15 Juni 2019

Von Weser, Werra, Fulda, Main, Regnitz plus politpestilenter Pöbelei

Pfingsten hat mir viel Sonnenschein, Radtouren Weser abwärts und Fulda aufwärts geschenkt.  Das Weserbergland begeistert mich. Wie schön ist unser Land! Wenn sich die Gedanken zur Politik, um die Zukunft unseres Landes abschütteln ließen, könnte man glücklicher durch's Leben reisen. Lässt sich das lernen? Schlecht, solange es mich reizt, unzensierte Daten wie vom russische Netz VK oder pi-news zu politpestilenter Pöbelei verarbeiten.



Der Halbmond schmückt das alte Haus in Hannoversch Münden an der Werra. Gegner diffamieren das Symbol als Ausdruck religiotischer Schariainquisiton des koran-klerikalen Imperialismus. Mit 18 Jahren war mir 1966 meine Mitgliedschaft in der protestantischen Sekte zuviel. Mein Austritt aus dem Verein war einfach.



In fundamental koranistischen Ländern ist es schwerer und teilweise gefährlich, die koranische Staatssekte zu verlassen.


Hochwassermarken in Hann. Münden erinnern daran, dass größere Kräfte das Klima beeinflussen, als unbedarfte Schulschwänzer und -schwätzer der Friday-4-Future Fraktion bedenken.


Selbst wenn, wie Morgenthau einst geplant, rot-rot-grüne Ideologie und Idiotie uns als Agrarland verarmen lässt, ändert das nichts am Weltklima.



Begeistert dies Schaufenster in Hann. Münden nicht durch seine Reichhaltigkeit?





Die geschmackvolle Collage gibt uns einen Vorgeschmack auf das Lebensgefühl im Sinn grün-rot-bunter Industriepolitik!


Doch noch stehen die Mauern im Land, soweit Investoren alte Häuser nicht platt machen, um mit Neubauten Wohnraum in Ballungsräumen gewinnbringend zu verdichteten und als sauteure Appartments zu verhökern. Nicht so Hann. Münden: Romantisch beleuchtet die letzte Abendsonne ein Schloß aus Backsteinen.




Das Multimedia-Center in Hann. Münden mag bescheidenen Rentnern reichen, kann aber weder mit dem in Kassel noch mit dem Angebot im Internet konkurrieren.




Letztes Jahr um diese Zeit hat mich Pamukkale mit seinen Kalkfelsen begeistert, so erübrigt sich dies Jahr der Besuch beim Pamukkale-Wirt in Hann. Münden.



Frauen würden sich in Deutschland für Freund, Freundin oder Geld in solch reizender Pose präsentieren, sonst eher nicht, doch die Türkin lockt liebreizend, indem sie ihre Kruppe dem Betrachter entgegen streckt.
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Seit Jahren stehen ungenutzt nahe am Verfall diese drei Häuser, deren Schaufenster zugeklebt sind. Vier Jahrhunderte haben die Häuser Menschen geschützt, jetzt weiß der Besitzer nichts damit anzufangen.


Vor dem gepflegten Teeladen hat ein Porsche geparkt, dessen Motor zuvor durch die engen Gassen röhrte.



Auch in Kassel wirbt ein Wirt mit einer Stelltafel auf dem Gehsteig für sein Menü. Allerdings verlangt der Kasseler Wirt 36,50 Euro für sein Essen. Das Angebot von "Little Saigon" passt zu meiner Rente.



Orientalische Lebensmittel geben den Menschen, die noch nicht so lange hier leben, ein heimatliches Gefühl. Wasserpfeifen füllen das Schaufenster.



Als Hann. Münden noch eine blühende, reiche Handelsmetropole war, machten sich Steinmetze den Spass, ihre Signatur auf einem Pflasterstein am Rathaus- und Marktplatz zu verewigen.




Gedenksteine anderer Art findet der Spaziergänger auf dem Weg vom Bamberger Bahnhof zum Marktplatz.




Bei der "Kosmetik am Kirchplatz" lassen sich Termine vereinbaren, um seine Fassade gepflegt zu renovieren.



Das Haus steht seit Jahrhunderten, die oberen Etagen ein Stück weiter in die Straße gerückt.


Die Schleuse am Camp eröffnet den Rudern ihre weitere Fahrt in die Weser, ohne ihre Boote umtragen zu müssen.



Diese Schrauben produzieren Strom. Fische sollen unbeschadet durch dies Gewinde wandern können, nicht aber durch Turbinen.


Schlußendlich hat es mich doch noch in die Kirche von Hann. Münden gezogen.




Doch weltliches Feiertagstreiben reizt mich mehr als stilles Verweilen vor mittelalterlicher Kirchenkunst.




Auf dem großen Inselstellplatz haben sich historische Lancia-Fahrzeuge aller Arten getroffen. Wie im Flug vergehen die Tage in der schönsten Stadt Deutschland, in Hann. Münden. Wenigstens für einige Jahre wäre das auf meine alten Tage eine Traumstadt in der preiswerten Eigentumswohnung im Jahrhunderte alten Fachwerkhaus gewesen!

Weser abwärts



Am sonnigen Pfingstsonntag geht es munter mit dem Drahtesel Weser abwärts. Das Gefälle merkt man nicht, sanft schiebt ein Rückenwind. Wegweiser zeigen, wo es sich zu verweilen lohnt wie an dieser mächtigen Linde.


Ländliche Gegenden sind hier wie in Bayern noch nicht mit "Denkmälern der Schande" gepflastert. 


Hier finden die Nachkommen die Namen der Vorväter, die irgendwo ihr Ende fanden, wie es heißt - "gefallen sind".






Kilometer hinter mir, mehr noch vor mir, lockt mich ein kurzes Verweilen zu dem Jahrhunderte alten Kirchlein in Gimte.



Die Bäuerin bringt Schafe und Ziegen vom Stall auf die Weide. Der im grünen versteckte Bauernhof lässt mich vom glücklichen Landleben träumen.


In dieser idyllischen Gegend warnt die Polizei Göttingen vor Schwarzwild, auf der anderen Straßenseite warnt ein Schild vor Rehen.



Die Ruderer sind etwa mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs wie ein beschaulicher Genussradler.


Eine größere Gruppe von Radlern zieht ihre Bahn auf dem asphaltierten Radweg abseits der kaum befahrenen Straße. Die meisten älteren Herrschaften, die mit gepackten Satteltaschen weitere Strecken radeln, lassen sich von Elektromotoren helfen.



Das Zoom fokussiert auf den Storch im Vordergrund, der im Grün nach Nahrung stochert.




Es könnte bis Cuxhaven 550 Kilometer so weiter gehen. Doch mir reicht meine Radtour schon bei der Fähre in Hemeln nach 12 Kilometern, um zurück gegen die leichte Brise zu strampeln. Schließlich ist es Sonntag und die Sonne sticht.


Mein Drahtesel nimmt sich vergleichsweise bescheiden aus gegen die Zweiräder mit Hilfsmotor. Doch mein Zweirad hat auf dem Radträger von München eine weite Anfahrt.


Bekommt der Betrachter nicht auch Lust, vom Uferradweg die Weser und die Landschaft zu erfahren?

Zur Orientierung zeigen die Schilder, welche Städte im näheren Umkreis liegen:
:
Hofgeismar, Hann. Münden, Höxter, Bad Karlshafen

Ein bedeutsamer Platz schmückt sich mit dem Namen des letzten Kaisers Wilhelm. Im Freizeitpark Fulda-Weser-Werra fahren findige Unternehmer Schlauchboote für Touristen durch die Gegend.




Doch bis in die kleinsten Winkel des Landes hat sich die Parole verbreitet, fest als Tafel verschraubt: "Merkel muß weg." Es kann nicht mehr lange dauern, denkt man seit Jahren.


Grüne Wiesen, braunes Pferd, schimmernder Fluß, dunkler Wald, blauer Himmel, weiße Wolken - was will man mehr?




Der tüchtige Unternehmer "Tütüncüoglu" wird für die Versorgung der Menschen ebenso unentbehrlich sein wie Millionen Menschen mehr, die noch nicht so lange hier leben.




Dieser Betrieb hat wegen eines kleineren Brandschadens vorübergehend seine Arbeit eingestellt.





Daher bleibt der Ofen unter dem rissigen Schornstein schon seit langem kalt, was Adebar einen Nistplatz mit schöner Aussicht garantiert.




Der Rückweg am Prallhang der Weser bietet stellenweise Schatten, der mir gut tut. Die Bootsfahrt auf der Weser in voller Sonne wäre mir mittlerweile unerträglich.




Dieser findige Landwirt hat in eine Biogasanlage investiert und erzeugt Strom.



In der seit Generationen gepflegten Garten-, Wiesen-, Feld- und Waldlandschaften klingen die Mittagsglocken vom gegenüberliegenden Dorf herüber.


Freizeitkapitäne liefern sich ein spannendes Rennen. Doch diese Geräuschkulisse ist selten.




Wer sein Geld in sonntägliches Freizeitvergnügen investiert, dem sieht der stille Wanderer lächelnd seinen Lärm nach.

Fuldafahrt aufwärts nach Kassel

 



Pfingstsmontag ziehen morgens ein paar Schlierenwolken über das Firmament. Bei dem Radausflug ins 30 Kilometer entfernte Kassel bleiben die Dachluken in meiner Plastiktonne deshalb geschlossen. Besser man lüftet bei bleibendem Sonnenschein bei der Rückkehr die 34 Grad aufgeheizte Plastiktonne, als bei einem Wetterumschwung mit Regenschauern über offene Dachluken Wasser im Bett und im Fernseher zu haben.


Meine bescheidene Lumix-Kamera mit einem Objektiv bis zu 108 ASPH - was immer das heißt - zoomt diesen Herrscher der Lüfte heran, der sich schemenhaft in der Höhe abzeichnet.


Der alte Herr verbeißt sich fasst ins Lenkrad, während er seinen grünen Hirsch durch die enge Baustelle röhren lässt. Seine Beifahrerin hält sich verschämt die Hand vor's Gesicht, sie wird den Grund wohl wissen.



Staustufen sind ein Einschnitt in die Landschaft. Als ehemaliger Wanderer mit Gummibooten ist mir das noch sehr gut in Erinnerung.


In Wilhelmshausen feiern die Menschen ein Mühlenfest. Der Mann fasziniert mit seiner Maschine, gleichgültig ob Trecker, Auto, Motorrad, Schiff oder Mühle.



Selbst nach mehr als einem halben Jahrhundert arbeitet unverdrossen der alte Dieselmotor, auch wenn die Produktionsstätte längst abgewickelt ist.




Diese Zündapp von 1953 mit Steib Beiwagen verfügt noch über eine "Geradeaus-Federung", also kein in einer Schwinge federndes Hinterrad. Die harten Stöße bei Fahrten über Stock und Stein milderten federnde Gummisättel. Eine Maschine ähnlicher Bauart vom Hersteller ILO hat mich 1968 von Aachen über Paris und Madrid vier Wochen lang durchgeschüttelt. Mehr als fünf Jahrzehnte später reizt es mich immer noch, lieber zu reisen als daheim zu rasten.



Die Mühle steht offen. Niemand verwehrt mir den Eintritt. So lässt sich ein Stockwerk nach dem anderen erkunden.




Man denke an den Kreislauf der Landwirtschaft seit Jahrhunderten, vom Ackerbau, zum Getreideanbau, vom Dreschen der Ähren, zum Transport in die Mühle, zum Mahlen des Korn, zum Backen von Brot....


Bei dem Bild sollte der Betrachter verweilen. Als Kinder der Nachkriegszeit sammelten wir noch in meinem Vorschulalter, also vor 1954,  mit der ganzen Familie noch Eimerweise Bucheckern im Herbstwald, um daraus Öl pressen zu lassen. An diese Zeiten erinnert mich der Spruch.

Altes Bort ist hart,
aber kein Brot ist härter.


Der Bau an der Marienbasilika von Wilhelmshausen begann um 1145. Damals gehörte ein Kloster dazu. Mönche hatten Zeit, Kraft, Geld und Disziplin für solche Projekte.




Das achteckige Taufbecken stammt - wie das Gebäude - aus dem Mittelalter.



Stein um Stein glatt behauen, über- und aneinander gefügt, verleihen dem Bauwerk 1000 Jahre und länger Stabilität.


Soviel Luxus braucht der Kapitän, seine Frau, sein Boot, seinen Hund.



Boote überwinden den Höhenunterschied der Staustufe über die Schleuse. Ausfahrende Boote verlassen. gerade die Schleuse, Fulda aufwärts warten Kapitäne zur Schleusung Richtung Kassel.


Ein Nebenfluß mündet kurz vor Kassel in die Fulda.


Über diese Brücke rollt am frühen Nachmittag mein Zug mit mir und Fahrrad in zwanzig Minuten von Kassel nach Hann. Münden. Die 30 Kilometer kosten sieben Euro und zehn Cents.



Nach ruhigen Stunden an der Fulda röhrt ein Boot mit dieser flotten Wasserski-Nixe über das Wasser. Es bleibt bei einem Boot.


Mit kaum vernehmbarem Bootsdiesel hingegen schraubt sich dieser Kahn Richtung Kassel flußaufwärts.


Fünfundzwanzig Kilometer liegen hinter mir, fünf vor mir bis zum verdienten Eis in Kassel. Google Maps gibt mir unerklärlich kurze Zeiten für Radstrecken an. Vermutlich erreichen diese Zeiten trainierte 30jährige Kampfradler mit dreitausend Euro Carbon-Rennern oder E-Bike-Radler.

Kassel



Nachdem mich Brotzeit und Mineralwasser im Schatten gestärkt haben, sieht man mir mein grinsendes Glück beim Selfie am Ortsschild von Kassel an.




Allerdings hat die Wegstrecke mir wenig Kraft gelassen, Kassel zu erforschen.



Für ein altes Gemäuer wie diese Markthalle reichen Kraft und Energie für einen kurzen Fotostop.





Hier nun das anfangs angekündigte Bild der Kasseler Konkurrenz zu "Little Saigon" in Hann. Münden. Dort speiste der Wirt seine Gäste mt gebratenem Reis und Hühnerfleisch für drei Euro ab. Doch am besten ist mein Salat mit Oliven, Tomaten, Büffel-Mozarella, Paprika und Sellerie daheim im Auto.



Auf dem Königsplatz in Kassel versammeln sich später einige Straßenbahnzüge. Das Schild untersagt den Genuß von Getränken aus mitgebrachten Flaschen. Knaben vergnügen sich an spritzenden Fontänen.



Subsaharianer, die noch nicht so lange hier leben, ruhen auf der Bank von ihrer weiten Reise aus. Im Gebäude dahinter konkurriert ein Media-Center von Saturn mit dem in Hann. Münden.



Die Sonne verzieht sich mehr und mehr hinter Wolken."Wohnen mit Panoramablick" über Kassels Nachkriegsarchitektur reizt weder mich noch meine Liebste daheim.




Meine Schritte werden schwerer und schlapper. Noch ein Blick zurück auf den Tonnen schweren Sakropharg einer gewichtigen Persönlichkeit, dann liegt der Bahnhof vor mir.





Vom Hauptbahnhof fährt kurze Zeit später der Zug in zwanzig Minuten die Strecke zurück, die mich zuvor Stunden beschäftigt hat. Eine Gruppe junger Pfadfinder und Pfadfinder*Innen sitzt mit mir erschöpft im Zug, von denen mehrere sogleich zu schlafen beginnen.


Yachthafen Dreiländereck


Anfangs war mir nicht klar, was die Eingeborenen hier mit "Dreiländer-Eck" meinen. Doch bei meiner nächsten kleinen, lauschigen Radtour am Weserufer aufwärts nach Bad Karlshafen klärt sich das Rätsel.


Bei der nächsten romantischen Weserfähre, die sich mit der Deutschlandfahne schmückt, zeigt ein Schild die Wappen der drei Länder.


Es grenzen hier die Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen aneinander.



Wenig weiter nach der Fähre ragen einmalige Klippen über die Weser. Doch mir ist der Weg in die Höhe zu anstrengend. Schließlich haben mich vor der Radreise schon Arbeiten am Blog, der Lebensmittel-, Getränkeeinkauf und 50 Kilometer Autofahrt sowie das Einrichten am neuen Stellplatz erschöpft.



Der zuerst geplante Platz in Bad Karlshafen ließ sich nicht so einfach erreichen, da Arbeiter die Weserbrücke renovieren. Auf der Fahrt am nächsten Morgen berichtet das Radio, dass die 3000 Tonnen schwere Brücke in stundenlanger Feinarbeit in ihr neues Lager geschoben wird. Daher ließ sich sieben Kilometer hinter Karlshafen Weser abwärts der Stellplatz am Yachthafen Dreiländereck als angenehmes Domizil finden. An diesem romantischen Weserabschnitt liegt ein Camp am andern, im Sommer bald mehr Camper als Bewohner in festen Häusern.



Bad Karlshafen entpuppt sich als verschlafenes Nest.



Zentral liegt der Hafen mitten in der Stadt vor dem Rathaus, angebunden durch eine Schleuse. Ein Meßgerät zeigt einen Tiefgang von 85 Zentimetern an.




Hier blickt man auf den Stellplatz von Karlshafen, zu dem vermutlich Ende Juli die renovierte und wieder eröffnete Weserbrücke direkte Zufahrt eröffnet.






Vom Ausflugsdampfer "Höxter" aus lässt sich die wunderbare Landschaft noch besser genießen. Doch die Radtour am Ufer ist auch schön.


Zum Abschluß noch ein Blick auf das CO2 vermeidende Kernkraftwerk Würgassen, dann ist der erlebnisreiche Tag schon beinahe wieder vorüber.



In einer Reihe mit anderen Reiserentner steht nun mein Wohnhaus vor dem Yachthafen zum Preis von acht Euro.

Die Reise geht zurück nach Bamberg. Wisch-, Wasch-, Nähr- und Plärrbär liegt mir seit Jahren in den Ohren, dass sie raus aus München und wieder näher an ihrer alten Heimat Bamberg wohnen will. Auch mir wird München mittlerweile zu laut, zu stressig, zu teuer.


Franken

Es sind 300 Kilometer vom Weserbergland nach Franken. Bei einem schönen Reisetag mit 17 Grad mit gelegentlichen Regenschauern geht die Fahrt flott voran, ohne zu schwitzen. Die Autobahn zieht ihr Asphaltband durch die wunderbare Landschaft, die Wälder und Felder säumen. Manche Autobahnbrücken sind auf einen Fahrtstreifen verengt, um die Bauten zu schonen, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Frohen Mutes geht es zurück nach Franken. Ein kleines Häuschen 24 Kilometer von Bamberg entfernt reizt uns.



Baunach



Baunach ist eines dieser unzähligen, liebenswerten Dörfchen rund um Bamberg. Wie in all diesen Dörfern zeugen Kapellen, wie am Friedhof, und die Ortskirche von der religiotischen Tradition.


Die Ortskirche in Baunach beleuchtet nach einem Wolken verhangenen, regnerischen Tag die tief liegende Abendsonne. Eine schöne, ruhige, große Mietwohnung mit 94 Quadratmetern kostet in Baunach 800 Euro einschließlich der Nebenkosten.



Zudem vewöhnt Baunach Camper mit einem Stellplatz, der außer Strom von einem Euro für acht Stunden nichts kostet - WLAN eingeschlossen!


Von diesem liebenswerten Städtchen erreicht man mit einem Vorortzug in einer knappen Viertelstunde den Bamberger Bahnhof.




Wiki, was dank Bayern-WLan am Camp in Baunach überreich Daten sprudelt, erzählt von Überkum:

Viktor Überkom (oder auch Überkum) gilt als Stadtpatron von Baunach und ziert als Statue den Marktplatz.
Um das Jahr 1400 lebte der Legende zufolge im damaligen Marktflecken Baunach ein Mann namens Überkom. Dieser fromme Christ zeichnete sich durch viele Wallfahrten nach Santiago de Compostela aus. Er stiftete außerdem eine Kapelle, in welcher er beerdigt werden wollte. Im Jahre 1440 starb Überkum und über seinem Grab auf einem Hügel nahe dem Ort (inzwischen befindet sich dieser im Siedlungsgebiet) wurde die Magdalenenkapelle errichtet.

Gebräuche, Sitten und Strafen in mittelalterlicher Zeiten waren anders als heute, wovon Schilder in dieser Kapelle berichten.



In den alten Zeiten rettete man sich vor Mördern, Dieben, Ketzern, heute retten die Greta-Jünger mal wieder die ganze Welt, wobei sie polit-klerikale-kulturelle Experten mit mindestens sechsstelligen Jahreseinkommen mit Rat und Tat großherzig unterstützen.



Da freut sich der Gottesmann auf neue Besucher seiner Kirche! Vielleicht wissen einige auch, "wo sein Haus wohnt?"



Die Sicherheitskräfte üben an der Vorhut der Kulturell willkommenen Gäste, renitente Burschen zu zähmen und zu zügeln. 



Dass in Einzelfällen rüde, raue, kriegserprobte Kämpfer für sich Platz schaffen, indem sie Menschen-die-schon-länger-hier lebten, beseitigen, ist beklagenswert aber wohl unvermeidlich.





Ein guter Freund und verwandter Geist beschäftigt sich unverdrossen mit tagesaktuellen Nachrichten und kommentiert fast täglich mehrmals das Zeitgeschehen - meist unter dem Motto:

Wie bekloppt kann Deutschland werden?

Mir fällt dazu nichts mehr ein, jedenfalls nicht auf meiner kleinen Rundreise durch Bayern, Franken, Hessen, Niedersachsen bis nach Nordrhein-Westfalen.

Gerach





Sieben Kilometer weiter im Hinterland von Baunach liegt das verschlafene Nest Gerach mit etwa 1000 Einwohnern. Dort steht gerade eine Hütte zum Verkauf an, die Nachtspeicherstrom im Winter heizt. Die 74 Quadrameter Wohnfläche mit einem Flecken Garten von 274 Quadratmeter soll knapp 80.000 Euro kosten.










Auf dem Stellplatz vor dem Haus wäre mit einigem Rangieren Platz für mein Wohnmobil.






Doch so berauschend der Gedanke ist, unserer Münchener Domizil durch ein preiswerteres Haus zu ersetzen, so schwierig ist die Umsetzung.

 


Das Häuschen soll um 1920 ohne Keller gebaut worden sein. Als Laie erschrecken mich überstrichenen Risse in der Hauswand. Dass dazu noch Zahnweh die Reise beschwert, erfordert einen Besuch bei meinem Bamberger Zahnarzt. Das sind momentan wichtigere Fragen gegenüber Buntschlands morbidem, Politwahn.

















Wer sich so äußert, den könnte man als "Volksverräter" bezeichnen, jedenfalls als Verräter an den Menschen, die schon länger hier leben und sich als Deutsche fühlen und bezeichnen.


Wer den Aussagen dieser Damen und Herren zustimmt, will ein anderes Land. 



Zumindest steht es dem Reisenden gut an, vor dem Zahnarzt sich ausgiebig zu baden. Dazu bietet der Baunacher Baggersee eine gute Gelegenheit.




Das Badevergnügen ist preisert, weil am späten Nachmittag der Wasserwacht-Wächter nicht einmal mehr die 50 Cent für Besucher plus 50 Cent für das Fahrrad eintreibt.

Gegenüber dem Nacktbadestrand am heimischen Feringasee wuseln quietschende Kinder durch die lehmige Brühe. Doch dafür gibt es danach eine Dusche mit dem Schild "Kein Trinkwasser", was dann auch wie Stinkwasser riecht.

Wehmütig schweift mein Blick über den Main. Vor vielen, vielen Jahren, schon bald vor Jahrzehnten hat mich noch ein kleines Abenteuer begeistert, den Main im aufblasbaren Paddelboot von Lichtenfels bis Bamberg zu befahren. Die Jahre sind wie im Flug vergangen, mein Körper scheut mittlerweile stundenlange Strapazen in der Sonnenhitze. Meine liebe Frau hat alle Jahre treu und redlich mit mir geteilt. Ihr ist das Häuschen in Gerach zu klein, mir ist die Renovierung der Hütte mit dem Einbau einer preiswerteren Heizung zu aufwändig. Was tun?



Keine Viertelstunde dauert die Zugfahrt von Baunach über Breitengüßbach und Hallstadt nach Bamberg. Die 14 Kilometer kosten 3,70 Euro.

Bamberg


Im beschaulichen Bamberg spaziert man vom Bahnhof in einer Viertelstunde zum Marktplatz. Dort residiert mein Zahnarzt. Er hat genug zu tun mit meinen Zähnen.



Das Asylindustrie schafft vielen Brot und Arbeit. So hat die Aktion "MIMI" - mit Migranten, für Migranten - genug mit ihrer Klientel zu tun - gut investiertes Steuergeld.



In ehemals prachtvollen Bürgerhäuser hat sich u.a. Mäc-Geiz eingemietet, daneben asiatische und türkische Imbissbuden, ein Tätowier-Shop udgl. mehr. Das Angebot versorgt prekäre Massen zu ihrer vollsten Zufriedenheit. Befriedigung und Befriedung garantiert. In Deutschland treten Gelbwesten als "Scharia-Polizei" auf, sonst nicht.


Die Tradition Bier saufender und Schweinsbein schmausender Eingeborener hält das Wirts- und Gasthaus "Fässla" aufrecht.




In bester Innenstadtlage versorgt der "Ein-Euro-Shop" die Kunden mit allen Plastikschätzen dieser Welt..



Gegen Eisdielen und Dönerbuden sind fränkische Kirschen zum Kilopreis von sechs Euro eine Delikatesse. Vor Zeiten einmal warb die Landwirtschaft mit dem Spruch:

Esst mehr Obst und ihr bleibt gesund.
 

Der Straßenmusikant verdient mit gefühl- und kunstvollem Spiel sein Brot.





Der Fränkische Tag vom 14.Juni lässt Till Mayer eine Seite lang über eine geheilte Kamikaze-Kämpferin berichten. Mit Sprengstoff beladen sollen die Frauen sich auf einem Marktplatz sprengen, werden vorher gefasst. Till Mayer fabuliert:
"Dann haben sie uns umstellt", sagt die 20-Jährige. Halima ist da gerade etwas abseits von der Gruppe und betet. Die Plastiktüte mit ihrem Sprengsatz ist bei den anderen. Als diese merken, dass sie umzingelt sind, zünden sie die Sprengsätze. Nur Halima überlebt. Durch die Explosion verliert sie beide Beine. Einem anderen der Gruppe reißt es den Kopf ab. ....
..Dass sie die ersten Stunden nach der Explosion überlebt, ist ein kleines Wunder.
Mayers packende Reportage in knappen, kurzen Sätzen ist preisverdächtig, oder? Mit weltweitem Kriegselend lässt sich mehr verdienen als mit Flaschen sammelndem Rentnerelend hier im Land. Mayer bedient das Bamberger Publikum ganz im Stil der Grünen Zeit,  "erschuettert.org" eben.


Mayers Elendsbericht aus einem Shithole-Country, Mayers Bericht über Boko Haram Opfer am Tschadsee zeigen die Entwicklung islamistischer Irrer, die uns hier im Land ebenso grausam bedrohen.

Wie Mayer Opfern des islamistischen Irrsinns Stimme und Gewicht verleiht, schwimmt auf der Relotius-Welle preisgekrönter Gutmenschen-Ideologie. Was wichtiger wäre, doch was die Lügen- und Lückenpresse geflissentlich aus ihrem Nachrichtenstrom filtert, um Menschen, die schon länger hier leben, nicht zu beunruhigen, sind die Stimmen von Frauen und Männern, die die islamistische Irrsinnsideologie verstehen und aus diesem Glaubenszwang ausbrechen konnten. Stürzenberger zählt sie auf:
Prominente Aufklärer wie Hamed Abdel-Samad, Imad Karim, Barino Barsoum, Necla Kelek, Laila Mirzo und Schwester Hatune erhalten von solchen Bürgern wie Amir, die von der Basis kommen, eine wichtige Unterstützung bei der Mammutaufgabe, die Bevölkerung umfassend zu informieren
Was Mayer in Ausstellungen und medial wie im Fränkischen Tag vermarktet, klärt nicht auf über die sich ausbreitende islamistische Infizierung sondern fördert eher gutmenschelnde Naivität von Biedermännern für Brandstifter.  

https://youtu.be/wrH7lBXwv2M
Ex-Moslem über Naivität linker Gutmenschen zum Islam 152.578 Aufrufe


Genug Gedanken meiner brotlosen Kunst! Wichtiger für meine Frau und mich ist es, wie es mit Wohnungs-, Renten- und Zahnarztstress weiter geht. Man kratzt sich den Kopf, macht gute Miene zum bösen Spiel, verliert nicht den Humor und fragt sich

Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Sehr schön beobachtet und die Feinheiten des Kulturwandels herausgearbeitet.

Ed Barner hat gesagt…

Danke für die tollen Foto-Berichte die ich immer mit großer Begeisterung und vor allem mit viel Wehmut lese.