30 Mai 2026

Almagro, Guadalupe, Caceres, Hochzeitstag


 Es gilt, die Hitze in Almagro und Caceres zu überstehen. Mit kalten Duschen und mit Ruhe hält der Körper durch. Nach 17.00 Uhr wird es erträglicher. Die Nacht in Ossa de Montiel hat mich morgens bei acht Grad Celsius frösteln und erkälten lassen. In Almagro ist es gegen 21.00 Uhr noch 32 Grad Celsius. In Guadalupe wird's leichter, in Caceres schwerer. Doch unvergesssliche Eindrücke entschädigen mich für die Strapazen.


Am zweiten Höllenhitzetag in Almagro hat sich der Körper soweit daran gewöhnt, dass ein Ausflug mit Rosinante Fahrtwind fächelt. Der Anblick fescher Reiterinnen lohnt meine Mühe. 


------------Grok-KI: Was bringt der Blog----------------------

Der Blog-Beitrag ist ein persönliches Reise-Tagebuch eines deutschen Camper-Reisenden (n0by) aus der Region Sonneberg/Thüringen. Er dokumentiert seine Spanien-Tour mit Wohnmobil und E-Bike ("Rosinante") in Echtzeit. Worum geht es konkret in diesem Post?
  • Datum & Ort: 30. Mai 2026 in Almagro (Provinz Ciudad Real, Kastilien-La Mancha), mit Ausblick auf Weiterfahrt nach Guadalupe und Cáceres.
  • Hauptthema: Der Kampf gegen extreme Hitze (bis 46 °C in der Sonne), Alltagsbewältigung im Camper und Erkundung der historischen Altstadt von Almagro.
  • Inhalte:
    • Praktische Reiseberichte: Ankunft, Camping, Einkäufe (Mercadona), kalte Duschen, Hitze-Management.
    • Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten: Historischer Platz, barocke Kirche San Agustín (mit detaillierten Erklärungen zu Kunstwerken wie dem Heiligen Herzen Jesu oder dem Tod des heiligen Josef).
    • Persönliche Reflexionen: Über Religion/Klerikal-Kunst (er findet sie erhebend, kritisiert aber gleichzeitig organisierte Religion), Alltagsfreuden (Milchkaffee, Salat, Krimi gucken) und kleine Missgeschicke der Reise.
    • Literarische Einschübe (z. B. Uhland-Gedicht zu einem Reiterdenkmal) und ein kleiner Seitenhieb auf einen Bekannten ("Bruder Lustig").
Der Stil ist sehr ausführlich, bildreich, etwas philosophisch-lästernd und authentisch – typisch für einen älteren Individual-Reisenden, der seine Eindrücke, Fotos und Gedanken direkt ins Blog kippt. Es mischt Reisebericht, Kulturbetrachtung und persönliche Alltagsnotizen. Der Blog insgesamt (n0by.blogspot.com)n0by schreibt seit Jahren solche Bilder- und Text-Blogs von seinen Reisen (oft mit Wohnmobil durch Europa, manchmal weiter weg). Themen sind meist:
  • Reisealltag, Camping, Landschaften und Städte.
  • Historische und kirchliche Bauwerke (mit viel Fotografie).
  • Gesellschaftliche/politische Kommentare (oft regierungskritisch/alternativ).
  • Persönliche Anekdoten und Reflexionen.
Zusammengefasst: Der Blog bringt ungeschönte, subjektive Reiseeindrücke aus Spanien mit Fokus auf Alltag, Hitze, Kultur und ein bisschen Weltbetrachtung – kein professioneller Reiseführer, sondern echtes Tagebuch eines Individualisten. Wenn du spezifische Teile (z. B. Bilder oder bestimmte Reflexionen) genauer wissen willst, sag Bescheid!


--------------------------------------------------------------------



Die 100 Kilometer von Ossa de Montiel bis nach Almagro waren am Vormittag geschafft. Beim Tanken und Einkauf von Lebensmitteln war es noch kühl. Diese Stierkampfarena vor Almagro steht vor einem asiatischen Markt.


Der Markt half mir über den Verlust des Messers, des Löffels und der Saftpresse in Rio-Mar hinweg. Der Preis dafür: 3,60 Euro. Ab 11:00 steigt die Temperatur von 24 Grad Celsius bis zum Nachmittag auf unerträgliche 46 Grad Celsius - in der Sonne. 



Almagro 11:29 Uhr: Die Empfangsdame lässt mich nicht durch das kleine Tor einfahren, draußen parken, erst anmelden, dann einfahren durch ein größeres Tor weiter hinten am Weg.


11:50 Uhr - mein Fahrzeug ist wieder "daheim". Nach einer großen Salatschlüssel, einer kalten Dusche und langem Dösen ist alles eingerichtet. SAT-TV und WiFi arbeiten. Durch die offene Tür überfallen mich Fliegen, die wie die Hitze zu ertragen sind. Die Hitze haut mich um.



Um 17.00 Uhr geht "das Leben weiter". E-Bike Rosinante erfrischt mich mit Fahrtwind auf dem kurzen Weg in das historische Zentrum von Almagro.




Das alte Anwesen hat eine Verwendung als vornehmes Hotel gefunden.

Die Autos der Hotelgäste parken unter Vorhallen. Noble Parkplätze bieten bei dieser Hitze einen geldwerten Mehrwert.


Mein Stadtbummel durch die zahllosen Einbahnstraßen lässt mich über diesen prächtigen Eingang staunen.


Wenn die abweisenden Mauern überhaupt Fenster haben, sind sie vergittert.


Mittags steht die Sonne fast senkrecht. Auch gegen 18.00 Uhr steht die Sonne noch so hoch, dass nur ein schmaler Schattenstreifen bleibt. Erstaunlich die vergitterten Fenster....



Autos haben in der Innenstadt nichts zu suchen. Nur Lieferverkehr ist erlaubt. Schilder drohen,  dass Kameras Nummernschilder von Falschfahrern erfassen. 



Mit diesem historischen Platz rückt Almagro ins Weltkulturerbe auf.



Es macht mich glücklich, am Ende des Höllenhitzetages im Schatten zu promenieren.



Der Reiter mit ausgerichteter Lanze zur Rechten und dem Schwert zur Linken blickt über den Platz. Ludwig Uhland dichtete 1814 für einen schwäbischen Helden .....

Als Kaiser Rotbart lobesam
zum heil'gen Land gezogen kam,.....

martialische Verse wie ....

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
er trifft des Türken Pferd so gut,
er haut ihm ab mit einem Streich
die beiden Vorderfüß' zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
er schwingt es auf des Reiters Kopf,
haut durch bis auf den Sattelknopf,
haut auch den Sattel noch zu Stücken
und tief noch in des Pferdes Rücken;
zur Rechten sieht man wie zur Linken,
einen halben Türken heruntersinken.

Am frischen, kühlen Morgen ist der Kopf voll von Flausen und fantasiert beim Bild des bewaffneten Reiters auf dem Platz vor Almagro.


Zur Morgendämmerung gegen 7.00 Uhr fällt endlich bei drei offnen Fenstern und drei offenen Dachluken die Temperatur im Wagen auf 20 Grad drinnen und 13 Grad draußen. Da kann mein "Nordland-Organismus" wieder frei atmen. In der Hitze des Abend lockt mich der fensterlose Klerikalbau in schattige Kühle.



Nachdem die Dame an der Kasse mir den reduzierten Rentnertarif von drei Euro abgeknüpft hatte, gab es zu meiner großen Enttäuschung in der großen, kühlen, heiligen Halle keinen einzigen Sitzplatz. 

Die Kirche San Agustín, auch bekannt als Kirche des Allerheiligsten Sakraments, die einst zum Kloster des Allerheiligsten Sakraments gehörte, das vom Augustinerorden gegründet wurde, stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist eines der bedeutendsten Beispiele für die Blütezeit des Barock in Ciudad Real.

Soweit die Übersetzung der spanischen Web-Seite.


Die barocke Pracht erinnert mich an die Botschaft des fernen Freundes vom 19. Mai:

Was das mit meiner generellen Verurteilung ALLER Religionen zusammenhängen soll, versteh ich nicht. Und zwar nicht nur wenn diese das Recht zu haben meinen, andere mit perverser Gewalt zum rechten Glauben bekehren zu dürfen... Nicht ich, sondern Du beglückst den Leser in jedem deiner Blogs mit den Schönheiten, den diese grössten Verbrecher Organisatoren aller Zeiten in die Gegend gestellt haben. Die wurden auch damals schon selbstverständlich mit dem Geld der Armen finanziert, die deswegen schon mal das Verhungern ihrer Kinder in Kauf nahmen. Konkret gefragt, was haben die Christen bei ihren Feldzügen in andere Länder dort an Kultur verbreitet, das sich auch nur im Ansatz mit den muslimischen Bauwerken in Spanien vergleichen liesse?

Mir ist es egal, welches klerikale Kunstwerk mich in den Bann zieht. Ob Muslims, Christen oder Bhagwans Jünger in Poona oder Rajneeshpuram prächtige Tempelanlagen geschaffen haben, es wirkt auf mich alles ähnlich. Erhebend. Auch der Goldene Tempel der Sikh in Amritsar oder der Tempel der Mormomen in Salt Lake City alles wirkt. Cathedralen sowieso. Nur reichte meine Geduld nicht, mich in die Schlange im Kreml einzureihen, um dort dem eingepökerten Leichnam Lenins zu huldigen. So entging mir in Moskau die religiotische Besinnung an Lenins Leiche.

Zurück nach Almagro zur Barockkirche San Agustín, auch bekannt als Kirche des Allerheiligsten Sakraments: Der Blick zur Hallendecke mit all ihrer Pracht erinnert mich an die Herrlichkeit des Firmaments in sternklarer Nacht. Wie immer und überall verstecken sich in Kultstätten Symbole.


Beispiel: Welche Symbolik ist damit gemeint?

Das ist das Symbol des „Heiligen Herzens Jesu“ (Sacred Heart of Jesus / Sagrado 
Corazón de Jesús).

Bedeutung der Symbolik:
  • Das rote Herz: Steht für die unendliche Liebe Jesu zu den Menschen. Es symbolisiert seine Menschlichkeit und sein Mitgefühl.
  • Die Krone oben: Zeigt die Königsherrschaft Christi (Christus als König). Manchmal ist es auch eine Dornenkrone, hier ist es jedoch eine Königskrone.
  • Der Pfeil, der das Herz durchbohrt: Verweist auf die Leidensgeschichte – konkret auf die Lanze, mit der Jesus am Kreuz durchbohrt wurde (Johannes 19,34). Gleichzeitig symbolisiert er die Liebe, die „durchbohrt“ oder die tiefe seelische Wunde der Liebe zu den Menschen.
Dieses Motiv ist eines der wichtigsten und bekanntesten katholischen Andachtssymbole. Es geht auf die Visionen der heiligen Margareta Maria Alacoque im 17. Jahrhundert zurück und wurde besonders im Barock und danach sehr populär.

Du findest es häufig in Kirchen (auch in Spanien, was zum Dateinamen „almagro“ passen würde), auf Altären, Prozessionsstangen oder Hausaltären.

Kurz gesagt: Es ist ein Symbol für die brennende, königliche und geopferte Liebe Christi zu den Menschen.



Wen auch immer brennende, königliche und geopferte Liebe verzehrt,  mich nicht. Mich schleppt mein müder Körper auf die Aussichtsplattform des Kirchturms, die für maximal sieben Personen zugelassen ist. Dort allein stehend zeigt sich mir das historische Almagro.



Dies Bild in der barocken Halle erklärt KI: Was soll es bedeuten?

Das ist eine klassische barocke Darstellung des „Tránsito de San José“ (Tod / Heimgang des heiligen Josef). artsandculture.google.com

Was genau zeigt das Bild?
  • Oben: Der Heilige Geist als Taube in einer Lichtglorie (mit dem Auge Gottes / Dreifaltigkeitssymbol).
  • Mitte: Der sterbende heilige Josef (der bärtige Mann im blauen Gewand mit Kreuz). Er wird von Engeln gestützt.
  • Links: Die Jungfrau Maria (die verschleierte Frau).
  • Rechts und um ihn herum: Engel und möglicherweise der junge Jesus oder weitere Heilige/Engel, die ihm beistehen.

Bedeutung

Dieses Motiv zeigt den heiligen Josef als Patron der guten Sterbestunde („buena muerte“). Nach der katholischen Tradition starb Josef in den Armen Jesu und Marias – also in der besten denkbaren Gesellschaft. Das Bild vermittelt:
  • Trost für Sterbende und Trauernde
  • Die Idee, dass ein frommes Leben mit einer „glückseligen“ Sterbestunde belohnt wird
  • Die ganze Heilige Familie (Josef, Maria, Jesus) und die Dreifaltigkeit (Vater – durch das Auge/Licht, Sohn durch Josef/Jesus, Heiliger Geist als Taube)
Solche Bilder waren besonders im Barock (17./18. Jh.) in Spanien und Lateinamerika sehr beliebt, vor allem in Kirchen und Klöstern. Das Foto scheint aus einer Kirche in Almagro (Provinz Ciudad Real, Spanien) oder einer ähnlichen spanischen Kirche zu stammen.

Das Bild soll den Gläubigen Mut machen: „So schön kann der Tod sein, wenn man im Glauben gelebt hat.“ Typisch barock – dramatisch, emotional und himmlisch überhöht.

Erwarten Ungläubige im Umkehrschluß schreckliches Sterben und einen traurigen Tod?


Selbsterklärend sind Andenken, die als Staubfänger daheim Stuben schmücken.



Dass meine Pilgerfahrt mich mit katholischem Klerikal-Klamauk geradezu überschüttet, kann man lästerlich lächelnd abtun, man kann sich aber auch in der Hitze des Tages in solchen Fantasmen verlieren. Für mich ist das besser als politpestilente, prophetische Pöbeleien mit massenkollektiven, massenpsychotischen Metzeleien in Krieg oder Bürgerkrieg.


Nach der kühlen, klerikalen Halle ohne Sitzgelegenheit hat sich der Chronist einen Milchkaffee verdient. Das Geschnatter der Damen am Nebentisch ist ebenso erbaulich wie am anderen Tisch der Vater mit seinem Sohn, der sich Whisky-Cola gönnt. Bei der zweiten Ladung rötet sich die Gesichtsfarbe des Jüngeren. 



Nach Stunden in dem sich abkühlenden Theater und einem Spaziergang um den Fensterlosen Klerikalkomplex bringt mich E-Bike Rosinante zurück in meine Klause. Es ist mit 30 Grad im Auto so kühl, dass eine abendliche Dusche entfällt.



Bei einer entspannten, größeren Runde durch das stille Städtchen fällt mir der MERCADONA auf, der forthin für meinen leibliches Wohl sorgt.



Geradezu fröhlich, mehr noch beglückt radelt der Spanien-Pilger, bewundert Weinstöcke und reifendes Getreide, aus dem Mohnblumen vorwitzig ihre roten Köpfe erheben. Der Pilger freut sich auf Tomatensalat mit viel Salz und reichlich Wasser, auf einen Fernsehkrimi und auf eine gute Nacht im abkühlenden Hüttchen.



Spanien am Meer ist schön. Doch schon Ende Mai ist Südkastilien für Nordland-Organismen schwerer erträglich. Wenn Mercadona den Kunden schattige Parkplätze bietet, ist es heiß.



Das Wifi vom Camp tut's nicht mehr, Wifi vom Smartphone bricht dauernd zusammen. Wetteronline zeigt für Merida noch höhere Temperaturen. Das geht nicht für mich. Guadalupe soll etwas kühler sein. Fahrtziel suchen und wähler nach Wetterkarte. Nach Kaffee in der Altstadt hoffen auf eine kühle Kirche. Doch es gab keine. Heim ins Camp. Schwalben haben sich ihr Nest in die Dachbalken der Sanitäranlage gebaut. Zwei Tauberiche kämpfen vor meinem Campingstuhl. Langohrhasen hoppeln hinten am Zaun.

Krieg holt alle Wunden


Bruder Lustig ist glücklich und gesund daheim angekommen und kippt seine Bilderblogs ins Netz. Mitnichten zeigt seine Bildunterschrift, was wirklich war: 

"Bruder Erhard bastelt am Blog und saugt sich voll mit bad vibes aus aller Welt".

Das Bild zeigt mich an seinem Computer in seinem Wohnmobil. Meinem Mühen gelang es, seinen Linux-Rechner in Rio-Mar mit WiFi zu verbinden. Zum Dank schmiert er listig-lustig lügend seine Unterschrift unter das Blogbild. Doch geradzu gülden voll Freud' und Wonne ist mein Brüderlein fein gegen den widrigen Sängerknaben, meinen Uralt-"Freund". 


Zeit alle Wunden heilt, Krieg holt alle Wunden. Leben provoziert mit Krankheit - mit nichts sonst. 



Der alte Pilger in Spaniens Sonnengluthitze in Südkastilien kämpft seinen kleinen "Krieg", unbeschadet durch's Land zu kommen, ohne die Treppe bei der Autobahnmautstelle hinter Barcelona zu verbiegen, ohne Teller, Löffel, Messer und Saftpresse in Rio-Mar liegen zu lassen, ohne sich morgens in Ossa de Menties zu erkälten....

Zeit heilt alle Wunden, Krieg holt alle Wunden

Heißt es nicht, dass mehr Alte an heißen Sommertagen sterben? Sind Corona-Geimpfte vermehrt sozial früh verträglichem gestorben? Wurde das wissenschaftlich unabhängig untersucht und aufgearbeitet? 


Wie, wer und warum haben Politiker Grundrechte außer Kraft gesetzt? Um Menschen zu schützen?  Brummt die Konjunktur zur Waffenproduktion, um die Freiheit am Dnepr wie einst die Freiheit am Hindukusch zu verteidigen? Wie sang Degenhardt als Protestbarde, als solche Sänger noch Platten verkauften und ab und an im ÖRR zu hören waren? 

"Fragen, die nur einer hören will, der stören will."

Wer schon gestorben ist, zählt nicht mehr. Es zählt, wer lebt. Es zählt das Leben, de mortibus nisi, es sei denn Gutes. Fürwahr: "krankhaftes provozieren...." am Geburtstagsfest der unsterblichen Katze. Ob der widrige Sängerknabe nach seinem unsterblichen Hündchenlied dereinst seinem Katzenvieh ein Requiem schreibt oder tritt er schon vor ihr ab? In ewige Mäusejagdgründe....



Sieben Uhr, Sonnenaufgang, die Reise geht weiter.... Krieg holt alle Wunden.



Guadalupe in Extremadura 


Mein kriegerisches Leben hat mich wund gemacht. Die Hitze in Almagro war unerträglich. 200 Kilometer nordwestlich soll es ein wenig kühler sein. Wo Störche klappern, gibt's Wasser. GROK-KI macht mich schlau, was die Provinz "Extremaduro" bedeutet.

Der Name „Extremadura“ bedeutet im Wesentlichen „jenseits des Duero“ (bzw. „äußerste Gebiete am Duero“). 

Herkunft und Etymologie
Er leitet sich vom Lateinischen Extrema Dorii oder Extrema Durii ab („die äußersten [Gebiete] des Duero“). Der Duero (portugiesisch Douro) war während der Reconquista (Rückeroberung der Iberischen Halbinsel von den Mauren) im 10. und 11. Jahrhundert eine wichtige Grenzlinie zwischen christlichen und muslimischen Gebieten. 

Extremadura“ bezeichnete ursprünglich die entvölkerten Puffer- und Grenzgebiete südlich des Duero, die gerade von den Christen zurückerobert worden waren. Der Name wanderte mit der Front weiter südlich (später Richtung Tajo und Guadiana), blieb aber hängen. 


Die Fahrt in der morgendlichen Kühle war erfrischend. Die Talsperre ladet zum Bad. Doch die Erkältung lässt mich weiter fahren.



Das erste Camp am Weg in Guadalupe weist mir ein lauschiges Plätzchen zu. Holländer haben sich unter die schattigen Bäume geflüchtet. Der Preis von 12,50 Euro pro Nacht lässt mich SAT-TV verschmerzen. WiFi funktioniert gut.


Nach der Mittagspause reicht der Tag für einen ersten Ausflug durch die kurvige Landstraße bergauf nach Guadalupe.



Wozu dient dieses Bauwerk vor Guadalupe?

Es das Viadukt von Guadalupe (Viaducto de Guadalupe) in der Extremadura, Spanien. 

Dieses imposante Steinviadukt wurde in den 1950er/1960er Jahren (Bau ca. 1957–1962) als Teil eines nie fertiggestellten Eisenbahnprojekts errichtet. Es sollte eine Bahnstrecke über das Tal des Río Guadalupejo (bzw. Arroyo de Guadalupejo) führen, die Madrid mit Extremadura und Andalusien verbinden sollte. Das Projekt wurde aus verschiedenen Gründen (u. a. Geländeprobleme, Kosten, politische Entwicklungen) aufgegeben. 

Wichtige Fakten:

  • Maße: Ca. 230–274 m lang, bis zu ca. 50–58 m hoch, mit mehreren großen Bögen (elf Bögen insgesamt). 
  • Es überspannt die Landstraße und das Tal vor dem Ort Guadalupe.
  • Auf einem der massiven Pfeiler befindet sich ein großes keramisches Mural (ca. 4 × 8 m), das 1959 von der Baufirma angebracht wurde und das Real Monasterio de Guadalupe (das berühmte Kloster des Ortes) darstellt. 
Heute ist das Viadukt kein aktives Verkehrsbauwerk mehr (keine Eisenbahn), sondern ein beeindruckendes technisches Denkmal und Wahrzeichen der Region. Es liegt an der Via Verde Vegas del Guadiana (einem Rad- und Wanderweg auf ehemaligen Bahntrassen) und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Fotos, Wanderungen und zum Genießen der Aussicht. 

Es ist ein klassisches Beispiel für ambitionierte spanische Infrastrukturprojekte des 20. Jahrhunderts, die nicht immer vollendet wurden – heute vor allem als landschaftliches und historisches Highlight erhalten.



Guadalupe übersteigt meine Träume von einem Wallfahrtsort.



Nach einem Kaffee reicht meine Kraft für eine dreiviertelstündige Führung in Spanisch.

Real Monasterio Guadalupe


Überall verbieten Schilder, die barocke Pracht zu fotografieren.



Nachdem die Fremdenführerin uns durch die verdunkelten, musealen Schatzräume geführt hat, bewundern wir draußen im Kreuzgang das herrliche Bauwerk und hören Vögel zwitschern.



Unter den wachsamen Augen der Führerin gelingt es mir nicht, in einem Raum die mit Edelsteinen besetzten, prächtigen Gewänder  zu fotografieren, in denen Priester ihre Vorführungen zelebrierten.



Es ist wohl geduldet, im Kreuzgang zu fotografieren. Dort hängen geschützt vor Wind und Wetter monumentale Gemälde über unseren Köpfen, die dem staunenden Betrachter beispielsweise die wunderliche Auferstehung von den Toten zeigen.



Nach einem nach dem anderen durchschrittenen, musealen Schatzkämmerchen übermannt mich der hypnotische Zauber der Atmospähre, in dem man bereitwillig alles zu glauben beginnt.



Meterhohe Folianten, die kunstvolle Schlösser schützen, erinnern an die Anfänge abendländischer Musik.



Wäre ohne Jahrhunderte langer hingebungsvoller Versenkung, Übung und Bearbeitung in Ton, Malerei, Schrift und Wissenschaft eine kulturell, technische, militärische, wirtschaftliche Entwicklung des Alten Europas möglich gewesen? 



Wie man auch immer zu kultischen Religioten stehen mag, seien sie von Talmud, Bibel, Koran oder Buddhas erhabener Lehre inspiriert, immer wieder erstaunen mich hohe, kultische Leistungen in Bildern, Bauwerken und der Musik.



Die Zeit heilt die Wunden, der Krieg holt die Wunden. Das Alter verwundet, auch wenn in jungen Jahren kaum einer daran denkt. Altern verwundet jeden. 



Der Reiter stampft mit erhobenem Schwert über zwei am Boden liegende Opfer. Mir wäre eine Aufnahme der Skulptur mitsamt erhobenem Schwert lieber gewesen, doch meine Mühen um ein besseres Bild störte die Aufseherin, die mich auf das Fotografieverbot hinwies.

 

Es ist verständlich, dass die ergriffene Andacht der Besucher in den barocken, heiligen Hallen nicht die Hampelei von klickenden Fotografen stören sollen.



Von Saal zu Saal steigert sich nach meinem Gefühl die Wirkung der Kunstwerke, deren Pracht durchaus mit dem Garten vor dem Kreuzgang und der malerischen Türmchenarchitektur ringsum harmoniert.



Höhepunkt der Klosterführung ist die Schwarze Madonna. In diesem letzten hochheiligen Gefilde übernimmt ein alter, wohlgenährter Mönch in schwarzer Kutte die Führung. Das Verhalten mancher Gläubiger, die sich auf die Steine knien, oder eine im Andenkenshop für 200 Euro teure Minatur der Madonna vom Mönch an das Gewand der Heiligen halten, erstaunt mich zutiefst. Hier kann mir vielleicht GROK-KI weiter helfen: Warum ist die Madonna im spanischen Kloster Guadalupe schwarz?

Die Madonna (Virgen de Guadalupe) im Real Monasterio de Santa María de Guadalupe in Extremadura (Spanien) ist eine der berühmtesten „Schwarzen Madonnen“ Europas. 

Ihre dunkle Hautfarbe hat mehrere mögliche Gründe – eine eindeutige, wissenschaftlich bewiesene Erklärung gibt es nicht, aber hier die wichtigsten Fakten und Theorien: 
  • 1. Sie wurde bewusst dunkel gestaltet (ursprüngliche Polychromie)
    Die Statue ist eine romanische Holzskulptur (Zeder) aus dem 12.–14. Jahrhundert im Stil Sedes Sapientiae („Thron der Weisheit“).
Sie wurde von vornherein mit dunkler Hautfarbe bemalt (polychromiert). Das war bei vielen mittelalterlichen Madonnenbildern üblich, besonders bei „Schwarzen Madonnen“. 
  • 2. Mögliche natürliche Verdunkelung im Laufe der Zeit
    Viele Experten gehen davon aus, dass zahlreiche Schwarze Madonnen ursprünglich heller waren und durch:Kerzenruß (Jahrhunderte intensiver Verehrung),
    Alterung des Holzes/Farben,
    Schmutz und Oxidation
    dunkler geworden sind. Das ist die am häufigsten akzeptierte „pragmatische“ Erklärung für viele Schwarze Madonnen. 
  • 3. Symbolische und kulturelle Bedeutung
Biblischer Bezug: 
Viele sehen einen Zusammenhang zum Hohelied Salomos („Ich bin schwarz und schön“ – im Original nicht „aber schön“, sondern „und schön“). Die dunkle Farbe symbolisiert Schönheit, Demut, Fruchtbarkeit und die Verbindung zur Erde. 

Vorchristliche Wurzeln: 
Es gibt Theorien, dass solche Darstellungen an alte Erdgöttinnen (z. B. Isis, Kybele oder andere mediterrane/muttergottheiten) anknüpfen, die oft dunkel dargestellt wurden. Mit der Christianisierung wurden manche Kultstätten und Bilder übernommen. 

In Spanien gab es eine starke maurische (islamische) und byzantinische Einflussnahme, wo dunklere Darstellungen der Jungfrau Maria verbreitet waren.

Die Legende der Statue
Nach der Überlieferung soll die Figur vom Evangelisten Lukas selbst geschnitzt worden sein. Während der Maureninvasion (8. Jahrhundert) wurde sie von Christen versteckt und in einer Höhle in Extremadura vergraben. 1300 Jahre später (um 1300) entdeckte sie ein Hirte (Gil Cordero) nach einer Vision der Jungfrau. Das Kloster wurde daraufhin gebaut und wurde eines der wichtigsten Wallfahrtsorte Spaniens. 



Der Mönch verteilte kleine Bildchen der Madonna an die, die sich begierig danach drängten. Manche ließen diese Bildchen an das Gewand der Madonna halten, was der Mönch übernahm. Verwirrt von soviel hingebungsvoller Frömmigkeit bringt mich der Anblick des mittlerweile leeren Vorplatzes wieder zurück in mein ganz verspanntes Hier-und-Hetz.



Der Dienst wetteronline hatte für Guadalupe abends ein Gewitter angesagt. Doch das schien mir unwahrscheinlich, weswegen Fenster und Dächer im Womo offen geblieben waren. Und es blieb trocknen. Die Dame der Touristinfo versorgte mich noch mit Plänen und Karten für weitere Ausflüge in der wunderbaren, waldigen Gegend. Morgens muss mich bei acht Grad Celsius die Gasheizung wärmen. Am Abend kühlt der Raum von mehr als 30 Grad Celsius langsam ab.


Weitere Hitzetage in Guadalupe



Nachdem mich am Pfingstmontagmorgen ein Geschäft in Guadalupe mit Lebensmittel versorgt hatte, gelang mir danach auf dem Camp der Umzug an einen schattigen Platz. Weil mir Unterhaltung bis Mitternacht vom SAT-TV fehlt, fängt meine Nacht früher an und hört früher auf. Schlaf ist morgens gegen 4.00 Uhr beendet. Dann ist es noch kühl. Gasheizung wärmt. Steigender Sonnenstand heizt den Wagen wie einen Brutkasten auf. Wenn's heiß wird, kommt Schlaf zurück. Einkauf, Umzug auf den Schattenplatz und Mittagessen strengen genügend an, um bis zum Nachmittagskaffee im schattigen Bett zu dösen. Ab 17.00 Uhr erfrischte mich Rosinantes Fahrtwind zu einer kleinen Runde durch das Wunderland.


Die benachbarte Stadt Alia soll laut Prospekt der Info mit "La Lorera de la Tucha" einen einzigartigen Baum der Extremadura aufwarten.

Doch das Baumdenkmal blieb mir verborgen. Wo soll man suchen in der kleinen Stadt Alia, wenn kein Schild zum Denkmal führt?



Die flatternde Weste erhöht den Windwiderstand. Schneller als mit 55 km/h kommt E-Bike Rosinante nicht die Kurven in den Hügel hinab.



Das kleine Städtchen Alia ist schnell erforscht.


Santa Catalina Iglesia siglo XV - steht auf dem Schild.



Die Jungstörche warten auf Fütterung. Für mich gab es keinen Kaffee in Alia, dafür ging es in munterer Berg- und Talfahrt heim zur Abenddusche.



Der Webdienst wetteronline findet in in Richtung Portugal kein kühleres Plätzchen. Das gibr es erst ein paar Hundert Kilometer weiter in Richtung Coimbra.


Noch zwei heiße Tage in Guadalupe



 Der kleine Laden in Guadalupe versorgt mich. Das Camp gibt mir auf dem schattigen Platz WiFi, Wasser und Strom. 



Meine kurze Sommernacht ist schon um 3.30 Uhr vorbei. So führt mich der kühle Morgen hinter Guadalupe in die wunderbare Bergwelt.



Es überholen ein Gruppe Schweizer, die für die Tour besser angezogen sind. Mir wird es bald zu warm, weshalb Jacke und Pulli in den Rucksack kommen.



Es geht immer bergauf zu einem traumhaften Blick über die Klosteranlage.



Von der Bergkuppe rollt Rosinante 14 Kilometer fast immer nur bergab. Die Rennradler sind längst aus meinem Blickfeld entschwunden. Mein Akku muss den Weg zurück schaffen, also umkehren.



Von der Bergkuppe geht ein kleine Straße ab, die mir die Dame in der Tourist-Info empfohlen hat. Das muss man fahren! Am anderen Tag....



Für den dritten Tag in Guadalupe reicht der kleine Ausflug. 



Tja - das ist alles schwer nachvollziehbar, obgleich mich Landschaft und Kloster wohl auch in ihren Bann ziehen, aber das?

In this place, the pilgims were humiliated, falling on their knees, before the proximity of the miraculous image of Our Lady of Guadalupe.



Muslimische Pilger beten auf dem Berg Arafat bei fast 40 Grad Celsius. Pilger haben es auch nicht leicht. 



Zumindest saust Rosinante mit kühlendem Fahrtwind von der Höhe vier Kilometer nach Guadalupe ins Kaffeehaus, von da weiter zum Camp. Schlafen, dösen, trinken und warten bis der Abend kommt. Es sind ja "nur" 30 Grad Celsius im Schatten.

Freunde daheim und sonstwo



Mein Bruder kann es daheim gut aushalten. Das alte Bergmannhaus mit dicken Ziegelmauern lässt die Wärme draußen vor. Er bastelt dies Bildchen von Rio-Mar mit Chatgpt zusammen.



Hat er sich nicht einen Liebesgruß aus dem Kaffeehaus in Guadalupe verdient? 


Er weiß es und sagt es: "Sitzen ist das neue Rauchen" - und dann sitzt er wieder - stundenlang. Aber was soll er sich als gefeierter Familienpatriarch abhetzen?


Mich bringt die Hitze zum sitzen und schwitzen. Am Schwimmbad im Camp Caceres ist es unter Palmen ein wenig kühler als am oder im Auto. Doch im Auto oder davor entstehen mein Blogs. Als einsam streunender Straßenhund verbinden uns viele Bilder aus der Ferne und ihre Geschichten von daheim - vom liebend sorgenden Haushund. Höhepunkt meiner Tage sind lange, liebe Telefonate. So vergeht auch heute wieder unser Hochzeitstag vor fünfzehn Jahren - nach jahrlanger "Probezeit" - mit der besten Ehefrau als alle anderen zuvor.



Werner, auch ein Kollege aus alten Computerzeitungszeiten hat sich in kühlere Regionen nach Portugal verzogen. Das schont den Hund. 



Gabi und Ulli, der nächste Chef der Computerzeitung nach Volker, gönnen sich eine Woche Kreuzfahrt im Mittelmeer. 



Volker, der Chef vor Ulli, ist bald 10 Jahre älter als Ulli. Volker kämpft unentwegt gegen Windmühlenflügel. 


Mir macht das momentan kaum mehr Spass, mich mit Idioten zu plagen, deren einziger Spass in Zensur oder beim Barbie-Ballaballa-Bier-Blödeln besteht.


Die KI-Grafik arbeitet mit Gefühlen.


Die Bundesamt-Grafik arbeitet mit Fakten. Die einen freuen sich auf's Kalifat, andere betrauern den Verlust der Heimat.  Gibt's nicht Wichtigeres in der Wunderwelt, wenn man ohnehin stramm auf die 80 marschiert?


Selbst Don Alphonsos ausgefuchste Klagen am "System" langweilen mich in der Hitze und weit besseren Impressionen ringsum.


Aber immerhin zensiert Don Alphonso meinen Schmäh nicht, womit er sich von Kleingeistern abhebt.



Womit lässt sich nach den Corona-Impfungen wieder Geld machen? Mit Rüstung, Drohnen, Rheinmetall.... Krieg am End'?

 


 Nach schier unerklärlichen Vorfällen von Impfopfern zieht da noch die Klimakatastrophe?



Oder laufen die Geschäfte mit Rüstungsgütern besser?



Karikaturist Kamensky verkauft seine Arbeiten gut.


Till Mayer, Sohn von Fernreisefreund Klaus, vergrößert mit jeder Fotofahrt in die Ukraine seinen Fan-Kreis. Wer nicht vor Februar 2022 in Aktien wie Rheinmetall investiert hat, war eben dumm.


Unterhaltung, Infotainment - warten auf.... WAS? 


Die Überglück-Tour auf den Pico Villuercas




Mit zwei vollen Akkus sollte die Tour zu schaffen sein.




Der Höhenunterschied von 1.025 Metern reizt mich zum Abschied von Guadalupe. 


Es ist immer ein wenig aufregend, eine längere Radtour vorzubereiten. Zwei 500-Ah-Stunden Akkus sind vollzuladen und zu verstauen. Der Laden in Guadalupe verkauft mir noch Brot und einen Liter Mineralwasser Vichy Catalane. Ein viertel Liter gleich weggeschlappt, dreiviertel Liter in die Plastikflasche am Rad, die schwere Glasflasche entsorgt, ein Apfel, eine Apfelsine, eine Dose Muscheln und zum Überfluß noch drei teure Lindt-Pralinen, die oben im Rucksack schon halb geschmolzen sind.



Die Strampelei auf der einsamen Bergstraße macht mir ungeheuer viel Spass. Es geht immer höher, es wird kühler. es wird immer schöner.



Langgestreckt wie der Rücken eines Drachen erscheinen die Zacken auf der anderen Talseite.



Alle Kilometer verweisen Schilder darauf, was man geschafft und noch vor sich hat.



Rosinantes Bosch-Motor schiebt mich, dem Alter und der Hitze geschuldet, in der höchsten Leistungsstufe "Turbo" den Berg rauf.



Oberhalb der Baumgrenze frischt der Wind böig auf.



Eine Talsperre sieht man mit bloßem Auge, vermutlich gibt es weitere, die im fernen Dunst verschwimmen.



Eine letzte knorrige Eiche widersteht den unwirtlichen Bedingungen in der Höhe.



Nach 17,4 Kilometern ist zwei Kilometer vor dem Gipfel der erste Akku schlapp. Aber er hat Rosinante mit dem ersten Motor 29.600 und mit dem zweiten Motor auch schon wieder 7500 Kilometer weit gebracht.



Als bunter Häuserhaufen liegt dreizehn, vierzehn Kilometer drunten im Tal Guadalupe mit dem prächtigen Kloster.



Eine Baustelle dreihundert Meter vor dem Gipfel war nicht zu erwarten.



Wind pfeift frech und böig. Neben Rosinante auf einem Absatz sitzend gibt es für meine etwas zittrigen Knie Brot, Muscheln, Apfelsine, Apfel, Kefir und eine schmelzende Lindt-Praline.



Selbstverständlich geht der Abfall wieder mit mir hinunter ins Tal.



Schon die Klosterführung in Guadalupe war ein Höhepunkt, doch dieser Ausflug toppt sie bei weitem.



So schnell ist Rosinante mit mir noch keine Bergstrecke ins Tal hinunter gerauscht. Fast ohne zu bremsen, gibt es in Guadalupe Kaffee, dann noch drei Kilometer weiter zum Camp. Erstmal Mittagschlaf. Das Auto war abgedunkelt und überrascht mit angehnemer Kühle von nur 24 Grad Celsius im Schatten des Baumes. Draußen ist es ein paar Grad wärmer.

Caceres



Mein Ziel das gelobte Land Portugal rückt näher. Da mir die Hitze etwas weniger ausmacht, soll meine 14. Reisewoche im Welterbe Caceres ausklingen. Was Wiki über Caceres schreibt, macht mich neugierig. 

Cáceres (spanisch; extremadurisch Caçris; Fala Cáciris) ist mit 96.651 Einwohnern (Stand: 2025) die Hauptstadt der Provinz Cáceres in der Autonomen Region Extremadura im Südwesten Spaniens. Die an einer antiken Militär- und Handelsstraße (Via de la Plata), die im Mittelalter auch als Pilgerweg nach Santiago de Compostela genutzt wurde, gelegene Altstadt von Cáceres gehört seit dem Jahr 1986 zum UNESCO-Welterbe; ihr Umland ist bekannt für seine ausgedehnten beweideten Eichenhaine (dehesas)



Erst um 6.30 Uhr morgens aufzustehen, ist fast schon etwas zu spät, um den kühlen Vormittag für alle Verrichtungen und die kurze 126 Kilometerstrecke zu nutzen. Die waldige Hügellandschaft vor und um Guadalupe weicht flacherem Land. Wenn sich dann eine Stadt wie Trujillo mit altem Gemäuer auf einem Hügel präsentiert, staunt man wieder. Tanken und Autowäsche ist nötig, dann der Großeinkauf für die kommenden Tage. Das hält auf, das strengt an.



Das Camp in Cacares bietet Schattenschutz für den vorderen Teil des Autos. Davor wird später der Schweizer parken, der schon in Guadalupe stand. Dem Paar haben Diebe in Murcia seine acht Jahre alten, mechanischen Fahrräder gestohlen. Ihre Schlösser haben Trennschleifer geknackt. Der hintere Teil meines Womos steht in der Sonne. Die SAT-Antenne steht auf Empfang.


Selbst im Schatten ist die Hitze schwer erträglich. Ab 15.00 verschafft mir Rosinante bei der ersten Stadtbesichtigung Fahrtwind.



Bald 100.000 Einwohner geben Cacares ein großstädtisches Flair. Die Neubauten machen einen gepflegten Eindruck. Das Kreuz schmückt den Kreisverkehr.



In der Innenstadt locken mich heiße Rhythmen von Blechbläsern an. Junge Damen belohnen die Musikanten mit schwingenden Hüften in hautengen Kleidern auf Schuhen mit hohen Absätzen.


Es ist nervig, Rosinante durch das Gedränge zu schieben.



Gegen 22.00 Uhr soll GROK-KI meine Frage beantworten, tut's aber nicht: "This model is overloaded right now. Please try again shortly or pick a different model."



Nach längerer Irrfahrt zeigt sich endlich die historische Altstadt.



Zu den erhebenden Eindrücken weht noch eine kühlende Brise durch die Gassen.



Einen Versuch an der Kirchentür zu rütteln, um kühlendes Asyl zu finden, kann man sich sparen. Das sieht verschlossen aus. Wo sollte derweil auch Rosinante einen sicheren Platz finden?



Ein wenig Wind bewegt die Fahne.




Wenn irgendwo ein Auto steht, ist man sicher, dass man nicht vor Treppen umkehren muss.



Niemand ist auf den Straßen und Gassen. Sicher wohnen hier auch Menschen. Doch gegen 17.00 Uhr ist es wohl den meisten noch zu heiß.







KI gefragt: Welche Bedeutung hat die Kapuze des Kreuzträgers?

Die spitz zulaufende Kapuze (im Spanischen Capirote oder Capuz genannt) auf diesem „Monumento a los Cofrades“ in Cáceres hat in der spanischen Ostertradition (Semana Santa) eine tiefe spirituelle und historische Bedeutung.

Die Kapuze symbolisiert im Wesentlichen zwei Dinge:

Die Annäherung an Gott und den Himmel: 
Die markante, kegelförmige Spitze des Hutes dient als visuelle Brücke, die symbolisch die Verbindung zwischen dem büßenden Menschen auf der Erde und dem Himmel beziehungsweise Gott darstellt.

Anonymität bei der Buße: 
Der herabhängende Stoffteil verdeckt das Gesicht des Trägers (bekannt als Nazareno oder Penitente). Dies soll die Identität des Einzelnen schützen, damit die Buße und das Gebet in absoluter Demut geschehen, ohne dass Stolz oder soziale Anerkennung eine Rolle spielen.

Der historische Ursprung
Der Ursprung dieser markanten Form liegt in der spanischen Inquisition des 15. Jahrhunderts. Damals mussten von der Kirche verurteilte Personen als Zeichen der öffentlichen Demütigung und Schande eine solche spitze Kopfbedeckung (die Coroza) zusammen mit einem Büßergewand (Sambenito) tragen.

Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts übernahmen religiöse Bruderschaften (Cofradías) diese Kleidungsform. Sie deuteten das Symbol der auferlegten Zwangsbüßung in ein freiwilliges Zeichen der Aufopferung, des Schmerzes und der tiefen religiösen Frömmigkeit um.

(Hinweis: Trotz der visuellen Ähnlichkeit hat diese traditionelle katholische Tracht absolut keinen historischen Bezug zum amerikanischen Ku-Klux-Klan, welcher die Kleidungsform viel später rassistisch zweckentfremdete.) 
 

Der Tag war überreich und die Hitze von 35 Grad Celsius wird erst bei Dunkelheit weichen.



Die Wettervorhersage in Cacares garantiert 14 Stunden Sonnenschein am Tag. In etwa 185 Kilometer ist es im portugiesischen Macao etwas kühler - also angenehmer. Der Körper entscheidet.

 

 Caceres am zweiten Tag



Bis 11.00 Uhr macht's noch Spass. Der Radweg in die Stadt lässt mich vor den Schildern grübeln: Was ist wohl gemeint?



Von den ruhigen, gehobenen Vorstadtvierteln kommen Fußgängern und Radler über diese Brücken zu den Einkaufzentren. Diese sind geschlossen.


 
Irgendwer sitzt oder steht irgendwo immer auf einem Podest. 



Die ganz harten Burschen ehren Reiterstandbilder wie Napoleon oder Hernan Cortez.



Daheim steht ein Buch, in dem Konquistadoren beschreiben, wie sie vorgingen. Man spare sich alles weitere, wenn man nicht mehr über das Gemetzel wissen will.



Mir reicht ein flüchtiger Blick auf die Pracht von Caceres. 



Zu einer der vielen angebotenen Führungen reicht meine Kraft nicht. Außerdem kann ein Trennschleifer Rosinante Gliederschloß schnell von jedem Pfahl trennen.



So zieht der Pilger mal staunend, mal ergriffen und meist schwitzend seiner Wege und freut sich über das, was die Frau daheim erzählt.



Auf meiner ersten Spanienreise 1968 hat mir ein Stierkampf besser als ein Fußballspiel gefallen. Wenn der Torero todesverachtend dem wütend anstürmenden Stier den Stich ins Herz versetzt, ist dieses Schlachten nicht großartig? Am anderen Morgen verkauften Markthändler Fleisch und Stierköpfe mit den im Todeskampf aufgerissenen Augen. 




    
  1.697.118 Aufrufe  16.06.2008
La segunda  de José Tomás en Las Ventas terminó con tres orejas cortadas y tres cogidas graves. Una tarde de sangre y gloria que han llevado al torero madrileño a la clínica La Fraternidad. Al final abrió la puerta, pero la de la enfermería.

Die zweite Corrida von José Tomás in Las Ventas endete mit drei abgeschnittenen Ohren und drei schweren Verletzungen (Cogidas). Ein Nachmittag voller Blut und Ruhm, der den Madrider Torero in die Klinik La Fraternidad brachte. Am Ende öffnete er zwar eine Tür – aber die der Krankenstation.

Passt diese Unterhaltung bei 36 Grad Celsius im Schatten zu meiner


. Geschichte? .



p.s. mir schon! Korrekturen - wenn überhaupt - später


Keine Kommentare: