16 July 2016

Im Strudel steigernder Schrecken

Lange dauerte es, mich zu neuem Blog-Bericht zu bewegen. Doch angesichts der sich überschlagenden, überstürzenden Ereignisse lässt sich meine Meinung nicht mehr hinter dichter Fichte verbergen. Zwar rächt es sich mit bestürzender Häufigkeit und Erschwernis für viele wie Pirincci, Ulfkotte, AfD-Politiker, für Demonstranten und Ordner, etwas zu "meinen". Doch niemand ist mehr "sicher": Nicht einmal mehr unschuldige Menschen bei fröhlichen Feiern.



Ayaan Hirsi Ali:
„Es ist das Schuldbewusstsein der Weißen (und dieses Schuldbewusstsein wird von den Islamisten und Fundamentalisten ausgenutzt), aber es ist auch eine besondere Art des Rassismus. Es ist ein Rassismus der niedrigen Erwartungen. Ein moralischer Rassismus. Sie nehmen einen weißen Mann, beurteilen ihn nach den höchsten, makellosesten moralischen Maßstäben, aber bei farbigen Völkern sagen sie, ‚Ja nun, sie machen das halt eben so.‘ Sie sind rassistisch und fühlen sich gut zur gleichen Zeit.“





Die Parole "Tausche Nazi gegen Flüchtling" leidet unter gewisser Unschärfe. Der Erfinder seines Wortes weiß, was ein Flüchtling ist. Was oder wer aber ist der "Nazi"? Vermutlich jeder, der der philosophisch-religiösen Erregung von "Willkommen und Seid-umschlungen-Millionen" widerspricht.  So läuft die Parole "Tausche Nazi gegen Flüchtling" konsequent daraus hinaus, dass infantilisierte Idioten gegen aufsässige Aussätzige polemisieren.
Denn mir erscheint es als infantilie Idiotie, einen Bevölkerungsüberschuss wie in Schwarzafrika in Europa heimisch machen zu wollen. Diese Parole trichtern Lehrer ihren Schülern ein, hier am Beispiel der Sophie-Scholl-Schule in Berlin.

Wenn es die Lage erfordert, das eigene Land, das eigene Leben, den Wohlstand und Frieden zu wahren, müssen Menschen Opfer bringen. Vor 10 Jahren veröffentlichte Gunnar Heinsohn sein Werk "Söhne und Weltmacht". Sloterdijk verschaffte Heinsohn damit im literarischen Quartett ein größeres Publikum.



Hochkarätige Experten wie Prof. Heinsohn bearbeiten ihr Thema Jahrzehnte lang. Gute Themen sind spürbar, fühlbar. Theorie verknüpft sich tausendfach mit Praxis. Praktische Beispiele bestätigen die Theorie. Vom Künstler bis zum Graffiti, vom Song bis zur Demo-Parole, vom Blog bis zum Feuilleton: Der Zeitgeist strömt in Herzen und Sinne der Menschen. Dass sich Freund gegen Feind stellt,  ist unausweichlich. Fürchterliche Fakten zertrümmern Mädchenträume wie von lila Lilofee im plüschigen Ponyhof. Kleriker, Musiker und Künstler träumen weiter von der Heilen Welt, intonieren tausendfach Hits wie Beethofens Neunte oder Lennons Imagine, doch ach: Die Verhältnisse, die sind nicht so. Es bleibt, wie es war. Bestenfalls wird es nicht schlimmer. Erst kommt das Fressen, dann die Moral. 


Der militärische-industrielle Komplex ist von zerstörerischer Gefräßigkeit. Erst frisst er den Reichtum der Steuerzahler, um Waffen zu produzieren. Um das produzierte Kriegsmaterial nicht verrotten zu lassen, folgt Krieg auf Krieg. Wenn das Pulver verschossen ist, produziert der militärische-industrielle Komplex neues. Vergleichbar mit Fußballern gilt der Spruch: "Nach dem Krieg ist vor dem Krieg." Europa - von Randgebieten abgesehen - liegt lange nach dem Krieg. Das muss nicht so bleiben. Denn Kriegshetzer hoffen auf neue Profite.


Friedensaktivisten stören die Geschäfte mit dem Tod.


Schröder und Fischer wollten zwar nicht mit im Irak Krieg führen, doch Deutschland leistete zahlreiche militärische Hilfsdienste. Konträre Ideologen bekämpfen einander. Es ist Zeichen von Wohlstand, wenn Ideologen friedlich sich bekämpfen, mit ihren Sätzen, Reden, mit Plakaten, Satiren, Karikaturen - nur nicht mit Gewalt. Wenn Ideologen und Eliten auch ihr Bestiarium an üblen Tricks ständig erweitern und nutzen, sie bleiben bislang friedlich.















Andere fantasieren über Merkel und von der Leyen im Führungsbunker.






Doch Kritik wird immer schwieriger. Selbst ein lächerliches Video steht als angebliche "Provokation" bei YouTube unter Beschuss, unter dem Fallbeil der Zensoren, welche mit Schaum-vorm-Maul als Ehrenwerte Gesellschaft der Gesinnungs-, Gedanken- und Wort-Polizei gegen "Wehrkraftzersetzer" und "Brunnenvergifter" zu Feld ziehen. Um die schafsblindblöde Wähler-Bande nicht aus ihrem Betreuten Denken durch Betreute Beschallung, Beschulung, BeBILDerung zu entlassen, kreisen gutmenschelnden Geier der Asyl- und Sozial-Lobby auf Beutesuche nach neuem Aas. Erstmal muss weidwundes Wild medial totgehetzt zur Strecke gebracht fallen, dann schießt die Geierbande sich auf erkaltende Aas zum Leichenschmaus nieder. Wenn's bei dem Eierkopp wenigstens was zu lachen gäbe....



:.. aber so sehnt man sich nach Böhmermann, besser noch nach Harald Schmidt, nach Sarrazin, nach Elsässer, Ulfkotte und Pirincci -  beide schon Opfer der Facebook-Zensoren zur Zeit!

I

Pirincci Penis Riot


Im Rahmen der maaaaaslosen Zensur- und Unterdrückungsmaßnahmen Freier Meinungsäußerung qualifiziert sich Facebook als Bühne für Blöde. Facbook zensiert intelligente Menschen und einflussreiche Autoren wie Pirincci und Ulfkotte.




Kleinere Nickeligkeiten wie diese Karikaturen gehen derzeit noch durch und lassen den unbedarften Zeitgenossen daran glauben, dass Meinungsfreiheit herrsche. Mitnichten!






Immer wieder schreiten Staatschützer ein, um Verunglimpfung von herausragenden Rudelführern zu ahnden. Gegen Meinungen, gegen Sätze, gegen Plakate lässt sich juristisches Missfallen leichter in Strafen umsetzen als gegen antanzende, notgeile NAFRIs, Nordafrikanische Intensivtäter.


Die Millionäre in den Vorstadtvillen fordern Verständnis für Menschen, die sich irgendwie und irgendwo bequem einrichten. Den Gewinn streichen wenige ein, Lasten trägt die Mehrheit.


Gesundheitswesen, soziale Stütze, Ausbildung, Transport, Internet.... Steuern zahlen, zahlen, zahlen!



Gegen unumstößliche Fakten reitet der tapfere Antifant aufrecht an, wo er nur kann. Viele davon hängen selbst am staatlichen Tropf der Sozialindustrie und freuen sich über jeden, der mit ihnen mehr Masse macht.


Was sind schon Fakten? Fußball vorbei, the show must go on - rund um die Uhr 24 Stunden sieben Tage die Woche.






Die Opfer der Volkserziehung lassen sich in Reih und Glied beliebig als Verfügungsmasse für Industrie, Armee, für Arbeit wie Angriff instrumentalisieren. Bunte Blockwarte berichten, wenn Abweichler aus der Reihe tanzen.


Die Sprach- und Gedankenpolizei bringt Blöde mit betreutem Denken auf Linie.



Erholung: Flussfahrt vom Ammersee nach Fürstenfeldbruck


Die Sommersonne heizt die Stadt auf.


Wer genug Zeit und Geld hat zeigt sich als Mann mit seiner Maschine.


Badebekleidung reicht aus, um im Englischen Garten sich im Eisbach zu vergnügen. Junge Leute lassen sich durch die schnelle Strömung über die Wellen gleiten. Manche quitschen vor Vergnügen.


Zaghaftere nutzen eine Treppe, um dem reißenden Eisbach sicher zu entsteigen.



München, Großstadt mit Herz und Schafen im Englischen Garten.


Etwa 50 Kilometer vor unserer Haustür liegt der lauschige Ammersee. Aus dem bringt uns die rasche Strömung der Amper recht schnell etwa 15 Kilometer flussabwärts nach Fürstenfeldbruck. Zwar belagern uns Scharen von Mücken, als wir das Boot aufblasen. Doch auf dem Wasser haben wir Ruhe vor den Plagegeistern. Reiher erheben sich majestätisch in die Luft, Wildgänse nehmen mit lautem Protest Reißaus vor der Ruhestörung durch unser Boot.


Die Bäume spiegeln sich im Wasser, dass die Szene in einem Grünton verschwimmt.


Wir haben Glück mit dem Wetter auf unserer Bootsfahrt. Es ist nicht so heiß, dass die Sonne mich sticht. Ein paar Tropfen Regen nehmen uns nicht den Spass.


Hinter Grafrath folgt bald Schöngeising. Dort machen wir eine Kaffeepause, derweil wir das Boot in einer Bucht vertäuen.


Die Stromschnelle hinter Schöngeising ist nicht ungefährlich. Wir tragen lieber das Boot um das Hindernis herum.







Aufgetankt von dem großartigen Naturerlebnis und erschöpft von der Bootstour unterfahren wir die letzen Brücken vor Fürstenfeldbruck. Dort bleibt mir Zeit genug, das Gummi der Bootshaut mit einer Silikon-Emulsion zu pflegen, die Luft abzulassen und Zeitung zu lesen. Meine Frau radelt die 16 Kilometer zurück zum Ammersee, um das Auto dort zu holen. Die Pizzeria Venzia in Fürstenfeldbruck stärkt uns mit einem köstlichen Abendessen von den Strapazen an diesem herrlichen Sommertag.



Tödlicher Terror

 

Am Abend dann überrollen die Menschen die Ereignisse des Massenmörders aus Nizza. Noch in der gleichen Nacht kommen die ersten Nachrichten vom Putsch in der Türkei. Der Tod fährt furchtbare Ernte ein in dieser lauen Nacht bei voller werdendem Mond.


Erstmalig lässt der FOCUS den Blogger Klaus Kelle in einer Art kommentieren, die Zensoren bei Facebook schneiden lassen könnte. Er schreibt beispielsweise:


Die russische Luftwaffe hat heute Morgen Stellungen des IS, des sogenannten „Islamischen Staates“ bombardiert. Vielleicht ist das genau die richtige Antwort. Sind Sie jetzt schockiert, wenn ich das so schreibe? Gewalt ist doch keine Lösung, lernen wir immer. Unsere Soldaten sind „Mörder“, darf man in Deutschland gerichtsbestätigt behaupten.

Lange Zeit stand unter meinen E-Mails als Signatur der Satz: " Wo Soldaten als Mörder,
Terroristen als Märtyrer gelten, ersetzt die Scharia das Grundgesetz."   Doch angesichts eines Strudel sich steigernden Schreckens sinkt meine Lust zu schreiben. Die Ereignisse in ihrer Grauenhaftigkeit übersteigen mein Vermögen, dem mit meinen Wörtern oder den aus dem Netz geklaubten Bildern folgen zu können.






Vor Monaten schon karikierte die Netzgemeinde den islamischen Terror mit diesen Automassenmördern, die sich nun bis in Größe eines 18-Tonnen-LKWs gesteigert haben.



Weil die Journalisten, Juristen, Kleriker, Künstler, Musiker, Industrie-, Sozial- und Asyl-Lobbyisten, Nutznießer des Systems und abgehobene Eliten Menschen glauben machen, dass dies nichts mit dem Islam zu tun habe, werden in München am Montag zum 58. Pegida-Spaziergang sich wieder nur wenige Hundert einfinden.


Zwar sinkt die Zustimmung in der Bevölkerung mit jeder Schreckensmeldung langsam, doch die Hirnwäsche beisst nicht aus.

Bildchen belustigen noch, wer textet, lebt gefährlicher bei Facebook.


Pirincci hat dies schon oft erfahren bei Facebook, für Ulfkotte ist es noch neu. Sein Buch "Grenzenlos kriminell" war wohl zuviel für die Zensoren bei Facebook.


Diese Infos stimmen nun so garnicht überein mit der veröffentlichten Meinung. Infantilisierte Idioten haken Publikationen des KOPP-Verlags als Machwerke aufsässiger Aussätziger ab. Schafsblöde blöken im Sinne der Regierung.


Wenn mich derzeit die Wartezeit auf mein russisches Visum daran hindert zu reisen, so ist mir mein Zeitvertreib als Blogger allemal lieber als die abendliche Fernsehunterhaltung.


Wer bislang und eine Zeit lang meine provozierenden Sätzchen ertragen hatte, sorgt sich mittlerweile lieber darum, seine Existenz zu sichern. Da sind meine Gedanken Gift. Wörtlich schrieb mir schon ein nahestehnder Mensch, dass meine Aussagen seine Existenz als Künstler vernichten könnten. Ähnlich denken andere, welche in spießbürgerlichen Netzen sich verfangen haben, um ihren Unterhalt zu sichern. Mir ist das alles nur allzu gut bekannt. Erst als Rentner lässt sich freier atmen!


Neben den willkürlichen Zensurmaßnahmen bei Facebook, in den Leserbriefen der Redaktionen schon seit langem, häufen sich Anschläge auf Kritiker. Die Gewalt der Linksunten-Fraktion in Berlin nimmt Ausmaße an, die neben Millionen an Sachschäden auch Leib und Leben von Polizisten und anderen aufrechten Demokraten bedrohen.


Kulturelle Unterschiede

 

Nun gibt es eben zwischen Ländern kulturelle Unterschiede, wie es in ein und dem selben Land Unterschiede in Auffassung und Wahrnehmung bestehen, die das gemeinsame friedlich-schiedliche Auskommen miteinander erschweren, wenn nicht vollkommen verhindern. Trotz alledem: Man lasse sich seine Lebensfreude durch nichts und niemanden nehmen, solange man lebe.  



Schulbus in China - erkennbar an der Aufschrift in Festland-Chinesisch...










... und in Indien.....




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3 comments:

Unknown said...

Sehr geschätzter unbekannter Autor.
Mir ist nach regelmäßiger Lektüre Ihrer Ausführungen der durchaus irritierende Mangel an Kommentaren aufgefallen, und dieser betrübt mich in gewisser Weise sehr.
Sie glauben gar nicht wie dankbar ich Ihnen bin, hin und wieder für ein paar Minuten aus der gefühlten unbarmherzigen Einsamkeit gerissen zu werden, die mich in letzter Zeit immer öfter umgibt. Ich bin deutlich jünger als Sie und habe weniger Lebenserfahrung, aber wie man die derzeitige Situation dieses Landes und dieser Gesellschaft fundamental anders wahrnehmen kann als Sie und ich ist mir ein Rätsel. Ich habe noch das große Glück, in meiner unmittelbaren Umgebung ein paar mir nahestehende Menschen zu haben, die die Dinge ähnlich sehen. Auf der gesellschaftlichen Ebene scheinen mir die Dinge aber doch anders zu liegen. Gerade unter den wirklich jungen, in den Echokammern von Facebook und Twitter gefangenen frischen Absolventen jener von Ihnen heute am Rande thematisierten Zeckenzuchtanstalten scheint mir der gesellschaftliche Selbstmord gegen Rechts zur Zeit absoluter Konsens zu sein. Das wirft kein gutes Licht auf diese Herrschaften. Ich selbst bin Jahrgang 1979 und hatte daher auch schon viele "linke" Lehrer, auch einige "68er". Ich fühle mich hier gleichwohl genötigt anzuerkennen, dass ich von diesen durchaus nicht indoktriniert, sondern zu einem kritisch denkenden Menschen erzogen wurde, der die Analyse seiner Lebenswirklichkeit selbst erledigt, und das Denken nicht dritten überlässt. Das kann ich ihnen im Nachhinein nicht hoch genug anrechnen. Wo nun aber diese Gestalten herkommen, die derzeit den Diskurs bestimmen (Mal abgesehen von den offensichtlichen Spezialisten aus der "Täterä" wie Kahane, Göhring, Merkel, Gauck, etc...) ist mir ein unerklärliches Rätsel. Ich bin bis auf die Grundfesten enttäuscht von dieser Gesellschaft und entsetzt, dass derart schnell die Weichen in Richtung unvermeidlicher Katastrophe gestellt werden können, ohne dass sich relevante Gegenwehr artikulieren würde. Ich fühle mich vereinzelt, entwurzelt, macht-, heimat- und hoffnungslos. Ihre Beiträge tragen aber immerhin dazu bei, dass ich mich nicht völlig alleine fühle und die Gewissheit in mir wächst, dass da draußen mutmaßlich noch viele andere mutlose Vereinzelte rumlaufen, die ebenso fassungslos den Gang der Dinge verfolgen wie ich. Das gibt ein Stück Resthoffnung auf einen Moment, an dem eine kritische Masse erreicht wird. Hierfür danke ich Ihnen ganz ausdrücklich.

redlope said...

Auch ich lese hier gern mit und kommentiere wenig. Deshalb an dieser Stelle ein Dankeschön für die ganze Arbeit und den interessanten, nachdenklichen Blog!

Kann meinem Vorkommentator zustimmen: Auch ich habe das Kritische Denken vor allem von zwei typischen "68er"-Lehrern gelernt.
Allerdings wär ich kurz nach dem Abi vielleicht auch noch so naiv-idealistisch drauf gewesen wie viele junge Leute heute. Idealismus und moralischer Rigorismus ist oft in der Jugend anzutreffen und viele Regime haben - und tun es noch immer - sich den Idealismus und auch die jugendliche Überheblichkeit, zu denken, man habe die Welt mit 18 Jahren schon verstanden, zunutze gemacht. So wurden schon viele Generationen auf die Schlachtfelder gejagt! Heute eben weniger Schlachtfeld als moralischer Rigorismus...
Der heutige BRD-Gutmensch denkt ein bißchen wie die Kinder, die nicht wissen, was richtig ist und wo sie eigentlich hinwollen, aber um jeden Preis bestrebt sind, ihr Gewissen sauberzuhalten:
"Was kann denn daran falsch sein, Menschen zu retten und ins Land einzuladen?" Das gibt ein gutes Gefühl, man hat sich nichts vorzuwerfen.

Die Infantilität kommt da ins Spiel, da man nicht Verantwortung für die weitere Entwicklung übernehmen will, ja nicht mal weiter denkt, sondern vor allem vor einer imaginierten höheren Instanz bestehen will, wie ein Kind vor den Eltern.
Welche Instanz das heute ist, vor der sie alle kuschen? Keine Ahnung... eine Art postnazisches moralisches Über-Ich?

Eine weitergehende Verantwortung für die Entwicklung wird also nicht bedacht.
Das haben wir nicht gelernt. Dieses Denken ist uns fremd und aberzogen - sicherlich auch aufgrund schlechter Erfahrungen in den bösen 12 Jahren, als zuviele ihre barbaraischen Taten hinter einem "Höheren Ziel" verbargen, und dabei die Menschlichkeit ausgeschaltet haben.
Wir haben keine höheren Ziele... außer dem, unseren moralischen Vorgarten reinzuhalten.

Diese Menschen agieren gewissermaßen wie solche Kinder, die, wenn das Ergebnis des eigenen Tuns ins Verderben führen sollte, sich dennoch "nichts vorzuwerfen haben wollen". Denn es kann doch nicht falsch sein, mitmenschlich gehandelt zu haben...? Das (mögliche) Ergebnis wird nicht bedacht, nur das eigene Motiv.
Und wenn das eigene edle Handeln zur Ursache von etwas Ungutem wird, dann zuckt man mit den Achseln... ich hab's doch gut gemeint...



Labedudel said...

Gut gebrüllt, Löwe.

Es freut mich, mal wieder Kommentare von anderen Mitmenschen zu Deinem Artikel zu lesen mit dem ich übrigens vollständig d’accord gehe. Daher gibt es meinerseits nichts an Deiner Gedankenwelt zu kritisieren. Immerhin kann ich aber dann doch noch etwas aus der meinigen noch hinzufügen:
Die beiden Vorkommentatoren geben mir das angenehme Gefühl doch nicht ganz alleine "unter Verirrten" zu sein, wie mir das in den letzten Jahren oft so erscheint.
Ich selbst habe die "Lehren" der 68-Lehrer-Generation nur am Rande noch miterleben dürfen. So scheine ich ein Quentchen mehr Freidenker geworden und geblieben zu ein, als... ich denke mal die meisten Bundesbürger, die 5 Jahre jünger als ich sind. Schmunzel.

Wir können weiter sinnieren in Buchstaben und ggf. auch Diskussionen mit anderen Leuten über diese für uns merkwürdige Entwicklung der Dinge im eigenen Land wie auch einem EU-Europa, das mir fremder vorkommt als das von vor 20 Jahren. Wir können unsere Wunden selbst lecken, und ein bisschen Bestätigung von anderen erfahren. Ein "bisschen"...
Ändern tun wir nichts (mehr) an dem Unheil, das auf uns zurollt, aber trotzdem noch zu fern ist, als dass es unsere Lemminge in der Gesellschaft großartig ängstigen würde. Mir scheint es so, als ist diesen Menschen sogar das Gespür für Gefahr für Leib und Leben vollständig abhanden gekommen. Vermutlich sind für dieses Phänomen auch Telespiele, TV-Spiel- und Fake-Sendungen, und das virtuelle Leben im Smartphone mitverantwortlich.

Meine Kommentare in der Welt, sowie bei SPON (schier unglaublich, was aus meinem einstigen Lieblings-Magazin geworden ist), werden ständig zensiert.
Ich brauche nur zu schreiben "WIR schaffen das nicht", wird mein Kommentar gelöscht, oder aber ich werde von anderen Kommentatoren angegriffen, weil ich das Wörtchen "wir" in einen Teil meiner Meinung einbaue. Wenn Angela M. dieses WIR ohne mich zu fragen benutzt, ist das aber in Ordnung. Komisch, aber symptomatisch für die moderne Art von Propaganda-Methoden und Zensur in unserer Zeit.

"Wir" werden gedacht, und das passt mir überhaupt nicht!

Leider sehe ich so bald keine Änderung "zum Guten".
Heute aktuell auf Welt.de: Kanzlerin im Aufwind. Die neue Sehnsucht der Deutschen nach Angela Merkel.
Den Wahrheitsgehalt dieses Artikels zweifle ich nicht an. Das, was ich auf den Straßen von meinen Mitbürgern manchmal an "Meinungen" höre, lässt mich den Welt-Artikel als ehrlich erscheinen.