Genug ist genug! Mein Bruder und meine Freunde sind schon seit Wochen in Marokko. In München kommt langsam der Frühling. Nun ist mein Auto auch wieder gepackt. Nichts hält mich mehr im Land. Garmisch, Gardasee, Sonne und Süden. Keine Zeit und keine Lust mehr, mich mit der Politik des Blödsinns, der blödsinnigen Politik zu beschäftigen. Genug ist genug!
Die Medien leiten die Menschen in Tun, Lassen, Sinn und Glauben. Mehr und mehr Menschen sind diese Leitung leid. Eine alternative Öffentlichkeit in sozialen Netzwerken gewinnt an Zulauf. Vom digitalen Protest in alternativen Medien verlagert sich der Protest auf die Straße - mit Häme überkübelt von den Leitmedien. Der Zensor in den Foren der Leitmedien bestimmt, was darf und was nicht. Herr Augstein dankt langsam ab. Dafür Dank an Herr Zuckerberg, dass die Zensur bei Facebook noch nicht alternative Meinung abschneidet. Blogs berichten besser! Medien machen minus. Entlassene Redakteure stehen an - beim Arbeitsamt, beantragen Hartz-IV. Dort lautet das erniedrigende, ernüchternde Motto: "Mach dich mal nackig", finanziell gesehen. Wer einst auf Pressefressen gefeiert und geschlemmt hat, fällt tief.

Mich soll das in den kommenden Wochen weit weniger beschäftigen als zuvor. Sehnsucht zieht mich gen Süden. Zwar sind die meisten Campingplätze in Bella Italia noch geschlossen. Doch es sollten sich schon einige warme, lauschige Plätzchen finden lassen. Meine Wintermonate 2012 und 2014 als Wirtschaftsflüchtling in preiswerte Dritt-Welt-Land Marokko haben mir gereicht. Italien reicht auch weit in den Süden.
Das "Blaue Wunder" von meinem Freund Klaus hat diesen Winter schon zweimal in Marokko schwer in der Patsche gesteckt. Doch bei den niedrigen Löhnen in Marokko gönnt man sich gern neuen Lack plus Entrostung - für keine 1000 Euro.
Aus Palmenholz schnitzen findige marokkanische Kleinkünstler die Autos der Touristen. Gisi, die Frau von Weltenbummler Klaus, memoriert mit spitzer Feder die abenteuerlichen Reisen ihres Mannes durch die schlammig-sandige Wüstenwelt. Sehr lustig und lesenswert!
http://www.unterwegsmitfeathers.blogspot.de/
Gisi und Klaus: Klaus hat sich in den Wintermonaten in Marokko einen Bart wachsen lassen. Er blickt auf dem Bild mit der verständnissvollen Trauer dessen, der lange in der Wüste weilte. Der Smalltalk am Tisch scheint ihn in dem Augenblick ermüdet zu haben.
Wer sich, wie mein Bruder mit einem 30 Jahre alten Hymer-Daimler-Diesel aus dem Ruhrgebiet bis in den Dreieinhalbtausend Kilometer entfernten Antiatlas nach Tafraout vorkämpft, hat keinen Nerv für US- oder sonstige Politik. Wozu auch? Was ändert es? Man freut sich daheim wie auf Reisen, wenn keine Schüsse knallen, keine Bomben fallen, Menschen mal nicht einander ermorden.
Der Große Bruder jenseits des Atlantiks sorgt schon für unsere Sicherheit. Oder etwa nicht?
Wofür sonst lagern US-Massenvernichtungswaffen in deutschen Bunkersilos? Für den Frieden - todsicher! Den strahlenden Frieden.
Jürgen Todenhöfer (JT) verhandelt als Friedensbotschafter seit Jahrzehnten selbst mit den Feinden, welche unsere Freunde mit Drohnen- oder Bombenangriffe zu töten versuchen. Doch diese Mordeinsätze sind zum Einen weit, weit weg, zum anderen trifft es uns nicht. Oder?
Mit idealistischem Einsatz unterstützt Todenhöfer die Position, Saudi-Arabien keine Waffen made in Germany mehr zu verkaufen.
Meine Meinung:
Es gibt zwischen Idealisten und Realisten einen gravierenden Unterschied: Idealisten versuchen ihre Ideen wirtschaftlich zu nutzen, Realisten vermarkten Materie. Diktatoren rohstoffreicher Länder tauschen recht real Rohstoffe gegen Güter, die sie brauchen. Diktatoren stützen ihre Macht auf Polizei und Armee. Polizei und Armee unterdrücken Menschen mit Waffen wie mit elektronischer Überwachung. Wer Rüstungs- und Unterdrückungsgüter liefert, ist Diktatoren gleichgültig. Der Markt ist frei, die Menschen sind es nicht. Wer wie Todenhöfer seine Idee marktfähig in Büchern, Talkshows und gestützt auf Anhänger vertritt, kann davon leben, reisen, Einfluss gewinnen. Ideen wie von Todenhöfer stehen ständig im Widerspruch zur krimineller Wirklichkeit, der Realität von Waffenproduzenten, Waffenschiebern, Waffenhändlern. Wer von Diktatoren keine Rohstoffe kaufen will, über die eine Industrienation wie Deutschland nicht selbst in ausreichendem Umfang verfügt, der muss darauf abzielen, den eigenen Lebensstandard zu reduzieren. Das werden die meisten Realisten allerdings für eine schlechte Idee halten.
Ohnehin ist Widerstand gegen verbrecherische Verhältnisse zwecklos. Recht, Ordnung und Ruhe sind die erste Bürgerpflicht. Strafe, wem Strafe gebührt!

Wer alleine reist, begnügt sich oft mit drei Worten am Tag. Das Gute dabei: Man sieht auf die Straße, verschmilzt mit der Landschaft, kümmert sich fast nurmehr um Essen, Schlafen, Waschen, Ent- und Versorgung. Da bleibt wenig Zeit, sich um die Gesellschaft Gedanken zu machen. Selbst wenn Tausende protestieren, ändert sich nichts. Als Tausende gegen den Einmarsch der Allierten in den Irak auf die Straße gingen, sind allierte Soldaten dennoch über den Irak hergefallen. Aber das waren nun genug ernste Gedanken - für's Erste.
Volker Pispers: Russland hat noch nie den Westen angegriffen (2015)
Was Volker Pispers uns zu sagen hat, ist schlicht und einfach Wahrheit für mich. Wie einige in der Medienmeute aufheulen, "Pispers russische Propaganda" abwerten, da fühlen sich Maulhuren auf den Schlips getreten.
Noch kommen ein paar gesammelte Schnipsel aus meiner digitalen Welt, abseits des Mainstream, gegen die Leitmedien, die immer mehr Menschen leid sind. SPON zeigt die Show der einbrechenden Umsätze, ein gravierender Verlust an Einfluss. Wen wundert das? Mich nicht. Wer hier liest, wird ein klammheimliches Grinsen kaum unterdrücken.
Die Medien leiten die Menschen in Tun, Lassen, Sinn und Glauben. Mehr und mehr Menschen sind diese Leitung leid. Eine alternative Öffentlichkeit in sozialen Netzwerken gewinnt an Zulauf. Vom digitalen Protest in alternativen Medien verlagert sich der Protest auf die Straße - mit Häme überkübelt von den Leitmedien. Der Zensor in den Foren der Leitmedien bestimmt, was darf und was nicht. Herr Augstein dankt langsam ab. Dafür Dank an Herr Zuckerberg, dass die Zensur bei Facebook noch nicht alternative Meinung abschneidet. Blogs berichten besser! Medien machen minus. Entlassene Redakteure stehen an - beim Arbeitsamt, beantragen Hartz-IV. Dort lautet das erniedrigende, ernüchternde Motto: "Mach dich mal nackig", finanziell gesehen. Wer einst auf Pressefressen gefeiert und geschlemmt hat, fällt tief.

Mich soll das in den kommenden Wochen weit weniger beschäftigen als zuvor. Sehnsucht zieht mich gen Süden. Zwar sind die meisten Campingplätze in Bella Italia noch geschlossen. Doch es sollten sich schon einige warme, lauschige Plätzchen finden lassen. Meine Wintermonate 2012 und 2014 als Wirtschaftsflüchtling in preiswerte Dritt-Welt-Land Marokko haben mir gereicht. Italien reicht auch weit in den Süden.
Das "Blaue Wunder" von meinem Freund Klaus hat diesen Winter schon zweimal in Marokko schwer in der Patsche gesteckt. Doch bei den niedrigen Löhnen in Marokko gönnt man sich gern neuen Lack plus Entrostung - für keine 1000 Euro.
Aus Palmenholz schnitzen findige marokkanische Kleinkünstler die Autos der Touristen. Gisi, die Frau von Weltenbummler Klaus, memoriert mit spitzer Feder die abenteuerlichen Reisen ihres Mannes durch die schlammig-sandige Wüstenwelt. Sehr lustig und lesenswert!
http://www.unterwegsmitfeathers.blogspot.de/
Gisi und Klaus: Klaus hat sich in den Wintermonaten in Marokko einen Bart wachsen lassen. Er blickt auf dem Bild mit der verständnissvollen Trauer dessen, der lange in der Wüste weilte. Der Smalltalk am Tisch scheint ihn in dem Augenblick ermüdet zu haben.
Wer sich, wie mein Bruder mit einem 30 Jahre alten Hymer-Daimler-Diesel aus dem Ruhrgebiet bis in den Dreieinhalbtausend Kilometer entfernten Antiatlas nach Tafraout vorkämpft, hat keinen Nerv für US- oder sonstige Politik. Wozu auch? Was ändert es? Man freut sich daheim wie auf Reisen, wenn keine Schüsse knallen, keine Bomben fallen, Menschen mal nicht einander ermorden.
Und vor allem: Man will seine Ruhe und hat ein Recht darauf!
Schließlich hat man sich seine Rente redlich verdient, hat sich in Beruf und Beziehung genug aufgerieben. Die Welt ist schön. Zumindest die eigene Welt soll schön sein und bleiben. Sorgen sind so sinnlos!
Der Große Bruder jenseits des Atlantiks sorgt schon für unsere Sicherheit. Oder etwa nicht?
Jürgen Todenhöfer (JT) verhandelt als Friedensbotschafter seit Jahrzehnten selbst mit den Feinden, welche unsere Freunde mit Drohnen- oder Bombenangriffe zu töten versuchen. Doch diese Mordeinsätze sind zum Einen weit, weit weg, zum anderen trifft es uns nicht. Oder?
Mit idealistischem Einsatz unterstützt Todenhöfer die Position, Saudi-Arabien keine Waffen made in Germany mehr zu verkaufen.
Meine Meinung:
Es gibt zwischen Idealisten und Realisten einen gravierenden Unterschied: Idealisten versuchen ihre Ideen wirtschaftlich zu nutzen, Realisten vermarkten Materie. Diktatoren rohstoffreicher Länder tauschen recht real Rohstoffe gegen Güter, die sie brauchen. Diktatoren stützen ihre Macht auf Polizei und Armee. Polizei und Armee unterdrücken Menschen mit Waffen wie mit elektronischer Überwachung. Wer Rüstungs- und Unterdrückungsgüter liefert, ist Diktatoren gleichgültig. Der Markt ist frei, die Menschen sind es nicht. Wer wie Todenhöfer seine Idee marktfähig in Büchern, Talkshows und gestützt auf Anhänger vertritt, kann davon leben, reisen, Einfluss gewinnen. Ideen wie von Todenhöfer stehen ständig im Widerspruch zur krimineller Wirklichkeit, der Realität von Waffenproduzenten, Waffenschiebern, Waffenhändlern. Wer von Diktatoren keine Rohstoffe kaufen will, über die eine Industrienation wie Deutschland nicht selbst in ausreichendem Umfang verfügt, der muss darauf abzielen, den eigenen Lebensstandard zu reduzieren. Das werden die meisten Realisten allerdings für eine schlechte Idee halten.
Immer wieder will man sich doch daran erinnern, wie schön schiedlich, wie fröhlich friedlich die Menschen miteinander gemeinsam durch das lustige Leben reisen. So soll meinem Bruder, der mit seinem historischen 30 Jahre alten Hymer durch Marokko dieselt, doch nicht das Lachen im Halse stecken bleiben, wenn er betroffen von galliger Bitternis bei manchen meiner Beschreibungen erschrickt. Leben ist lustig, wie wir es uns machen.
Und überhaupt:
Ohnehin ist Widerstand gegen verbrecherische Verhältnisse zwecklos. Recht, Ordnung und Ruhe sind die erste Bürgerpflicht. Strafe, wem Strafe gebührt!
Was soll man noch reden? Am besten ist Schweigen!

Wer alleine reist, begnügt sich oft mit drei Worten am Tag. Das Gute dabei: Man sieht auf die Straße, verschmilzt mit der Landschaft, kümmert sich fast nurmehr um Essen, Schlafen, Waschen, Ent- und Versorgung. Da bleibt wenig Zeit, sich um die Gesellschaft Gedanken zu machen. Selbst wenn Tausende protestieren, ändert sich nichts. Als Tausende gegen den Einmarsch der Allierten in den Irak auf die Straße gingen, sind allierte Soldaten dennoch über den Irak hergefallen. Aber das waren nun genug ernste Gedanken - für's Erste.

















































