04 Dezember 2019

Wintergedanken im Moloch München zu Misogynie und Misandrie


Misandrie gegen Misogynie - Geschlechterkampf nimmt Fahrt auf. Mit jeder dieser Schnattergänse in den Talkshows, mit jedem Schleimschreiber, der sich für prekäre Penunzen prostituiert, seine vom Zeitgeist geprägte Waschlappenweisheit verwurstet, wächst das Leiden, was Incels in Gruppen organisiert, was gärt im Drucktopf unter dem Deckel von Political Correctness. Gelegentlich flippt einer aus, messert, mordet, baut Bomben. Im Namen der Rose war einmal, im Namen der Dosen tütet ein Bento-Bengel seinen Dreck in die Hirnwasch-Druckerpresse. Widerstand wie in der Hauptstadt der Bunten Bewegung ist schwach, Prozesse strafen Poeten wie Pirincci, der um Spenden bitten muss.   





Der Kampf der Geschlechter ist die Mutter aller Männer.
n0by, Dezember 2017





In Filterblasen sozialer Medien ploppen Texte und Collagen auf, die das Unbehagen artikulieren. Doch besser und billiger ist es, sich als Spießer mit Spießern im Spießerschlandland zu arrangieren. Als belämmerter, brotloser Blogger Frust zu verarbeiten, kann dankbar sein für dies Ventil. Wer wie Deichmohle über schleppende Buchverkäufe, wie Pirincci über geringe Spenden klagt, lebt nach der Devise:

Lerne klagen, ohne zu leiden.    



Pirinccis Blog spießt mit spitzer Feder von Presstituierten mit Relotius-Preisen bis zu den Genderprofessor*Ixen jeden und jede mit spitzer Feder auf.  Seine Meinungsfreiheit bezahlt der größte lebende Autor im Schlandland mit zigtausenden Strafeuros. Dass der arme Poet Pirincci fortwährend nach Kunststudent*Innen japst, die sich von ihm als Pick-up-Artisten für Bares verführen und ficken lassen, ist entweder seiner künsterlischen Karriere geschuldet oder ein Lockmittel für geile Leser. Wer weiß das schon?



Vielleicht ist es Stress, vielleicht auch Wahn von Großverdienern: Eine bemerkenswerte Anzahl dieser hohen Herren rutscht im Rotlicht-Bunga-Bunga-Bumsgewerbe auf professionellen Ritzen rum. Manche Macho-Schweine missbrauchen Mädchenkinder und Kinderknaben - mit Macht und Geld gekauft, von verbrecherischen Netzwerkern geduldet, gedeckt, geschützt.



Akif Pirincci hofft als bestens assimlierter Vorzeigetürke auf seinen Literaturpreis, wenn sich die Verhältnisse ändern im Land, was ziemlich ausgeschlossen ist. Denn die mediale, kulturelle, wirtschaftliche und klerikale Propaganda braucht Frischfleisch für den Wirtschaftskreislauf als Produzenten und Konsumenten. Die Damen im Land stöhnen seit Jahrzehnten: "Neue Männer braucht das Land!"




Da haben die humanitätsbesoffenen Teddybärchenwerfer*Innen ihre welcome-refugees-neue-Männer! Wie dichtet der geniale Autor Philolaos so blumig bei Bayern-ist-Frei?
Europa ist und bleibt der Import-Weltmeister von Kriminalität. Offiziell nennt sich dieser Vorgang in den Relotius-Medien plakativ „Seenotrettung“ oder „refugee welcome".
De facto aber schafft die sorglose Seligsprechung und grenzenlose Humanitärbigotterie das Fundament für die Ausbreitung arabischer Clans, die Basis für die Vermehrung von Fachkräften wie Antänzern, Gleisschubsern, Gruppenvergewaltigern, Ehrenmördern, somalischen Piraten, der nigerianischen oder tschetschenischen Mafia, Drogenhändlern, Macheten- und Messermännern, Salafisten, Islamisten, Cockpit-Terminatoren, Kindergeld-Fetischisten oder Geldwäschern aus dem Dunstkreis der Hawala.
Jahrzehnte von Schuldkult nach der Vogelschissperiode wirken wie geplant und gewollt.




"Masseneinwanderung ist Messereinwanderung",  höhnt Dr. Curio (AfD), was ihm Vertreter der Altparteien als Hetze verübeln.




Das hirngewaschene Stimmvieh steht trotz anstehender Massenentlassungen, trotz elender Sicherheitslage, trotz verwahrlosender Schulen, trotz maroder Brücken, Schleusen und Schienen, trotz skandalöser Baupleiten wie beim Berliner Großflughafen, bei Stuttgart 21, trotz schrottreifer Bundeswehrausrüstung das hirngewaschene Stimmvieh steht zu Merkel, AKK, zu Annalena, Katharina, Katja....


Weil die gern AfD wählen: Tochter von Saskia Esken (neue SPD-Vorsitzende) will ostdeutsche Männer abschieben.

Jana Esken ist lässt als Töchterchen ihrer Mama, die wohl den SPD-Vorsitz übernimmt, ebenfalls auf eine recht stramm links-grün-versiffte Entwicklung hoffen, auch wenn sie ihren Tweet vor zwei Jahren mittlerweile gelöscht hat. Peinlich, alles so peinlich... Die Folgen? Demonstriert der rot-grün-sozialistische failed state Schweden.
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Schweden, der am weitesten bunt-rot-vergrünte Sozialstaat beklagt die höchstens Vergewaltigungs- und Verbrechensraten. Weil Presseprofis wie Relotius tränendusseligen Lesern die "kommenden Königskinder" so herzergreifend beschreiben, kommen immer mehr und mehr und mehr.



Wer in manischer Schaffensfreude furchtbare Fakten sammelt, wandert wie ein Gefangener in seiner Zelle rastlos umher, rauft sich die Haare, wehrt sich mit Kommentaren, Collagen und verdient bestenfalls als Profi wie Pirincci Anerkennung, Aufmerksamkeit und Spenden.





Wenn mein verehrter Premium Poet Pirincci mit seinen Sermonen meint, Geld verdienen zu müssen, ist er gefickt. Misogyne Meinungsfreiheit buhlt besser nicht um Anerkennung, im Gegenteil! Je weniger Leser, umso weniger giftige, gewalttätige Gegenwehr, die emotional das Land verpestet. "Misogyne Meinungsfreiheit" ist ohnehin Quatsch, weil nichts mehr fasziniert als das ewig lockende Weib. Pirincci lüftet den Schleier der Sherazade. Welche Geheimnisse verrät uns Pirincci hinter der glatten Stirn der Schönen, die er in zahlreichen Bordellen im Schweiße seines Angesichts splitterfaser nackt erforscht und erkundet hat?
Frauen haben mehrheitlich eine Scheu davor, kontroverse Meinungen zu vertreten, sie neigen stets zur harmonischen Mitte, meiden das Extreme und übernehmen sehr rasch die Kollektiv-Denke: Der wahre Grund, weshalb immer noch die alten Arschgesichter-Parteien gewählt werden.




"Arschgesichter" sieht Pirincci, wo sich Angela, Annegret, Annalena, Katharina, Katja doch so um sich, ihre Nest- und Brutinstinkte kümmern und um das Klima gleich mit. Wehe, wer anderer Meinung ist!







Das Problem gewalttätiger Verfolgung wiegt weit schwerer, als Deichmohles und Pirinccis beklagenswerte Behinderung im Buchmarkt und Buchvertrieb Denn wer von der Mehrheitsmeinung abweicht, verwirkt sein Menschsein.



Man muss verdammt gut drauf sein, den deprimierenden Dreck zu sammeln, zu katalogisieren und zu ver"bloggen". Die Stimmen im Widerstand zum Merkelregime führen Dichter und Denker wie Pirincci, Elsässer, Anabel Schunke, Eva Herrmann, Abdel-Samed, Klonovsky, Floydmasika und viele andere an. Die Folge? Je stärker der Widerstand, umso gewalttätiger die Repression.

Massenentlassungen stehen auf der Tagesordnung. Klima-Kinder träumen als Alternative zur industriellen Massen- und Wohlstandsproduktion von einem nachhaltigeren Acker- und Bauernstaat. Dort taumeln Schmetterlinge über Blütenauen, derweil bunt-grüne Sammler*Innen in ihren Schürzchen wie Sterntaler Blüten, Gräser, Bucheckern, Eicheln, Pilze, Beeren, Brennholz und dergleichen  Naturseligkeiten sammeln für den heimisch häuslichen Clan. Mit offenen Herzchen, feuchten Augen und Höschen lassen sie die Seid-Willkommen-Millionen einwandern, plakatieren "no nation, no border" kommt hinein ins Schlaraffenland. Es gibt Wahlrecht beim Grenzübertritt, Rente ab Geburt und Ehe ab 12 Jahren!  Wie bekloppt will Buntschland werden? Was läuft seit Jahrzehnten im Schlandland?




Pirincci plaudert frech, frank und frei über Frauen und ihr Klima.
Nicht daß Frauen sich für diesen frei erfundenen Klima-Schwachsinn wirklich interessieren würden, nicht einmal die Erstmenstruierenden in diesen freitäglichen Almauftrieben, dafür ist das jugendliche Leben hormonbedingt viel zu aufregend und zu geil. Es ist nur eine weitere Zurschaustellung des weiblichen Erbsenhirns, daß frau mit der gerade angesagten Meinung und wie das bei Weibern immer der Fall ist auf eine hysterische Art und Weise konform geht, genauso wie im düstersten Mittelalter, in dem das Kirchensystem in der Masse vorwiegend von “sittsamen” Frauen gestützt wurde, obwohl der Pfaffe heimlich den kompletten weiblichen Anteil des Dorfes durchgefickt hatte.



Die Grenze ist grün, manche Märkte sind grau ummauert. Kein jugendliches Erbsenhirn in hormonellen Chaosjahren will wissen, was war. Wer kann sich noch etwas unter "Steckrübenwinter" vorstellen, wer kann Parolen wie "Brot und Arbeit" gutheißen, wo Geld aus Automaten, Strom aus Dosen, Wasser aus dem Hahn und Daten aus der Luft kommen? Wiki erinnert sich:

Der Steckrübenwinter, auch Kohlrübenwinter und Hungerwinter genannt, bezeichnet eine Hungersnot im Deutschen Reich im Winter 1916/17 während des Ersten Weltkrieges, ausgelöst durch kriegswirtschaftliche Probleme und die britische Seeblockade in der Nordsee.


Das Trauma des Steckrübenwinters wiederholte sich im Hungerwinter 1946/47. Obdachlosen, Bettlern und Flaschensammlern steht 2019/20 der nächste Hungerwinter bevor. Was kümmert das Bahnhofsklatscher*Innen und Friday-for-Future-Hopser*innen?
Der Hungerwinter 1946/47 ereignete sich zwischen November 1946 und März 1947. Es war einer der kältesten Winter in Deutschland seit Jahrzehnten und gilt als strengster Winter des 20. Jahrhunderts im Nordseeraum.

Hier und heute zahlen Haushalte in sechsstelliger Anzahl ihre Stromrechnung nicht, sind abgestellt vom Strom, von Daten und Heizung. Bewohner ohne Strom wähnen sich glücklich gegenüber Obdachlosen, die zu Hundertausenden Straßen, Plätze und Wärmestuben bevölkern.


Es gab Zeiten mit vier, fünf, sechs Millionen Arbeitslosen ohne großen Anspruch auf Staatsknete. Das waren großteils Männer mit Familie, die ihre Frau und ein, zwei Kinder zu versorgen hatten. Was wäre heute los im Land, wenn 15 bis 20 Millionen Menschen in Kälte hungern müssten?  Damals warben Politiker mit der Parole "Keiner soll hunger! Keiner soll frieren!" für sich und ihr Programm. Und heute?



Heute verteilt die rot-grün-bunte Gemengelage Taxigutscheine, dass Damen heil nach Hause kommen in der kalten Dezembernacht. Die AfD-Fraktion textet zum Plakat.
++ Nebenwirkung der unbegrenzten Zuwanderung? In München erhalten Frauen demnächst Taxi-Gutscheine ++

 München gilt als die sicherste Großstadt Deutschlands, und dennoch: Viele Frauen beschleicht nachts auf dem Nachhauseweg oder beim Warten an der Bushaltestelle ein mulmiges Gefühl. Zwar soll die offizielle Polizeistatistik die Bürger nicht unnötig beunruhigen, doch die Angst vor Übergriffen nimmt stetig zu. Die Grünen im Münchner Stadtrat haben deshalb einen Antrag eingebracht, der heute beschlossen wurde: Ab März 2020 soll es Fünf-Euro-Taxigutscheine geben für die nächtliche Fahrt nach Hause.

 Laut Innenminister Seehofer leben wir im sichersten Deutschland seit 1992. Dass es sich bei dieser Aussage nur um beschönigende Augenwischerei handelt, ist zurzeit überall in unseren Innenstädten zu beobachten: Seit 2015 schützen wir alle Jahre wieder unsere Weihnachsmärkte mit LKW-Sperren und schwerbewaffneten Polizisten vor allzu aufdringlichen Anhängern der "Religion des Friedens".
 

 Dass ausgerechnet die Grünen - die unser Land am liebsten mit vielen weiteren Millionen Wirtschaftsmigranten fluten würden - nun Taxi-Gutscheine für Frauen beantragten, kommt einem Eingeständnis gleich. Neben den unzähligen "Fachkräften" ist offenbar auch der eine oder andere Spitzbube eingewandert.

 Öffentlich zugeben wird dies die moralbesoffene Partei natürlich nie - derartige "Nebenwirkungen" werden geflissentlich unter den Teppich gekehrt oder mit Taxi-Gutscheinen überdeckt.


 AfD-Sprech oder Fakt? "Das Land mit Wirtschaftsmigranten fluten....", als nächstes kommen dann Pirincci und andere, um mit "Umvolkung" Bio-Deutsche zu schrecken. Nazi-Sprech oder Fakt? Das Wort "BIO-Deutsche" ist kein Spass - sondern Antigermanischer Rassismus. Geht es auch anders?





Andere Länder, andere Sitten. Jan Deichmohle träumt davon, mehr Bücher zu verkaufen, wenn denn erstmal Incels (involuntarily celibate) sich erheben.



Wie Deichmohle die Verachtung für männliche Incel-Verlierer beschreibt, bringt eine Tove Tovesson beispielhaft auf den Punkt.




Ob Mann sich sein herrliches Weib per Ehe sichert oder Trieb und Sehnsucht bei einer Hure befriedigt, er verliert immer. Ohne Deichmohles Gefühl von "Verlust", seinem Mit-Gefühl zu Verlierern wäre seine überreiche, spannende Prosa, seine logischen Gedankenketten mit assoziativer Aufarbeitung seiner Erlebnisse niemals soweit verdichtet, dass sich seine Mühe irgendwann mit der Münze zuerst von Aufmerksamkeit, von zustimmenden (ablehnende Kommentare sind ebenso nützlich) - bis hin zu Käufern von Deichmohles Werke lohnen wird und lohnen muss.Wenn nicht, sollte ihm dies wie Pirincci auch egal sein.

Es ist nicht Erfolg, der Deichmohle zum Dichter und Denker qualifiziert.  "nothing fails like success". Deichmohle bezeichnet Spielkinder als "Pick-up-Artisten". Deichmohles Schmerz gleicht dem Sandkorn in der Muschel, gleicht dem Schmerz, der als Perle seiner prosaischen Projekte auf dem Buchmarkt und in Blogs wächst und gedeiht. Weg ist Ziel und Tantiemen oder Spenden wie am Beispiel Pirinccis, um im Rotlichtmileu als Pick-up-Artist für's Ficken zu zahlen, wäre mehr Ballast als Befreiung - scheint mir. Meine Sätze danken für die herrlichen Geschichten von Deichmohle. Doch die Frage bleibt:

Glaubt Deichmohle, dass Menschen lesend erkennen oder erkennen Menschen nicht mehr, wenn sie sich mehr oder minder bewußt widrigen Ereignissen aussetzen, aussetzen müssen?"

Nachdem Deichmohl mich mit dem mir bislang fremden Wort "Misandrie" vertraut gemacht hat, spielt mein Blog damit. Doch statt Trübsal über den Zeitgeist der Misandrie gegen alte, weißhaarige Männer zu blasen oder sich mit misogynen Gedankenspielen à la Pirincci und Deichmohle die Zeit zu vertreiben, geht die Reise ins Blaue.


Weihnachtsmärkte in Bamberg, Fürstenfeldbruck und München


Nach Sanierungswochen an unserem alten Häuschen, nach einem Wochenendausflug ins benachbarte Neustadt bei Coburg geht es auf eine kleine Urlaubs- und Erholungsfahrt.



Manche in Sonneberg spotten über "Neustadt bei Istanbul", doch was ist Neustadt bei Coburg gegen den Dortmunder Norden, gegen Duisburg, Gelsenkirchen, die Umgebung der Bahnhöfe von München oder Frankfurt? Lassen wir die nutzlosen Fragen!

Meine Winterreise beginnt am vertrauten Stellplatz in Bamberg am Heinrichsdamm.




Nach der Rentnerruhe in Sonneberg inspiriert mich das lebhafte Treiben in Bamberg. Am Stellplatz gibt es gerade noch einen letzten, freien Platz, der mich mit Strom versorgt.




Nach den geruhsamen Stunden, Tagen und Wochen im thüringischen Städtchen gefällt mir der Trubel der Weltkulturerbestadt Bamberg.



Nachdem wir mehr als zwei Jahrzehnte gemeinsam die harten Weihnachtsmarktwochen auf dem Bamberger Maxplatz überstanden haben, ist es geradezu ein Genuss, als Urlauber den Budenzauber zu bewundern.



Der Süßwarenstand, betrieben vom Sprecher der Marktgemeinschaft, hat sich eine bombastische Holzkonstruktion auf sein Hüttendach schrauben lassen.



Diese neue Attraktion mit der Inschrift "Bamberger Schwibbogen" schmücken große Leuchtkerzen.



Der November verabschiedet sich mit einem wunderbaren Sonnentag. Warm eingekleidet fährt ein Freizeitkapitän seine Herzendame über den Regnitzkanal.




Noch vor der Vogelschißperiode entstanden in Kaiser Wilhelms Zeiten wuchtige Gebäude, die die Kriege überdauert haben.


Justiz und Verwaltung, Klerus und Kaufhäuser ließen sich die prächtigsten Paläste bauen.

Heute führt die Kettenbrücke überspannt seit 2010 den Main-Donaukanal als Zu- und Abgang zur Innenstadt, zum Maxplatz mit dem Weihnachtsmarkt.



Jubel, Trubel, Heiterkeit, Glühwein, Bratwurst Seligkeit, Bettler, Straßenmusikanten und Pirincci hoffen auf Spenden.




Den neuen, bombastischen Bamberger Schwibbogen bestaunen die Menschen von allen Seiten.


Auf diesem Platz stand meine Frau mit ihrem Hüttchen bald drei Jahrzehnte.



Vor zwei Jahren drehten sich meine Gedanken um das ewig gleiche, lockende Thema, damals noch als Weihnachtsmarkthüttenknecht meiner geliebten Frau.


"Licht und Spiel" war das Thema ihrer angebotenen Schätze, mit denen sie mich einfing und nicht mehr los lässt bis auf den heutigen Tag.




Kinder ziehen am Steuer ihres ersten Autos begeistert ihre Kreise. Mein Wohnmobil fährt größere Kreise, doch meine Freude hinter dem Lenkrad auf fröhlicher Fahrt in die weite Wunderwelt ist auch nicht anders.




Eine Jahresendflügelfigur verkündet frohe Botschaften. Heute bringt Weihnachtsgeld den Menschen frohe Kunde, auch um Kassen von Händlern, Marktfahrern, Kaufleuten und Geschäftsleuten fröhlich klingeln zu lassen. Bettler, Straßenmusikanten und Poeten wie Pirincci freuen sich über Spenden.


Für 2,49 Euro erbeuten Hungrige ein Paar Bratwürste.



Wer in dem Trubel die Augen offen hält, bewundert kulturelle Leistungen vergangener Jahrhunderte.




Man lasse sich die Wörter genussvoll auf der Zunge zergehen: Apfel-Honig-Punsch, heiße Honigmilche, Heisser Met, Wikinger Blut und Barocker Keltertropfen.




Mit Eindrücken reich beschenkt, dazu Schuhe, den Bedarf kommender Monate an Zahnpasta und Massageöl im Black Friday Rummel gedeckt, geht es zu einer erholsamen Teepause zurück ins warme Auto. Danach sind 60 Kilometer zum nahen Rothsee vor der früh einbrechenden Dunkelheit vor 16.30 Uhr geschafft.


Dezemberstimmung am Rothsee




Zur blauen Stunde steht meine rollende Klause am Stellplatz und hängt wieder am Strom. Die Parkgebührenuhren sind von November bis Dezember abgeschaltet. Die Stromsäule ist noch mit anderthalb Kilowattstunden bezahlt. Das reicht für eine gut geheizte Nacht mit SAT-TV und Internet. Mein Abendessen fällt mit einer Fünf-Minuten-Terrine bescheiden aus. Doch auch das Gericht in der ersten Dezembernacht wärmt und sättigt.






Nach einem Trubeltag in Bamberg tut mir die Einsamkeit gut. Die psychodelische Lightshow des Sonnenuntergangs stimmt mich auf  die Blaue Stunde am Rothsee ein. 



Die Nacht kommt mit dem Frost zum ersten Advent.




Die Hände im eisigen Wasser zu waschen, schmerzt die empfindlichen Finger. Das Wasser hat sich um Meter vom Ufer zurückgezogen.





Muscheln nisten auf der Taucherbrille, die Eiskristalle zieren..


Fürstenfeldbruck

Am ersten Advent hindert kein Stau die 150 Kilometer vom Rothsee nach München. Auf der Fahrt durch den Münchener Moloch lässt sich kein Parkplatz für mein Sechsmeter Gefährt finden. Anfangs bietet mir der Stadtverkehr noch abwechselungsreiche Eindrücke. Doch nach einer Stunde Fahrt durch den Moloch München mit gefühlten Wartestunden vor roten Ampeln reicht es mir.




Als erschöpftem Stadt- und Landfahrer gewährt mir der Stellplatz in Fürstenfeldbruck wieder Nachtasyl mit Strom. Auch hier lässt sich wie in Bamberg zuvor wieder nur ein letzter freier Platz für mein Gefährt finden.




Ein kleiner Weihnachtsmarkt im Kloster Fürstenfeldbruck sorgt für Festtagsstimmung. Frauen schleppen ihre Männer in die Halle, die meist lustlos die ausgestellten Waren betrachten, an denen ihre Frauen fummeln.





Fernsehberichte von Ausstellungen in München machen Besucher neugierig. Das Kloster Fürstenfeldbruck bietet mir kunsthistorische Attraktionen an, weil dort gerade ein kundiger Theologe fröhlich durch das museale Ambiente führt und mit seinem Laserlicht auf Feinheiten hinweist, die den meisten Besuchern verborgen bleiben.

  



Der theologische Experte kennt Namen und Geschichten der dargestellten Figuren, die Jahreszahlen ihrer Entstehung, weiß um die Geschichte des Klosters, welches 1803 säkularisiert in Privathände gelangte. Ein Tuchmacher aus der Halledau wollte die Halle nutzen, um seine Tücher dort aufzuhängen und zu trocknen. Ludwig, der Erste, holte Benediktiner aus Ettal, um das Haus wieder klerikal zu bespielen. Ab 1956 übernahm der Bayrische Staat den Kirchenbesitz.


In der Schatzkammer zeigt der Klosterführer die Prachtgewänder im begehbaren Kleiderschrank. Für die liturgische Schau, Volksbelustigung und -belehrung haben die Kleriker keine Mühen und Kosten gescheut.. In manches Prachtgewand sei beispielsweise ein Pfund Gold eingearbeitet.




Während der Säkularisierung haben die Menschen goldene Wertgegenstände beschlagnahmt und eingeschmolzen. Doch die Goldfäden in den Gewändern haben sie nicht bemerkt. Das Gründerkreuz aus Messing blieb den frommen Brüdern erhalten. Ihr Herz hängt dran.





Im Hochchor trafen sich die Betbrüder zur ersten Messe um 4.30 Uhr.



Am Stellplatz in Fürstenfeldbruck heizt mich die nahe Saune vor der dritten Winternacht auf.





Macht und Pracht im Moloch München



Vier Jahrzehnte in meinem geliebten München lassen sich nicht einfach abschütteln. Die Stadt begeistert mich nach wie vor - als einer der Tausenden Touristen umso mehr, als meine wertvolle Zeit hier schnell vorüber geht. Meine Münchener Tage sind gezählt.




Nun bezaubert mich Urlaub in München ebenso wie Tage in Rom, London, Petersburg, Marrakesh oder Moskau.




In Stadtführungen erfährt man mehr über die Schätze der Stadt wie über den Brunnen, der als einziger im Winter weiter Wasser spendet und dabei den Knaben mit einer Eisschicht bekleidet.



Längst sind die Stadtmauern gefallen. Am Karlsplatz und am Isartor erinnern diese Bauwerke an einstige Befestigungen. Seit meiner Zeit in München 1978 war die Kaufingerstraße, welche vom Karlsplatz zum Marienplatz und dem Rathaus führt, schon eine Fußgängerzone.



Das Kaufhaus Oberpollinger hat seine Schaufenster mit prächtigen Dekorationen zu Weihnachten bestückt.




Mein zweiter Touristentag gilt dem NS-Dokumentationszentrum. An die blutigen Zeiten vor der Vogelschißperiode erinnert dort ein Plakat an furchtbare Not, die Hitlers Aufstieg begünstigte.



Doch erstmal geht es weiter auf der Kaufinger Straße. Dort ist die Augustiner Großgaststätte auch an einem naß kalten Montag Mittag gut gefüllt. Stimmen und Sprachen aus aller Welt hallen im Raum.






Gegenüber der Kneipe lädt die Kirche St. Michael zu ruhiger Besinnung.



Eine Gedenktafel erklärt den Besuchern in der Kirche das Leuchtenberg - Denkmal:

Nach dem frühen Tod ihres Gatten, Eugene de Beauharaais, Herzog von Leuchtenberg (1824) - Stiefsohn von Napoleon I. - beauftragte seine Witwe August Amalie Louise, eine Tochter des Königs Maximilian I. von Bayern, den in Rom ansässigen Dänen Bertel Titoraldsen, den wohl berühmtesten Bildhauer jener Epoche, mit der Gestaltung dieses Grabmals. Das Monument ist in neoklassizistischem Stil gehalten. Sein architektonischer Anteil wurde von Leo von Klenze gestaltet. - Das Grabmal erinnert an eine der denkwürdigsten Verknüpfungen der bayerischen mit der französischen Geschichte



Vor der Kirche kämpft der Gute gegen das Böse. Who is who? Wer ist der Gute, wer ist der Böse?
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Früh am Morgen gibt es noch keine Kunden an den zahlreichen Glühweinständen.


Ein Marktstand verkauft Glaskunst aus Lauscha in Thüringen. Lauscha, nicht weit von Sonneberg, liegt wunderschön im Thüringer Wald.


Die Polizeistation in einer Seitenstraße ist - wie alles in München - geschichtsträchtiges Gelände - mit Blut getränkt.



Die Kirche im Modell wirbt für eine Weihnachtsmarkthütte.



Touristen aus aller Welt kaufen Bierkrüge, Kuckucksuhren oder auch einen Wolpertingen, eine Fantasiefigur aus verschiedenen Tierteilen, Preis 625 Euro.





Das Rathaus haben die Münchener sich ab dem Jahr 1902 gebaut. Es ist der Mittelpunkt touristischer Neugier.


Um 12.00 Uhr Mittags tanzen Holzfiguren im Kreis. Touristen recken ihre Hälse, zahllose Kameras archivieren das Spektakel.



Gegenüber dem Rathaus ist ein mittlerweile stark verkleinertes Buchgroßkaufhaus mit WLan, einem kleinen Cafe und im Bild für die Esoteriker Buddhas, Räucheröle, Kerzen und all dem Klimbim zur erleuchtenden Erbauung.



In den Jahren zuvor war fast nie Zeit, München zur Adventszeit zu besichtigen. Es macht Freude, das jetzt nachzuholen.



Zwischen Rathaus und Viktualienmarkt steht das Spielzeugmuseum. Früher tagte dort das Stadtparlament.





Wer langsam durch die Gassen schlendert, findet in zahlreichen Ecken und Winkel merkwürdige Steindenkmäler.





Als gewaltiges Großprojekt haben sich die Stadtplaner die zweite Stammstrecke vorgenommen. In 48 Meter Tiefe führt ein elf Kilometer Tunnel eine weitere Schienenstrecke unter der Stadt parallel zur ersten Stammstrecke.




Unsere Wohnung lag etwa 10 Minuten U-Bahn-Fahrt vom Rathaus an dieser Linie U6. Wer im Moloch München an Macht und Pracht teil haben will, muss sich immer mehr anstrengen.






Hier erhalten die Baumeister die Fassade. Dahinter ist das Gebäude entkernt und wird neu aufgebaut.




Tja, lieber Pirincci, lieber Deichmohle, von einer Lesung im Literaturhaus in der Hauptstadt der Bunten Bewegung träumt ihr vergebens.



Selbst in meinen vier Jahrzehnten im Münchener Großraum ist es mir nicht gelungen, all die verwinkelten Straßen und Gassen im Innenstadtbereich zu kennen.


Ein neuer Tag als Tourist lässt mich bei Sonnenschein weitere Wunder erforschen. Mein Ziel ist das NS-Dokumentationszentrum.




Oft waren wir nicht im Theater. Bei meinen Münchener Jahren mit drei Frauen stand mit einer der Holden einmal "Der Widerspenstigen Zähmung" auf dem Programm.




Obgleich mir mein Presseausweis Freikarten für den Theaterbesuch zugestanden hätte, war der Arbeitsstress zu groß, um davon Gebrauch zu machen.



Eine der Damen, die mit mir mein Leben hier teilten, ließ sich in der Uni München in der Geschwätzwissenschaft als Filosfickerin ausbilden. Jedenfalls nannte sie so ihr Studienfach, welches ihr den Titel einer Magister*In verlieh.




Belämmerte, brotlose Blogs verblassen wie Spuren im Sand, das Denkmal LUDWIG I KOENIG VON BAYERN steht da wie für die Ewigkeit. Und auch er hatte Stress, wie Männer meistens, mit der irischen Tänzerin Lola Montez. Seine Königin Therese verübelte ihm seine Mätresse.



Heute nimmt man das eher sportlich, wenn Männer aus der ersten Reihe wie Maas, Seehofer, Berlusconi, Strauss-Kahn sich Seitensprünge erlauben oder ihre Alte mit Kindern abservieren, um sich mit neuer, putziger Gespielin aufzubretzeln. Schröder und Fischer haben mich mit meinen wenigen Lebensabschnittsgefährtinnen längst mit der Anzahl ihrer Damen überholt. Wozu wäre sonst auch Geld und Macht gut, wenn nicht für Weiber und CO2 verschleudernde Vergnügungen?


Wie auf vielen Plätzen steht auf dem Wittelsbacher ein Reiterdenkmal, derzeit von Jahrmarktsbuden umlagert. Man würde sich langweilen ohne die Attraktionen zur Weihnachtszeit.


NS-Dokumentationszentrum





Nach langem Spaziergang ist dann mein Ziel erreicht.


Das Zentrum dokumentiert den Aufstieg Hitlers in eindrucksvollen Dokumenten.


Wie es zu diesen mörderischen Spannungen unter den Menschen kommen konnte, verdeutlicht die Kurve der Geldentwertung.




Mein Besuch von wenigen Stunden in dem Haus reicht nicht, um die Geschichte Münchens in der Zeit zu verstehen. Doch es ist verständlich, wie aus der Hauptstadt der Bewegung mittlerweile die Hauptstadt der Bunten Bewegung werden konnte.



Mein zweiter Touristentag im Moloch München hat mich mit beeindruckt und erschöpft.


Es wird nicht mein letzter Ausflug nach München gewesen sein. Danach freut mich wieder meine Rentnerruhe daheim.



Danke für die Blumen, lieber Volker!