15 April 2015

Der dumm deutsche David gegen Goliaths globales Geld

Meine Fantasie mischt sich mit Fakten. Der geneigte Leser sollte nichts "glauben", mir nicht und niemanden. Mein Weg führt wie durch dunklen Nebel, um das zu suchen, was wahr sein könnte und mit meinem Erleben harmoniert. Man schreibt für sich und Sympathisanten. Die Einen wollen böse Botschaften vermeiden, die ihnen die Ruhe rauben. Andere scheuen sich nicht vor Fakten, die uns heute sorgen und die Zukunft verdüstern.

Der Hebräer David präsentiert den Kopf des Philisters Goliath (Gustave Doré) - Wiki Doré Bibel-Illustration http://www.creationism.org/images/DoreBibleIllus/g1Sa1750Dore_DavidAndGoliath.jpg

Gerade die sogenannten "Heiligen Schriften" sind voller Parabeln, die Erniedrigten und Beleidigten Trost, Halt und Hilfe spenden sollen. Dass die Kleinen in ihrer Ohnmacht sich erfolgreich gegen die Macht der Großen wehren, ist Grundmuster sozialer Romatik. Dem steht der kälteste, derzeit neo-liberale Sozial-Darwinismus entgegen: Das Recht des Stärkeren. Dieser geht gnadenlos über Schwache, vernichtet, greift an, was sich nicht wehrt. Wenn Ressourcen nicht reichen, droht Prof. Harald Welzer in seinem Buch mit "Klimakriegen". Die Reszension in der SZ vom 17. Mai 2010 verweist auf Inhalt und Tendenz von Welzers Werk:
Denn die Veränderung der regionalen Ökosysteme wird Migrationswellen und Gewaltexzesse auslösen, deren Folgen globale Ausmaße haben. Wassermangel und Wüstenbildung werden zu einem Kampf um das schrumpfende nutzbare Land führen, der immer wieder von Massakern begleitet sein wird.
Weil bei geringerer Bildung die Fertilätsrate steigt, gibt es immer mehr Arme. Spannungen im Ghetto steigern sich schlimmstenfalls zu Krieg gegen äußere oder Bürgerkrieg gegen innere Feinde. Den "Überschuß an jungen Männern" hat Gunnar Heinsohn als "Youth Bulges" bezeichnet, wozu Wiki schreibt:
Nach Gunnar Heinsohn entstehen durch youth bulges die Voraussetzungen für Bürgerkrieg, Völkermord, Imperialismus und Terrorismus.
Weil ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, illustriert Wiki dies mit einem Gemälde von...


...„Malczewski melancholia“ von Jacek Malczewski - impresjeee.blox.pl. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Malczewski_melancholia.jpg#/media/File:Malczewski_melancholia.jpg
  Zur Bevölkerungsentwicklung, die Experten als "Überbevölkerung" bezeichnen, stellte vor Jahrhunderten Thomas Malthus krude Theorien auf. Von diesen Theorien wenden Leser sich grausend ab, welche mit Grundversorgung, Rente oder Hartz-Bezügen vergleichsweise komfortabel leben und dies bis zum Ende ihres Daseins als selbstverständliches Recht erachten. Bei Facebook bemerkt ein Einsender so richtig:
Die Menschen neigen dazu, negative Ereignisse nicht wahrnehmen zu wollen. Die Gehirnforschung sagt, daß 80 % der Menschen besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten können. Im Gegenteil, sie fahren das Gehirn einfach herunter, wenn sie mit unangenehmen Meldungen konfrontiert werden. Die Gehirnforschung spricht in diesem Zusammenhang auch von einem "unrealistischen Optimismus".

  Also werden solche Menschen die Meinung von Thomas Malthus ausblenden. Wiki:
„Ein Mensch, sagte er, der in einer schon occupirten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgend einen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem großen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen.“
Nach dieser kruden Theorie verfahren Staaten wie Australien, Japan, Saudi-Arabien oder Kartar. Australien verfrachtet Bootsflüchtling außer Land wie nach Kambodscha, Japan soll überhaupt keine Mohammedaner einreisen lassen und Staaten wie Saudi-Arabien oder Katar sollen allenfalls Menschen ins Land lassen, welche entweder als Sklaven die Drecksarbeit machen oder als qualifizierte Experten unter strikten Auflagen sich den ortsübliche Sitten anpassen. "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!"  Da stellt sich mir Emigrant die Frage: Was geht mich das als Rentner und im sonnigen Sizilien an? Diese Sätze sollen sich an eine Antwort heran tasten.

Wäre es nicht besser, mich in stiller Versenkung auf ein friedlicheres Ende im Innern vorzubereiten, als im Äußeren zuspitzende Krisen zu erforschen?


Palermo ist auch Pa-LÄERM-o. In Isola di Femmine, 15 Kilometer weiter südlich am Meer, findet der Camper neben warmen Duschen, Meer, Ruhe, einen lauschigen Fischerhafen, Bäcker und einen Supermarkt. Widrige Nachrichten ziehen wie im Kino an mir vorüber. Diese Filme hängen uns in Gedanken, schlimmstenfalls noch in Alpträumen nach. Wenn der Film aus ist, so enden auch meine Ausflüge in die digitale Welt, die den Irrsinn aus Kapitalmaximierung, Überbevölkerungm, Klimaveränderung, Umweltverschmutzung explosiv mischen. Die Freiheit als Rentner, mich zum Einen nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt verkaufen zu müssen, zum andern mir wechselnde Orte zwischen höchster Spannung und tiefstem Frieden wählen zu dürfen, macht mich glücklich. Die Freiheit ist mein Schlüssel, mein Schlüsselerlebnis. Freiheit der Rede steht über Gedankenfreiheit, nur beschränkt von den Mühen des Körpers, der Last des Alters.
 
Mein Platz in Isola delle Femmine, nah am Meer. Brecht textet für die Matrosen den Song: "...das Meer ist blau so blau, und das geht alles seinen Gang, und wenn die Chose aus ist, dann fängt's von vorne an."

Das Camp La Playa in Isola delle Femmine schenkt mir nach Pa-LÄERM-o Ruhe. Selten hört man aus der Ferne gelegentlich einen Motor. Glockenklang weht vom Dorf hinüber. "Tatütataaa" von Polizei- oder Krankenwagen mischt sich fast nie in das Vogelzwitschern. Wind lässt Blätter und Zweige tanzen. Schmetterlinge gaukeln um meine Plastik-Burg. Erste brummende Fliegen und Bienen besuchen mich, sofern die Tür offen steht. In dieser Stimmung kommen Gedanken, die sonst keinen Platz im alltäglichen Allerlei haben, Gedanken zum Bild von Buddha, von Bhagwan, später Osho genannt:
Das Guru-Geschäft richtet sich auch an Menschen, die mehr wollen als nur größere Autos, schönere Häuser, bessere Partner und mächtigere Beziehungen. Wer all das hat, sucht Frieden mit sich und andern.
“All great religious teachers, compared to Gautam Buddha, fall very short. They want you to become followers, they want you to practice a certain discipline, they want you to manage your affairs, your morality, your lifestyle. They make a mold of you and they give you a beautiful prison cell.
Buddha stands alone, totally for freedom. Without freedom man cannot know his ultimate mystery; chained he cannot move his wings into the sky and cannot go into the beyond. Every religion is chaining people, keeping some hold on them, not allowing them to be their original beings, but giving them personalities and masks – and this they call religious education.

Ob Übungen zur religiösen Ertüchtigung zum Selbst erziehen oder nicht, muss man selbst herausfinden.
Buddha does not give you any religious education. He wants you simply to be yourself, whatever it is. That is your religion – to be yourself. No man has loved freedom so much. No man has loved mankind so much. He would not accept followers for the simple reason that to accept a follower is to destroy his dignity. He accepted only fellow travelers. His last statement before dying was, “If I ever come back, I will come as your friend.” Maitreya means the friend.
Osho, Ma Tzu: The Empty Mirror
Nun kann man es mit Zitaten halten, wie man will, sie für oder gegen fast jede Beliebigkeit brauchen. Doch zum Camp La Playa passen Bhagwans Worte zur ständigen Stille.


Stimmung am Nachmittag: Die vier jungen Damen, welche sich mit dem jungen Mann vergnügen, passen zum Ort: Isola delle Femmine.

Kleine Radtouren am Meer führen mich in den Park der Olivenbäume. Dort wohnen Reiche. Ihre Villen stehen abgeschieden vom Verkehrslärm unter schattigen Bäumen. "Rispettiamo il Riposo Pomeridiano": Mittagsruhe respektieren von 14.30 bis 17.30 Uhr. Mein beschaulicher Radausflug gleitet lautlos durch die sauberen Straßen. Allerdings stören bellende Hunde das Ruhegebot, wo ihnen mein Geruch zuweht.

Die Mittagstemperaturen mit mehr als 20 Grad kühlt der Wind vom Meer. Die Öffnungszeiten am Supermarkt halten zwei Stunden Mittagsruhe ein: 8.00 bis 14.30 und 16.30 bis 20.30. Sinn machen solche Arbeitszeiten  nur, wenn die Mitarbeiter während der Mittagspause sich daheim ausruhen können.


Unterschiede zwischen Stadt und Land: Abgehetzt, verschwitzt und erschöpft ist dies mein vorerst letztes Bild aus Palermo, bevor mich der Raum im Auto schützt. Doch der Stellplatz in Palermo bietet keine warme Dusche wie La Playa in Isola del Femmine. Erholsam die ländliche Stille eines Dorfes wie Capaci, wo junge Burschen auf dem Kirchplatz bolzen. Ihr Ball springt oft über die Dorfstraße. Die Mädchen glucken kichernd beiander, streichen sich verlockend durch ihre windzersauste Mähne. Radrennfahrer in knallbuntem, engen Sportanzügen fahren mehr genußvoll als schwitzend. Hunde dösen in der Sonne. Alles bewegt sich im Vergleich zur Stadt ein paar Takte ruhiger.


 Die jungen Burschen haben sich bis weit über die Ohren rundherum den Kopf kahl scheren lassen. Nur auf dem Schädeldach steht steil ihr Haar wie eine Bürste in Streichholzlänge. Das Kirchlein aus uralten Zeiten umsäumt sich mit Treppen und Schmiedeisernem Zaun.

Diese Dorfstraße in Capaci ist für LKW gesperrt, PKW sollen mit 20 km/h schleichen. Doch kaum ein Auto stört die Mittagsruhe. Noch beschaulicher wird es in einer Wohnsiedlung in einer großzügigen Parkanlage.


Dort umgibt beispielsweise diese Landhausvilla im Parco degli Ulivi ein großzüger Garten.


Vom Bahnhof Capaci, diesem idyllischen Städtchen am Meer, fährt der Zug in einer halben Stunde nach Palermo. Wind und Wetter haben die Berge nahezu von aller Vegetation rasiert. Große Felsklötze stehen grau und abweisend, an denen kaum Moos sich mehr hält.


Diese weite Bucht führt zum Hafen von Isola delle Femmine. Die vorgelagerte Insel schützt vor Wind und Wellen. Möwen schaukeln durch die Luft, welche von Abfällen der Fischer einen reich gedeckten Tisch vorfinden.


Phönizier, Araber, Normannen haben sich um diese fruchtbare Landschaft geschagen, Bauwerke, Kirchen und Befestigen hinterlassen.


Es ist mir zwar ein Rätsel, wie die Menschen die großen Schiffe dort an Land gebracht haben. Aber sie  stehen dort, von schweren Bohlen gegen Kippen gesichert.


Mit Farbtopf und verschiedenen Pinseln bekommt der alte Kahn "Salvatore" einen neuen Anstrich auf der Backbord-Seite. 


Allzu viel Ruhe macht müde. Die Lust, weiter zu reisen, verlässt mich. Dann beleben mich die Motorklänge einer uralten Guzzi, die nach kräftigem Tritt auf den Anlasser ihren Kolben durch den Zylinder hämmert. Der glänzende Schwalbenschwanz vom Auspuff bläst grauen Rauch aus. Klang vom Motor und Geruch von Brennstoff wecken wieder meine Reiselust. Meine Frau würde sich wundern, wenn sie am Ende ihrer Saisonarbeit in Palermo per Express-Zug einfahren müsste, um mich von der Isola delle Femmine heim zu holen!

Der Guzzi-Fuzzi wuchtet seine schwere Maschine nach schweißtreibendem Anwerfen vom Ständer, schwingt sich auf den roten Renner und braust davon. Ein Helfer auf der Straße stoppt den Verkehr, damit die Oldtimer ohne Blick zurück dröhnend ins Rennen gehen.

Faszinierend in Farbe und Form auch diese Vespa, welche mit ihrem ausladenden Hinterteil Assoziationen triggert, die politisch nicht korrekt sind.

  Wenige Schritte weiter vermarkten die Fischer ihren Fang auf einfachen Tischen. Wasser holen sie mit Eimern aus dem Hafenbecken. Mit geschickten Händern nimmt er den Fisch aus, schabt Schuppen ab und wäscht dazwischen wieder und wieder die Ware. Das schlüpfrige Fischlein, welches ihm aus den Händen entwischt und zu Boden fällt, reinigt er im Eimer. So ist das Tier nicht umsonst gestorben. Geschmackvoll zubereitet sättigt dies den Hunger des Kunden. Leider kocht mir meine Frau keinen Fisch, da sie nur vegetarische kocht - aber gut.


Konzentriert und gekonnt bereitet der Fischer die Ware für den Kunden vor. Die Arbeit an diesem sonnigen Sonntag geht ihm flink von der Hand. Aus touristischem Blickwinkel mutet der Arbeitsplatz recht romantisch an.


Für Peer Steinbrück, der bekannte, Wein nie unter fünf Euro pro Flasche zu kaufen, sind diese Zwei-Liter-Plastikflaschen undiskutabel. Doch auch mein Leben scheint mir zu kurz, um billigen Wein zu trinken.


Noch einen Blick auf die schöne Bucht, an der das Camp Playa liegt. Der Müll wird vermutlich Montag abgeholt. Wo Müll und herrliche Natur so nahe beiander sind, schwenkt auch mein Text wieder zum Müll der Meinungsmache, der Politik zurück.

Oskar Lafontaine über Zuwanderung:
"Die forcierte Zuwanderung wird in Deutschland einzig von den oberen Zehntausend gefordert, die von deren Folgen gar nicht oder nur am Rande betroffen sind. Sie konkurrieren nicht um Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich. Sie haben kein Problem, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Sie schicken ihre Kinder auch nicht auf Grundschulen, in denen die Zahl der Ausländerkinder überwiegt. Die deutschen Wirtschaftseliten exportieren Arbeitsplätze, weil in anderen Ländern die Löhne niedriger sind, und befürworten eine Zuwanderung, um das deutsche Lohnniveau zu drücken."
Zitat aus: Oskar Lafontaine, Politik für Alle, Berlin 2005, S. 243 f.
Was waren das noch für sonnige und friedliche Zeiten vor zehn Jahren, als Lafontaine dies schreib oder sprach! Mittlerweile drängen sich in das arme, alte Europa, nach Frankreich, England, Italien, Spanien und Deutschland Hunderttausende. Politik und Medien verteilen massenhaft Valium und fordern Mitgefühl für verfolgte Familien, versprechen Fachkräfte, die fehlen und kämen. Man sieht gerammelt gepackte Seelenveräufer in Seenot, von denen die Küstenwache meist junge, kräftige Männer rettet. Pirincci verhöhnt 2015
Frau Aydan Özoguz in Hamburg geborene Türkin, die als stellvertretenden Bundesvorsitzende der SPD das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geschenkt bekommen hat.

Halal-Metzgerei in Palermo

Wo Oskar Lafontaine vor 10 Jahren noch vornehm verwies, dass Immigration das Sozialgefüge schädigt, beschreibt Pirincci das Übel von der Wurzel her. Die WELT interviewt Frau Özugus zum bislang ungeklärten Brandanschlag in Tröglitz und fragt diese Expertin:
 "Frau Özoguz, eine Woche ist seit dem Brandanschlag auf die Asylbewerberunterkunft in Tröglitz vergangen. War das ein Einzelfall, oder ist Tröglitz überall?
Aydan Özoguz: "Natürlich war das kein Einzelfall, wenn man betrachtet, daß es in vielen anderen Bundesländern schon derartige Anschläge gegeben hat …"
Pirincci drischt auf den weichgespülten Schönsprech der Nebelbomben aus Politik und medialer Verblödung ein:
In der Tat brennt da und dort mal Asylantenheim. Was die Frau jedoch verschweigt, ist die Tatsache, daß die meisten Heime von den "Flüchtlingen" und Asylanten, die mehrheitlich junge Männer und Moslems sind, selber angezündet werden, weil in ländlichen Gebieten, wo sie untergebracht sind, wenig Mösen-Material gibt und sie zur Erlangung desselben lieber in die Städte wollen.

In Städten bauen Muslim-Brüder ihre Stände auf, verteilen ihren Koran, der wie der Islam zu Deutschland gehört. Doch wo Menschen Verbrechen mit ihrem Koran rechtfertigen, da gehört der Koran nicht mehr zum Islam. Wie blöd kann Deutschland werden?


Deutschland als Hochlohn-Land ist auch ein Hochleistungs-Land. Bildungsferne Schichten bedingungslos ins Land zu lassen, ist nicht zu verantworten. Bildungsferne Schichten sind kaum zu integrieren, höchstens im Niedriglohn-Sektor, wenn überhaupt, produktiv. Eine erste Forderung ist also, Menschen ins Land zu lassen, welche  sich mit Gewinn für Land und Leute in den Produktionsprozeß eingliedern lassen. Klingt sozial-darwinistisch, ist aber angesichts des Geburten-Dschihads wie mit Fertilitätsraten von sechs, sieben Kindern pro Frau unverzichtbar. Eine andere Politik, die kurzfristig auf Wählerstimmen und Arbeitskräfte im Billiglohnsektor zielt, zieht das Land auf Dritt-Welt-Niveau runter.

Altstadtgasse in Palermo
Müll in der Altstadt von Palermo, Bilder die ähnliche Missstände auch in Duisburg zeigten - in Ghettosiedlungen von Immigranten.
 Nach Monaten in Marokko beschreibt mein Buch die dortigen Verhältnissen - freier Download als PDF. Marokko ist gegenüber Staaten südlich der Sahelzone noch eine Oase von Ruhe, Stabilität und vergleichsweise Wohlstand, auch wenn dort ein Drittel der Menschen, wenn nicht mehr, von ein, zwei Euro pro Tag leben muss. Die Gedanken beschäftigen mich, zudem sich die Situation in deutschen Städten stetig verschlechtert. Leichter ist das Leben auf dem Land - auch in Sizilien.


Rentner-Ruhe auf dem Hauptplatz am Sonntag nachmittag in Isola delle Femmine. Konzentriert spielen die Männer Karten.


Mit tut eine kleine, aber anstrengende Radtour auf die Berghöhe von Torreta gut. Der Blick schweift über blühende grüne Landschaften hinunter zum Meer. Davor liegt Cappaci.


Im blauen Meer verschwimmt Isola delle Femmine. Die laue Luft ist Frühlingswarm beim Aufstieg, kühl bei der Abfahrt. Im Meer zu liegen ist mittlerweile schon viel wärmer als noch vor zwei, drei Wochen in Nicosia. Nachts fällt die Temperatur nicht mehr unter 10 Grad. Die starke Sonne heizt das Wasser im Uferbereich bei windstillem Meer merklich auf.


Torreta fehlt anscheinend das Geld, um die Kirche weiter zu betreiben. In einigen Jahrzehnten wird vielleicht nur noch eine Ruine in Torreta daran erinnern, dass dort eine Kirche stand.


Im Unterschied zu Torreta, wo die einzige Kirche verfällt, verfügt Palermo bald über ähnlich viele Kirchen wie Marrakech über Moscheen: Hunderte. Da fällt es kaum auf, wenn eins der alten Kirchengemäuer zerfällt, zum Abriß wie Erhalt zu teuer.


Glanz und Elend wie in Torreta halten sich irgendwie die Waage, während in der Stadt Pracht und Verfall viel krasser auftreten. Zudem balanciert die wunderbare Natur auf dem Land die Stimmung immer wieder schnell ins Positive.


Die Abendsonne zieht meinen Schatten in XXL. Jetzt geht es in meine gemütliche Einsiedler-Plastiktonne, um vergnüglich mich mit Internet, Fernsehen und rotem Wein zu unterhalten. Denn anderntags steht wieder eine aufregende Reise bevor!


Der komfortable Vorortzug bringt mich morgens von Isola Delle Femmine ein weiteres Mal nach Palermo. Nach einer erholsamen Radtour durch die ruhige Bergwelt steht mir wieder der Sinn nach Stadt, Lärm, Glanz, Pracht, Müll und Elend.


Der Palzzo del Normanni stammt schon von den Arabern aus dem 9. Jahrhundert. Bei diesem Stadtrundgang wird mich noch einiges mehr an das muselmanische Marokko erinnern: Kuppeln eher von Moscheen als von Kirchen sowie das Gedränge von Marktplätzen, die einem Souk in Marokko um nichts nachstehen.

Arabisch-normannisch Einflüsse haben die Baudenkmäler Palermos geprägt.




In Laufe der Jahrhunderte gewann das jüdisch-christliche Abendland an Macht und Einfluß, um sich von arabischen und osmanischen Invasoren zu befreien.


An zahlreichen Orten in Europa wie in Granada, in Lissabon, auch in Ungarn stößt man auf Bilder, Denkmäler und Kunstwerke geschichtlicher Ereignisse, welche den Kampf gegen die Islamisierung bezeugen. Mittlerweile schlägt das islamische Imperium zurück, nicht zuletzt weil der militärisch-industrielle Komplex mit Krieg islam-diktatorische Regime wie im Irak oder Libyen destabilisert hat.


Der Mohammedanische Missionar Pierre Vogel hat es bei Facebook zu einer "Person des öffentlichen Lebens" mit über 100.000 "followern" gebracht. Neben Geburt und Sozialisation zu schlagkräftigen Kämpfern mohammedanischer Missionierung und gebärfähigen Töchtern zur Reproduktion weiterer Kopftuchmädchen stürmen Menschen aus ihrer hoffnungslosen Heimat zu Hundertausenden in die Festung Europa.



Der Titel, dass Menschen im Mittelmeer "vermisst" sein sollen, klingt euphemistisch, beschönigt den Sachverhalt, dass Menschen, deren überfülltes Boot kentert, zumeist ertrinken. Den Verlust an Humankapital werden Radikal-Islamisten wie von Boku Haram ("Bildung ist Sünde") durch Zwangsverheiratung und -befruchtung geraubter Schülerinnen in wenigen Jahren ausgleichen. Sozial-darwinistischer Zynismus, der Waffen in Kriegs- und Krisengebiete verkauft, damit verfeindete Brüder einander nicht mit Hacken und Schaufeln erschlagen müssen.


Vom Elend der Erniedrigten und Beleidigten haben sich Politiker und Priester stets mit unglaublicher individueller persönlicher Pracht und öffentlicher Darstellung dieser Macht und Pracht abgesetzt. Diese Kapelle ist dem normannischen Palast, dem heutigen Regierungssitz in Palermo, angegliedert.




Da alles mit allem vermischt ist, ist Recht von Unrecht schwer zu unterscheiden. Man kann schwerlich wissen, ob der Sicherheitsmann im Auftrag der großen Allgemeinheit oder als Büttel ein ausbeutenden Minderheit prügelt. Man kann schwerlich unterscheiden, ob das global vagabundierende Kapital nach Art der Heuschrecken nationale und regionale Konzerne aufkauft, aussaugt und als wertlose Hülle ausspuckt. Man kann schwer unterscheiden, ob Vorschriften von Eliten aus Religion und Politik die sozialen Hygiene fördern oder die Unmündigkeit der Massen zementieren.


Als Pilger in Palermo wenndet der Wanderer in der Einsielei von Giovanni degli Eremiti die Augen zur Decke, welche wie muslimische Moscheekuppel gebaut wurde, Stein umd Stein und doch nicht fällt.


Im Garten der Erimitage herrscht Frieden und Ruhe: Man genießt den Augenblick, weil die Gedanken nicht zu den Brennpunkten vagabundieren, an deren explosiver Sprengkraft viele zündeln.



Morgenland und Abendland verschmelzen in Bauwerken wie der Eremitage von Giovanni in Sizilien. Architektur und Kunst, Gärten und Wasserkunst bezeugen den arabischen Einfluß. Macht und Einfluß haben dann die christlichen Kräfte übernommen, die in modernen Zeiten zunehmend einem säkularisierten Materialmus weichen müssen. Ein Freund schreibt dazu:
Je stärker das Christentum zurückgedrängt wird in seinem Einfluß und entsprechend der säkulare Staat sich ausbreitet, desto mehr sieht der Islam eine Chance, in dieses vermeintliche Vakuum vorzustoßen. Religionsindoktrinierte Hirne können sich wohl gar nichts anderes vorstellen als ein Leben, das nach religösen Doktrinen ausgerichet ist. Und wenn eine Religion quasi weicht, wittert eine andere ihre Chance. In den Hirnen der Islamisten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Europa vom Islam übernommen wird.
Interessant doch auch die Entwicklung in Rußland nach dem Kommunismus. Die russisch-orthodoxe Kirche sitzt nun wieder mit staatstragend fest im Sattel, nachdem sie in Jahrzehnten des Kommunismus weitgehend in der Versenkung verschwunden war bzw. in Machtlosigkeit gedrängt worden war.
Sieht man mal, wie zäh Religionen sind. Wer weiß, vielleicht kommt das Christentum auch plötzlich wieder aus der Versenkung.

Im Garten der Chiesa di S. Giovanni degli Eremiti erheben sich die Kirchenkuppeln wie auf einer Moschee. Touristen teilen sich mit Schulklassen diese Oase der Ruhe. Einige lassen ihren Gedanken über sich und zum alten Europa freien Lauf.


Der Markt Ballaro in Palermo erinnert wiederum an marokkanische Souks. Eine lärmende Fülle von Menschen und Waren. Marktschreier, die mit Gebrüll ihre Waren anpreisen. Selbst die knatternden Zweiräder, welche in engen Gängen der Souks den Wanderen in Marokko auf die Seite drängen, fahren durch den Markt in Palermo.


Die Wohnsiedlungen rund um den Markt beherbergen viele Menschen, meist arme Menschen. Aus allen Ländern und Erdteilen bieten Menschen Produkte ihrer Heimatländer. Inder und Pakistani bieten Speisen, Räucherstäbchen, Ketten, Hemden, Araber braten Fleisch oder verkaufen Süßspeisen, Asiaten vermarkten chinesische Massenproduktion in eng aber reichlich geordneten Fächern und Regalen. Sizilianer betreiben ihre Cafes, Bars und Restaurants.


Aus all dem Getümmel findet der von Lärm und Eindrücken, Gerüchen und Erlebnisse gestresste Tourist gleich am Marktplatz die Chiesa del Carmine Maggiore. Dorthin drängt nur gedämpft das Gebrüll der Händler. Die Schrecken, einen abgerissenen, jungen Mann ausweichen zu müssen, der mit gefährlicher Aggressivität mir in den Weg tritt und fordert: "Give me money to buy psychopharmaka for my Schizzophrenia!" Meinem Ausweichen schimpft der Kranke böse nach: "Fuck you! Bastard!"


Noch eine letzte dieser höchst eindrucksvollen Kirchen-Museen, die der Tourist gegen Eintritt besichtigen darf. Auch hier verweist die Architekt auf arabische Wurzeln, aus denen das Abendland sich bereichert und entwickelt hat und aus denen es gewachsen ist.

Erschöpft wartet der Wanderer aus Palermo am Bahnhof auf den Zug zur Rückfahrt. Palermo strengt mit Lärm, Hitze und  Dränge ebenso wie mit Schätzen und Sehenswürdigkeiten an. Dann geht es wieder zurück zur Oase Playa in Isola delle Femmine. Meerbad, Essen und Dusche geben Kraft für eine ruhige Nacht. Erstaunt reibt sich der Autor, wenn sich soviel Verständnis für diese Arbeit bei einem Schreiber in Facebook zeigt:

@ Erhard Thomas - Ihre Beiträge waren immer voller Esprit und unkonventionell. Ich finde es grandios, so querdenkende Menschen wie Sie und etliche andere unter uns zu haben! Deutschland ist derzeit fest im Griff des "Mannichl-Syndroms". Überall Morddrohungen, Brandstiftungen, Hakenkreuzschmierereien, u.ä. - nur es werden NIE Täter gefunden (!?!).  Wie 1989 der bis heute nicht aufgeklärte  Anschlag auf das sowjetische Ehrenmal in Berlin oder 2008 der angebliche Überfall auf den Polizisten Alois Mannichl. Um sich verlorene Glaubwürdigkeit wieder zuverschaffen, könnten die Medien demnächst einen agent provocateur engagieren, der sich als Nazi outet und alles gesteht. Und natürlich klammheimlich ein Batzen Geld und danach wieder eine andere Identität bekommt. Was derzeit in Deutschland an Stimmungsmache passiert, halt ich für extrem dubios, irritierend und fragwürdig.

 
Zusammenfassend eine Wiederholung: Da vagabundieres Kapital weltweit soziale Standards aushebelt, da keine Gewerkschaften global dagegen halten, da zudem muslimische Missionierung ebenso weltweit wie oft auch gewaltsam gegen Menschen vorgeht, sollte regionaler vor nationalem Zusammenhalt stehen. Nationale soziale Standards sollten gegen internationalen Marktmacht-Missbrauch stehen. Pegida will daher "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands" mobilisieren. Vergleichbar sammelt "Endgame"
Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas, gegen Folter, Drohnenmorde, Totalüberwachung, US-Vorherrschaft und US-Propaganda.








Das ist zumindest mein winziger Beitrag als dumm deutscher David gegen Goliaths globales Geld. Doch lieber sind mir Meer, sehenswerte Bauten und Landschaften, die interessanten Begegnungen mit Reisenden und saubere Wäsche.


Nach jahrelanger Praxis haben sich die beiden Motorradtouristen, ein nettes Paar, darauf spezialisiert Zelt und Ausrüstung, sogar zwei Stühle mit auf ihre Reisen zu nehmen.


Mit Stolz wird mein Wisch- und Waschbär daheim vermerken, dass sie mir doch in bald zwei Jahrzehnten mir etwas beigebracht hat: Wäsche waschen. Dafür kommt mein Wisch- und Waschbär schon immer besser ins Internet und auf Web-Seiten, die sie interessieren. Bevor mir bei zu viel Ruhe der Himmel auf den Kopf fällt, zieht es mich nach Monreal, wieder durch das Gewühl von Palermo auf eine Anhöhe im Norden der Stadt.



Der Dom von Monreal stammt von 1174. Er ist das größte normannische Bauwerk.



Vom Kreuzgang, der einen gepflegten Garten umgibt, blickt man auf den gewaltigen Dom.


Das Camp Playa in Isola delle Femmine öffnet erst ab 16.30 Uhr, nach dreistündiger Mittagsruhe, wieder die Schranke zur Ausfahrt. Der Stadtverkehr von Palermo war weniger aufreibend, dass die Strecke von 22 Kilometern in einer halben Stunde zu schaffen war. Die späte Nachmittagsstunde verzaubert das Bauwerk mit mildem Licht.


Das Kirchenschiff ist im normannisch arabischen Stil gestalten. Die Wände sind mit einem gewaltigen Mosaikzyklus verziert, der in seiner Ausdehnung von knapp 6500 Quadratmetern in Italien einzigartig ist.


Der Ausflug nach Monreal krönt zum Abschluß all diese zauberhaften Eindrücke von Bauwerken, dem Getümmel in der Stadt und der herrlichen Landschaft mit ihrer Vegetation und dem Meer.


Der überaus reich geschmückte kunstvolle Raum hebt merklich meine Stimmung. Mit ruhigen und entspannten Sinnen geht es zur letzten Nacht heim nach Isola delle Femmine.


Ein Abschiedsblick über den Brunnen auf den Turm, der nicht ganz fertig gebaut wurde. Das stört die Symetrie gegenüber dem ebenmäßigen normannischen Dom in Cefalu.
 Schon wandern die Schatten über den Domplatz. Die letzte Nachmittagsonne verleiht dem Bauwerk einen majestätischen Glanz.


Adieu Isola delle Femmine: Mein letzter Tag hier war von wunderbarer Ereignisfülle. 



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