24 Oktober 2020

Ravenna, Grottammare, Roseto degli Abruzzo, Manfredonia


Herbstfahrt ins Licht. Mit dem E-Bike sind mühelos wunderbare Orte zu erreichen. Die Eindrücke zoomen mich weit fort von daheim. Der Gedanke "Blödschlandland bald abgebrannt" rückt in den Hintergrund. Mein herbstliches Sonnenglück sollte nichts trüben. Doch der geniale Text von Akif Pirincci "Der Islam muss gehen" erinnert mich an aufziehendes Unheil.  Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands warnten vergeblich. 




Herbst im Sonnenland Italien. Meine Radtour von Cesenatico nach Ravenna lässt keine Zeit, die musealen Sehenswürdigkeiten von Ravenna zu besichtigen.


Radausflug von Cesenatico nach Ravenna


Hafenidylle in Cesenatico



Bei einer Fahrtstrecke von 83,7 Kilometern bleiben nur oberflächliche Eindrücke von der Tour Cesenatico nach Ravenna.




Bei acht Grad morgens wartet man sehnsüchtig auf den Sonnenaufgang.





Das Stadttor, ein Stadttor von Ravenna ist erreicht.


Voller Tatendrang scheint mir die "Basilica di Sant' Apollinare Nuovo" das erste sehenwürdige Objekt meiner Begierde.


Es gibt nur den Eintritt für fünf Sehenwürdigkeiten. Der Preis von 10,50 Euro wäre mr egal.


Doch die Forderung mich zu vorgegebenen Zeiten an den musealen Highlights einzufinden, ist mir zu kompliziert..


Meine Kraft reicht also nur für eine kurze Stadtbesichtigung, einen Cappucciono, Fotos, dann geht es wieder durch ein anderes Stadttor hinaus auf den Weg zurück nach Hause, ins Auto.



Das Postgebäude erscheint wie ein Tempel, davor ein Büchermarkt.



Wiki beschreibt den Herrn:

Giuseppe Garibaldi war ein italienischer Freiheitskämpfer und einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870.









Der stolze Dom von Ravenna





Grottammare


 



Nach 200 Kilometern entspannter Autobahnfahrt stesst mich in Grottammare die Suche nach einem  Nachtplatz. Als der Platz dann in acht Kilometern Entfernung und 173 Meter über der Stadt gefunden war, rollt mich das E-Bike hinunter zur ersten Stadtbesichtigung.









Die erste Rundfahrt durch das sonntägliche Gewühl zeigte mir zwei freie Plätze, doch keiner erfüllte meine Ansprüche. Leider war das Camp Village Diego am Meer schon geschlossen.




Dies museo del mare wartet auf Besucher, auch auf meinen Besuch



Italien zeigt sich typisch mit einer Ape und Palmen am Meer.





Das Camp Briciola di Sole liegt auf einem Erbgut, 173 Meter über dem Meer. Es gibt zwar keine Sanitäranlage, doch Strom und Wasser. Der Parkplatz des feudalen Restaurants füllt sich am Sonntag.



Mit dem E-Bike lässt sich Strand wie Altstadt leicht erreichen. Der Rückweg in die Höhe strengt nicht an.



Der Sonnenaufgang zeigt die Konturen Schnee bedeckter Gipfel im Westen.




Morgens geht die Sonne im Osten über dem Meer auf.


Abends geht die Sonne hinter den Bergen im Westen unter und scheint durch das Heckfenster.


Eine Maschine dreht ein Rad mit Plastikkämmen durch den Olivenbaum. Die Oliven fallen auf die ausgebreiteten Netze am Boden.


Der Ring schützt die Schiffschraube.



Der Smart erscheint vor dem 420 Tonnenkran winzig.


Die Arbeitsboote der Fischer liegen im Hafen.


Ein Schild weist die historische Altstadt von Grottammare als besondere Sehenwürdigkeit aus.


An diesen Blick erinnert man sich gerne.

Steile Wege mit holprigem Pflaster

Die Auffahrt zur Burg

Der Blick auf den Strand mit den Palmen


Kirchturmglocken


Diesem lauschigen Plätzchen in der Altstadt mit den gemauerten Bögen verdankt der Beitrag sein Titelbild.


Der Marktplatz in Grottammare





Wo Wasser fließt, grünt und blüht es.



Unter dem Tisch schnell ein Foto von den anderen Männern im Cafe, in ihre Zeitungen versunken.

 

 

Ripatransone

Nach meinen Einkäufen 173 Meter tief unten im Tal an der Bahnstation, nach einem Capuccino im Kaffeehaus, nach einer Mittagspause daheim im Auto geht es Nachmittag wieder mit dem E-Bike zum nächsten Dorf am Berg.




Auf etwa halbem Weg zwischen Grottammare und Ripatransone liegt meine Unterkunft.




Weinlaub färbt sich braun.



Was wird mich schon in einem Nest wie Ripatransone erwarten? Am Weg steht diese uralte Kirche. Die Zahl 1399 neben dem Eingang ist keine Hausnummer. Lautmalerisch steht auf der Tafel:

Chiesa Monumentale S. Maria della Petrella



Die mittelalterliche Silhouette steigert meine Neugier.













Berauschender Blick über das weite Land, auf der anderen Seite zum Meer



An dem Gerät nagt nur noch der Zahn der Zeit.




Dies schmale Gebäude zwischen den beiden Straßen war - laut Tafel - einst ein Palast.




Danke Ripatransone für die wunderbaren Eindrücke! Jetzt saust das Radl wieder hinab nach Hause ins Auto.




Ein Blick hinab zum Meer



Roseto degli Abruzzo


Von Grottammare liegt 50 Kilometer weiter mein nächstes Ziel namens Roseto degli Abruzzo. Das Camp liegt hinter der Bahn und der Straße in einem ruhigen Gartengelände. Etwa 200 Meter höher liegt in etwa 10 Kilometer die Bergkuppe Di Simula Emiliano. Eine morgentliche Fahrt in der Sonne bringt mich zu diesem Aussichtspunkt. Das E-Bike macht's möglich.



Das obere Stockwerk scheint schon bezugsfertig zu sein, durch das Erdgeschoß saust der Wind vom Meer.



Ortsfremd sind Markierungspunkte wie hier am Strand sehr wichtig. Von hier am Meer geht die Straße unter der Bahn über die Bundesstraße SS16 zum Camp. Die Straße SS16 führt wie die Bahnstrecke meist an der Küste entlang. Die Autobahn schlängelt sich tiefer im Land über Berg und Tal, manchmal in gewagten Brückenkonstruktionen.



Über einen schmalen Arbeitsweg der Bauern strampelt mich das Bike hoch zu der Kuppelkirche in der Höhe.



Die 2000 Meter hohen Gipfel im Land bedeckt schon der Schnee. Schilder verweisen darauf, dass vom 15. November bis 15. April Winterreifen verpflichtend sind.




Immer wieder blickt man wie verzaubert zurück ins Tal hinunter auf das Meer.




Das Palmen Paradies



Durch die einsame Stille brummt ein Mercedes Sprinter mit Kühlwagenaufbau.



Drei alte Männer sitzen in der Sonne und palavern vermutlich über Gott und Corona.




Der Eingang zur Kuppelkirche steht mir hoffen, ein kurzer Blick hinein genügt.


Noch einmal fällt mein Blick zurück auf den Ort Di Simula Emiliano, dessen Name gleich wieder vergessen ist.





Die leichte Brise vom Meer mit den schlaff sich brechenden Wellen verleitet mich dazu, meine Füße ins kühle Naß zu tauchen, nur die Füße - mehr nicht.



In einer Wind geschützten Ecke zwischen Schilf, Muscheln, Steinen und Abfall haben sich vielleicht im Sommer Menschen eine Weile aufgehalten.




Heute rascheln dort nur noch Echsen über die warmen Steine.



Wieder geht es ins Hinterland hinauf. Einige Fächer in der oberen Etage sind noch frei für Urnen. Eine Leiter steht bereit, um dort die Fächer zu füllen oder mit Blumen zu schmücken.


Immer wieder der Blick hinunter zum Meer - man kann nicht genug davon kriegen.


Doch auch unten am Wasser ist es reizvoll zu verweilen.



So schaut man der Möwe zu, die sich müht, den Fisch zu verschlingen. Bis dann eine schwarze Krähe im Futter neidischen Flug auf die Möwe hinabstürzt. Die muss ihre Beute fahren lassen, obgleich die Krähe kein Interesse an dem Fisch zeigt, dafür umso mehr Lust hat zu streiten, zu krächzen. Und die Möwe zieht schimpfend ab.





Einige Menschen mehr auf dem sonst einsamen Pfad am Meer ziehen mit Taschen zu einer Hütte am Strand. Dort verkauft der Herr mit der gelben Plastikschürze und dem Mundschutz frischen Fisch.



Auf der SS16 rauscht der Verkehr. Dahinter sieht man die Oberleitung der Küstenbahn. Viel, viel älter steht dahinter Turmhoch das Gemäuer aus der Vergangenheit, heute allenfalls noch für Sendeanlagen genutzt.


Auf meinen verschlungenen Radwegen, teils am Meer, durch Naturschutzgebiete, teils auf Seitenstreifen der belebten SS16 gedrückt, liegen Orte wie Pineto und Silvi Marina am Weg. Den großen Parkplatz vor einem Kaufhauskomlex schmückt dies Denkmal in Erinnerung an tapfere Sicherheitskräfte.


Säulen an den Balkons beeindrucken den Betrachter.



Im Museo del Treno von Montesilvano gibt es visite guidate domenica 10.30-12.00 lunedi 17.30-19.00. Mir muss ein Blick über den Zaun genügen. Mein Münchener Lokomotiven-Fachfreund wird schon wissen, welcher Eisenhaufen dazumals über die Bahngleise schnaufte.




Die Bambini der Touristi aus dem GRANDEURHOTEL vergnügen sich auf einem Spielplatz mit einem nachgebauten Eifelturm en minature.


Nach meinem Mittagsnudelmahl mit einer Karaffe kühlen Wasser dann der Schock: Nach gerade einmal 555 Kilometern Gesamtstrecke hat das Hinterrad einen Platten! Zum Glück begleitet mich die Luftpumpe in der Satteltasche. Es sind noch etwa 40 Kilometer bis zum Auto. Nach dreimaligem Aufpumpen verspricht der Meister der Fahrradwerkstatt mir zu helfen. Nach einem halben Stündchen verdöster Pause auf der Sonnenbank hat der Meister in Windeseile das Hinterrad ausgebaut, den Mantel zur Seite gehebelt, einen neuen Schlauch eingezogen, alles wieder montiert und aufgepumpt. Er verlangt für Schlauch und Arbeit zehn Euro, freut sich über zwei Euro Trinkgeld. Mich freut die glückliche Heimfahrt.


Während der Pause lässt sich über die Welten von Elektro- und Verbrennermobilität sinnieren. Der Verbrenner aus München mit Ölkühler bringt seine 110 PS auf die Straße, fährt den Tank in etwa zwei-, dreihundert Kilometern leer. Das elektrische Kleinmotorrad bescheidet sich auf kürzeren Wegen. Ein ruhiger Tag am Camp geht über zum unangenehmen Kapitel in diesem Blog.


Blödschlandland bald abgebrannt

Als nunmehr seit 600 Kilomtern begeisterter Fahrer meines E-Bikes, welches mein Dreieinhalb-Tonnen-Verbrenner auf dem Heckträger mitschleppt, gebührt größter Dank den unermüdlichen Produzenten der notwenidgen Rohstoffe für die E-Mobilität.



Nun haben mittlerweile selbst böse, alte, weiße Männer die Bedeutung von BLM gelernt, wobei sich Bedeutungen im Lauf der Zeit wandeln. So wurde zum Beispiel aus dem BDM, dem Bund deutscher Mädchen, der BDM als Bund deutscher Milchviehhalter.



  Inwiefern sich die methodische gemessene IQ-Intelligenz mit Hautfarbe, der Anzahl von Vergewaltigungen und Morden in Verbindungen bringen lassen, darüber mögen sich die Gelehrten streiten.  Wir Laien wundern uns. Es gibt allerdings Experten wie Akif Pirincci, Imad Karim, Abdel-Samad, Henryk M. Broder, welche schlüssig die Phänomene erklären. Meine uneingeschränkte Bewunderung verdient sich immer wieder Akif Pirincci.



In Frankreich mehr als in Deutschland empört sich eine breite Öffentlichkeit gegen den Lehrer köpfenden Barbaren. Auch wenn in Deutschland ähnlich grausige Gewalttaten sich seit Jahren häufen, die Richtern einfach unverständlich und unerklärlich sind, weswegen sie häufig mildernde Umstände den "traumatisierten" Killern zu billigen. Traumatisiert scheinen mir eher die Richter, welche solch unvorstellbare, sinnlose Grausamkeit bislang in ihrer Praxis nicht beurteilten mussten.




Zahnlose Gesetze können die Kriminellen nicht rausschaffen aus dem Land. Die rot-rot-grün-versiffte Muschi-Meinung strahlt ihre Mond milde Güte über Menschen - "wertvoller als Gold". Pirincci prophezeit:

Die Blutbäder werden sich sogar noch bis zu dem Punkt steigern, bis die weißen (christlich sind sie ja nur noch dem Namen nach) Einheimischen vor der nahöstlichen, arabischen, afghanischen, pakistanischen, somalischen, eritreischen, schwarzafrikanischen Moslem-Power endgültig kapituliert und ihren Kontinent, insbesondere aber ihre Frauen an ihre neuen Besitzer übergeben haben. Danach wird sich die Geschichte recht langweilig gestalten, weil es auch hier bei uns so aussehen wird wie in den islamischen Scheißhäusern überall auf der Welt.


Kaum kam die grausige Meldung aus Frankreich überschlugen sich hier die Nachrichten, dass hunderte Landkreise und Gemeinde mehr Lagerinsassen aus Moria aufnehmen wollen.





In die Filterblase dieser Gutmenschen und schon garnicht in das Weltbild der Profiteure von Asyl- und Sozialindustrie dringen Warnungen.



Kreative Geister versuchen dem blutigen Geschehen noch einen humorvollen Beigeschmack zu geben.




Mit Millionen von eingewanderten Neubürgern, deren Zahl weiter und weiter steigt, lässt sich kein Staat mehr machen. Verblödet versucht der Urnenpöbel sich mit einem lallenden Lachen nach ein, zwei, drei Absackern in den Schlaf zu taumeln.



Wie idiotisch die rot-rot-grün versiffte Politik noch kommen kann, ist nicht zu glauben, kaum noch zu ertragen. Soll man über diese Idiotie lachen oder weinen?



In Lächerlichkeit kaum mehr zu übertreffen sind Umfrageergebnisse wie diese:



Doch hier im herrlich sonnigen Herbst in Italien wird es mir zu bunt, um Blödschlandland zu erleiden. Wer ohne weiß, was los ist, mag sich an besser beschriebenen Horrorszenarien aufgeilen. Wer nicht wissen will, was los ist, der meidet Nachrichten wie diese. Italien schafft mir Abstand von Blödschlandland.





Guilianova, Montone



Der Hafen von Gulianova ist gepackt voll mit Segel- und Spaßbooten. Die Arbeitsboote der Fischer liegen an der Kaimauer auf der anderen Seite.


Das Paar verlässt den Hafen mit Motorkraft. Im Hintergrund überspannt die Autobahnbrücke ein Tal. Draußen in freiem Fahrwasser setzt der Kapitän das Segel.


Ein Schild in der Yacht wirbt für zahlende Passagiere.


Vom Hafen aus lockt schon der Kuppelbau in der Oberstadt. Das Schild an der bröckelnden Backsteinmauer zeigt die  chiesa di S. Flaviano XV sec an.



Das Himmelslicht fällt durch das Loch in der Kuppel. Es sieht nicht so aus, als schütze ein Glas dies Kuppelloch.


Gleich gegenüber der Kuppelkirche zeigt ein Plakat unter dem Balkon in der ersten Etage, dass dies Appartment zu verkaufen ist. Viele Schilder annoncieren alte Häuser in dem Städtchen wie auf den umliegenden Dörfer zum Verkauf.



Wer Zeit und Lust hat, mag die Jahrhunderte alte Geschichte des Gemäuers studieren. Mich zieht es nach einem Capuccion im CAFFE LA CUPOLA weiter den Berg hinauf.


Ein Abschiedsbild von der ehrwürdigen Kuppel mit dem sich herbstlich färbenden Laubbaum


Noch einen Blick hinunter in die Stadt mit einem fast so historischen Wohnmobil wie die Kirche und Häuser ringsum


Dann schon wieder ein paar Kilometer weiter und einige Hundert Meter höher zoomt die Kamera die Autobahnbrücke heran, welche zuvor vom Hafen aus in der Ferne aufschien.


Dies beschauliche Dorfplatz gehört zur Gemeinde Montone im Kreis Teramo, weitab vom weitaus größeren Montone bei Perugia.



Das Nest ist so verschlafen, dass nicht einmal das Kaffeehaus geöffnet ist.


Doch schon der Weg allein über die duftende Bergstrecke ist das Ziel, der Ausblick eine weitere Belohnung.


Die fünf, sechs verwinkelten Dorfstraßen sind schnell durchfahren, der Platz vor der Kirche bewundert, dann die Jacke zugeknöpft und mit sausender Fahrt zurück ans Meer....


Die maximale Geschwindigkeit von 59,3 km/h ist mein neuer Rekord auf dem E-Bike, nicht einmal in den Bergen von Thüringen bislang erreicht. Wo es allzu schön ist, da muss man weiter fahren. Sonst schlägt man Wurzeln und kommt immer schlechter fort vom Ort.




Manfredonia


Manfredonia hat mir meine Dummheit gleich anfangs verleidet. Nach angenehmer ruhiger Fahrt traf etwa drei Kilometer vor dem Camp ein schwerer Schlag meine Beifahrertür. Mein erster Gedanke war ein Stein, wie diesen marokkanische Knaben manchmal gegen vorbeifahrende Camper werfen. Bei der nächsten Parkbucht fiel mir ein unerklärlicher Schaden auf.


Das ließ sich nun nicht mehr ändern. Doch bevor meine Fahrt weiterging, überrumpelte mich ein junger Mann in einem grünen Fiat, zog mich zu seiner klapprigen Kiste und zeigte auf den schlapp hängenden Seitenspiegel. In großem Palaver beschuldigte er mich, wollte meine Versicherungsnummer und den Schaden regulieren lassen. Die Frontscheibe seines Autos war auch mehrfach zersplittert, eine Überholung der Klapperkiste auf Kosten meiner Versicherung war indiskutabel. Um den Kerl los zu werden, könnte er Geld bekommen. Er verlangte einen Mondpreis von 280 Euro, wobei er mir die Kosten für den Spiegel gleich auf seinem Smartphone zeigte. Mit 115 Euro zog er schimpfend ab. Meine Geldscheine ließ er in seine Tasche wandern, zog einen 20 Euro Schein heraus und wollte mir noch weismachen, dass er zu wenig erhalten hätte. Da endlich kam meine Wut gegen ihn auf, dass er endlich mit weiterem Geschrei abzog. Am Camp ging mir der Vorgang durch den Kopf. Dass ein grün lackierter Außenspiegel diese Schramme verursacht hätte, scheint mir mittlerweile ausgeschlossen. Eher ist der Bursche mit einem Ast gegen meine Tür geschrammt, um von meinem Schrecken zu profitieren. Das hat er ja auch geschafft.



Um wacher durch die feindliche Welt zu kommen, erfrischt mich zumindest mein erstes Meerbad auf dieser Reise. Das Camp ist von Langzeit-Urlaubern bevölkert. So beispielsweise der Morelo Palace aus Starnberg mit Motorradanhänger, der bei meinem Mittagsmahl mit sonor blubbernden Boxer-BMW an seinen Platz rollt.


Um in die Stadt zu kommen, muss man zehn Kilometer auf der Landstraße um seinen Platz am Straßenrand als Radfahrer kämpfen.


In dieser Laune heitern mich weder Sonnenschein, noch Meerbad und auch keine Monumente aus römischen Zeiten auf.


Wichtiger ist nämlich, erst einen Bankomaten zu melken, um wieder das beruhigende Gefühl von Geld in der Tasche zu haben.


Die Fangboote schaukeln in den sanften Wellen im Hafen.


Auch Manfredonia hat ihre Burg am Hafen mit einem Köniigsdenkmal hoch zu Roß.


Mein Drahtesel schaukelt mich noch ein wenig durch die Straßen, die nach Waschpulver riechen. Die gewaschene Wäsche hängt auf Fensterständern, die die Bürgersteige sperren.


Schon bei der Anfahrt fielen mir Nutten in Parkbuchten auf. Jede Nutte besetzte ihre Parkbucht, lümmelte sich auf einem Plastikstuhl, fingerte auf der Handytastatur. Ein Parkplatz eignete sich nicht einmal zur Pinkelpause. Eine Nutte bediente dort auf den umgeklappten Vordersitzen ihren Freier. Müll lagerte sich in Haufen an der Hecke. Alles Anzeichen kommenden Unheils, welches mich dann Kilometer weiter erwischte.


Der zweite Bankomat füllte dann auch meine Börse, was mich fröhlicher stimmt.



Passend zum Bahnhofsplatz von Manfredonia die Plastik einer magerer, schwarzen Knabengestalt, welche die rechte Hand zur Bettelschale formt. Die linke Hand fehlt, mehr noch: Der linke Arm fehlt. Man muss sich wirklich vorsehen, sich anstrengen, sich das Elend vom Hals halten. Und Covid-19!

Die angespannten Nerven flieht der Schlaf. Der Körper wehrt sich mit Kopfweh. Es wird mir so merkwürdig heiß in der schlaflosen Nacht. Das gute, alte Fieberthermometer aus der Ecke des untersten Schrankes hat mit der Quecksilbersäule den Höchstand dokumentiert: 41 Grad Celsius. Das war der Hitzehöhepunkt - im Auto. Doch mein Körper ist fieberfrei. Fernsehbilder aus Intensivstationen sollen den Betrachter beruhigen, weil noch genügend Intensivbetten frei sind? Über die holprige Zufahrtstraße zum Camp huscht eine Ratte. Im Moment scheint mir das Camp in Manfredonia ein trostloseres Winterquartier als das Heim mit meiner lieben Frau.