16 August 2013

Bamberg, Blues- und Jazz-Festival

Bamberg. Meine Frau verbindet viel mehr mit Bamberg als mit München oder anderen Städten. Und mich verbindet mehr mit meiner Frau als mit München. Unser Urlaubs- und Rückzugsort befindet sich auf dem Campingplatz an der Regnitz in Bug bei Bamberg: www.campinginsel.de

 
 

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins lässt an heißen Urlaubstagen das Leben langsamer und langsamer laufen. Es interessiert nichts anderes als das aller-einfachste Alltägliche: Essen, Schlafen, Baden, Duschen, Einkaufen, SZ, Internet, TV und Ruhe!


In ein paar Tagen wird der kleine Mann zwei Jahre alt. Mit wunder-wachen Augen nimmt er die Welt um sich herum wahr. Er erforscht mit noch ein wenig ungelenken Bewegungen seine Umgebung. Man muss den kleinen Kerl unentwegt im Auge behalten. Denn was er tut, ist ihm meist selbst unerklärlich. Für uns ist er unberechenbar.


Hier bestaunen wir im Display der Kamera, was wir von uns sehen. Knöpfe, Schalter, Hebel üben auf den kindlichen Forschergeist einen unwiderstehlichen Reiz aus.


Seine Kindersprache nennt den Hund "Wau-Wau". Fahrzeuge aller Art heißen "Auto". Mit dem Lautklang "Mamm-mamm" deutet er an, dass ihn hungert.


Mimamai trifft in der überschaubaren Bamberger Szene viele Freunde und Freundinnen. Die Stadt bietet Künstlern verschiedene Pavillons des Stadtgartens an der Regnitz an, um ihre Werke ausstellen und anbieten zu können.


Die Werke sind für einen Sonntag ausgepreist. Mich spricht dieser aufmerksamer Leser an, der sein äffisches Erbe mit einem Stapel von Büchern veredelt.


Die heiße Sommersonne scheint schon seit Wochen. Regen fehlt, Das Wasser auf den Almen wird knapp. Die Bauern müssen ihr Vieh frühzeitig ins Tal treiben. Kartoffel bleiben klein, weil ihnen Wasser fehlt. In den Wochen zuvor hat strömender Regen Wurzeln faulen lassen. Doch in diesen sonnigen Wochen im August blühen und gedeihen im Bamberger Haingebiet Seerosen.


Das südländische Flair in der Bier-, Berg- und Kirchenstadt Bamberg unterstreichen die Gondeln. Aus einer anliegenden Weinstube singt beschwingt ein Tourist "O Sole mio...."


Noch sind wir mit unserem kleinen Gummiboot nicht die Regnitz hinab vom Campingplatz in die Stadt gepaddelt. Den Fluß aufwärts zu paddeln, unter schattigen Bäumen zu ruhen, einen Windhauch abzuwarten, um sich zu kühlen, ist schon Anstrengung genug. Das Alter macht sich von Jahr zu Jahr stärker bemerkbar.


Bamberg an der Regnitz schmückt sich hier mit dem Namen "Klein-Venedig". Behörden, ein Groß-Klinikum, Bosch und Brose, ein Priesterseminar sowie die Universität, zahllose Brauereien und ungezählte Touristen geben Bamberg ein unverwechselbares Flair, friedlich und fröhlich, jugendlich und wohlhabend.


Das Rauchbier im traditionellen Gasthaus Schlenkerla ist ein Spezialität der Stadt.


Biergärten mit besten Brausorten unter schattigen Bäumen laden den Gast.


Der kleine Mann löscht seinen Durst noch mit Wasser. Mima zähmt und zügelt die unbändige Energie des Kindes.


Doch auch für den kommenden Weihnachtsmarkt sorgt sich meine Mimamai. Die Wände der Weihnachtsmarkthütte schützt ein neuer Anstrich. Rechts im Bild stehen schon die Schlitten, welche Mima mit mir Rentner-Opa-Gehilfe auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen will.


 
Wir kümmern uns um Junge und Alte. Klaus kommt bald von seiner Amerika-Tour heim. Seine Mutter freut sich sehr, wenn wir sie besuchen.
 


Auf dem Campingplatz in Bug kommen und gehen die Gäste. Selbst ein historischer MAN-Allrad-LKW hat sich unter die Weißware der Campingwagen gemischt.


Vom schiefen Turm in Bamberg an der Böhmerwiese gewinnt der Betrachter einen Blick über das Stadt nahe Gartengelände. Das gehört zum Weltkulturerbe wie vieles andere in Bamberg.

Das Blues- und Jazz-Festival in Bamberg bietet 60 verschiedene Gruppen. Bei freiem Eintritt feiert Bamberg vom 9. bis zum 18. August New Orleans Feeling.


Im Garten an der Pegnitz lässt sich gut am sonnigen Abend beschaulich speisen und schwatzen.


Als Kapitän meiner Gummigurke strengt es mich schon schwer an, die Regnitz stromauf zu paddeln.


Doch es gibt einen kleinen Hafen, wo man einsam baden und ausruhen kann. Die Wasserqualität ist zwar kläglich, aber noch erträglich.


Nach etlichen Stunden gelingt es mir, etwa fünf Kilometer stromaufwärts zu kommen. Dabei geben mir zahlreiche Pausen im Schatten der Bäume am Ufer Kraft für die nächsten Strudel.


Zurück in Bamberg-Stadt. Der schiefe Turm an der Böhmer-Wiese entstand zur Gartenausstellung in Bamberg 2012. Mir gefällt das windschiefe Bauwerk, von dem wir über das Gartengelände und die Musikveranstaltung auf der Böhmerwiese blicken.
 
 
Es geht auf 21.00 Uhr. Die Musikgruppe "The Busquito's" hat Mima - vorne links - in den Reigen der Musikanten gebeten. Gemeinsam tanzen Musiker und Zuschauer zu den vergnüglichen Rhythmen.
 
 
Vom Opa mit dickem Bauch und dünnen Beine bekommt der kleine Kerl seine ersten Fahrstunden in seinem neuen Gefährt.
 
 
Für eine Bootsfahrt ist der Knirps noch zu klein. Denn in der schmalen Gummigurke darf man sich auf dem Wasser nur bedachtsam bewegen.
 
 
Der sonnige Augusttag lässt die Farben leuchten und den Himmel in Blau strahlen, den dickbauchige Wolken verzieren.
 
 
Unter der Rathaus-Brücke von Bamberg gleiten wir sanft hindurch, ohne dass die Strudel uns beunruhigen.
 
 
Respektvoll weicht unser kleines Gummigurken-Boot dem Touristendampfer Christl aus, welcher vor dem Rathaus anlegt und neue Gäste zur Rundfahrt mitnimmt.
 
 
"Klein-Venedig" mit seinen windschiefen Hütten und seinen reich geschmückten Blumengärten am Wasser begeistert die Touristen immer wieder.
 
 
Wer das Bild genauer betrachtet, bemerkt, dass der Baum durch das Dach der Hütte gewachsen ist. Mit Teer gedichtet, fließt der Regen dennoch nicht in die Hütte sondern in die Dachrinne.
 
 
Das Boot, unsere Gummigurke, hat sich mit zischenden Lauten der Luft soweit entledigt, dass es zusammenklappbar wieder im Wagen verstaut liegt. Unser Weg führt an dieser Kongress-Halle Bamberg zurück in die Innenstadt, wo wir uns die Musiker vom Blues- und Jazz-Festival aufspielen.
 
 
Die kleine Bühne am Gabelmann bringt hier  "The Elephant Circus", einen "trendgerechten Gypsy-Balkan-Zirkus-Mix".
 
 
"The Horny Blues Band" spielt Mittwoch Nachmittag auf der großen Bühne am Maxplatz.
 
 
Am Abend heizt Lance Lopez aus Dallas Texas den Besuchern am Maxplatz mit harten Gitarrenklängen ein.
 
 
Doch beschaulicher mit Balkan-Jazz und Weltmusik klingt für uns der Mittwoch abend aus mit der Gruppe "Maik Mondial", wo wir  mit einigen Bekannten plaudern können.
 
 
 Während wir anderntags am Main-Donau-Kanal zum Frühschoppen mit "Funjazztic" nach Strullendorf radeln, dieselt das Kreuzfahrtschiff aus der Schweiz in Richtung Bamberg.
 
 
Fränkisch-bayrische Lebensart: Beim Jazzfrühschoppen am Schwanenkeller in Strullendorf gibt es unter schattigen Eichen den ersten Feiertagsumtrunk am kirchlichen Feiertag im August.
 
 
Zwischen zwei Eichenstämmen blickt man auf die Musikanten von "Funjazztic".
 
 
Die Strömung der letzten motorlosen Gier-Fähre bei Pettstadt schiebt das Boot über die Regnitz. Der Fährmann muss nur wenig abstoßen und die Drahtseile passend umhängen, welche die Fähre sichern.
 
 
In der Landtagswahl am 15. September entscheiden sich die Menschen in Bayern und Franken zwischen Bewerbern um das Amt des Ministerpräsidenten wie Seehofer und Ude.
 
 
Nachmittags spielt "Labana" aus Kuba auf dem Maxplatz in Bamberg.
 
 
Der Nachwuchs paddelt unverdrossen einen Seitenarm der Regnitz hinunter.
 
 
Mein Campingnachbar mit der alten Daimler-Benz-Heckflosse - Baujahr 1968 - repariert fachmännisch mein Paddel.
 
 
Der Maxplatz kann kaum mehr Menschen aufnehmen. Das bundesweit größte Blues- und Jazzfestival bei freiem Eintritt lockt bei seinem siebten Jubiläum genug Publikum an. Zudem verwöhnt uns dauernder Sonnenschein. Nachts fällt das Thermometer schon unter 10 Grad Celsius.
 
 
Tucher-Bier, SparDa-Bank, ein Immobilien-Makler und ein Autohändler werden als Sponsoren des Festivals dauernd beworben, doch das stört uns wenig. Am heutigen Freitag laufen schon wieder zwei Wochen eines Urlaubs ab, welcher nun wirklich für mich erstmalig nach den erholsamen Regeln eines ruhigen Rentner-Lebens ablaufen.
 
 
Zu Themen wie dem derzeitigen Gemetzel in Ägypten, der weltweiten NSA-Überwachung, der Eurokrise in Europa, der Geldentwertung, der Klimaveränderung, dem Artensterben, der Umweltverschmutzung und der alternden Gesellschaft hierzulande fällt mir im Moment nun nichts mehr ein. Das ist auch besser so, oder?
 
 
Schaurige Schießerei: Säkulare Staats-Sklaven-Soldaten gegen sakrale Scharia-Schüler 
 
 
 
Islamismus: Sie wollen nicht unsere Kultur, wir wollen nicht ihre.
 
 
Es war abzusehen. Professoren wie Hein Wolfsohn haben das jetzige Szenario schon aus den Geburtsraten berechnet: "Söhne und Weltmacht". Bei einer Fertilitätsrate von fünf, zehn bis zu fünfzehn Kindern pro Frau - gerade wo die sakrale Schule dies als sittsam propagiert -, da bleibt für viele junge Männer nur eins: Bewährung im Kampf. Wenn einige auf der Strecke bleiben dabei, festigt das nur den Bestand derer, die in der Sippe überleben. Die Feindschaft ist für Generationen festgeschrieben.
 
Wer nur ein wenig sich durch Nordafrika bewegt hat, wer die Armut der Massen gesehen hat, wo fromme, junge Männer sich aus Blechgefäßen vor der Moschee auf der Treppe rituell waschen und reinigen, der mag ahnen: Reiche brauchen keine Religion, Arme haben nichts anderes. Ohnehin reichen einfache Einkommen längst nicht aus, um mehr Menschen teilhaben zu lassen, was für die meisten Jugendlichen im Westen Standard ist: Smartphone, Internet - Mobilität. Wenn es hoch kommt, dann ziert die Lehm- oder Blechhütte eine Satellitenschüssel, um immerhin Fernsehen zu empfangen.
 
Wer es aushält, kann versuchen, von ein, zwei Dollar pro Tag zu leben. Vermutlich ist man dann froh über die Abwechslung, welcher der Muezzin fünfmal am Tage im Gebet bietet.
 
Brüder in der Großsippe, welche als Soldat auf Arbeit, Brot und sogar gesellschaftlichen Aufstieg hoffen, sind indoktriniert und konditioniert, gnadenlos den Aufstand nieder zu kämpfen. Der fanatisierte Glaubensbruder kämpft nicht anders.  

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