26 August 2016

Raus aus Schland - 9. Etappe Polen - Slowakei - Ungarn

Nach vier Nächten in Polen, einer in der Slowakei, locken ungarische Thermalbäder. Nötig nach dem Stress. Angenehm: Wie der Merkel-Mob Schland weiter verschandelt, schlimmstenfalls bis zum Krieg, mir wird das zunehmend gleichgültig. Als rastloser Reise-Rentner juckt mich Politik immer weniger. Politik dient dazu, sich für seine egoistische Interessen in Gruppen von Gleichgesinnten zu vernetzen. Gleichgeschaltete Gesinnungsgenossen gehen mir auf den Geist!


Endlich: Donnerstag, am 25.08. mein erstes Thermalbad in
"SÓSTÓ-GYÓFÜRDÖK" in 4431 NYÍREGYHAZA
nach dem Freibad in Jena vor einem Monat

Doch chronologisch: Nach zwei Nächten fluchtartig raus aus Warschau. Das Camp im strömenden Regen. Pfützen auf dem Rasen. Fraglich, ob die Räder mich aus dem grünen Sumpf schieben. Mit ASR (automatischer Schlupfregelung) Kupplung langsam kommen lassen, Zentimeterweise zurück und KRACH!

Vergessen das Rad auf den Träger zu schnallen. Radständer bricht ab, kein großer Schaden. Dann 290 Kilometer bis nach Tarnow in Südpolen. Das TomTom-Navi bietet eine 20 Kilometer kürzere Strecke als das Garmin. Aber was für eine! Das Schild warnt "16 Kilometer Bodenwellen". Eine Brücke ist wegen Bauarbeiten gesperrt.




Hinter mir zwei polnische Autos. Alle müssen drehen. eine Umleitung suchen. Das TomTom-Navi findet den Weg besser als das Garmin. Das plärrt wie ein Papagei  "bitte wenden" - will mich unbedingt zurück über die gesperrt Brücke bringen. Positiv: Die Landschaft ist wunderschön. Etwas hügelig. Kurven. Dorf an Dorf. Abwechselungsreich, doch ermüdend. Die 20 Kilometer über bessere Straßen wären die kürzere Fahrzeit wert gewesen. Doch der kürzere, zeitlich längere Weg ist schöner. Nach der Umleitung, die das TomTom findet, zurück auf die Straße. Meine Fahrspur ist abgefräst. Steiniger Grund ist geblieben. Also auf die linke Spur ausweichen und bei Gegenverkehr zurück auf den Steinweg. Selten kommt ein Auto entgegen. Auf dem Land leben Menschen langsamer. Die Städte sind lauter, das Land ruhiger. Vor einem der wenigen Supermärkte gibt es genug Parkplätze und Ruhe für den Mittagsschlaf. 290 Kilometer von Warschau bis Tarnow, bald zuviel.


Doch Tarnow stimmt. Das Camp ist ausgeschildert mit der Nummer 202. Halber Preis von Warschau, doppelter Komfort. Noch ein WoMo und ein Radler mit Zelt. WiFi satt. Die Stadt alt und klasse. Backsteinkirchen mit Kupferdächern, von Grünspan gefärbt.



Ein China-Lokal vom Feinsten. Dienstfertig eilt die alte Asiatin mit Tippelschritten heran. Tarnow, die erste erholsame Oase seit Jena. Das Berlin-Camp unter der Einflugschneise von Tegel war zu laut, um schön zu sein.



Das Programm der Friedensfahrer war zu hektisch für mich als Ü68-Rentner. Ternow passt - zumindest am ersten Abend. Die lange Trucker-Tour von Warschau bis Tarnow belohnt mich mit einem oppulenten Abendmahl beim Chinesen: Brokkoli mit Knoblauch, roter Reise, Fisch süß-sauer, Krautsalat. Die Tröge sind zu voll, um alles leer zu essen. Am andern Tag stimmt Tarnow immer noch.



Endlich schmutzige Wäsche waschen, ausruhen und in aller Ruhe durch das sonnige Örtchen radeln.



Im Park gleich am Camp treffen sich jung Verliebte. Alte ruhen aus.



Ruhige Behaglichkeit  - ohne Hektik, ohne viel Verkehr, ohne Touristen.




Gebäude aus dem Mittelalter, schön restauriert, als Museen aktiviert.


Das Holztor ein Geschenk der Ungarn, Erinnerung an irgendeine dieser dauernd und überall und immer wieder stattfindenden Schlachten. Marktleute verkaufen Brezeln und Backwaren für 20 bis 30 Cent. Mütter verköstigen sich und ihre Kleinen.


Der Anblick alter Gemäuer und junger Mädchen bezaubert mich immer wieder.


Viele Menschen nehmen ihren Kult ernst. Manche knieen im Kircheneingang auf dem Boden. Sie könnten auch verschwiegen in Kirchenbänken knieen, doch ihr Kniefall draußen vor der Tür plakatiert ihre Frömmigkeit werbewirksamer. Wer mit Gott Geschäfte macht, denkt an die Nachbarn.


Jesus, Maria oder Mutter mit Kind. Selbst verweigern sich Priester dem Stress von Ehe und der Aufzucht der Brut, aber jede Jesus-Maria-Installation wirbt für Nachwuchs. Verhütungsmittel verdammen und "seiet fruchtbar und mehret Euch!" predigen. Das ist im Koran kaum anders. Jede Glaubensgruppe, jede Ideologie schreit nach Stimmvieh und Kanonenfutter.


Das Museum für "CYGANIE CULTURA HISTORIA". Irgendwie stehen mir Reiseeindrücke bis zum Hals. Noch ist mir alles zu viel, der Kopf zu voll, um mich durch Museen zu schieben. Vielleicht später.


Der Markt macht mich mehr an. Kochen, Wäsche waschen, duschen, radeln, ausruhen. Die übliche Internet-Hetze langweilt mich. Mein Fahrrad bekommt einen neuen Ständer, eine teure Rasier-Emulsion mit "Anti-Aging-Faktor" kaufen - wenn's hilft - das reicht. Der Buchhandel verkauft keine Karte für die benachbarte Slowakei, geschweige denn vom nächsten Land Ungarn. Das reicht nicht. Internet-Recherche, was WiFi hergibt. Später an der Hotel- und auch Camp-Rezeption gibt es die neue Camping-Karte von Polen. Diese Version weist Camps mit Koordinaten auf, nicht mehr nur Straßennamen, die das Navi nicht kennt.


In Tarnow mahnt die Figur an den Stalinismus. Viele Menschen in Länder wie Polen, Tschechien, Litauer, Lettland und Estland erinnern Rußland anders, als sich dies manche Friedensfreunde so fröhlich vorstellen. In Vilnius hat mir dies 2012 das Museum of Genocide Victims gezeigt, in Budapest 2014 das "Haus des Terrors" und Tonnen Tyrannei im Memento Park.



Doch das Gedenken gegen den Einfall der Hitler-Horden kann sich jeder in Schland vorstellen, der sich der grausamen Kriegsgeschichte erinnern kann und will. Dennoch ist bei mir kein Raum mehr für deutsche Schuldkomplexe. Väterchen selig war auch schon in Russland, wurde früh genug nach Paris versetzt, lernte dort Mütterchen kennen. Die Liebe dieser beider Kriegsbekanntenschaften währte ihr Leben lang. Der Ehe verdanken wir Brüder unser Leben. Die Eltern haben sich mit uns alle erdenkliche Mühe gegeben. Das weiß man erst, wenn man selbst ein Kind groß gezogen hat.

Väterchen selig 1943 in Paris vor der Frankreichkarte. Dort diente er als Oberstleutnant, verantwortlich für die Feldpost der Soldaten. Er redete selten, doch manchmal davon, dass er als letzter stehend auf einem Wagen aus Paris abgezogen sei. Doch die feindliche Bevölkerung hat nicht nach ihm geschossen beim Abzug.

Was mich am meisten verwundert, ist ein langsam sich wandelndes Geschichtsverständnis, wie Willy Wimmer dies in bestechener Klarheit und Wahrheit formuliert.


Es haut mich vom Stuhl, von Wimmer zu lesen, was er sagt:

Die Vereinigten Staaten wollen unser ökonomisches Potential und unsere Soldaten für ihre globalen Angriffskriege. Die Briten agieren in Europa sowieso über die City of London, die außerhalb jeder parlamentarischen Kontrolle steht und sie wollten auch für ihre militärischen Operationen die Kommandogewalt über das deutsche Militär. Wenn wir uns unsere Lieblingsnachbarn - die Franzosen - ansehen, so ist es seit einer Reihe von Jahren offenkundig, dass die Französische Republik für ihre moderne Kolonialpolitik in Schwarzafrika, natürlich, deutsche Soldaten haben will und über die Europäische Union die Kontrolle über unser ökonomisches Potential.
Doch mir machen diese klaren, einfachen, schwer gewichtigen, wahren Worte nicht viel Hoffnung bei der Blödheit in Schland! Hier steht Willy Wimmer mit seiner Meinung für eine verschwindend schwache Minderheit gegen die Massenmanipulation mit massiven wirtschaftlichen Interessen. Der militärisch-industrielle Komplex verschafft Hunderttausenden Reichtum in gesicherten Arbeitsplätzen, während Folgekosten wie die Behandlung vom Krieg traumatisierter Soldaten vernachlässigt und verdrängt werden. Was Willy Wimmer sagt, hört sich zwar bestechend klar und wahr an, doch die in wirtschaftlichen Zwängen verstrickten abhängig Beschäftigten haben zum einen kaum Zeit und Energie für diese Fakten und wollen wahrscheinlich wenig wissen von dem, was Jobs und scheinbare Sicherheit bedroht. Also wird Merkel munter weiter zündeln mit ihrer fotogenen Flinten-Uschi, Meinung wie bei Facebook mit den Maas-Männchen und der Amadeu-Stiftung platt machen, da kann Willy Wimmer sagen, was er will....




Denn Fakt ist, dass Willy Wimmer der alternativen Szene mit prophetischer Klarheit einen Wandel der Meinung in zehn, fünfzehn Jahren darlegt, und im Hier-und-Hetz zensieren ganz verspannt Gestalten wie Heiko Maas und machen Massenmeinung, ähnlich übrigens wie eine Andrea in dieser fröhlichen Friedensfahrer-Szene, die mich ebenso gerne zensiert - gerade gegen Menschen, die Klartext schreiben wie einer der letzten Aufrichtigen, Akif Pirincci!
Das zensur-geile Maas-Männchen legt eben Wert auf Qualität, wie seine favorisierte Band so feinsinnig Schland feiert:
Leere, hohle Phrase. Schwarz, rot, gold im Gesicht, Ob jetzt rechts oder links – man nun nerv‘ doch nicht! Wir wollen doch nur feiern und die Party zelebrieren. Besoffen abhitlern, das kann ja mal passieren.

Heute wird geteilt was das Zeug hält Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!
Gib mir ein „like“ gegen Deutschland Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!







Gedanken zur Friedensfahrt



Hier hat ein wahrer Held der Friedensfahrer seinen VW-Lupo-TDI, den ersten Wagen mit Drei-Liter-Verbrauch-auf-100-Kilometer, gut und munter über die Strecke gebracht, noch in einer Werkstatt gewartet und den Zahnriemen gewechselt. Dem Mann meine herzlichen Glückwünsche! Er schreibt bei Facebook:

Mehr Auto braucht man als Alleinreisender nicht, um eben mal mit der sog. Friedensfahrt die Strecke Ffm, Berlin, Riga, Kaliningrad, St.Petersburg nach Moskau via Psow und Tver und zurück über Somlensk, Minsk und Warschau zu cruisen. Hier der 3L-camping-Lupo frisch von der Wartung durch die Grosszschocher ATU mit neuem Zahnriemen und Querlenker sowie Achsvermessen.


Ein triumphaler Einzug in Schland, Berlin, Brandenburger Tor. Für die Massenmedien sind die Burkinis der Kopftuchtanten interessanter. Den schleichenden Rassismus Koran konditionierten Kämpfer feiren Bunt-Blöd-Versiffte als individuelle Selbstverwirklung. Die Träumer werden sich wundern!


Der Einzug der verbliebenen Aufrechten in Berlin muss triumphal gewesen sein. Obgleich die Presse dabei war, haben öffentliche Medien wenig oder nichts von der Friedensfahrt berichtet. Dabei haben sich Medienprofis wie Rainer und Owe alle Mühe gegeben, den Reportern vernünftige Sätze in ihre Mikros zu sprechen.  Frieden ist kein Thema, Krieg macht mehr Kasse.


Anders der russische Kanal wie von Russia Today. Die haben das Event gut ausgeschlachtet und verbreitet.


Mit großer Erleichterung feiern die Russland-Heimkehrer gemeinsam in Berlin.



Bewegende Bilder der Russland-Heimkehrer. Das ZDF stellt Reporter an die Straße, sendet aber nichts. Anders Russia Today: Dort kommt ein Bericht nach dem andern über die Friedensfahrt. Owe Schattauer schimpft per Video-Botschaft über seine GEZ-Zwangsabgabe für quasi staatliche gelenkte Propaganda Kanäle. Aber das ist wieder Politik, die mich nicht länger aufregen sollte!


Aber wenn man sich denn doch kurz der größten Demos gegen den Irak-Krieg 2003 erinnert, dann weiß man 2016, was den herrschenden Eliten die Meinung der Menschen wert waren, sind und weiterhin bleiben: Nichts, nada, nothing, rien!


Rastlos reisender Rentner



Allein das zweite Abendmahl in Tarnow wäre ein Grund gewesen, noch ein paar Tage dort abzuhängen. Eine überaus köstlich gebratene Forelle, reich mit grünem Kraut gefüllt, dazu gekühltes Pilsener Urquell  - alles für keine 10 Euro, gerade mal 40 Zloty. Doch meine Sehnsucht zu ungarischen Thermalbädern zieht mich weiter, etwa 200 Kilometer weiter in die Slowakei. Das Camp ist schon mit Koordinaten rausgesucht, es liegt bei Kosice.


Die Fahrt durch das südpolnische Grenzland zur Slowakei ist zauberhaft. Es geht kurvig über Berg und Tal, manchmal auf 500 Meter Normalnull über Serpentinen, die der Kochelbergstraße zum Walchensee in nichts nachstehen. Als besonderes Schmankerl tankt meine Gasflasche mit dem passenden Adapter 14,31 Liter zum Kochen, Kühlen und Heizen. Das Gas kostet 27 Zloty, etwa sieben Euro. So ist wieder mal ein Reisemonat rum und kein Ende abzusehen.


Eines der letzten Dörfer in Südpolen. Man fährt vom Hügel runter und erblickt die Backsteinkirche.

Die 200 Kilometer sind aber auch nicht einfach auf der linken Backe abzureißen. Eine Mittagspause mit dem wohl Hundersten Tomatensalat mit Käse und Zwiebeln am großen Parkplatz vor der nächsten Kirche. Eine Fahrschule übt Einparken an roten Plastikhüten.

Als besonderen Luxus steht die Sat-Antenne auf Empfang, um mir Nachrichten und Unterhaltung zu liefern.


Gegenüber wachen zwei Hunde über das Holz und die Bewohner im Haus. Meinen Gang, um das Foto von meinem Mittagsrastplatz zu schießen, begleiteten die beiden Köter mit wütendem Gebell. Die junge Dame des Hauses stürzt heraus, schnappt sich einen armdicken Holzscheit und zieht drohend los in meine Richtung. So geht es zur nächsten Grenze.


In der Slowakei geht es flotter voran. Man darf sich nicht verwirren lassen vom ähnlichen Klang Slowakei und Slowenien. Slowenien liegt ein Stück weiter westlich und grenzt an Österreich.


Slowenien, Quelle Wiki
Mein Weg geht von Polen durch die Slowakei zum Camp in Kosice.


Südlich in der Slowakei, nahe bei der Ukraine, liegt die Stadt Kosice. Wenn die Fahrt gut und geregelt weiter geht, ist morgen, in meiner fünften Nacht ohne meinen Moskau-Begleiter, das erste ungarische Thermalbad nach 150 Kilometer erreicht.


Eine Station vor Debrecen liegt Sostogyorgyfürdo. Von den Badefreuden dort berichten schon YouTube-Filmchen. Ungarn ist das Highlight für das Ausklingen meiner jährlichen Reisesaison bis tief in den späten Herbst.



Das Camp in Kosice ist ein schmuddeliges Durchreiselager. In den Hütten ringsherum haust Halbwelt. Die Sanitäranlagen sind katastrophal, die Duschen kalt. Draußen dröhnen Autos über mehrspurige Straßen. Nach dreimal umparken, empfängt die SAT-Antenne. Die Reise geht durch das Internet weiter bei erholsamer Ruhe im Wagen.


Dieser Riß in der Heckscheibe bleibt als weitere gute Erinnerung an meinen lieben Reisekameraden. Er sollte mich in Veliky Novogorod rückwärts bis an die Hecke einweisen. Vermutlich fehlt ihm die Vorstellung, dass Wohnmobile in etwa so stabil sind wie Jogurth-Becher. Der Scheibe in seinem Smart hätte der Ast sicher nicht geschadet. Da das Auto seit 2010 nun schon 143000 Kilometer über Monate meine Heimat ist, sind mir alle Ecken, Kanten und Macken wohl bekannt. Der Riß ist neu, von mir aber erst in Warschau erkannt.

Allerdings stellt sich mein guter Reisekamerad vor, dass er mit seinem Wunsch mich zu begleiten, das Recht erhalten hätte, mit WoMo-Taxi von München und zurück befördert zu werden. Soe verargt er mir seine Flugkosten von München nach Berlin und Warschau zurück nach München, weil meine Reise früher begann und später endet. Dass mein guter Kamerad in meinem Auto seine Schmutzwäsche, Schlafsack, Iso-Matte, Ohrstöpsel und seine Smarties frei Haus heim geliefert bekomme, ist für ihn eine weitere Selbstverständlichkeit. Aber dass er mir zusätzlich zu seinen Kosten, welche er erst mit seiner nächsten Kreditkartenabrechnung nachweisen kann, noch 300 Euro für 14 Tage Unterkunft wie Beförderung von Berlin-Moskau-Warschau zahlen soll, dass kann sich der gute Mann nicht vorstellen, weil er meint, 200 Euro wären genug für seinen Chauffeur. 


Wenige Kilometer hinter Kosice kommt die ungarische Grenze. Autobahngebühren in der Slowakei gespart, dafür mehr vom Land gesehen. Ein Monat in Ungarn zu fahren, kostet 36 Euro.


Sonnenblumenfelder soweit das Auge reicht. Langsam geht es in das wundervolle Weinland in das Städtchen Tokai, wo der berühmte Tokaier angebaut wird.


Die typischen ungarischen Dörfchen sind von kleinen Häuschen zu beiden Seiten der Straße umsäumt. Hier steht rechts eine Markthalle, in der aber erst ein paar Kleiderhändler ihre Waren ausgebreitet haben.


Selbst die Dorfkirche ist nicht bedeutend größer als mein Auto. Doch ihr Schatten schützt das Fahrzeug vor der gleißenden Morgensonne. Es sind zwar nur 100 Kilometer Strecke heute, doch die Straßen sind eng, die Dorfdurchfahrten halten auf.


Sonnenblumenfelder bis an den Dorfrand, sanft wellen sich die Hügel im Hintergrund. Keine Merkel mit Hofschranzen und ihren verblödeten Bunt-Wählern mit "Wir-schaffen-das"-Glaubenssätzchen! Ungarn ist einfach entspannter!


Die Wächter am Fluß ziehen mich in eine Seitenstraße. Davor gab es eine Vinothek wie zuletzt in Sizilien. Das zwingt mich geradezu umzudrehen.


Der Schotterparkplatz ist zu schief, dass der Absorber-Kühlschrank noch korrekt kühlt, wenn das Fahrzeug so schräg steht. Es gibt viel zu beachten im Wohnmobil mit Gaskühlschrank!


Für mich ist es nicht gut, zu lange allein auf der Straße zu leben. Dann macht mich die Verkäuferin in der Vinothek mit ihren Tricks so nervös, dass mein Überblick mehr und mehr schwindet. Am Ende ist eine Kiste mit edlen Weinen gehobener Preisklasse im Wagen verstaut, die mir über den Winter helfen. Die Dame könnte sich beim Heben des Pappkartons vom Boden ja knien, aber dass sie sich in ihrem kurzen Röckchen bückt, ist schwer zu ertragen.


Nächstes Mal, wenn meine Frau mitkommt, will sie uns den Weinkeller zeigen, der wohl irgendwo im Felshügel angelegt ist. Allein mit der Dame im Keller wäre ja auch zu schön!


Schon hält mich die nächste Attraktion am Wegrand auf. Man muss genau auf die Spitze der Tanne blicken, dann sieht man es.


Von Nyiregyhaza nach Zadar in Kroatien ans Meer sind es über 1000 Kilometer. Das reizt mich derzeit nicht. Jetzt liegen schon 5.000 Kilometer in nur einem Monat hinter mir. Ein paar Thermalbäder müssen mich jetzt erst wieder zur Ruhe bringen.


Zu lange im Sattel, zu lange hinter dem Steuer - da verliert man seine Sicherheit und den Überblick. Wenn die Lust zum Fahren steigt, geht es weiter.


Neben Pferden, guten Weinen, köstlichen Fischgerichten, zahlreichen Thermalbädern gefallen mir in Ungarn Kutschen. Dieses Prachtstück glänzt durch Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Meine Hinterradbremsen quitschen wieder wie 2013 in Portugal. Damals mussten sie dort gewechselt werden, als sie sich rauchend fest gefressen hatten.


Das ist mein erstes Camp in Ungarn mit dem Badesee. Nur ist von der Camp-Seite das Baden verboten. Dazu muss man auf die andere Seite durch die Kasse. Daneben liegt das Thermalbad, das auch schon saftige Preise einfährt - bald 10 Euro, ab dem 62. Jahr reichen acht Euro. Erstmal reicht mir der Abendtarif von 18.30 bis 20.00 Uhr für 1000 Forint. Einheimische zahlen weniger.


Die Dame auf dem Sockel trägt das Badewasser auf dem Kopf. Wasser tut gut.




Abendstimmung im ersten ungarischen Thermal-Bad mit dem unaussprechlichen Namen ".SÓSTÓ-GYÓFÜRDÖK" in 4431 NYÍREGYHAZA.

Doch mit Muße, Zeit und Ruhe lässt sich klarer auf Schland und auch auf die derzeitige Diskussion zur Badebekleidung der Damen blicken. Hier in Ungarn wird es wohl keine Dame wagen, mit muslimischem Burkini und ihrem Koran konditionierten Rassismus zu missionieren. In Schland wie in Frankreich faseln "Freiheitsfreunde" darüber mit Schaum-vorm-Maul. Die links-grün-versiffte Volksfront empfindet feindliche Angriffe auf die "persönliche Freiheit der Frau", wer ihren Verschleierungskittel im öffentlichen Raum nicht akzeptiert. Sollte sich unter den verhüllten Formen mittels einer automatischen Waffe demnächst mal als bedauernswerter Einzelfall eine Massenselbstmörderin ein blutiges Denkmal setzen, so darf ja niemand wegen einer fehlgeleiteten, psychisch Kranken den individuellen Freiheitsanspruch der Frauen im allgemeinen und der missionarischen Muslime im besondern sowie ihren "Rechtsanspruch" auf Ganzkörper-Kondom in Frage stellen. Pirincci beschreibt besser, was mir in Schland stinkt.


Was meine Frau aus Schland berichtet, lässt mir die Haare zu Berge stehen! In dies zunehmend wahnsinniger werdende Schland 

zu fahren, fällt mir schwer.




1 comment:

Labedudel said...

Schade, dass Du keine Lust hattest in Richtung Zadar zu reisen. Die Strecke über Karlovac, vorbei an den Plitwitzer Seen durch eine wild-romantische Hochebene mit dem Silbersee und anderen Winnetou und Old Shatterhand-Drehorten, ist wunderschön. Hier täuschen einen die Sinne und machen einem Glauben, man hätte eine Zeitreise gemacht. Schöne Erinnerungen an etwas friedfertigere Zeiten.
Na dann beim nächsten Mal ;-)
Gute Heimfahrt!