11 April 2020

Freiheit zu sterben, Zwang zu leben

Als lebensgeiler Alt68iger, der endlich mit 72 Jahren all das erreicht hat, was er sich als Student nie hat träumen lassen, mag das Blog gerade junge Menschen empören, abstoßen, anwidern. Bitte sehr! Wäre mir nicht anders gegangen mit 20 Jahren, selbst mit 30 Jahren noch so. Die Geburt meiner Tochter und die Sorge um das geliebte Kind änderte mich. Als reicher Rentner der Corona-Risikogruppe dreht sich all mein Sinnen und Trachten ums Leben, um Weiter- und Überleben.

Bild von Bruder Uli: Er schraubt mir mit Werkstattbuch und Jahrzehnten Erfahrung meine 250 Kilo schwere 20 Jahre alte Honda Deauville 650 cc zusammen.



Es ist keine Zeit, fundamental gegen die Merkels, Söders, v.d.Leyens, Laschets und Spahns zu opponieren. Es ist eine Not wie im Krieg, in der jeder um sein bißchen Leben kämpft gegen den unsichtbaren Virus. Jeder übernimmt notgedrungen die Maßnahmen, die helfen oder auch nicht. Bindet sich Waschlappen vor Mund und Nase, hustet in die Armbeuge und geht jedem Menschen soweit wie möglich aus dem Weg. Leben! Leben! Leben! Leben unter ungekannten Zwängen, aber Leben!

 




https://www.youtube.com/watch?v=-pcQFTzck_c


Corona-Krise – Snowden warnt: „Zerstörung der Rechte ist TÖDLICH!“ Am 03.04.2020 veröffentlicht. Whistleblower Edward Snowden warnt aus dem russischen Exil vor der Irreversibilität der derzeitigen Freiheitsbeschränkungen und Verlust der Grundrechte durch die sogenannte Corona-"Pandemie".


Gerade schickte ein Freund dies inspirierende Video von Snowden aus Russland. Die Diskussion läuft für mich unter dem Generalthema:

"FREIHEIT ZU STERBEN,
ZWANG ZU LEBEN!"

Was heisst das in meiner subjektiven Situation als reicher Rentner der Risikogruppe?

Auf, auf in die Wälder am Stadtrand - die trüben Gedanken im lauschigen Frühling aus dem Kopf kriegen!


Wesentlich das Interview von Snowden aus seinem russischen Asyl: Was in Russland "Freiheit" anbelangt, hat sich mir beim Grenzübertritt gezeigt - und davor bei der Beantragung meines Visums. Wenn dann die Grenzer mit schweren Soldatenstiefeln durch mein Wohnmobil schnüffelten, Kühlschrank, Kleiderschrank, Schränke inspizierten, war mir schon klar, welche "Freiheit" in Rußland zu erwarten war. Doch richtig so, um den versoffenen Mob zu disziplinieren! Immer feste druff mit der Knute, anders geht's nicht, oder? Bei die Ruskis, oder?



Beim Einfahren in die Türkei fragte der Grenzer, ob er die Schuhe ausziehen solle, guckte von der Treppe in mein rollendes Heim und gab mir für drei Monate meine Erlaubnis, die Türkei zu bereisen. Aber nicht, weil er "Freiheit" höher achtete als die Ruskis, sondern vermutlich eher weil er in seiner Jahrhunderte lang andressierten, asiatischen Sklavenmentalität Respekt vor meinem geordneten Reichtum hatte, der in meinem rollenden Heim sich ihm offenbarte.

Was meine "Freiheit" als 72jähriger Opa anbelangt, wäre es mir recht, die nächsten zwei Jahre zu überleben. Wer die nächsten beiden Jahre schafft, lebt wahrscheinlich noch länger. Wenn dazu der Mob mit eisener Hand zu disziplinieren ist, dass die Islamis nicht Ramadan in ihren Wohnungen die Sau rauslassen, dann rein mit Polizei und Militär, ihre Corona-Brutherde trocken zu legen. Immer rein mit der Knute und harter Hand, Islamofaschisten an die Kandarre zu nehmen. Mit den Wirrköpfen, die Corona-Parties feiern, ebenso verfahren.


Raum ist in der kleinsten Hütte

"Freiheit" gab es die letzten acht Jahre in Monaten einsamen Fahrten in meinem Wohnmobil auf sechs mal zwei Metern

"Freiheit" gibt's hier und jetzt für mich und mein Weibchen auf 130 Quadrameter am Waldrand, vorausgesetzt wir bleiben gesund.


"Freiheit" gibt's bald auf meinem 20 Jahre alten Motorrad, einer Honda Deauville 650 cc, die mich durch die Thüringer Kurvenstraße schaukeln soll, Kardan, drei Packkoffer…. Auf, auf in die Wälder, in die Einsamkeit, kein Weib, no woman no cry, kein Mensch in den Wäldern und wenn einer den Weg kreuzt, freut man sich über die Begegnung. Vorausgesetzt meine Kraft bleibt mir erhalten.

Wie klügelt mein verehrter professoraler Freund Floydmasika so sprachlich eloquent elaboriert in filigraner Feinheit?



" Eine Gesellschaft, welche die Rechte des Inviduums für unveräußerlich hält und denjenigen, die situationsbedingt (im Ausnahmezustand) solche Rechte zu beschneiden bereit sind, Sklavenmentalität oder Verfassungsfeindlichkeit unterstellt, kann schwer mit Krisen fertig werden. "

Mit meinen Wörtchen:

"FREIHEIT ZU STERBEN, ZWANG ZU LEBEN!"



Wozu sich aufregen? Besser sich daran erinnern, wie's im Wald ausschaut. Im Frühling im Wald. Hier bei mir. In Thüringen. Von Sonneberg aus führen viele Wege in den Wald,


Jeder Weg ist anfangs neu.


Anderntags ist der gleiche Weg wieder neu. Farben des Himmels, der Bäume, des Bodens haben sich geändert. Niemand geht im Wald den selben Weg ein zweites Mal, der Weg mag sich gleichen, doch der Selbe ist er nicht.



Soll die industrielle Waldwirtschaft trockne, kranke Bäume fällen, von Rinde und Zweigen entgraten, dem Borkenkäfer den Lebensraum nehmen, Holzstämme abtransportieren, Bretter fü Möbel und Särge schneiden, den Rest verfeuern. Wie anders soll es gehen?


Sollen Waldarbeiter mit ihren Rössern die Stämme aus den Hängen holen? Sollen statt Motorsägen Männer an Eisensägen werkeln, um die 30 Meter Fichten zu knicken? Es ist, wie es ist. Und so ist's gut. Vor Jahrzehnten mag die Waldwirtschaft es nicht besser gewußt haben, auch wenn es damals schon hieß:

"Willst Du einen Wald vernichten,
pflanze Fichten, nichts als Fichten."

Ebenso mögen 68iger vor Jahrzehnten im Widerstand gegen sexuelle und gesellschaftliche Repression der alten Nazi- und Kriegsgeneration auf's falsche Gleis geraten sein. Doch im Gegensatz zu Bäumen, die ihren Standort behalten bis zum Umfallen, können Menschen ihren Standpunkt ändern.


Der geilste Frühling seit langem, auch wenn mein Wohnmobil ungenutzt vor der Tür steht. Üben wir uns in Demut und Gehorsam gegenüber der Obrigkeit und der Weisheit von Experten. Was sonst sollen wir tun?



Diskussionen sind schwer zu ertragen, für mich jedenfalls. Nachrichten sind ebenso schwer zu ertragen: Morgens, mittags und abends gleichen sich die Berichte von der Corona-Front. Es ist Krieg! Leichen zählen, in Leichensäcke verpackte Körper mit Gabelstaplern in Kühllaster schieben, Leichen bleiben in Wohnungen und auf Straßen liegen,  verpesten die Luft. Es ist Krieg! In überfüllten Lagern husten Kranke, spielen kulleräugige, kleine, verdreckte Heidenkinder im Schlamm. Und alle, alle warten auf Erlösung und Rettung.



Ein Freund schickt mir dies herzzerreissende Bild eines hungrigen Heidenkindes. Manager, Agenten, Aktivisten von NGOs und der Flüchtlingsindustrie halten Zehntausende von Goldstücken in Lagern auf Halde, um mit den Elenden übervölkerter Regionen die vergreisenden Wohlstandsinseln der letzten weißen Ghettos zu fluten. Corona räumt Sterbezimmer in Alten- und Pflegeheimen von wirtschaftlich abgeschriebenen Kostgängern.

Gebäude verfallen, Bäume sterben vor unseren Augen, viele sterben derzeit allein.

Rette sich, wer kann auf dem sinkenden Schiff. Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote, meine Herren.Was meinen Menschen, wieviel "Freiheit" mir, anderen bleibt, wenn die Versorgungslinien knapper und knapper werden? Noch mal schnell 50, 500 arme Heidenkinder aus Moria einfliegen, die NGOs und Flüchtlingsindustrie sich dort auf Halde geschleppt haben? Oder doch lieber die 60jährigen von den Versorgungslinien abschneiden? Rente halbieren? Öffentliche Suppenküchen statt Rentenzahlungen? Lebensmittelkarten für Kartoffeln, Mehl und den Arsch mit Wasser oder Zeitungen putzen? "Freiheit" wie "Demokratie" sind in höchster Not Luxus wie Rasierwasser und eine Honda Deauville für einen Rentner-Opa.




Noch ein wenig Vorrat für die drei, vier Frauen daheim mit ihren 15 bis 20 Kindern raffen. Dann schaffen wir das!



"Helm ab, zum Gebet!" Vor den Popen sich bücken, Polizisten bespucken und infizieren, den "Bullen" ein paar Corona freie Quarantäne-Tage spendieren - auf Steuerzahlerkosten.



 Trost und erbauliche Botschaften vom Boulevard und von Bedford-Strohm zur besten Sendezeit.


Die nahezu unter den Augen der Polizei verhökernde Saubande mag ihr Rauschgift mit allem denkbaren Dreck strecken, doch die eigene Gesundheitt ist diesen windigen Geschäftsleuten wichtig. Je mehr Ungläubige sich als sozialer Bodensatz ins elendige Abseits schaffen, umso mehr Wohlstand für geschäftstüchtig Goldstücke, Fachverkäufer für Süchtige.


Nach langen Waldwanderungen fällt mein Blick auf diese kleine Stadt, meine Traumstadt. Was sich an mentalem Dreck in den Medien anhäuft, fällt mir im Wald für Stunden von Schultern und Schuhen. Die Lebensbatterie ist aufgetankt. Gibt's derweil Neues im Irrenhaus, in Schmandschland oder rundherum? Strasser ist Universitätsprofessor i. R., lehrte an der Karl-Franzens-Universität Graz Philosophie und die NZZ druckt seinen Text. Sehr lesenswert - leider hinter der Bezahlschranke.




Das sind doch mal elektrisierende Gedanken, Greta sei Dank!

Begriffszündeln im Seuchenfall: «Senizid»

Die Frage «Wer soll und darf überleben?» zeigt, dass es in der Corona-Krise angesichts knapper medizinischer Ressourcen vor allem um das Schicksal der alten Leute geht. Damit steht auch der Generationenvertrag auf dem Prüfstand.
Gastkommentar von Peter Strasser
Halali, die Jagd ist eröffnet!


Was also leistet die Wiederaufnahme des Begriffs «Senizid»? Vielleicht reagiere ich aufgrund meines eigenen Alters allergisch. Aber ich habe den Eindruck, im Kielwasser jenes Begriffs brodeln Diskussionen hoch, die wir schon kennen und die, falls man nicht gegensteuert, zu einem bedrohlichen Missmut der Jungen gegenüber den Alten führen. Das Szenario ist vertraut: Die Seniorinnen und Senioren werden aufgrund der guten medizinischen Versorgung immer älter. Sie leben noch, wenn ihre Pensionsguthaben und, allgemein, Sozialversicherungsbeiträge längst aufgebraucht sind. Das heisst, sie leben, ob bei guter Gesundheit oder von Krankheiten heimgesucht, auf Kosten der im Arbeitsprozess stehenden Menschen, deren Zukunft sie damit negativ beeinflussen. Von einer Kostenschere, die immer weiter aufgeht, ist die Rede.
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Licht und Luft! Raus aus dem Haus! Auf, auf in die Wälder!

Hoffentlich schraubt mein lieber Bruder schneller meine 20 Jahre Deauville zusammen. Kann es mittlerweile brauchen, wenn schon kein Ausbruch von Land und Leuten mit dem Wohnmobil möglich ist.






Allerdings mein empathisches Verständnis für Schneeflöckchen Generation Greta sei eingestanden. So schafft Senizid Schneeflöckchen Generation Greta

- Wohnraum für sich und neue Männer, braucht das Land,
- entlastet Renten- und Krankenkasse,
- verhindert Umweltverschmutzung durch CO2-prassende Rentnerreisen wie mit Kreuzfahrschiffen, Fliegern, Wohnmobilen oder Motorrädern....

Zumindest auf dem Land sind die Fluchtwege offen für



 Von Nachrichten wie vom Senizid zugunsten Gretas hysterisierten Hüpfern braucht der Mensch Erholung. In meiner kleinen Traumstadt ist selbst das Gefängnis eine Sehenswürdigkeit. Der Bau hat eine Generalsanierung nötig.



Alles ist wunderbar in dieser kleinen Traumstadt, wie zum Beispiel diese Gartentreppe aus alten Autoreifen, die Gummitreppe.


Alte Dieselrösser rattern über holprigen Straßen und Wege.


Simson Zweitakt-Mopeds verströmen ihr unvergleichliches Parfum aus verbranntem Öl.


Nun gut, soviel sei eingestanden. Es gibt renovierungsbedürftige Stellen wie diese "Bäckerei Conditorei".


Doch mit dem findigen Fleiß arbeiten die Menschen daran. Die schaffen das!


Die schaffen was, die greifen durch, die tun was. In München versuchen Polizisten ebenfalls, dem vergnügungsscühtigen Mob an den Isarufern Grenzen zu setzen. Allerdings finden sie bei der Netzgemeinde für ihre Mühen eher ein Lächeln als Gefolgschaft.



Klar, dass sich die Mama mit ihrem behinderten Kind auf einer Bank ausruhen darf. Der nächste Sonnenhungrige nervt dann die Polizei per Twitteranfrage, ob er sich mit seiner Lektüre häuslich im Park niederlassen darf. Unbedacht auf die Folgen mosert der genervte Beamte an der Tastatur.




Hahaha, was haben wir gelacht!



Selbst im Corona-Krieg krakelen Kindsköpfe weiter. Alt68iger haben eine Babyboomer-Brut in die Welt gesetzt, die mittlerweile außer Rand und Band nicht einmal mehr der Corona-Krieg diszipliniert. Erst beim Kampf um den Luftschlauch an der Beatmungsmaschine kommt der pöbelnde Kranke kurz zu Sinnen - vielleicht.


Das Gasthaus betreibt eine "Klößerei" mit "Drive In". Man meide Menschen, wo man kann. Mir fällt das als eingeschworenem Quarantäne-Typ nun wirklich nicht schwer. Schon auf meinen Monate langen Frühlingsfahrten im Wohnmobil der vergangenen Jahre war mir die Quarantäne in meiner rollende Klause der liebste Raum.




Das Bäumchen hat sein weißes Brautkleid angelegt. Blüten warten auf befruchtende Bienen.




Wenn Blumen sprechen könnten, wäre gegen diese Bienenbelästigung mit möglicher Bestäubung längst eine #metoo Kampagne angesagt! Zweihundert verrunzelte Tanten mit Frankenstein-Fressen in Millionen teuren Lehrstühlen mit Pensionsberechtigung schwätzen das Blaue vom Himmel. Die Unterhaltungsindustrie handelt artistische Profis für Fußballfeste mit Millionen. Forscher schwitzen in Schutzkleidung in Laboratorien. Ärzte, Pfleger ringen unter ihren Masken nach frischer Luft in den Gängen von Kliniken und Heimen. Fachredakteure, Programmierer verbringen Jahrzehnte ihres Lebens hinter Bildschirmen. Verkäuferinnen, Lagerarbeiter, Postfahrer, Millionen von Menschen halten den Laden am Laufen. Doch wer will sich schon den Spass verderben lassen?



Herr uluwatu aus Bangkok beschleicht ein mulmiges Gefühl. Was mich anbetrifft, täuscht er sich! Dieser Frühling 2020 bleibt eingebrannt in allen verrauschenden Erinnerungen an fremde Länder, Landschaften, Städte, Dörfer, Museen, Strände und staubigen, kurvigen und meist zauberhaften Straßen. Was meint Herr uluwatu aus Bangkok zur Situation derzeit?
Meine Shorts wurden heute komplett aufgelöst , wechsel folgt auf neutral und sollte USA wieder Gas geben, dann volle Kanne long.
Infrastruktur (Hochtief), ÖL, Rüstung(Rheinmetall) , Medizin (Ecker Ziegler unter 100, Fresenius unter 25) geht immer ! oder eine MTU von 290 auf 100 ist schon der Wahnsinn, eigentlich geschenkt
Mir unverständlich, was er meint, so unverständlich wie meine Meinung anderen. Mein Bruder soll schneller schrauben, die Honda beim TÜV vorfahren, ein Garmin-Navi anschrauben. Es zeiht mich auf die Bahn. Auf, auf...





Der  Frühling 2020 ist kaum mehr zu ertragen im Zwang zu leben! Alternativlos, oder?



Klartext: Corinna Miazga äußert sich zur Corona-Krise Corinna Miazga MdB  

https://www.youtube.com/watch?v=a_VsvpbZYbY


Die Stimme der Vernunft von der AfD sieht die Lage sonniger. Corinna Miazga (Jahrgang 1983) redet sehr ruhig und beruhigend, ein empfehlenswertes Gegengewicht zu meiner bedrückenden Beschreibung.


Auch diese Meinung der gegnerischen Fraktion scheint mir plausibel.




04 April 2020

AfD auf dem Teufelsholzweg bei Lauscha


Schlaflos. In der nächtliche Stille hört man seinen Atem. Einatmen, ausatmen. Dazu spürt man den Herzschlag. Das Uhrwerk des Lebens schlägt. Gedanken kommen und gehen. Der Körper sitzt oder liegt, rührt sich nicht. Jede Bewegung stört die Betrachtung. Einatmen, ausatmen, den Herzschlag spüren. Das reicht. Mir. No more politix. Doch dann spricht Meuthen davon, die AfD zu spalten. Das ist mir zuviel. Dann doch wieder Politix....
Durch Eintracht wächst das Kleine, durch Zwietracht zerfällt das Große.
Der Jugurthinische Krieg X,6


Nur nicht links abbiegen! Wer wird sich in meinem Alter, nach mehr als sieben Jahrzehnten, mutwillig gefährden? Wer wird und will noch auf seine alten Rentnerjahre im links-rot-grün-bunt jungem versifften Sumpf versacken, versinken? Sollen doch die Grünschnabel feixen, Corona Parties feiern und drauf anstoßen, dass der dringend benötigte Wohnraum für sie und Flüchtlinge frei wird. Doch die "wollen'ma se' rein'lasse'" Party ist vorerst vorbei! Dann schon lieber durch das Teufelholz stapfen. Ausgeschlafen und ausgeruht. Niemanden sehen und hören. Frühlingssonne ermuntert erste Schmetterlinge, durch die kalte Luft zu torkeln. Hummeln brummen. An Weidenkätzchen rüsseln Bienen.


Es wird Zeit, das vergilbte, vergraute Winterkleid abzulegen, einzumotten, sich frisch, fröhlich, frei ins neue Glück zu wagen.


Ein einsamer Waldspaziergang kann nicht schaden, meint der einsame Jägersmann. Er stützt sich auf einen soliden Haselnußstecken mit Metallspitze. Zünftig. Sein Jagdhund springt an mir hoch. "Sie sind der erste Mensch, den ich heute sehen. Das freut mich. Den Hund auch."


Im Teufelholz bleibt man allein. Kein Mensch weit und breit.

Ein herrlicher Blick über die bewaldete Landschaft. Kein Auto, kein Trecker rührt sich. Vögel krächzen oder singen.



Zuvor hat beim Anstieg von fern eine Kreissäge geschrieen - vom Schmerz fallender Bäume.


Manch alter Baum fällt auch ohne Säge. Herbststurm reicht, um Riesen zu fällen. Er sieht den Frühling nimmermehr. So geht's einigen im Land.


Wo die Sonne an der Nordseite den Boden nicht küsst, liegt noch Schnee. Ein leiser Teppich unter den Sohlen. Weicher als Wald- und Graswege. Eis auf Pfützen kracht knirschend unter Schuhen.


Die Thüringer Dieselbahn rollt rauschend und rumpelnd durch den Wald. Um sie auf dem Viadukt zu erwischen, muss man Geduld haben.



Ingenieurkunst und Arbeitsfleiß haben aus Eisen, Stahl, Beton, Schweiß, Verstand und Geschick das Brückenkunstwerk entstehen lassen. Hersteller Hentschel hat zwei MAN Sechszylinder mit je 258 Kilowatt in das rollende Wunder eingebaut. Damit kommt der Dieselwagen die 25 Kilometer von Sonneberg ins 400 Meter höhere Neuhaus am Rennweg. Wer dreiviertel Stunde sich durch den Wald spazieren fahren lassen will, zahlt fünf Euro dafür. Wer sein Fahrrad mitnimmt, rollt durch den Wald zurück ins Sonneberger Tal.



Lauscha in Thüringen hat wie München einen Sackbahnhof. Der Zugführer hat in seinem Dieselwagen vorne wie hinten den gleichen Führerstand. In Lauscha geht er durch den Zug, setzt sich die andere Seite, fährt in Gegenrichtung aus dem Sackbahnhof hinaus.


Nach dem Sackbahnhof Lauscha müht sich die Dieselmaschine durch einen Tunnel, huscht durch die Waldlandschaft unter dem Teufelholzweg und arbeitet sich über das Viadukt in die Höhe.



So rollt, rauscht und rumpelt die Süd-Thüringer-Bahn wie ein bunter Fleck durch dies Wunderland. Besonders reizt es mich, den Zug an Stellen zu erwischen, wo er den meisten Eindruck macht. Nur wollte mir das nie so recht bislang gelingen. Mir fehlt die Geduld, auf das laut trötende Gefährt an den schönsten Stellen zu warten.




Vom Teufelholzweg sieht man ins Tal auf die Bahngleise vom Sackbahnhof Lauscha (Thüringen). Mich zieht es tiefer in den Wald hinein.


Im ausgehenden Sommer vergangenen Jahres haben wir im Caravan Wanderparadies bei Lauscha begonnen, unsere kleine, neue Welt zu erobern. So haben wir unser bald 100jähriges Traumhäuschen wieder zum Leben erweckt.



Mir als Bücherwurm und Schreibtischhengst war es unvorstellbar, dass aus solchem Trümmerfeld ein Bad werden sollte. Es war ein schwere, schlaflose Zeit. Acht Monate lang. Viele Handwerker hatten Mitleid mit mir: "Wie kann man sich das noch in Deinem Alter antun?" Meine Frau hatte keins.




Jetzt sieht der gleiche Raum vom Bild darüber so aus. Mit 71 Jahren unser Domizil in München zu verlassen, wäre mir nie im Traum eingefallen. Schließlich haben wir dort mehr als zwei Jahrzehnte verbracht. Und alte Bäume verpflanzt man nicht, oder? Was soll "Mann" machen, wenn die liebe Frau etwa zehn Jahre lang nörgelt, dass sie zwischen der Autobahn München Freimann und der Freisinger Landstraße keine Luft bekäme? Irgendwann gibt "Mann" auf, beugt sich ihrem Willen, verschafft ihr wie mir das Häuschen mit Garten.


Jetzt sitzt sie glücklich in der Frühlingssonne und schaut den wachsenden Rosen zu. Mir wären die Museen, Theater, der Münchener Feringasee wichtiger gewesen. Doch jetzt sind Museen, Theater geschlossen und unsere Gruppe der Badenden am Feringasee würde die Polizei auseinander treiben. Parole: #wirbleibenzuhause.


Nun wohnen, nun residieren wir unter dem Eichwald. Manchmal hört man die Tröte der Süd-Thüringer-Bahn, die an unzähligen unbeschrankten Bahnübergängen die Wanderer von den Gleisen scheucht.


Sonneberg Stadtmitte scheint wie ausgestorben. Selten einmal spaziert im gebotenen Abstand jemand an mir vorbei - mehr Katzen als Menschen in der Innenstadt.




Doch bleiben wir in Lauscha.





Die Glasbläserstadt, besser das Glasbläserstädtchen Lauscha kann sogar mit einem Rathaus aufwarten. Eine Spur kleiner als das Rathaus von Sonneberg, zwei Spuren kleiner als das Rathaus von München. Doch Rathaus ist Rathaus.




Lauscha putzt sich gar mit einem Kulturhaus auf. Das Kulturhaus mag das Dachgeschoß haben, die Filiale der Sparkasse das Erdgeschoß. Doch die Filiale hält Corana-Covid-19 fest verschlossen. Nur der Geldautomat bleibt zugänglich mit einigen Schließfächern. Die Kultur ist ohnehin verschlossen wie Camping- und Stellplätze. Behördlich angeordent heisst es auf der Webseite des BVCB (Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V.)




Tourismuscamping ist von der Untersagung vollumfänglich betroffen.

 Bah! Allein dieses Deutsch, da krempeln sich mir die Fußnägel auf ... "von der Untersagung vollumfänglich betroffen".   Mir bleibt Bewegungsraum rund um Sonneberg - am Rand des Thüringer Waldes. Ein Ausflug in das schönstes Städtchen der Welt nach Lauscha ist erlaubt. Lauscha hat uns im ausgehenden Sommer 2019, als wir Land und Leute zu erforschen begannen, sogar mit einem geheizten Freibad nahe dem Caravan-Wanderparadies verwöhnt. Von dort steigt man etwa hundert, zweihundert Höhenmeter aus dem Tal auf den Bergkamm. Dort verlaufen die Bahngleise zwischen Neuhaus am Rennweg und Lauscha.



Vom Kamm des Hügels überblickt man das Städtchen wie auf einer Landkarte im Maßstab eins zu eins.



Selten, dass sich auf der Hauptstraße ein Auto zeigt. Auf einer Nebenstraße läuft ein Fußgänger - aber auch nur einer.


Wie in nahezu jeder Gemeinde, in jeder Stadt im Land haben sich die Popen für die Kirche den besten Platz im Ort ausgesucht.




Eine kleine Gasse führt vom Bergkamm in die Stadtmitte. Parkplätze sind rar in der engen Straße. Wenn der Bagger aus den verwinkelten Bergstraßen eine Hütte reißt,  schafft er Parkplätze.





Der Wanderer labt sich am Hausbrunnen.




Nachdem man demütig sich zur Tränke gebeugt und erfrischt hat, erhebt man den Blick zum altehrwürdigen Anwesen derer von der Glaskunst-Dynastie Müller-Greiner.



Auf fest gemauertem Fundament erhebt sich das Schiefer verkleidete schmale Haus in die Höhe. Der Blick über das Tal muss berauschend sein.





Unten im Städtchen hält sich auf Kopfsteinpflaster in schattigen Ecken der letzte Schnee.



Die Glasmacherkunst hat eine Jahrhunderte lange, alte Tradition. Wie man an den schmucken, großen Wohnhäusern sieht, hat sich die Kunst bezahlt gemacht. Mögen die Ureinwohner vor Jahrhunderten ihren Met noch aus Rinderhörner geschlappt haben, die feine Schloßgesellschaft deren von Johann-Casimir zu Sachsen-Coburg durfte sich damals aus fein zisilierten Kristallkelchen besaufen.


Andere haben Steine gebrannt, Schieferplatten zu Schindeln verarbeitet, dauerhaft damit die Häuser verkleidet. Bauern, Bäcker, Metzger versorgten die Menschen mit Lebensmitteln - bis heute.



Popen sprachen ihren Segen für Mann und Frau "bis dass der Tod sie scheide". Lehrer ochsten der Brut das kleine Einmaleins und das ABC ein.





Lauscha hat mittlerweile ein repräsentatives Glasmuseum mit Gastwirtschaft und Parkplatz. Der Ort hat mir schon in früheren Besuchen seine Schätze gezeigt. Wo einst das Glasmuseum stand, stößt der Besucher heute auf das Standesamt mit dem "Trauzimmer".



Die Kirche war im Sommer wegen Renovierung geschlossen. Während der Corona-Krise sind ohnehin alle Aktivitäten abgesagt.


Selbst auf dem Friedhof ist Ruhe, Publikumsverkehr unerwünscht. Bei Begräbnissen sind nicht mehr als zwei Personen am Grab zugelassen.



Für einen Quarantäne-Typ wie mich ideal, der ohnehin seit Jahren fast nur noch sozial digital kommuniziert. Ausnahme meine grauslich, langhaareten Dunnerschläge namens Eleonore, Elka, Eva, Ute, Monika und meinem Wisch-, Wasch-, Nähr- und Plärrbären seit mehr als 20 Jahren. Ohne die ging's nie. Frau ist und bleibt Basis all meiner Mühen.





Die Goethe-Schule in Lauscha sollte als solider Backsteinbau solides Wissen vermitteln. Soweit Blog ohne Politixs, Bilder aus meiner schönen, neuen Welt....


...doch dann sprach Meuthen!

 

Unerträgliches professorales Gebrabbel mit beamteter Besorgnis und Behäbigkeit. Das Blog Bayern-ist-frei zieht vom Leder.



Unser Freund Philolaos beginnt seinen Beitrag mit einem Zitat des römischen Geschichtsschreibers Sallust (86 – 35 v. Chr.). Mit der deutschen Übersetzung beginnt auch mein Blogbeitrag - siehe oben.:
Nam concordia parvae res crescunt, discordia maximae dilabuntur.

Was mag Meuthen geritten haben, seine Spaltpilzbombe zu zünden? Quo vadis? Zum Hades! Empörtes Politgeplänkel von Lucke, Petry und nun Meuthen. Politiker an der Futterfront.

Mit der Ablösung Maaßen als Verfassungsschutzpräsidenten, ersetzt durch eine Marionette Merkelscher Macht, war der Startschuß gegeben, die AfD zur Strecke zu bringen. Ein Mann mit aufrechtem Gang, der wie Höcke die Liebedienerei von "gemäßigten" Partei-Funktionären als "politische Bettnässerei" verspottetete, Höcke, der den Coup schaffte, eine FDP-Marionette auf den Stuhl des thüringischen Ministerpräsidenten zu heben, was Merkel gleichsam mit Schaum vor'm Maul aus dem Flieger von Südafrika kabeln ließ "das geht doch gar nicht!", so ein politisches Schwergewicht wie Höcke war der Finger im Arsch kleptokratischer Strategen der Einheitsparteien. Höcke musste weg mitsamt seiner geflügelten Gefolgschaft.



Was wäre ein besserer Hebel neben dem andauernden "Nazi-Gemaule" als die Daumenschrauben des Verfassungsschutzes öffentlich anzuziehen. Was macht den Mob mehr an, als das Halali auf, auf zum fröhlichen Jagen von Verdachts- zu Beobachtungsfall mit dem radikal-demokratisch-demagogischen Gewaltmonopol wie Telefonüberwachung, Einsatz von Spitzeln, Bewegungsmeldern, angehängten Betrugsverfahren und Honigfallen bis in die Betten der Gegner?

Wer als gewählter AfD-Amtsinhaber sich um seine finanziellen Segnungen sorgte, wer sich als verbeamteter AfD-Sympathisant in seiner Dienststelle als Lehrer, Polizist, Soldat, als Angesteller im öffentlichen Dienst bei Post, Feuerwehr oder in der Verwaltung der Nähe zur AfD zu bekennen wagte, der muss um Macht, Einfluß, Posten und Penunzen fürchten.







Wenn's um's Geld geht, geht's um die Wurst. Die lässt sich kein Hund vom Teller nehmen und wäre er noch so feige vor Prügeln ohnmächtiger Fingerwichser in krassen Kommentaren wie diesem.

Wer jetzt noch dem abgeschriebenen Flügel ideologischer AfD-Linie die Stange hält, der muss entweder Rentner oder sonstiger Sozialempfänger, zumindest finanziell unabhängig sein. Laue Mitläufer mögen murren zwischen gepressten Lippen und Zähnen. Doch wer noch zu schreien wagt, steht schnell draußen vor der Tür. Strafe einen, erziehe viele. Maos Merkel Macht bleibt ungebrochen und altgediente Politmaoisten auf Ministerpräsidentensesseln erklären zur besten Sendezeit dem Volk, wie es mit Hilfe ihrer politischen Weisheit noch etwas länger leben könnte. Vielleicht.

Wen interessiert da noch, dass gerade hammerhartes Machtkalkül die AfD krachend  in Stücke schlägt?  

Anderntags spielt und spinnt unser verehrter Freund Floydmasika das Thema weiter, ein wahrhafter schriftgelehrter Meister mit dem brillianten Wortspiel einer Parteispaltung in





"die Geachteten und die Geächteten."
Wer Meuthen im Original genießen will, lasse sich von ihm im Interview berauschen. Mir macht das leider keinen Spass, außer Herrn Meuthen mit ein paar Wörtchen zu zitieren.

„Lucke, Petry, Poggenburg, alle mit dem Versuch einer Ausgründung komplett gescheitert“,

meint behäbig mit professoralem Gelehrtengehabe der Herr Bundessprecher und EU-Parlamentarier Meuthen. Und mit dieser schier unangreifbaren Gelehrsamkeit klügelt Meister Meuthen messerscharf gleichsam von „AfD light“ und „AfD right“, wie er im Interview doziert:

„Insgesamt ließen sich so mehr und nicht etwa weniger Wähler erreichen als in der derzeitigen, wenn man einmal ehrlich ist, permanent konfliktträchtigen Konstellation.“

Gefallsüchtige, Beifall, Zustimmung und Aufmerksamkeit erheischende Politprofis brauchen für ihre Sandkastenspiele Claqueure - "wenn man einmal ehrlich ist". Zwar bringt einepermanent konfliktträchtige Konstellation“ feurige Diskussionen, meist böse und wenig zustimmende Presse, hält aber gleichsam die „Lokomotive-unter-Dampf“. Dass es Meuthen in seiner Konditionierung als deutscher Professor und EU-Parlamentarier mit Höcke als Heizer zu heiß auf der Lokomotive wird, Wähler zu ziehen, liegt wohl im Naturell derer wie Meuthen und Lucke. Meine Empfehlung für egomanische Einzelkämpfer: Einfach Bücher, Texte schreiben, als Talkshow-Star avancieren, da kann Meuthen meinen, was er will, der Kunde kann seine Sermone kaufen oder nicht.





Doch wer in einer Partei mit mehr als zwei Leuten keine „permanent konfliktträchtige Konstellation“ aushält, soll egomanischer Einzelkämpfer sein und bleiben. Jedenfalls ist das meine Erfahrung in "unserer Partei", die aus mir und meiner Frau besteht. Noch mehr Partei und Politik wäre mir auch unerträglich.


:-)



Nachtrag 06042020


Der Test soll zeigen, ob das Versprechen dieser Facebook-Gruppe von "Meinungsfreiheit" auch mein Blog veröffentlicht.

Eingestellt am Montag, den 6. April gegen 6:40 Uhr, abzuwarten, wie sich das entwickelt.