallknallköpfe brauchen Bambule wie Berlusconi Bungabunga-Begattung. Viel Spass!



Schreibkundige Schöngeister picken giftigste Gewalt aus den Kloaken sozialer Netze, um sich mit lächelnder Gelassenheit über die Blödheit dieser Beschränkten auszulassen. Ein Verständnis für den Krisen kochenden Kampfkrampf sucht man weitgehend vergebens.


Schöngeister hochbezahlter Maulhurerei klügen über Ereignisse, die sie kaum betreffen, es sei denn sie werden arbeitslos, weil den Schmarrn ihrer Gazetten immer weniger kaufen. Betroffene in Brennpunkten der Ghettos leben, reden und denken anders.


Dass elaborierter Sprachcode der Feuilletonisten den Graffiti-Parolen aus Facebook-Kloaken kaum mehr als Fußnoten zufügen, können sich bezahlte Maulhuren und Wichtigtuer in ihren Champagner-Vernissagen nicht vorstellen. Ausgebuffte Polit-Profis buhlen um Beifall von denen, die sich bewußt oder im Geheimen außerhalb unserer Rechtsordnung verorten.



Bürgerkrieg bringt den Mob auf Barrikaden. Brandsätze beenden die Bettruhe bei betulicher, bürgerlicher Behaglichkeit! Genug polit-kulturelle Gedanken. Zurück nach Kalabrien, nach Ferdinando und Rosarno - ziemlich arme Landstriche.

15 May 2015

Giardini-Naxos: Todenhöfer pöbelt gegen Pegida

180 Millionen für Picassos Bild die "Frauen von Algier". 500.000 Flüchtlinge voraussichtlich für Deutschland 2015. Todenhöfer schreibt mit "Inside 'IS' " einen Bestseller, interviewt den deutschen IS-Kämpfer Abu Qatadah an der Front und träumt von der schönen Neuen Welt mit Sätzen wie "Die Anti-Pegida-Bewegung ist ein guter Anfang. Fast schon ein kleines Wunder."


Todenhöfer positioniert sich für gute und gegen schlechte Muslims, für Putin und gegen Merkel. Sein Interview mit dem deutschen Jihadisten Abu Qatadah gewährt einen der besten Einblicke in die Gedankenwelt von verbrecherischen Fanatikern, die sich im Auftrag Allahs unterwegs zu wissen meinen. Todenhöfer braucht viel Reinwaschpulver, um gute Muslims mit ihrer "reichen, richtigen Religion der Barmherzigkeit" vom bösen Muslim Abu Qatadah mit seiner Schwärmerei für  Kriegsverbrechen zu unterscheiden.



Dass extremistischen Einzeltäter ebenso wie die durch Talkshows reisenden Exzellenz-Immigranten eine verschwindende Minderheit sind, mag stimmen. Allerdings können Verbrechen von Einzeltätern, wie das Beispiel 9/11 demonstrierte, weitaus gefährlicher und schädlicher sein, als best integrierte Exzellenz-Immigranten den Menschen in ihren Gastländern nutzen. Todenhöfers Video:

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/videos/vb.12084075837/10152723644955838/?type=2&theater

Dies Interview ist für mich eine unglaublich mutige, souveräne und bewundernswerte journalistische Leistung. Ohne eine positive Einstellung zu den Verbrechern wäre Todenhöfer m. E. nicht zu diesem Interview gekommen. Aus seinen Erfahrungen und seiner Einstellung zieht Todenhöfer einen respektablen Schluß:
Für mich hat das, was Abu Qatadah vertritt, nichts mit dem barmherzigen Islam zu tun, den 99,9 Prozent unserer muslimischen Mitbürger vertreten. Mit diesen gemäßigten Muslimen sollten wir uns verbünden, um das ideologische Kidnapping ihrer großen Religion durch Extremisten zu beenden. Die Anti-Pegida-Bewegung ist ein guter Anfang.
Wenn der Kampf-Gläubige Abu Qatadah von Kopfabschneiden, Massenmorden, Sklaverei und dergleichen Kriegsverbrechen schwadroniert, folgert Todenhöfer logisch und lobenswert, dass dies "...nichts mit dem barmherzigen Islam zu tun"  habe. Ob Todenhöfer allerdings seine politischen Folgerungen zu Recht zieht - gerade in Zeiten zuspitzender Krisen - sei dahingestellt, dass 99,9 Prozent unserer muslimischen Mitbürger den "barmherzigen Islam" vertreten. Fakt: Sicherheitskräfte beobachten mit Sorge, dass eine beachtliche Schar junger Menschen der faszinierenden IS-Mordgewalt erliegen und bedingungslose folgen. Sei es, als gebärfreudige Muslima oder als konvertierter Kämpfer bis zum Massenselbstmörder.


Wie die Inquisition zum Christentum gehört, so gehört die "Sharia of God (Glorified and Exalted be He)" zum Islam. So dachten Inquisitoren, so denken "Gotteskrieger".

No, no, we will one day conquer Europe. We don't just want to. We will. And we are sure about that.


Wie einst Konquistadoren unter der Losung "barmherziger Christen- und Nächstenliebe" lateinamerikanische Kulturen vernichtet und Ureinwohner versklavt haben, so vernichten und zerstören heute fanatische Kämpfer mit dem Koran im Sturmgepäck Menschen, Städte, Regionen und Kulturdenkmäler. Todenhöfer sammelt - verständlich und berechtigt - Hunderte von zustimmenden Zuschriften in seinem Facebook-Auftritt ein, dass dieser berüchtigte und blutrünstige "Gottes-Krieger" nichts mit dem Islam zu tun habe. Sicher nichts mit dem Barmherzigen. Bei dieser Flut von Zustimmung macht sich der österreichische Vorsitzende der Ex-Muslime Cahit Kaya bei Facebook mit Text und Collage gegen Todenhöfer keine Freunde:


Cahit Kaya schreibt bei Facebook zu diesem Bild:
Todenhöfer bildet sich ja gerne ein über die Kompetenz zu verfügen den Islam zu definieren und auch zu entscheiden, wer Moslem ist und wer nicht. Die Entscheidung fällt immer so aus, dass er davon profitiert.
Ähnliches tat auch Göring. So wie Göring durch seine Willkür den Aufstieg der Nazis begünstigte, so begünstigt Todenhöfers Willkür den Aufstieg der Islamisten. Er behauptet einfach, es hätte mit dem Islam nichts zu tun. Das soll verhindern, dass die ganzen Texte auf welche sich Islamisten berufen ins Visier geraten.
Das will er eben nicht, weil all diese Texte und Aufrufe (zu Gewalt und Eroberung, inklusive Unterwerfung der Ungläubigen) in den "heiligen" Texten des Islams nachweislich verankert sind und für viele Millionen Muslime bis heute Gültigkeit haben. Er will nicht, dass die Menschen merken, dass das alles was heute geschieht einfach mit dem Islam zu tun hat, sogar von diesem ausdrücklich gewünscht ist. Genau so entstand der Islam. Als Denksystem der Unterwerfung und Vernichtung der "Anderen". Genau deswegen bietet er all die Begründungen und Argumente für jede Grausamkeit, die heute von radikalen Muslimen begangen wird.
Dass Cahit Kaya als Ex-Muslim Todenhöfer, der sich wie Ulfkotte als Christ definiert, massiv angreift, muss verwundern. Es mag, wird und muss wohl daran liegen, dass Cahit Kaya mit anderen sich nicht der frohen Botschaft Todenhöfers anschließt, dass 99,9 Prozent unserer muslimischen Mitbürger den "barmherzigen Islam" vertreten.  
Jedenfalls erschüttern die Kampfansagen des "Gottes-Kriegers" Abu Qatadah umso mehr, als dies nicht leere Worte eines Wahnsinnigen sind sondern grausame und grauenhafte Wirklichkeit.

Hier predigt der fromme Mann wie im Sprichwort "willst Du nicht mein (Muslim)-Bruder ein, so schlag' ich Dir den Schädel ein" - oder ab. Gleich wie Karl, der Große, mit einem Gemetzel unter Tausenden von widerspenstigen Sachsen diese zum Christentum bekehrte, gleichso träumen anscheinend die "Gottes-Krieger" davon, ihre abgefallenen, schiitischen Brüder zwangsweise zu "bekehren". Gleichgültig, ob es dabei 100, 200 oder 500 Millionen Tote gibt. Zahlen spielen keine Rolle. Glaube zählt.


Eine Frau ist als Ungläubige als Sklavin in den Händen eines gläubigen Muslim-Bruders natürlich weitaus besser, ....


.... "als dass diese Ungläubige frei herumläuft und draußen macht, was ihre gefällt, also vornehmlich rumhuren und dergleichen." Denn schließlich reproduziert die Sklavin in den Händen des frommen Muslim-Bruders sich in weiteren Kopftuchmädchen oder trägt eine Brut aus, die sich zum Kampf dressieren lässt. Gott bewahre!


Nun sind mir als Agnostiker Kirchen am Weg eine schattige Ruhestätte in des Lebensreise Kampfgetümmel. Bei Kampagnen wie von Todenhöfer zum "barmherzigen Islam" sind selbst Heiden versucht, sich wieder zum Christentum zu bekehren. Auch wenn ein Gelehrter wie Karl-Heinz Deschner sein Leben lang akribisch neun Bände zu der christlichen Großsekte geschrieben hat unter dem Titel: "Kriminalgeschichte des Christentums."


Dass sich Religion zu Barmherzigkeit bekennt, sofern ihr Gewaltmittel fehlen, demonstriert der Papst derzeit. Bei wegbrechenden Einnahmen durch Kirchenflüchtige Steuerzahler und zunehmend sich ausweitender Konkurrenz nahöstlicher Großsekten wie dem Islam und auch von New-Age-Buddhistischen Sekten besinnt sich der Top-Manager im Vatikan auf seine Geschäftsbasis: Fromme Worte!


So ist denn im Namen der Jungfrau Maria mit Inbrunst zu hoffen, dass sich das Kriegsglück der Gottes-Krieger wendet und sie sich niederliegend auf Barmherzigkeit besinnen. Diese Glaubens- und Meinungskämpfe sind für mich als reisender Rentner spannender als Fußball, Boxen, Krimis oder Germanys Next Top-Model. Todenhöfer plakatiert seine beachtlichen Erkenntnisse und Erfahrungen mit schönen Sprüchen wie...



Dass die Gefangenschaft, Haltung und Vergewaltigung Sklavinnen befruchtet, ist gängige Praxis in Kriegsgebieten. Der "barmherzige Islam" erweitert seine Machtbasis an Anhängern und an Raum, ob mit Liebe oder Gewalt bleibt sich gleich. Wenn Todenhöfer sich den Islam anders vorstellt, als dieser realiter wirkt, träumt Todenhöfer. Dass Menschen aus Liebe zu ihrem Gott und Glauben weder Tod noch Teufel scheuen, sogar Leiden und Sterben auf sich nehmen in Erwartung paradisischer Entlohnung, ist bekannt und bewiesen. Todenhöfer agitiert, propagiert seinen Traum vom "barmherzigen Islam" und bereist die Stätten des Grauens, wo der Islam unbarmherzig wütet. Dort schaudert Todenhöfer und wir mit ihm. 


Doch Todenhöfers Traum vom "barmherzigen Islam" bedient den gutgläubigen Mainstream, wobei er nach seinem erschütternden Video über den Gottes-Mann Abu Qatadah schreibt:
 Mit diesen gemäßigten Muslimen sollten wir uns verbünden, um das ideologische Kidnapping ihrer großen Religion durch Extremisten zu beenden. Die Anti-Pegida-Bewegung ist ein guter Anfang. Fast schon ein kleines Wunder. Euer JT

Man mag sich wundern, wenn Todenhöfer ein kleines Wunder  erkennt oder erlebt. Mir kommt es  wie ein Wunder vor, dass Bewegungen wie Pegida oder EnDgAme Menschen gegen den Mainstream entstehen konnten und weiter Menschen politisieren! Dass Todenhöfer trotz sanfter Kritik an Merkel und Parteinahme für Putin mit dem Strom schwimmt, gelingt ihm gar genial im Kriegsgebiet der IS.


Mehr als 15.000 "Likes" erhält Todenhöfer in etwa 24 Stunden bei Facebook für seine Kritik an Merkel wegen dieser Aussage und seiner Parteinahme für Putin. 


 
Soll doch Todenhöfer vom "barmherzigen Islam" träumen. Wir werden sehen, wieviel Barmherzigkeit bleibt in Zeiten der Krise! "Erst kommt das Fressen, dann die Moral..." Vorerst genug von Todenhöfer! Dies wunderbare Sizilien ist eine wahre Wohltat, sich von Land und Leuten daheim zu erholen. Auf also unter Siziliens Sonne, zu Siziliens Stränden und Städte und zum schweren sizilianischen, rotem Wein! Es folgen weitere Bilder von S. Maria la Scala und Acireale. Erstmalig hat mich ein Ort so fasziniert, ihm gleich acht Tage meiner Zeit zu schenken.


Prächtig prangt an der kleinen Hütte am Hafen diese Kachel, Vor dem Fenster liegt die kleine Straße, dahinter das Hafenbecken.


Man erkennt schon die Feigen, allerdings noch grün und ungenießbar.


Vier Männer spielen Karten vor der Dorfkirche von S. Maria la Scala, die andern schauen zu.



Hier müssen die Katzen noch selbst für ihr Futter sorgen. So wartet die Katz bis in jede Fellspitze angespannt auf die Maus.


Die Fischerboot liegt so da, als hätte es sich unter die parkenden Autos verirrt.


Im grünlich schillernden Wasser des Hafens schaukelt das blaue Boot.

Auf einem großen Betonklotz, dem Wellenbrecher, hat sich ein Künstler verewigt.


Eine rührende Szene, die mir ans Herz geht. Der Mann kommt mit einer Rose, in Geschenkpapier gewickelt, steigt auf den höchsten Klotz am Meer, packt die Blume aus und wirft sie ins Meer. Er bekreuzigt sich und steht lange schweigend in Andacht versunken, sieht der verschwindenden Rose nach. Diese dümpelt lange in den Wellen.


Das Federvieh flattert von der Deichkrone mir über den Weg und erschrickt mich. Dabei will es nur zu seinem Futtertrog.



Kein Felsrand ist abgrundtief genug, dass nicht noch Platz wäre auf ihm für eine kleine Hütte.



Nochmal das Heldendenkmal aus Acireale.


Man möchte nicht wissen, wie glatt dies Pflaster bei Nässe wird.


Zwei schwarze Jünglinge studieren an der Ecke Nachrichten auf ihren Handys.



Abschied von Acireal, vom Dom, der Basilka, dem Domplatz, dem lauschigen Camp mit Schatten und Seewind in S. Maria la Scala.


Die Bilderflut im Dom lässt die Blicke lange und versonnen über das Deckengewölbe schweifen.


Dies Bild ergibt sich gegen 6.30 Uhr beim Sonnenaufgang im Camp S. Maria la Scala beim ersten Blick aus der Aufbautür.


Zu meinen letzten Tagen in Sizilien faucht der Ätna noch schwefelgelbe Wolken aus. Nachts bleckt wie eine rote Wunde ein Kilometer langer Lavastrom von seinem Nordhang.


Soviel zum Thema Müllbeseitigung in Siziliens freier Natur.


Von Acireale sind es 37 Kilometer, davon für 1,50 Euro Autobahn bis nach Giardini-Naxos. Doch bevor das Auto wieder als Wohnstatt still und am Strom steht, gibt es im Einkaufszentrum für 70 Euro einen Großeinkauf: Wasser, Wein, Bier, Campari, Obst, Gemüse, Käse, Tortellini, Schokolade und Brot.


Am Strand wuchert Schilf über die verlassene Ape.

Das Camp Aurora Parking in Giardini Naxos liegt in Nähe der Bushaltestelle, gleich bei großen Hotelanlagen wie dem Hilton, drei Minuten mit dem Fahrrad zum Strand. Die Sanitäranlagen sind einfach, die Hitze mittags nahezu unerträglich. Dann liegt mein Körper bei geöffneten Klappen und Luken flach auf dem Boden im Auto, dem kältesten Platz im Raum. Ab 15.00 Uhr kommt mit etwas Wind dann wieder Leben in meinen Körper, der sich mittlerweile schon an 30 Grad Celsius etwas gewöhnt hat.

Diesem griechischen Seefahrer ist das Denkmal gewidmet, der als Erster dies herrliche Fleckchen  Erde entdeckt und kultiviert hat.





Mit dem Spruch "Süß und Ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben" lassen sich heute Kriegswitwen und -Waisen von Afghanistan-Soldaten  schwerlich trösten.



Dieser alte Wachturm warnte mit Rauchzeichen die wehrhafte Bevölkerung vor nahenden Piratenschiffen, welche aus Algerien auf Beutezug hier einfielen. Mit Besetzung Algeriens durch die Franzosen wurde der Turmwächter arbeitslos.


Bevor der Ätna am Abend und in der Nacht seinen glühenden Lavastrom sehen ließ, macht er am Tag mit dieser Schwefel gelben Wolke auf die bevorstehende Eruption aufmerksam.


Wie eine feuerrote Wunde zieht sich Ätna die Lavaspur den Berghang hinunter ins Land.

Ohne Stativ sind die langen Belichtungszeiten zu nächtlicher Stunde ohne Verwackeln nicht zu halten.


Mein erster Ausflug nach Taormina. Der Bus bringt mich bequem auf die Höhe der Stadt. Schweren Schrittes schlurft der Schwarze mit seinem Marktstand zu seinem Arbeitsplatz. Nach meiner Besichtigung hat er seine Schätze wie Holzkästchen und Schnitzarbeiten an der Stadtmauer ausgebreitet und preist seine Waren aus dem Senegal an.

Zwei Busse, die alle Viertelstunde kommen sollten, sind ausgeblieben. Erst um 10.00 Uhr, als die Hitze schon erbarmungsloser einfällt, schleichen sich Scharen von Touristen zu dem griechisch-römischen Theater. Das entstand im dritten Jahrhundert vor Christi Geburt.

Bei dieser Naturkulisse mit Blick auf die schneebedeckten Nordhänge des Ätna, auf das blaue Meer unten und das Himmelblau darüber braucht es kein weiteres Schauspiel mehr.


Das antike Theater hat seine besten Zeiten schon vorüber. Während meine Bilder den Blog füllen, hat in Mannheim wieder einmal eine Massenveranstaltung, Germanys Next Top-Model,  mit 10.000 Menschen wegen einer Bombendrohung abgeborchen werden müssen.


Man kann in Deutschland bleiben, um das volle Erregungsprogramm durchleiden zu müssen. Aber was Todenhöfer sich im IS-Kriegsgebiet zugemutet hat, ist ja nun ein ganz anderes Kaliber an Wagemut und Reiseabenteuer.

Angesichts der ernsten Lage den Humor nicht zu verlieren, bei dem man trotzdem lacht, ist der Schlüssel zum gesunden Schlaf. Um dabei zu bleiben, noch eine weitere Perle von Facebook.


Die sozialen Medien wie Facebook kennen nicht die von Moderatoren gepflegte und also zensierte Meinungsmache gegen Einsender. Allerdings bringt das Thema Zuwanderung, welches Hunderttausende in Marsch setzt, auch Kreative auf Trab. Zu dieser Karte postet ein provozierender Prolet passende Pöbel-Prosat:
"liebe "gut"-menschen...
schade, dass ihr im geographie-unterricht gefehlt und aus eurem schulatlas filter für die joints gemacht habts...
kuckst du (idiot) wie gross afrika, und wie gross europa ist...
mit einwohnerzahlen quäl ich euch nicht, weil sonst habts endgültig einen error in euren spatzenhirnen...
nigeria, das ist nur eines von vielen afrikanischen ländern, hat fast halb soviele wie ganz europa...
aber lassen wir das...
und da reden wir noch gar nicht vom geld, den der "asyl"-spass kostet und das JEMAND erst verdienen muss, um hier den gratis-hotelier zu machen...
von den gesellschaftlichen folgen sei mal abgesehen, weil das is euch hobby-kommunisten ja wuascht, das is mir klar...
hauptsache, ihr habts eure selbstbeweihräucherungs-schulterklopf-plattform - auf kosten aller anderen...
however - beim betrachten der landkarte sollte klar sein, so man nicht den GANZEN atlas zu filtern zwecks mega-kifferei verarbeitet hat - einreise is nich - weil sonst europa kaputt - comprende?...
für die komplett depperten:
das grosse unten ist AFRIKA - das kleine oben ist EUROPA...
nicht genügend...
was im richtigen leben soviel heisst wie, dummköpfe bitte pappn halten..."
Unter "Gutmenschen" firmieren in der Szene Menschen, welche diese Karikatur kennzeichnet.




Während Todenhöfer vom "barmherzigen Islam" träumt, träumen andere von einem Reihenhaus mit Garten für sich wie für Flüchtlinge. Erbarmunglos höhnt die Szene bei Facebook und stört feuchte Träume mit plakatiertem Grauen.




 Doch Politik wie Justiz arbeiten sich ebenso erbarmungslos an der Integretation der Immigranten ab wie Todenhöfer am "barmherzigen Islam".

Blöd nur, wenn, wie in einer Hamburger Nobelgegend, wo die heimische Herberge drei Millionen kostet, eine Flüchtlingsunterkunft hochgezogen werden soll: Die Preise des Anwesen fallen gleich mal um 50 Prozent. Dann wird selbst Eliten mulmig.


Todenhöfers Tiraden werden uns in kommenden Talk-Shows belehren, wo der Islam am Barmherzigsten auftritt.




Parteien-Propagandisten, welche die rasch wachsende Zahl der Muslims in Deutschland umwerben, wie alle Menschen im Lande, sind ja schon froh, wenn die Damen bei aller Barmherzigkeit Babys in ihren Bäuchen unter dem Ganzkörper-Schleier austragen und keine Bomben.

Hier in Siziliens zeigen Frauen noch Busen unter tief ausgeschnittenen Blusen und Beine unter kurzen Röcken. Hier in Sizilien knutschen sich junge Paare auf offener Straße, küssen einander bei Sonnenschein sogar, umschlingt eine langlockige Schöne ihren Süßen, der auf dem Motorroller sitzt. Fünf Frauen in Bikinis am Strand lassen ihre fünf Kinder spielen, Jungen und Mädchen gemeinsam. Mein Freund sendet mehrmals in der Woche Links aus Politik und Wirtschaft unter dem Thema: "Wie bescheuert kann Deutschland werden?"


So sei endlich STOPP! Doch wie die Facebook-Szene die Immigranten als Kulturbereicherer verhöhnt, so verschlechtern sich für prekäre Massen die Arbeits- und Wohnverhältnisse wie auch die Qualiät ihrer bezahlbaren Lebensmittel.


Wie "barmherzig der Islam" ist, beweisen die Golfstaaten mit ihrer Flüchtlingspolitik und damit, wie sie ihre Arbeitssklaven und Haussklavinnen halten. Dass mir als Emigrant es schwer fällt, von dieser wunderbaren Insel Sizilienen nach Hause zurück zu kehren, versteht meine Liebste immer noch. Ihr zum Dank und zum Ausklang meiner Suada zu Gunsten Todenhöfers noch einige Bilder zum Abschied aus Taormina über Giardini-Naxos: