21 Juli 2018

Von Ferienfreuden in Norddeutschland und der gesetzlich geschützten Schlepperindustrie

Pegida-Pöbel in Dresden brüllt "Absaufen", Schlepperkapitän Reisch muss vor Gericht, bayrische Wähler stärken die Grünen, die CSU kann ihre absolute Mehrheit vergessen. Der Wohlfühl-Pöbel freut sich über "geschenkte Menschen", solange sie weit genug von ihnen entfernt hausen. Manche beten Integration noch gesund, wenn schon Vorstädte brennen und Gefahr in dunklen Gassen droht. 

Zwei putzige Bisamratten schwimmen ihre abendliche Runde am Dümmersee.

Der Dümmersee mit grünem, fast durchgehend nur einem Meter flachen Wasser, ist ein großes Vogelschutzgebiet und ein Erholungsparadies. Wir radeln um den See. Meine Frau empört sich über den Pegida-Pöbel, der in Dresden "Absaufen" skandierte. Die Polizei ermittelt.Wieviel Nordafrikaner, Subsaharianer, verfolgte Rohingyas kann und soll Deutschland aufnehmen und retten? Wer im Gummiboot in See sticht, läuft Gefahr zu ertrinken. Wer in Badeschlappen über Schneeberge steigt, läuft Gefahr zu erfrieren. Wer ohne Wasser durch Wüsten marschiert, läuft Gefahr zu vedursten. Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt. Mit Hunderten fangen Weltretter an, am Ende kommen Millionen.

Unannehmlichkeiten stecken Weltretter weg. Solange kein Messermördermensch durch Vorgärten rast und Blumen köpft, solange kein Auto als Mordwerkzeug in Menschenmengen rast, solange weder Tochter noch Hund beim Gassi gehen Gewalt erleiden, solange herrscht spießbürgerliche Ruhe - vor dem Sturm. Die phänomenale Fähigkeit des Spießers sich Ungeheuerlichkeiten zu unterwerfen, auch wenn gebrochene Gesetze das Land umkrempeln, auch wenn Deutschland von Sinnen sich abschafft, auch wenn Kirchtürme zu Minaretten werden und wenn zum Koran konvertierte Jugendliche in den Krieg ziehen, auch wenn sich öffentliche Bedürfnissanstalten in Flair und Odeur zu orientalischen Dritt-Welt-Hockklos verwandeln, all das und noch viel mehr nimmt der Spießer schier klaglos in Kauf, um seine erste Bürgerpflicht zu zelebrieren: Ruhe, Friede, Freude, Eierkuchen.



Im Licht und Glanz der Öffentlichkeit sonnen sich Welt- und Menschenretter, besonders wenn der Medienbetrieb  sie als Profis feiert, bejubelt und  hofiert. Mit Menschen im Schatten beschäftigen sich Polizisten, Sozialarbeiter, Psychologen und Gefängniswärter. Integration ist ein hartes, teures und langwieriges Geschäft.



 Polarisierte Gesellschaft: Die Einen preisen den zum Kapitän aufgestiegenen Claus-Peter Reisch, geben ihm Rede- und Sendezeit in den GEZ-Medien, Pedida-Demonstranten in Dresden skandieren "Absaufen!"

Was nun? Wo Sloterdijk über "wohltemperierte Grausamkeit" philosophiert, um den schier unerschöpflichen Nachschub an Humankapital wie aus zerfallenden, Schwarz afrikanischen Staaten einzudämmen, da verfahren andere nach dem Grundsatz:"Tue Gutes, und lass ANDERE dafür zahlen!"

Das Freibad in Diepholz unterrichtet "Menschen-die--neu-hier-leben" über den Gebraiuch der Toilette..


Die Frage ist: Was bewegt die Mehrheit? Ist es der hehre, hochheilige Gedanke an Rettung, weil ja jeder selbst in die Lage der Notfallrettung kommen kann, oder bestimmt darwinistisch-faschistoide Auslese nach dem Motto "Rette sich, wer kann" das gnadenlose Recht des Stärkeren?

Die Antwort der mehrheitlich Schwachen und Geschwächten ist eindeutig im Land, solange keine großen Nachteile die spießige Schläfrigkeit stören. Merkel formulierte fabelhaft volkstümlich: "Wir schaffen das!"

Nun mag eine verschwindend kleine Minderheit klammheimlich mit Pegida-Pöbel-Parolen von "Absaufen" symphatisieren, in Sinn und Stil von Sloterdijks "wohltemperierter Grausamkeit" träumen. Die Polizei ermittelt gegen den herzlosen Pöbel.



Doch die weitaus größere Mehrheit empfindet herzlich-empathisch, medial, klerikal, künstlerisch und politisch gesteuert und getrieben. Der manipulierte Mob preist und dankt Schlepperkapitän Reisch. Wenn sich juristische Expertise auf Luxemburger EuGH- und Straßburger EuMG-Entscheidungen beruft, dann schwimmt ein Mann wie Reisch sicher auf der Welle des Zeitgeistes. Naiver Gutmenschen-Glaube braucht Idole wie Reisch. Medien, Kleriker, Künstler jazzen solche Gestalten in Hymnen hoch.

Der Blog "Bayern ist frei" mit seinen Autoren Philolaos und Floydmasika bespasst und informiert mit kolorierten Fingerübungen eine überzeugte Minderheit, die sich bestätigt und gut fühlt. Wer aber Menschenrechts- und Flüchtlingskonventionen vertraut, liest, hört und sieht keine widersprechende Meinung.




Gloria von Thurn und Taxis meinte: "Der Schwarze schnackselt halt gern." Was war das für ein Skandal! Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Man macht Kinder und lässt den Lieben Gott einen Guten Mann sein. Wen Afrika nicht ernähren kann, den ernährt das Alte Europa. Da muss der christlich gesinnte Gutmensch den Schlepperkapitän auszeichnen, selbst wenn er Gesetze gebrochen haben mag, so rettet er Schlepperkundschaft, die sich mit Todesverachtung in ihr lebensgefährliches Abenteuer gestürzt hat.



Juristisch gelehrte Experten lehnen die Nichtzurückweisung Geretteter an das Land ab, aus dem sie geflohen sind. So sind die Konventionen.


Folgen wir den Argumenten des Autors, öffnet auch die AfD der Völkerwanderung Tür und Tor:
Die AfD will Afrika retten. Sie rührt die wesentlichen Weichenstellungen nicht an und beteiligt sich an einem Eiertanz auf Grundlage von #Art33GFK (#Nichtzurückweisungsprinzip) und #UNHCR mithilfe von Luftschlössern in Nordafrika, die es erlauben sollen, Völkerwanderung in Umsiedlung umzuwandeln, was durch mehr EU und Eurabien (Mittelmeer-Union) klappen soll.
Die Einzigen, welche sich der für "Länger-hier-Lebende" mörderischen Menschenrechtskonvention widersetzen, sind nicht einmal 300.000 Unterzeichner einer Petition, welche die Konventionen ablehnen. Der Autor beschreibt die desolate Lage afrikanischer Staaten wie von Nigeria, Somalia, Sudan und dem Kongo. Darwinistisch-faschistoide Auslese lässt die Stärksten in Europa landen, wobei Betende als Ungläubige auch schon mal über Bord geworfen werden. Unser Autor resümmiert:
Sein Heil im Metzeln zu suchen, ist für den einzelnen Afrikaner eine effektive Überlebensstrategie. Viele der Sieger landen bei uns.
 Nun sollen also 267.470 Menschen helfen, die diese Petition bislang unterzeichnet haben, eine Petition mehr für den Papierkorb!



Man kann es, man sollte es vielleicht so sehen: Die 267.470 Personen, welche überhaupt begriffen haben, dass die Menschenrechtskonvention mörderisch für uns in Europa ist, wollen die Konventionen kündigen. Wie sollen Menschen verstehen, dass Menschenrechts- und Flüchtlingskonventionen sich mörderisch für "Länger-hier-Lebende" auswirken? Der Autor Floydmasika definiert Politik:
Dabei ist Politik nie etwas anderes als das Abwägen und Entscheiden zwischen endlichen Ressourcen, die entweder der einen oder der anderen Sache zugute kommen.
Jetzt mag der gelehrte Geist Wortwaffen schmieden und schärfen, mag die für uns "Länger-hier-Lebende" die mörderische Menschenrechtskonvention als "genozidal" geißeln, mag in kristallklarer Logik seine Folgerungen bewundernswert formulieren, doch die Petition gegen die Menschenrechtkonvention hängt bei 267.470 Zustimmungen! Lass es auch 300.000, eine halbe Million werden, die die Kündigung der Menschenrechtskonvention fordern, glaubt der Autor ernsthaft, so mehr Verteidiger für Europa, für unser Land zu gewinnen?

Diese gelehrten Verteidiger, mehrheitlich alte, weiße Männer erinnern an das "Heerlager der  Heiligen".



Rechtschaffene Strafverfolger kämpfen in  Bayern und  Berlin gegen eine übermächtige Lobby aus medial-klerikal-polit agitierenden Gruppen und Clans. Berliner Behörden beschlagnahmen Immobilien im Wert von elf Millionen Euro, angeblich Beute arabischer Gangster-Clans.





In München kämpft Innenminister Seehofer für Recht und Gesetz, angegriffen von einer breiten Front. Gegner seiner Politik lassen sich Massenaufmärsche mobilisieren. Bands spielen auf, die Demo gegen Seehofer und die CSU wird zum Volksfest.


Der Autor Floydmasika kommentiert das demonstrierende Volksfest:
Die Bunten mobilisieren hier dank medialer Hoheit für unhaltbare Positionen. Ob sie auf diese Weise wirklich einen Blumentopf gewinnen können, wird sich zeigen und ein Stück weit an uns liegen.
Ob die Bunt-Positionen nachhaltig haltbar oder für uns "Länger-hier-Lebende" unhaltbar werden, wird die Geschichte zeigen. Floydmasika schließt seinen Beitrag mit dem Satz:

"Oft zeigen die Formulierungen der Angreifer am besten, was sie selber für sich befürchten."

Wenn man den Gedanken weiterspinnt, so befürchten Pegida-Demonstranten in Dresden "abzusaufen" Ob diese Pegida-Pöbler als false-flag Aktion linker Unterwanderung auftraten, oder ob sich hier eine widerwärtige "Volksmeinung" ausdrückte, sei dahin gestellt. Wie erwähnt ermittelt die Polizei in der Sache.

Anders hingegen auf Seiten der versammelten Gutmenschen, die im "gleichen Schritt und Tritt" gegen die Symbolfigur heidnischer Barberei aufmarschieren, gegen den bösen, alten, weißen Bayern Seehofer. Die bei Facebook veröffentlichte Liste der Unterstützer gegen den bösen, alten Bayernmann erinnert fatal an die Gleichschaltung von Meinung, welche sowohl in den Jahren 33 bis 45, wie auch in der Deutschen Demokratischen Republik angepassten Spießern ein weitgehend angenehmes und ungestörtes Dasein gestattete. Die Masse marschiert bunt im gleichen Schritt und Tritt! Der Marsch rechnet sich, sichert Arbeit, Ansehen und Einkommen. Die Recherche bei Facebook zeigt die Gruppen für die Münchener Demo am 22. Juli.



Gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie — Wir können die Liste der Unterzeichnenden in der Info nicht mehr ändern, daher machen wir das hier - es werden täglich mehr:
Gemeinsam für Menschenrechte & Demokratie * Ärzte der Welt e.V. * Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt - München * Aktion Anker Donauwörth e.V. * AG Pappenheim * Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit München * ArrivalAid * Asylhelferkreis Wolfratshausen * Asylkreis Grafrath * Attac München * Augsburger Flüchtlingsrat * Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte * Bayerischer Flüchtlingsrat * Bellevue Di Monaco * BISS - Bürger in sozialen Schwierigkeiten e. V. * Bündnis „noPAG – NEIN! zum Polizeiaufgabengesetz Bayern“ * Bündnis 8.März * BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - KV München und LV Bayern * Bürgerkreis Interkulturelles Leben * Cafe Blabla Herrsching * Candy Club München * Condrobs e.V. * Das andere Bayern – Verein für demokratische Kultur im Freistaat e.V. * democraticArts * Demokratie in Bewegung LV Bayern * DGB Jugend München * DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine e.V.) * DIE LINKE LV Bayern und KV München * DIEM25 München * Die Münchnerin * DKP München * Eine Schule für Alle - in Bayern e.V. * EineWeltHaus München e.V. * Evangelisches Migrationszentrum * FEIERWERK e.V. * Förderkreis Asyl Gauting e.V. * FöBE, Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement * frau.kunst.politik * Frauennotruf München * Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg * Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus * Gemeinsam für Flüchtlinge - Helferkreis Unterföhring * GEW Landesverband Bayern * GEW Mittelfranken * GEW Stadtverband München * Go Europe! * Heimatstern e.V. * Helferkreis Asyl Greifenberg * Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V. * Helferkreis Asyl und Integration der Gemeinde Berg am Starnberger See * Helferkreis Geltendorf * Helferkreis Germering * Helferkreis Grünwald * Helferkreis GU Mainaustraße * Helferkreis Herrsching * Helferkreis Messestadt, München * Helferkreis Vierkirchen * IG Initiativgruppe München * Initiative für Flüchtlingsrechte im Landkreis Traunstein * Initiativkreis Migration Rosenheim * Interkulturelles Forum e.V * Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF - Gruppe München * Internationalistisches Bündnis, München * ISO - Internationale Sozialistische Organisation OG München * Jugendaktion Bildung statt Abschiebung * Kammerspiele München * Karawane München * Koordinationsstelle Flüchtlingsarbeit im Ev.-Luth. Dekanat * Kreisjugendring München-Stadt * KriSoH KSH München * Kulturraum München e.V. * Kulturstrand München * Landesverband Bayern der Feministischen Partei DIE FRAUEN * Lichterkette e.V. * Love, Beats & Happybass * LSVD Bayern * matteo Kirche und Asyl * MC Kuhle Wampe Geyers Schwarzer Haufen * Migrationsbeirat der LH München * Miteinander leben in Hadern e.V. * MLPD Bayern * MORGEN e.V. Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen * Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus * Münchner Chaos Computer Club * Münchner Volkstheater * München ist bunt! * Münchner Aids-Hilfe e.V. * Münchner Flüchtlingsrat * Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V. * Münchner Friedensbündnis * Munich Feminist Project * mut Bayern * Netzwerk Asyl Unterschleißheim * ÖDP-München * Offene Türen – internationaler Treff e.V. Schrobenhausen * One Billion Rising München e.V. * Piratenpartei * Polizeiklasse * Prayer of the Mothers * PRO ASYL * queerelations * Rainbow Refugees Munich - Refugees@Sub * Real München e.V. * Rechtshilfe für Ausländer*innen München e.V. * REFUGIO München * Rosa Liste München * Seebrücke München * SDAJ München * Münchner SPD * SPD Hadern * Spielen in der Stadt e. V. * Sub-Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. * Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V. * Trans-Ident e.V. * Trans*Inter*Beratungsstelle * Uhlala * UnserVeto – Bayern * Die Urbanauten * Ver.di AK gerechter Welthandel * ver.di Bezirk München * ver.di-Frauen München * ver.di - Bezirksfachbereich 08 "Medien, Kunst und Industrie" * ver.di Jugend * Verein für Psychosoziale Initiativen VFPI e.V. * Verein für Sozialarbeit e.V. * Volt Europe München * VVN - BdA Vereinigte Verfolgte des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, München * Wir Helfen e.V. * wir schaffen das e.V.
Bei einem Autoren der Seite "Volksverpetzer" wie bei den Agitatoren gegen Seehofer kommt hinzu, dass sich die "Gute Sache" rechnet. So gewinnt beispielhaft der Blog "Volksverpetzer" mit seinem Beitrag zum Pegida-Pöbel Werbung und Klicks.



Meine herzlichen Glückwunsche für den "Volksverpetzer"! Der Blog läuft genau auf der richtigen Schiene der Links-Rot-Grün verpeilten Gutmenschen, die retten-sich-wer-kann, solange Gelder wie öffentliche Aufmerksamkeit die Kassen füllen, die verpeilte Naive auf die Seiten locken und Werbung reinholt. Immer weiter so!

Was die Pegida-Massen so entmenschlichen lässt, ist eine Ahnung des Kommenden, wovon die öffentlich verfochtene Naivität sich nichts träumen lässt. Am besten schnell noch gut Kasse machen, sich in bewachte Ghettos verziehen, wo die Anspruchsgesellschaft keine Kopftuchgeschwader, keine Messer metzelnden Mörder, keine Angriffe durch Autos aushalten muss.

Es kommen Kämpfer und Krieger nicht mit Kalaschnikow, erstmal übernehmen Kämpfer und Krieger Land und Leute in Badeschlappen. Der Nachschub an kämpferischem Humankapital ist unermeßlich, es kommen mehr Millionen, als Menschen hier länger schon leben.



Das merken Demonstranten, die verzweifelt "Absaufen" skandieren, an denen sich die Front der Gutmenschen mit Fug und Rechthaberei aufgeilen kann, wird und soll.




Wer vom polarisierten Pöbel klarer das Kommende sieht, warten wir ab! In Bahnhofsghettos ist das Land längst nicht das, was einst unseres war. Doch in grünen Vororten, auf dem ruhigen Land kann das dem "Volksverpetzer" egal sein.

Mir ist es nicht egal, auch wenn mir das Gebrüll vom "Absaufen" ebenso widerwärtig ist wie den Meisten. Doch es geht darum, Gefühle von Menschen zu verstehen. Das Urteil spricht ohnehin die Geschichte - auch ohne unsere Faselei im Internet.


Martin Sellner: Wie das Schleppen begann - der Verrat der EU


https://youtu.be/OrlY5a5uHSY - 7 Minunten 48 Sekunden Martin Sellner
Viele reden heute über den Wahnsinn im Mittelmeer. Wenige wissen wie er begonnen hat. Der Wendepunkt war der 23. 2. 2012. Der Tag an dem die EU einen unfassbaren Verrat beging und dem Nationalstaat in den Rücken fiel. Ein Schutz unserer Grenzen kann nur gegen diese Replacement-Union durchgesetzt werden
.


Es zeichnet sich wenig Hoffnung am Horizont ab. Wo sich Widerstand wie bei der Pegida in Dresden formiert, pöbelt der Mob "Absaufen!",  ansonsten bleibt organisierter Widerstand schwach. Fehlender Massenprotest trägt dazu bei, dass hoch gebildete und gut organisierte und vernetzte Verbrecher im Namen von EuGH- und EuMR uns "Länger-hier-Lebenden" unerträgliche Lasten zumuten. Sprüche, Sätze, Bilder, Blogs, Videos sind ein aussichtsloses Unterfangen gegen die Übermacht des normativ Faktischen von grenzenlos einströmenden Menschen über Menschen. Menschen, die "hier-noch-nie-zuvor-gelebt" hatten, die uns vielfach fremd sind und bleiben. Selbst nachkommende Generationen von vielen jungen Türken sind eher gleichsam in Deutschland "ausgewildert" als integriert. Politische Agitation maskiert als Islam schützt grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit.





Und selbst Martin Sellner, der professionell Identitären Widerstand organsiert, der in obigem Video eindrucksvoll auftritt, bringt die verzwickte Rechtslage, welche Nationalstaaten ihre Handlungsfreiheit genommen hat, nicht korrekt auf den Punkt. Floydmasika stellt klar:


Menschenrecht- und Flüchtlingskonventionen haben sich über Jahrzehnte ideologisch verfestigt. Ideologien wie "no nation, no border, Parolen wie "kein Mensch ist illegal", bestimmen den Zeitgeist.

Nur die Wenigsten sind fähig, die Gesetze von EuGH und EuMR qualifziert als das zu kritisieren, was sie für "Menschen-die-hier-schon-länger-leben" letzlich bedeuten: Aufgabe ihrer Kultur, ihrer Lebensweise, ihrer Arbeit, ihres Wohlstands. Einfach hingegen lässt sich die Rückbesinnung auf den Nationalstaat, das Recht auf eigene Grenzen und einen eigenen Kultur- und Sprachraum als "voll nazi" verleumden.


Der Rest ist Schweigen.



 
Mein von der Telekom gekauftes Datenvolumen schmilzt bei der Web-Recherche wie Schnee im Sommer. Deutschland wäre schöner, wenn nicht diese Epedemie Bunt lichternen Irrsinns das Land verseuchen würde.


Ab und an scheinen Nachrichten und Stimmen auf, zerren Dichter und Schriftsteller wie Klonokovksy, Mattisek, Pirincci, Sarrazin, Berger den Dreck unterm Teppich hervor, doch der Rest ist Schweigen.










https://www.youtube.com/watch?v=VX0xD3LAdzY
Henryk M. Broder: Der UNTERGANG Europas ist VORPROGRAMMIERT und  unaufhaltsam!


Ladbergen, Dümmersee, Diepholz, Goldenstedt

Genug Gedanken zur Zeit! Menschenrechts- und Flüchtlingskonventionen sind ohnehin den meisten Menschen schnurzpiepegal, auch mich mit meinen 70 Jahren lassen Ereignisse der kommenden Jahre zunehmend kalt. Also Schluß mit dem Kapitel für heute!


Die Radrundfahrten meiner Frau endeten vorerst in Ladbergen. Die Fahrten im Tecklenburger Land waren weit angenehmer als der Abstecher nach Ladbergen, in gleicher Entfernung von 37 Kilometern zu Osnabrück und Münster.


Wir speisen köstlich in Ladbergen.


Vor dem Restaurant ziehen mit dem Klang satter Vergaser-Motoren Oldtimer vorbei, die wir später am Straßenrand bewundern.



Blick ins Cockpit einer Citroen Diane Cabrio mit roten Ledersitzen


Der vegetarische Burger kommt mit Pommes Frites aus Süßkartoffeln, ein ganz neuer, ungewohnter Genuß. Der Salat ist reichhaltig und gut. Nur das Camp in Ladbergen zwischen rauschenden Autobahnen und zweistrahligen, startenden Passagierjets war wenig erfreulich. Am See tummelten sich viele sozial Abgehängte, die auf gleichsam herrenloser Wiese in alten Wohnwagen hausten und abends bei offenem Feuer fröhlich zechten.


Auch in der Nacht starten mit großem Getöse einige Flugzeuge.


Nach einem weiteren kurzen Abstecher ins geruhsame Westerkappeln mit seinem erfrischenden Bullerteich und warmen Duschen, frühstücken wir mit meiner 95jährigen Tante.


Etwa fünfzig Kilometer weiter fahren wir geruhsam nach Dümmerlohausen, wo wir am Dümmersee zwei Tage ein geruhsames Quartier aufschlagen. Wir genießen die leichte Sommersonnenzeit in vollen Zügen. Wie oft kann man sich noch treffen mit einem Menschen, der schon 95 Jahre als ist?



Am Dümmersee versorgt uns die Stromsäule für 50 Cent mit einer Kilowattstunde. Die Kassettentoilette entsorgen wir für einen Euro, mehr kostet es nicht. Das Seewasser ist grün und trübe, flach und warm.


Putzige Häuser aus Holz oder roten Ziegeln mit Strohdächern verzieren die Landschaft.



Ruhige Radwege rund um den See begeistern uns mit einer reichen Vogelschar. An allen vier Himmelsrichtungen lassen sich die Vögel von Aussichtstürmen aus beobachten.


Der Sommeruntergang färbt den Himmel, der sich im Wasser spiegelt.



Von einem Aussichtsturm lassen sich zwei putzige Bisamratten bei ihrem abendlichen Ausflug gut beobachten.


Drei Störche stolzieren hinter einem Traktor her, welcher mit dem gemähten Gras den Weißröcken einen gedeckten Tisch präsentiert.


Unentweg picken die spitzen Schnäbel im Gras nach Beute.


Zu- und Abfluß im Dümmersee queren Hunte-Brücken.


Er putzt sein Gefieder.


Urtümliche Rinder mit zotteligem Fell grasen um das Storchenest.


Ein Zweimaster schiebt sich vor den Windrädern über den See.


Im Dümmer-Museum bewundern wir die ersten Anfänge der Besiedlung 10.000 vor Christus. Der Besucher schleicht über nachgebende Matten wie über Moor.


Ein Einbaum vor dem Museum zeigt, wie vor Urzeiten die Einwohner fischten. In der Neuzeit versorgte eine Entenfalle Menschen mit Geflügel.


Morgens gibt es beim Tante-Emma-Laden in Dümmerlohausen frische Brötchen. Mein Frau radelt voran ins Freibad nach Diepholz, während mir Internet-Recherchen und mein Blog-Bericht die Zeit vertreibt.


Diepholz




Wer durch kleine Städtchen wie Diepholz spaziert, spürt fruchtbaren Fleiß, sorgsame Sauberkeit und fröhliche Friedfertigkeit, welche in Jahrhunderten aus morastigen Wald-, Wiesen- und Flußlandschaften einen blühenden Kultur-, Sprach- und Zivilisationsraum geschaffen haben.


Kirchen sind Jahrhunderte alt, Fachwerkhäuser über Jahrzehnte sorgsam erhalten und als Musikschule in den Dienst der Allgemeinheit gestellt.


Schlösser mit wuchtigen Türmen sind vor mehr als einem Jahrtausend gegründet, umgeben von einem Wassergraben, sind abgebrannt, wieder aufgebaut, von schwedischen Söldnern geschleift und wieder entstanden .



Und abends spielen aus fernen Ländern nahe beim Wohnmobilstellplatz prächtige Burschen aus fernen Ländern Krickett.


Nachdem wir gemeinsam um den romantischen Dümmersee geradelt sind, Bäder im Ladberger- und Dümmersee, sowie im Freibad von Diepholz genossen haben, ist meine Frau vom Dümmersee nach Diepholz und nach einer Übernachtung dort weiter zum Hartenbergsee in Goldenstedt geradelt.

Goldenstedt



Wir genießen das Camp am Hartensbergsee - mit viel See und wenig Berg.


Die Strandbar sieht auch nicht viel anders aus als in türkischen oder indischen Gefilden.


Menschen im kleinen Goldenstedt mit dem größten zusammenhängenden Moorgebiet in Deutschland haben nicht am Bau großer Kirchen gespart.



Fleißige Bauern haben über Generationen Reichtum geschaffen, den ihre Häuser ausdrücken.



Folkloristische Rieddachhäuser mit Korbgeflecht an den Butzenscheiben begeistern den Touristen. Es gibt noch viel zu erforschen in Goldenstedt - vor allem das Moor. Ein morgendlicher Blick in die Medien holt uns aus unserem traumhaften Land