12 April 2011

Bei die Preissen - aus boarischer Perspektive

------------ Diese Gorch Fock ruht im Hafen von Stralsund. In Stralsund ist die Welt zwar noch nicht zu Ende, denn eine Brücke geht noch rüber nach Rügen. Im Gegensatz zur gut völkischen Gesinnung im boarischen Bergland, wo der Klerus und die CSU Berghöfe seit Generationen besitzen, zeigt schon die Farbe von Häusern wie in Stralsund, wes Geistes Kind die dort am Meer sind! Wer das Glück hat, Eingeborene von dieser Insel zu kennen, kann in köstlichen Kneipengesprächen viel, viel lernen. Beachtlich ist, dass selbst in einer kleinen Kneipe der Rettungsring nicht fehlen darf, ohne den sich Seeleute wohl selbst an Land nicht wohl fühlen. Dieser Felsen in Rügen ist wohl weltberühmt. Sein Name Königstuhl gewährt einen weiteren Eindruck preissischer Eigentümlichkeiten. Junge Männer stritten sich darum, den glatten Kreidefelsen zu erklimmen. Die meisten rutschen freilich ab, fielen auf den Kopf. Manche blieben liegen. Doch wer sich in die schwindelnde Höhe gestemmt hatte, den verehrten die Eingeborenen als König. Dergleichen gefahrvolle Abenteuer bei frischer See und Brise machen hungrig. Statt Weißwürste oder Schwoanshoaxen verzehren die Eingeborenen allerdings eine undefinierbare Suppe. Diese heisst Solenja - oder so ähnlich - und sieht aus, als sei sie schon mal verzehrt worden. Das ist selbstverständlich nicht der Fall! In dieser schmackhaften Salzlauge schwimmen Seefisch-Reste - gewöhnungsbedürftig, doch durchaus essbar. Zudem lässt sich direkt an der Mole nachverfolgen, woher die Menschen ihre eiweißhaltige Nährnahrung beziehen. Weniger weiß man jedoch, was die Menschen ins Meer leiten, dessen Fische sie verzehren. Wieder etwas weiter vom Meer in Richtung von Sachsen-Anhalt wundert sich der Betrachter bei Coswitz an der Fähre über ein STOP-Schild vor dem Elb-Ufer. Wer dies Schild überfährt, geht eben baden. So streng sind dort die Bräuche! Während selbst in boarischen Dörfern die Häuser mit wechselnden Nummern auf beiden Straßenseiten gezählt werden, wechseln die Nummern an der Saale und der Unstrut anscheinend an verschiedenen Seiten des Gewässers. Leider kann die Fähre kein Wohnmobil übersetzen. In Naumburg an der Saale, mit dem Zusammenfluss der Unstrut, schmücken sich einst beachtliche, herrschaftliche Anwesen mit dem edlen Hirschgeweih. Doch einige Anwesen bedürfen noch weiterer Aufbauarbeit West. Dafür ist das Nietzsche-Denkmal wie -Dokumentationszentrum in Naumburg/Saale schon fertig. Staunend steht die Schöne vor dem sinnenden Philosophen. Wahrscheinlich kann sie mehr mit SCHLECKER's Angebot als mit Nietzsches Sätzchen anfangen. Das Geisteserbe wie von Nietzsche, Luther, Bach, Schiller, Goether, Wieland wird eben wie Sakralbauten weitaus besser gepflegt als Plattenbauten, welche zum Teil schon zurückgebaut werden müssen, weil dort die Eingeborenen wohl vermehrt nach Preissen auswandern. Das Bild dokumentiert den Naumburger Dom mit vier Kirchtürmen. Das reiche kulturelle Erbe zeigt sich auch an der Saale. Selbst Bayern, welche sich bis in dies innere Preissen vorwagen, begeistern sich beim Blick vom Gasthof namens Himmelreich auf die Saale- und Rudelburg. Beachtlich, was die Steuergelder wie aus Bayern und Baden-Würtemberg im Aufschwung Ost geschafft haben und noch schaffen!

1 comment:

Ute said...

Die Suppe sieht echt ekelich aus

findet
vp