15 Mai 2018

Göreme-Kappadokien: Türkei baut auf, Deutschland baut ab.

Nach Übernachtungen in Beysehir und Sultanhansi waren 500 Kilometer vom Mittelmeer in die Felsenstadt Göreme geschafft. Kappadokien krönt als Ruhepol und Scheitelpunkt die Reise. Als Apo-Opa ist mir klar: Demos und Schriften gegen den Vietnam-Krieg haben ihn nicht beendet. Wenn das Volk nicht gegen Invasoren kämpft, wird es morgen schlechter als gestern, als es besser war als heute. Das Volk aber ruht bei Brot und Spielen. 



Nach den beiden schlafarmen Nächten in Beysehir und Sultanin haben mehr als 500 Kilometer meine Leistungsfähigkeit überfordert. Am Weg zelteten arme Menschen unter Plastikplanen in der endlosen Steppe. Ihr Clan reist in klapprigen Kastenwagen. Dabei ist nicht zu übersehen, mit welchen gewaltigen Kraftanstrengungen wie der Lastwagenproduktion von Mercedes-Benz die Türkei aufsteigt.


Zwar sieht man gelegentlich noch Schwerlastwagen, deren Reifen bis auf ein Drahtgeflecht abgefahren sind, doch nahezu alle Fahrzeuge rollen auf Gummireifen.


Gelegentlich ziehen klappernde Pferdehufe noch ein Gefährt auf Holzspeichenrädern durch die Straße der Teppich- und Souvenirhändler, doch das ist Folklore wie in Wien oder anderen touristischen Highlights der Bespaßung verwöhnter und lauffauler Kunden geschuldet.


Wenn noch einige europäische Autofabriken ihre abgeschriebenen Produktionslinien und - maschinen abbauen und in Anatolien wieder zusammensetzen, steht bei dem sprichwörtlichen Fleiß und Arbeitseinsatz junger Türken dem wirtschaftlichen Aufschwung und dem ersten konkurrenzlos günstigen Auto aus türkischer Produktion nichts mehr im Wege.


Doch schon hat türkisch-asiatische Ingenieurskunst das Vollholzrad über das Holzspeichenrad zum nahezu unkaputtbaren Eisenspeichenrad weiter entwickelt. Dazu haben Kenner die Lauffläche mit Gummistücken versehen, um harte Stöße auf Feld- und Steinwegen zu mildern. Mit genialen Blattfedern versehen, dürfte dieser Karren fast so über Anatoliens Wege gleiten wie ein Heißluftballon durch die Lüfte.



Wer sich aber lieber als sprichwörtlich "Fauler Hund" auf den Rücken legt und Vater Sozialstaat einen guten Mann sein lassen will, der zieht nach Berlin, Dortmund, Köln oder Gelsenkirchen, wo er auf nichts mehr verzichten muss, nicht mal auf einen ebenfalls vom Sozialstaat gesponserten Friedensrichter, der kleinere Streitigkeiten wie einen nachbarschaftlichen Mord zur Erhaltung der Familienehre schlichtet, er muss nicht auf den von der DITIB gesponserten Imman verzichten, der alle halbe Jahr in seine türkische Heimat zur Überprüfung seiner eingehaltenen Richtlinienkompetenz zurück beordert wird. Kein heimatverbundener Türke muss auf auf die über Satelliten 7/24 ausgestrahlten heimatlichen Sendungen verzichten, um kulturell und ideologisch Erdogan bei der Stange zu bleiben. Kein tapferer Türke soll und darf dem aggressiven Assimilationsdruck wie durch die Verführung sitten- und zuchtloser Schlampen mit Miniröckchen und offen lockigem Haarschmuck erliegen, sondern jeder Koran brave Mann bleibe bei der von Altvätern vorgegebenen leitkulturellen Linie.

Uns gibt es nur mit Kopftuch!.



Der liebe Leser darf sich vom Autor nicht verschaukelt fühlen, der ihm gleich Seifenblasen mit schauerlichen Stories den Ballon aufblasen will, der ihm eine Wirklichkeit beschreiben will, die einer überhitzten, anatolischen Fantasie entstehen, nein die Türkei hebt ab und auf zum großen Sprung nach vorn.



Der flehentliche Blick bringt der Kleinen Schwarzen kein Fressen. Der türkische Sprung nach vorn gleicht dem eines jungen Wolfes über einen schlapp ergrauten Vertreter der spießigen Köterrasse, dessen Enkeltöchter allenfalls noch zur Befruchtung und zum Austragen prächtiger Kopftuchmädchen reichen, zu sonst nichts mehr - außer vielleicht noch zum Abrechnungsbetrug bei der Altersheimversorgung.



Die alte Türkei, die mir noch von meiner Reise 1976 in Erinnerung ist, als abgewrackte US-Straßenkreuzer auf maroden Straßen in Istanbul klapperten, war einmal. Heute pimpen Jungtürken ihre BMWs, Daimlers auf, lassen Golfs im Sonnenlicht schillern und nur wenige arme Markthändler und Bauern fahren Autos, Trecker oder Lastenräder, deren Bremsen hoffentlich packen.


Hat Großväterchen lang genug in den Kölner Fordwerken Autos zusammengeschraubt, dann kann er mit seinem Traumwagen als Lohn der Plage heim nach Anatolien chauffieren. Hier rosten Autos weniger, so dass er sein altes Schätzchen Kindern und Enkelkindern vererben kann, wenn die das alte Eisen wollen.





Nach der zweiten Nacht im Panorama-Camp von Göreme, der ersten Dusche nach drei Nächten, nach 500 Kilometern und einem langen Marsch durch die Einsamkeit, sind meine Lebensgeister wieder erwacht. Zuvor sah es so übel aus, dass mich die Reiselust verließ.


Es störten mich....


 Es stören Toiletten, deren schwache Wasserspülung keine Scheißwurst abspült. Es stört mich ein Schild im Teehaus, welches vor Flöhen warnt.




 Es stört mich, wenn bei meinem Tee alte Männer sich mit meinem Tischnachbarn unterhalten, ungeschützt ihre Bakterien über mich husten. Es stört mich, wenn im Baustellenbereich die Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt wird, der Mittelstreifen durch Begrenzungspfosten den Spurwechsel verhindern soll, dann dennoch schwere Kastenwagen zwischen den Pfosten auf die Gegenspur wechseln, um zu überholen. Es stört mich, wenn im Stadtbereich ein 20-Tonner mein Gefährt mit knappstem Seitenabstand überholt, obgleich mit 70 km/h meine Geschwindigkeit schon 20 km/h über der Vorschrift liegt. Zerdepperte Glasflaschen am Badestrand stören mich. Wenn zu viel stört, wächst meine Sehnsucht nach Spießers Lala-Land, nach vorgeblichem Frieden und falschen Freuden, die mich nach einer Woche dort dann auch wieder stören.




Man kann Spießern in Lala-Land nicht einmal vorwerfen, dass sie sich in ihrer Idylle von nichts und niemanden beunruhigen lassen wollen. Erst wenn der Pöbel bunte Blümchen aus dem Garten reißt, wird der Spießer zum Tier, soweit Kraft und Saft noch reichen.

https://www.youtube.com/watch?v=t7SNp6q4VVc

Thilo Sarrazin: Rede auf dem Neuen Hambacher Fest (05.05.2018) 
43 Minuten 36 Sekunden

Die Aufmerksamkeit und geistige Auffassungsgabe des deutsch-dummen Spießers reicht sicherlich für wenige Minuten von Millionenfach geklickten Spaßvögeln, die mit körperlicher Artistik, manchmal sogar verbunden mit ein paar Takten Computer generierter rhythmischer Klänge irgendwelche nichtssagenden Laute darbieten und auf YouTube veröffentlichen. Die Aufmerksamkeit und geistige Auffassungsgabe des deutsch-dummen Spießers reicht sicherlich dafür, in öffentlicher geistiger Verarmung einem mittlerweile an AIDS erkranktem Travestiekünstler wie Conchita Wurst im Eurovision Song Contest in Kopenhagen 2014 mit Siegerlorbeer zu küren, die Aufmerksamkeit und geistige Auffassungsgabe des deutsch-dummen Spießers reicht sicherlich, mitreißenden Sportschauspielen Millionen schwerer Ballathleten zu folgen, die Aufmerksamkeit und geistige Auffassungsgabe des deutsch-dummen Spießers reicht sicherlich, mit der 15. Staffel von RTL "Deutschland sucht den Superstar" zu fiebern, doch die Aufmerksamkeit und geistige Auffassungsgabe des deutsch-dummen Spießers reicht nicht, um dreiviertel Stunden dem Vortrag von Thilo Sarrazin zu folgen. Dessen Gedanken soll der deutsch-dumme Spießer auch nicht folgen, weswegen ihm Systemmedien, Kultur, Klerus mental mit Junkfood zu müllen mit dem berechenbaren und gewünschten Resultat der Wahlergebnisse. Die Wahlergebnisse sind die Spitze des Eisbergs. Weit unter der Wahrnehmung des beschränkten Wählers finanzieren bürgerlich sich gebende Grinsegesichter  links-faschistische Antifa-Truppen, die alles, was nicht in die Deutschland hassende idiotische Ideologie von global-humanitärer Hilfsverpflichtung passt, nieder schreien, angreifen, Autos und Wohnungen demolieren, vor Gewalt gegen Gegner nicht zurück schrecken.

Während links-grün-rote ideologische Idiotie Denkmäler von Trümmerfrauen schändet, gedenken die Türken ihrer ruhmreichen Jahrhunderte, in denen Osmanische Sultane die Welt beherrschten - ihre Welt. Dass ihre Nachfahren diese glorreiche Tradition fortsetzen, stört deutsche Schlafschafe weniger als schlechte Nachrichten in Spießers Lala-Land bei vorgeblichem Frieden und falschen Freuden. Blödelbarden sahnen Preise ab, politisches Kabarett prostituiert sich ebenso wie mediale Mietmaulhuren der Lügenpresse. Soll das pfäffische Gesindel doch ihre leeren Kirchen an die DITIB verhökern, statt Glocken Druckkammerlautsprecher auf die Türme, statt Kreuzen Halbmonde montieren  Fünfmal Muezzin täglich hypnotisiert zum wahren Glauben..



Der Reisende vom Westen duckt sich unter dem Schwert, dass der Krieger aus dem Osten gegen den Ankommenden warnend erhebt.



Die junge Türkin zickt weniger rum als eine feministische Furie aus Berlin, bleibt brutbereit und mehrt die Macht der Koran konditionierten Köpfe. Genug davon!

Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe


Meine überspannten Nerven brauchen Ruhe, Ruhe, Ruhe. Bei der Einfahrt nach Göreme fällt meine Wahl auf den ersten Platz, das Panorma-Camp. Der Blick von der obersten Terrasse ist mir weniger wichtig als der Blick in die Internet-Welt, die wie pi-news.net oder Wiki hier nur per "Virtual Private Network" erreichbar ist. Erstklassige Staatsmänner wie Putin, Trump und Erdogan tun was für ihr Land, ihre Leute, solange sie wie Menschen in Spießers Lala-Land im gleichen Tritt und Schritt marschieren, mit marschieren.




Auf den Pool im Camp kann man bei Nachttemperaturen von acht Grad Celsius verzichten. Zum Glück gibt es eine warme Dusche, die meine Lebensgeister wie der erste erholsame Schlaf wieder weckt.

Buntschland kackt ab!

Gibt es mehr Ruhe und gutes WiFi beschäftigen mich wieder Nachrichten aus Deutschland. Ein Freund sammelt fünf, sechs Mal in der Woche Meldungen, die er unter dem Titel "Wie bescheuert kann Deutschland werden?" verschickt. Die Spießer wollen davon nichts wissen. Soll mein Blog diese Kopf kranke  Klientel bespaßen? Dies Publikum vergnügt sich besser bei Helge Schneider, bei den Übertragungen von Fußballspielen oder dem Telemüll für Blöde bei Rammeln, Töten, Lallen: RTL! Politik? Braucht der Pöbel nicht, Brot, Bier und Spiele reichen. Das Land ist reif zur Übernahme, auch wenn gelegentlich etwas Licht ins Dunkle dämmert.


Na und? Jetzt kann die SPD noch auf die "Islam-Integrationsbeauftragte" verzichten. Doch mit steigendem prozentualen Anteil nachwachsender und "eingemeindeter" Islamisten steigt die Verpflichtung, diese Koran-Klientel zu bedienen. Menschen, die "schon länger hier leben", werden sich an Moscheen, an Gebetsaufrufe gewöhnen müssen. Jetzt rocken noch Real-Islam-Aktionen wie "Uns gibt es nur mit Kopftuch". Das ist der Anfang. Wer das Spiel kennt, rechnet mit mehr. Dummdeutsche Schlafschafe wollen ihre Spießerruhe, wählen weiter Vorzeige-Spießer wie Merkel, Maas, Altmeier. Eine Vielzahl Frauen und junger Leute stehen drauf. Das Deutschschland, wie sich Verbleibende im Widerstand wünschen, kannst Du vergessen. Gruss an ein absteigendes Land aus einem aufsteigenden:

Das Schönste am Spiel des Schreckens: Das "Recht" ist auf Seiten der "Neubürger". "Recht" ist, was eine kranke Klasse von Grinsegesichtern oberhalb sechsstelliger Jahresarbeitsverdienste ausheckt - auf Kosten derer, die sie bezahlen.

Schon betrüblich, wenn Der Kleine Akif der Propaganda des Augsteins-Erben Recht geben muss!



Wer wie Jakob Augstein mit den Wölfen heult, sichert sich seinen Teil der Beute.



Wer sich selbst blutig schlägt, schlägt andere umso leichter blutig. Die Übung macht Sinn für Eroberer, umso mehr als die Köterrasse entsetzt den Schwanz einkneift und erschreckt abzieht. Auch das ist Sinn der Übung.




  In Frieden, Freiheit und Wohlstand zu leben ist immer etwas langweilig. Wenn die Nachrichten sich von Blut, Gemetzel, Terrorangriffen überschlagen, dann sind die Nerven hoch gespannt. Diese Konsequenz bedenken die angesprochenen Wähler nicht. Saturierte Spießer wählen solche Spruchbeutel, weil ihnen ihr eigenes Spießerleben zu langweilig wird. Gruss aus einem spannenden Land:



Vor allem haben sich Spießer mehrere Perioden bei der Wahl versündigt. Die Folgen tragen sie jetzt, später und immerdar.



Unzählige solcher Meldungen haben besorgte Bürger schon veröffentlicht. Na und?

Man könnte, wie Stürzenberger in seinem YouTube-Kanal mit Fleiß und Hingabe über Jahre islamistische Perlen aus der digitalen Klärgrube fischen, schön sorgsam sammeln und dem Publikum zur erbaulichen Unterhaltung anbieten, ebenso könnte ein fleißiger Fingerficker die Nachrichten islamistischer Machtergreifung zu einer imposanten Datenbank verknüpfen ….
…. und nachdem sich die Frucht solchen Fleißes wachsender Leserzuspruch lohnt, wäre dann wie am Beispiel Stürzenbergers YouTube-Sammlung nur eins gewiss: Die Mühe verschwände irgendwann unter lausigem Vorwand wie „Volksverhetzend“ aus dem Netz und der Autor säße traurig da mit dem Schwanz in der Hand, während das hochverehrte Publikum sich einer anderen Unterhaltung hingäbe. Vorstellbar wären Koran-Auslesungen zur Verbesserung und Stärkung der koran-kulturellen Basis.


Endlich darf auch Aachen sich eines 8,5 Millionen schönes Gemeindezentrum freuen, eine DITIB-Moschee, in der türkische Staats-Imane die Wehrhaftigkeit koranischer Konditionierung stärken. Kürzlich ertüchtigten sich dazu in einer Herforder DITIB-Moschee koranische Knaben in militärischer Formation.

Das ist alles hübsch und unterhaltsam, man muss sich nur daran gewöhnen, man wird sich schon daran gewöhnen müssen.


Wandern in und um Göreme


Wer sich mit schauderhaften Nachrichten aus Buntschland volldröhnt, weiß zwar was los ist, wird dabei aber depressiv. Das Türk-Radio beruhigt mit huldigenden Klängen, in denen ein hervorstechendes Wort ständig wiederholt zu verstehen ist: "Muhammed",




Wiki erzählt von den in Fels gehauenen Behausungen:
Die ersten Christen nutzten sie, um in Abgeschiedenheit ein andächtiges Leben führen zu können, aber vor allem als Versteck vor ihren Feinden (Perser, Römer, Araber, Mongolen...). Sie legten nicht nur Kirchen und Kapellen an, die ins Gestein gearbeitet wurden, sondern ganze Wohnanlagen für mehrere tausend Menschen: Zum Teil bis zu zehn Stockwerke tief, ermöglichten sie mit Einrichtungen wie Küchen, Lager, Schlafräume und sogar Tierställe und Leichenhallen samt Lüftungsschächten einigermaßen komfortable Lebensumstände.





Türkischer Tourismus überwiegt hier. Großraumbussen karren zwar Ladungen von Chinesen an, doch die kaufen kaum etwas, bewundern Stadt und Museen, trinken vielleicht noch einen Tee, lassen sich dann zur nächsten Attraktion kutschieren.




Gäste, die länger bleiben, genießen ein umfangreiches Freizeitangebot, Rundfahrten im Range Rover ist eine davon.



Wo wie im Bayernland auf Bergeshöhen Gipfelkreuze stehen, so wehen hier die Nationalflaggen.


Wichtig für die Smartphone-Fotografen ist diese Ladestation, welche verschiedene Modelle ankabelt und für eine türkische Lira lädt.



Mit rumsendem Getöse schleudert diese langsam drehende Maschine purzelende Teppiche. Ob diese Behandlung Teppiche künstlich altert, biegsamer und weicher machen soll, ist mir nicht klar.




Einige der putzigen Häuschen sind noch bewohnt.



Eine weitere Touristenattraktion ist die Sicht auf die Kegelhügel vom Heißluftballon aus.





Wer sich natürlicher fortbewegen lassen will, kann auch ein Reitpferd mieten oder sich kutschieren lassen.


Geführte Touren im QUAD oder auch individuelle Ausflüge auf den wendigen Allradfahrzeugen bringen den Fahrer über Stock und Stein. Es gibt dazu auch Helme, wobei die Haare zuerst eine Plastikhaube vor den Läusen des vorigen Fahrers schützt.


Inmitten des Dorfes prangt das Kriegerdenkmal, auf dessen Tafeln zahlreiche Namen eingraviert sind. Daten zu den Namen fehlen.



Die Moschee mit ihren lautstarken Druckkammerlautsprechern lässt mich hier am Camp Panorama in etwa zwei Kilometer Entfernung noch morgens aus dem Schlaf schrecken. Der Ruf zum Morgengebet ertönte heute früh um Viertel nach Vier. Wer die Gebetszeit einhält, dürfte danach mit gutem Gewissen seinen unterbrochen Schlaf fortsetzen.


Die Arbeitsgerät der bäuerlichen Bevölkerung unterscheiden sich gravierend von den klimatisierten Luxusbussen, die Touristen befördern.


Meine Wanderung führt mich fort von der Stadt, fort von den Menschen in ein einsames Tal.


Vermutlich saugt die Pumpe aus dem gemauerten Brunnen das Wasser in den Tank.


Mein Wanderweg ist für Quads und Fahrzeuge gesperrt. Es ist so einsam in dem Tal, dass ein Schild bittet, verdächtige Personen der Polizei zu melden.



Als einziger Besucher schließt mir der Schlüsselverwahrer für fünf TL das Eisentor zur Weltkultur-Erbe Kirche auf.


Hier haben die mohammedanischen Eroberer noch nicht alle für sie heidnischen Ketzersymbole von den Wänden gekratzt. Als es mich dazu drängt, meinen Sonnenhut in der heiligen Halle abzuziehen, lässt mich der Wärter gelangweilt allein und bittet nur darum, hinter mir die Tür wieder zu zuziehen.


Von diesem welthistorischen Kulturmonument geht mein Weg weiter durch eine vollkommene einsame Landschaft. Nur Vögel über mir begleiten mich. Kleine Felder mit Weinstöcken sind auch sehr selten, nie größer als etwa 20 mal 20 Meter. Unter mir im Tal sind weitere Felder und mit Wellblech gedeckte einfache Hütten.


Zu dieser Einsiedelei führt eine Treppe.


Nur ein zerrissenes und zerschlissenes Kleid, verstaubt und versandet über dem Felsen, zeugt von einer Begegnung, die dort stattgefunden haben mag.


So glücklich mich anfangs die Einsamkeit machte, so beglückt mich nach Kilometern Wanderung durch schlecht gespurtes Gelände dann doch wieder der Eintritt in die Zivilisation. Ein aufgeschreckter Wirt schafft mir Frühstück heran, Tee, Gurken, Tomaten, Käse, Brot, zwei hartgekochte Eier, Salz, Pfeffer, Plastikportionen von Butter, Marmelade, Nutella und Wasser. "Das kostet eigentlich 30 TL", doch mit herrischem Gehabe gereichter 20-Türk-Lira Schein befriedigte den guten Mann dann auch. Der Rückweg ins Tal war dann noch fünf Kilometer weit.



Obgleich meine müden Knochen schon recht mürbe waren, übte diese zweite Felsenkirche einen magischen Reiz auf mich aus.


Die Inschriften an den Wänden hatten die Eroberer beseitigt. Ein aus Berlin eingeflogenes türkisches Touristenpaar erklärte mir dies.




Hinter mir tut sich ein schwarzes, rechteckiges Loch auf. Es führt zu einem längeren Gang


In stark gebückter Haltung ging es noch über staubige Stufen in die erste, große Kirchenhalle. Doch dann zwang mich ein überaus schmaler, niedriger Gang dazu, auf allen Vieren etwa 30 Meter weit in die nächste, kleinere Halle zu kriechen.


Dieses Mühlstein großes Rad rollten die Verfolgten Menschen am Ende des Ganges vor ihr Verließ, um sich nicht dem Feind auszuliefern.


In die Wände sind kleine Mulden eingearbeitet, in den früher Kerzen gebrannt haben. Jetzt hat uns der Wächter am Eingang die Besucher mit Taschenlampen ausgestattet. Die Mulden haben mir als Handhalt beim Abstieg von der kalkigen Treppe gute Dienste geleistet.


Nach soviel Aufregungen sind nur noch wenige Kilometer bis zum Camp Panorama auf der anderen Talseite zu wandern.


Als Fußgänger steigt man kaum langsamer nach Göreme ab als in der Schlange von Bussen und PKWs, allerdings gab es dort auch nur einen Fußgänger: Mich.


Neben Ballon-, Quad- und Jeep-Fahrten kann der Tourist auch auf Kamelen reiten. Mich hat das nie gereizt.


Die junge Dame inmitten des Bildes zeigt sich mit ausgebreiteten Armen in voller Größe.


Von hier sind es nur noch etwa 200 steile Meter bis zu meiner einsamen Klause. Nach drei Nächten, mehr als 500 Kilometern und einer stundenlangen Wanderung hat sich mein Körper eine heiße Dusche wohl verdient.



Obgleich der Blog noch nicht fertig ist, hat sich der Chronist schon wieder eine Forelle verdient. Diesmal kommt der köstliche Fisch in einer glutheißen Eisenpfanne - nach anatolischem Brauch.

Noch mehr Felsenkirchen


Von den anstrengenden Wanderungen, der Dusche und einer köstlichen Forelle genügend erschöpft, kann mich nicht einmal der Muezzin morgens um 4.45 Uhr mehr wecken. Dafür faucht eine Stunde später über meinen Dachluken das unverkennbare Zischen eines Feuer spuckenden Gasbrenners. Als meine alarmierten Sinne einen Feuerschein über der Dachluke sehen, springt der von Adrenalin durchschüttelte Körper aus den Federn, rennt vor die Tür in die acht Grad kalte Morgenluft und sieht gerade noch, dass ein riesiger Ballonkorb mit etwa zehn Menschen beladen, knapp über mein Plastikdach schrappt.






Zum Glück segelt die Ballonbande vorüber, ohne Schaden anzurichten. Doch ein Land, welches voller Stolz seine Fluggeräte mit nationalen Farben und Zeichen geschmückt gen Himmel schickt, hebt ab. Schland baut ab! Messermörder metzeln in Paris "Ungläubige".





Doch das türkische Radio, SAT-Empfang funktioniert nicht mehr, dudelt in Endlosschleife eindringlich und wohlklingend. Immerwährende Wiederholung der Silben Allahu Akbar drehen sich eingängig ins Ohr, ins Gemüt, ins Hirn. Ein tragischer Einzelfall hat wieder einmal den friedlichen Sinn der Worte nicht verstanden.







Da können Eierköpfe wie Sarrazin lange in der Bütt vor klatschendem Publikum predigen, sich Männer wie Pirincci, David Berger, Abdel-Samad, Floydmasika und Hunderte mehr die Finger wund tippen, die Nachrichtenlage ändert das nicht. Der Urnenpöbel wählt weiter, was er wählen soll.

Die Felsenkirchen von Göreme bieten mir eine erholsame Ablenkung von der hoffnungslosen Nachrichtenlage.

Schon in frischer Morgenfrühe karren zahlreiche Busse ihre Ladungen an zwitschernden Chinesen an. Ein vernachlässigbarer Prozentsatz des Abermillionen-Vielvölkerstaates trifft sich im Freilichtmuseum von Göreme. 






Von einsamer Stille und Ruhe wie bei meinen gestrigen Felskirchenbesuchen kann keine Rede sein. Es herrscht Volksfeststimmung bei den munteren Flachnasen, von denen einige ihre zart milchige Haut mit Sonnenschirmen schützen.

An solchen Felstischen tafelten die Bewohner der Felshöhlen. Ein Groß-Clan von 40 bis 50 Leuten konnte hier beisammen sitzen.



Junge Damen fallen gleich auf in der Meute der China-Touristen. Die Meisten sind älter. Je älter der Tourist, umso dicker sein Bauch und seine Kamera. Doch die Mehrzahl begnügt sich mit Smartphone-Fotos.



Bald 1000 Jahre haben diese Felszeichnungen auf dem Buckel, und zeigen doch recht zeitgemäß, wie es damals zuging.



Die Lichteffekte in den dämmerigen Kammern, Kirchen und Klausen hinterlassen einen magischen Effekt. 



In dieser Vertiefung haben die Bewohner gekocht. Die Wände sind noch heute von Rauch und Ruß geschwärzt.



Die munteren China-Mädchen posieren für ein Gruppenfoto.

Eine hübsche Türkin lässt sich am Küchentisch bereitwillig fotografieren. Zuvor hat sie mich mit ihrer Freundin um ein Selfie gebeten, was den beiden viel Spaß gemacht hat.

Damit endet mein dritter Tag in Göreme, wobei sich mein Körper fast den ganzen ersten Tag bei Gewitterregen von den zurückliegenden Strapazen erholen musste.  




Durch das Taubental zu Märchen aus 1001 Tag



Am vierten Tag in Göreme beseligt mich tiefe Glückseligkeit. Mein Blog bringt meiner Liebsten daheim viele Bilder von meinem Glück. Meine Reiselust steigt, morgen geht es weiter. Doch heute begeistert mich mein Spaziergang durch das Taubental.


Gestärkt von einer zweiten leckeren Abendmahlzeit im Anatolischen Restaurant und einem zauberhaften Sonnenuntergang gönnte sich mein Körper langen Schlaf.

Schon früh geht es in den frischen Morgen in ein ruhiges Tal, in dem Bienen summen, Vögel zwitschern und ein Bächlein neben dem Weg sprudelt.


Der Weg ist bestens ausgeschildert, Pfeilen weisen an Abzweigungen dem Wanderer die Richtung.


Vor dem Felsentunnel warnt das Steinschlagschild, was den Schritt des Wanderers beschleunigt. Doch die Ureinwohner kümmert das nicht, wie Spuren ihres Feuerchen im Tunnel zeigen.



Die Bauern konnten den kargen Böden weniger Früchte abringen als ihren stetig neu befruchteten Weibern. So schenkte ihnen Allah das Wissen, dass Taubenscheiße die Felder düngt. Wer genauer das Bild betrachtet, entdeckt im Schatten des großen Baumes links einen Sessel. Hier mag der Landmann ruhen und seinen Pflanzen zwischen den Gebeten beim Wachsen zusehen.


Wer denkt bei diesem Felsen nicht an einen steifen Phallus?


Am oberen Rand ragt ein verdorrtes Zweiglein ins Bild. 


Diese Zierde am Wegrand wartet auf einen Sammler, der das gute Stück zwischen seinen Blümchen im Garten platziert.


Diese blumige Botschaft erinnert mich an meine Freunde daheim, hier besonders an einen treuen Kunden des SPIEGELS. Damit ist nicht die Glasscherbe im Klo gemeint, in der sich das pickelige Prekariat beobachtet, wie es Eiter aus Gesichtspusteln drückt sondern ein Hamburger Presseerzeugnis. Wie zuvor schon berichtet hat sich Pirincci meisterhaft des wunderbaren Walser-Söhnchens Augstein angenommen, der von Rudolf adoptiert Millionen über Millionen erbte. Diesmal bleibt Pirincci an einem weiteren Kolumnisten dieser Zeitung hängen, doch schauen wir uns doch erst einmal die Vögel an:



Wie lieb unser Kleiner Akif der Bande der SPON-Schreibkundigen doch die Leviten liest. Man kringelt sich vor Lachen, wenn es nicht immer noch Freunde gäbe die aus Jahrzehnten alter Gewohnheit ihr Abo nicht kündigen und sich entschuldigen damit, dass sie wissen müssten, wie der Feind denkt. Nun wie denkt er denn so?


Nachdem uns diese Nachrichten aus Buntschland im Bericht über wundervolle Taubental etwas abgelenkt und aufgeheitert haben, dazu wieder Blümchen aus des rüstigen Rentners Garten, wandern wir weiter durch Allahs Garten.



Wo es in Buntschlands Tunnel immer dunkler, enger und finsterer wird, dass empfindliche Geister das Land schon mit Platzangst verlassen, da öffnet sich im Taubental der Weg ans Licht zur nächsten Gastwirtschaft am Weg.


Auch hier im "Biergarten" - wäre zuviel gesagt - lässt sich wieder der türkische Technologie-Sprung studieren.

Die Erfindung und Entwicklung vom Vollholzrad zum Gummi bereiften Eisenspeichenrad.



Der nächste technologische Sprung entwickelte vom oder mit dem Vollholzrad dann die Schüssel, im weiteren Verlauf Teppich knüpfender Genialität entstand daraus die Satellitenschüssel, welche auch in diesem paradiesischen Plätzchen links im Bild nicht fehlen darf.



Doch dieser Tribut an die Moderne lenkt den frommen Muslimbruder nur vom wesentlichen ab, seinen fünf täglichen Gebeten, dem Fasten und der Wallfahrt nach Mekka und Medina. 



Solange der Saft der Weinrebe unvergoren bleibt, ist das Getränk für Gläubige erlaubt.



Hier hausen nun die Naturdünger-Produzenten. Die Einkehr in einem gepflegten Wirtshaus stärkt den Wanderer nach seinem Weg durch das kühle Tal.


Wie schon die Satelliten-Schüssel vermuten lässt, ist das Wirtshaus an Strom und Straße angeschlossen. Der Wirt versorgt sein Geschäft mit Wagen und Anhänger. Der junge Hund ist "made in Turkiye".


Zum weich wiegenden Radiogesang einer türkischen schmeichelnden Frauenstimme genießt der Wanderer die Rast.



Der bezaubernde Blick ins schattige Taubental, der frisch gepresste Orangensaft, die welligen Felsformationen, sanfter türkischer Frauengesagt - ein Gefühl wie aus 1001 Nacht.



Beim Blick in die komfortable Sanitäranlage fällt der Plastikstuhl mit dem ausgeschnitten Loch in der Sitzfläche auf. Wer beschwerlich in die Hocke kommt oder noch schwerer daraus wieder hoch, mag sich mit dem Kackstuhl helfen. Im Vordergrund erhitzt der Ofen Wasser - vermutlich für Tee.



Der orientalische Tagtraum setzt sich auf meiner Wanderung über den Feldweg zum Dorf Ucisar fort, was mit seinen Minaretten, seinen Felsen wie aus einem Bilderbuch vor mir auftaucht. 




Sogar ohne meine geliebten Meerbäder hat mich dieser vierte Tag in Göreme vollends beglückt. Von der Wanderung schon um 10.15 Uhr wieder daheim im Auto bleibt genug Zeit, die morgige Abfahrt in aller Ruhe vorzubereiten. Auch wenn mir der leidige Haushalt mit Einkaufen und Kochen bei der vorzüglichen Küche in vielen Restaurants hier erspart bleibt.


Man betrachte das Bild solange, bis man die beiden Ofenrohre entdeckt, die aus dem Felsen wachsen.



Adieu, Göreme, Kappadokien... mit einem fürstlichen Schlemmermahl, mein teuerstes Essen bislang auf der Reise für 11 Euro. Es gab Quark mit Gurkenstückchen, eine Schüssel Salat, gebratenes Gemüse mit Reise, Brot, anderthalb Liter Wasser, Brot, drei Stück Süßspeise in Honig und Tee.


Beachten Sie auch heute wieder die Grenzen der Meinungsfreiheit:


Wer Fakten sammelt und darstellt, wird gesperrt!




p.s.: Wer Links neuer Blogs im Postfach nicht versäumen will, einfach eine Mail an

n0by-subscribe@yahoogroups.com

.... wer will kann mit Gleich- oder Gegengesinnten dort auch seine Sätzchen austauschen.

p.s.2: Korrekturen kommen später - wenn überhaupt :-)



p.s.3. Herzlichen Dank für Kommentare, egal welche :-)




Kommentare:

Ulrich Thomas hat gesagt…

Ein köstliches Mahl stärkt den wimmernden Schreiberling, der seinen geschunden Körper durch die Welt schaukelt. Eine Forelle gar, die seine geliebte Frau nie essen würde, weil sie aus vorwurfsvollen Augen schaut, eine Forelle hat sich der Schreiberling wirklich verdient. Dann aber muss sein erschöpfter Körper wieder auf die Matratze, denn der dauernde Blick auf den Bildschirm hat seine Kräfte verbraucht.

Pitschkalady hat gesagt…

Der Ulrich Thomas scheint neidisch zu sein, weil er sich mit seinen alten Knochen solche Reisen nicht mehr zutraut, und selbst mit jungen Knochen nie getraut hat?
Oder ist es ganz anders als ich denke, und er kann unverfälschte Sichtweisen mancher Menschen nicht ertragen?

Ulrich Thomas hat gesagt…

Hi Pitschi
Ich fuhr 1971 nach Afghanistan für 5 Monate, die folgenden Jahre nach Marokko, 1973 mit einer Horex Regina bis zur Sahara, 1976 mit einer Yamaha 650 nach Teheran und ans Kaspische Meer. Später mit meiner kleinen Familie wiederholt in die Südtürkei, das bis zum letzten Jahr. 2015 und 2016 fuhr ich mit einem 34 jahre alten Mercedes Hymer bis zur Sahara. Ich kann Sichtweisen anderer Menschen gut ertragen, aber so ein Dauergewimmer von meinem Bruder geht mir auf die Eier.... inzwischen bin ich 68 und werde nächstes Jahr wieder zur Sahara reisen... was hast du denn zu bieten mein wimmernder Freund? Fahr du erstmal 13500 Kilometer auf einem Motorrad dann darfst du mich wieder kritisieren.