18 September 2021

Weltkriegsmuseum Danzig, Malbork, Torun, Pirincci und Covid-Impfungen


Schweren Herzens geht es von Danzig zurück. Der Herbst mit fallenden Blättern, viel Regen, die Wahl und das Ende der Reisesaison 2021 stimmen trübe wie das Kriegsmuseum. Wunderbare Eindrücke wie die größte Backsteinburg der Welt in Malbork und die Welterbe Stadt Thorn lassen mich hoffen, Herbst und Winter zu überstehen. Stets freut mich Freund Pirincci. Es gibt Ärzte, die vor Covid-Impfungen warnen. Was soll man davon halten?




Polnische Soldaten stärken sich psychologisch für ihren Dienst im Kriegsmuseum. Wenigstens dies eine Museum in Danzig soll mir mehr über die polnische Sicht auf ihre Geschichte erklären.


Das Museum verleiht Stalins Kriegführung ein weitaus höheres Gewicht, als dessen Rolle bei uns in Deutschland beleuchtet wird. In Deutschland beschäftigen sich die meisten Medien und Publikationen mit H.H. und seinen "willigen Vollstreckern".


Der Audio-Guide leitet mich von Raum zu Raum und lässt die Geschichte lebendig werden.


KdF heisst Kraft durch Freude.


Solche Plakate hat auch mein Mütterchen selig als Mädchen in Danzig auf Linie gebracht.



Gegenüber den spektakulärer Installationen in französischen Kriegsmuseen hängt diese Stuka eher wie ein Witz an der Wand.


Dieser Raum zeigt die Trennlinie, mit der sich H.H. und Stalin Polen aufteilen wollten. Die rote Linie an der Wandkarte zeigt auf andere Art die Pläne dieser verbrecherischen Landräuber.


Der Terror der deutschen Besatzungsarmee wird nie vergessen, nie vergeben.


In diesem Dokument wollten Ribbentrop und Molotow das Schicksal Polens besiegeln. Ribbentrop starb nach dem Urteil der Nürnberger Prozesse durch den Strang.


Wer durch den Gang geht, spürt förmlich den Druck des Braunen und den Roten Terrors auf Polen.





Vor dem Krieg zeigt diese Geschäftsstraße blühende Geschäfte.


Die aufgestapelten Koffer hinterließen deportierte Juden nach ihrer Ermordung.


Der Eid der Partisanen



M4 Sherman Firefly Panzer: Die Allierten produzierten mehr als 59.000 Kampfwagen in verschiedenen Varianten. Dieser Panzer trägt Farben und Markierungen des 24. Uhlan Regiments der ersten polnischen bewaffneten Division.



Das war die Glocke der Gustloff, welches auf der Flucht "heim ins Reich" ein russisches Torpedo versenkte. Wahrscheinlich versanken mit dem Schiff mehr als 10.000 Menschen im eisigen Meer.


Die beiden nächsten Bilder schreiben mehr zu diesem kleinen Kunstwerk.




Wie man anfangs die blühende Geschäftsstraße vor dem Krieg sah, geht man am Ende der Ausstellung durch die Ruinenlandschaft der gleichen Straße.


Geschafft! Bei aller Faszination des Grauens strengt mich der Besuch an. Ein Blick zurück auf die einzigartige Architektur des Museums, dann bringt mich das bunte Treiben an der Mottlau wieder auf frohere Gedanken.



Obgleich der Himmel sich mit bedrohlich dunklen Wolken zuzog, war mir nicht danach zu Mute, die acht Kilometer vom Museum zum Auto zu radeln. Ein Restaurant an der Mottlau sollte mich vor der Strecke eine Fischsuppe stärken. Auf dem Schirm auf der Terrasse prasselte der Regen, Blitze zuckten, Donner rollte. Der Kellner brachte mir nichts, denn das Unwetter stoppte den Gastronomie Betrieb. Im Innern des Gasthauses waren alle Plätze besetzt. Also blieb mir nichts anderes übrig als zwischen zwei Wolkenbrüchen so schnell wie möglich heim zu radeln. Das Wasser stand zehn Zentimeter hoch in der Ausfahrt des Camps.

Sonntag in Danzig

 


Danzig lässt mich nicht los. Der Sonntag brachte keinen neuen Regen. Also geht es für mich wieder in die schöne Stadt.



Wie so vieles weisen auch diese Bahnschwellen darauf hin, wie Danzig erneuert wird.



Die Straße zur Innenstadt ist wegen eines Marathonlaufes gesperrt, Fahrradfahrer kommen durch.

 

Erstmal führt mich mein Weg in weniger prächtige Vorstadtgebiete.



Diese Straßenbahn wird nie mehr fahren. Die Räder sind fest gerostet. Dennoch hat noch niemand die Scheiben eingeschlagen.



Die Fenster des alten Hauses sind mit Holzplatten verschlossen.


Der Marktstand hat am Sonntag geschlossen.


Eine weitere Ruine wartet darauf, dass ein Investor daraus wieder einen Prachtbau entstehen lässt.



Paddler vergnügen sich am Sonntag auf dem Wasser.



Zwischen den ruinierten Häuser und den Prachtbauten liegt der Fluß.






Die Bewohner sehen auf der anderen Seite des Flusses die Ruine.



Gesang und Orgelklang lässt sich in Kirchen hören, an denen mein Weg vorbei führt.





Hinter diesem Innenhof geht es in die Kirche.


Mein Bild durch die verglaste Eingangstür stört nicht die Andacht der Gläubigen.



Der Mönch hat schon den Korb unter dem Arm, mit dem er bei Ende der Vorstellung die Gottesdiensbesucher abkassiert.



Moderne Brücken führen über alte Eisenbahnschienen.





Mehrspurige Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen mindern die Lebensqualität im alten Backsteinbau.




Zwar sind die Geschäfte am Sonntag in dem Einkaufstempel geschlossen, doch verschiedene Gastronomiebetriebe arbeiten. Mich verwöhnt der Tempel mit einer oppulenten Salatschüssel.



Radler können mit Werkzeug und einer Fußpumpe ihren Drahtesel vor dem Einkaufstempel  reparieren.




Mich hat beim Essen die Sorge um mein E-Bike draußen vor der Tür beunruhigt. Das ist zwar durch ein dickes Schloß gesichert, doch mit Akku betriebenem Werkzeug oder einer schweren Zange lässt sich das Schloß schnell knacken.




Mir scheint es sicherer, mit meiner großen Salatschüssel den Tempel zu verlassen, um draußen bei meinem E-Bike zu speisen.




Draußen auf dem Rad fällt mir nach etwa fünf Minuten ein, dass mein Rucksack im Tempel auf meinem Platz am Salat-Bistro liegen geblieben war. Der Rucksack liegt - erwartungsgemäß - nicht mehr auf dem Stuhl, auf dem er hätte liegen sollen.


Wie angenehm überrascht mich die Dame an der Salat-Bar, dass jemand meinen Rucksack bei der Information abgegeben hätte.



Mein neuwertiger Rucksach mit Salz, Löffel, Messer, Stadtplan, Regenponcho, Power-Pack ist wieder bei mir: Welches Sonntagsgeschenk im schönen Danzig!




Bei diesen Standbildern fällt mir nur ein spöttischer Kommentar ein: "Wider die feministische Femokratie!"










Ohne etwas zu verzehren, lassen sich die letzten Stunden an der Mottlau auf einem der dort stehenden Sessel genießen. Am anderen Ufer steht der Konzertsaal. Davor mühen sich Paddler gegen die Strömung. Doch die ist nicht stark.








Am Strand nahe des Camps geht an meinem letzten Abend die Sonne unter. Ein abgehärtetes, altes Paar badet noch in der Abendsonne.




Malbork - Marienburg


Etwa 65 Kilometer Südost liegt meine nächste Station in einem ruhigen Park nahe der Burg.





Nach einem Platzwechsel findet die SAT-Antenne ihr Astra-Signal. Damit unterhält mich weitere Wahlplauderei in der ARD, während ein Bild nach dem anderen hier den Blog füllt. Hierfür ist 220-Volt nötig, da Computer und Fernsehen etwa ein Kilowatt in 24 Stunden verbraucht. Das schaffen die beiden Bordbatterien nicht.


Die Marienburg gilt als das größte Werk der Backsteingotik.












Der Besuch der Burg braucht einen neuen Tag. Erst geht es kreuz und quer durch das kleine Städtchen, zum Einkauf, zur Besichtigung.





Von vielen Regalen in dem Großkaufhaus kann hier der Kunde aus biologischen Produkten wählen.




Bevor mich das touristische Programm der Burgbesichtigung begeistert, steht der Einkauf auf meinem Programm.





Doch immer wieder geht es zurück zu dem einmaligen Welterbe-Bauwerk.







Sollte mir die Morgensonne die acht Meter große Figur beleuchten, kommt ein besseres Bild.








Dies, sagt ein Schild, sei "die Pfarrkirche / XIII-XV Jh."




Ein Selbstbedienungs-Restaurant versorgt mich zum Ausklang des schönen Tags mit Teigtaschen. Die sind mit Spinat und Käse gefüllt.


Der Welt größte Backsteinburg



Es fühlt sich an, als seien die anstrengenden Besuche an Gedenkstätten wie dieser Marienburg ein wenig wie Pflicht, wie anstrengende Aufgaben einst in der Schule oder im Job. Denn die Faszination des Welterbe-Bauwerks muss man sich in langen Stunden erarbeiten. Es beginnt mit der acht Meter hohen Statue.






An der Außenmauer sieht man, wie weit und lange Besucher gehen müssen, um all diese Pracht zu sehen.




Der erbitterte Kampf der vorrückenden Roten Armee gegen den Widerstand der deutschen Besatzer hinterließ ein Trümmerfeld.





Der Audio-Guide erklärt die Orte und Sehenswürdigkeiten, an denen sich der Besucher gerade befindet.




Mit dem Baubeginn von 1274 entstand im Laufe der Jahrhunderte das mächtigste Bauwerk der Backsteingotik weltweit.



Der Audio-Guide erzählt, dass die Burg niemals eingenommen worden sei. Weitere Fakten kann man bei Wiki recherchieren.








In einem Seitentrakt bewundern Besucher eine Bernsteinausstellung. Der Audio-Guide spricht davon, dass wegen des Monopols auf den Bernsteinhandel die Truppen der Ordensritter Danzig und weitere Ländereien erobert hätten.



Diese vier Herren seien die Hochmeister gewesen, welche über Jahrhunderte die Geschicke der Backsteinburg und der verwalteten Gebiete geregelt hätten.





Der Sommersaal war ungeheizt.





Die Architektur repräsentiert Macht und Größe.



Von dem Sommersaal, in dem man durch bunte Glasscheiben den Sonnenuntergang bewundern kann, kommt man in den Wintersaal.



Diese Räume wurden zum einen durch einen Kamin und zum andern durch Lufteinlässe im Boden beheizt.




An diese Pulten verfassten Schreiber Schriften und Verordnungen. Diese wurden versiegelt und gingen mit Postreitern an Empfänger in verschiedenen Stätten. Die 150 Kilometer bis Königsberg konnten Postreiter bei gutem Wetter und mit welchselnden Pferden bei etwa 30 km/h in etwa fünf Stunden bewältigen.



Mir fehlen Zeit, Lust und Energie, mich mit der Geschichte der Burg und ihrer Besucher zu beschäftigen. So sah der König von Polen Stanislaus Leszczynski (1677-1766) aus.






Diese Schlacht bei Tanneberg fand 1410 statt. Wiki:


 Das Heer des Deutschen Ordens unter Hochmeister Ulrich von Jungingen sowie Aufgebote der preußischen Landstände und eine unbekannte Zahl von Söldnern nebst west- und mitteleuropäischen Rittern trug dort das entscheidende Treffen gegen eine gemeinsame Streitmacht des Königreichs Polen unter König Władysław II. Jagiełło sowie des Großfürstentums Litauen unter Großfürst Vytautas aus. 

 


 




Auf dem Brunnen thront ein Pelikan. Nach der Mythologie soll der Pelikan seine Brut mit eigenem Blut bis zur Selbstaufgabe sättigen. Das wiederum symbolisierte das vergossene Blut von Jesus am Kreuz für uns arme Sünder.



Die Großküche musste die Burgbesatzung täglich verköstigen.






Während die Mönche speisten, unterhielten und belehrten sie Vorleser von Bibeltexten.





Mittlerweile hat der Chronist schon einige Stunden auf den Beinen hinter sich, auch wenn mich das Restaurant derweil schon mit Hering und Tee gestärkt hatte.





Mein Rundgang ist geschafft! Die nächste Touristentruppe an der Pforte lässt sich von einem Führer durch die Anlage schleifen. Zumindest hatte mein Audio-Guide den Vorteil, mir die Tour einteilen zu können.



Thorn - Torun



Etappe Malborg - Torun: Mit 20 Zloty Autobahngebühr waren die 150 Kilometer leicht bis zum Mittagessen zu schaffen.





Die Brücke über den mächtigen Fluß Weichsel war mir eine Fotopause wert.




Die Abtei von Pelpin war mir die nächste Pause wert. Laut einer Tafel begannen die Zisterzienser-Mönche ab 1276 damit, sich an diesem Ort anzusiedeln. Auf der Landstraße mit Durchfahrten durch kleine Bauerndörfer überrascht mich diese mächtige Backsteinkirche.





Nach meiner Fahrt über die alte Weichselbrücke in Thorn gibt es auf der anderen Flußseite einen komfortablen Platz für mein rollendes Haus. Da Computer, Telefon und das Ladegerät für den E-Bike-Akku mindestens 1000 Watt in 24 Stunden verbrauchen, ist der Stromanschluß zwingend.




Mit etwa zehn Kilometern hat meine erste Fahrt über das holprige Altstadtpflaster mir schon viele erstaunliche Schönheiten von der Weltkulturerbe-Stadt Thorn gezeigt.






Vom Ufer des mächtigen Flusses blickt man auf Stadtmauern, Türme und hohe Gebäude in der Altstadt.



Hinter dem Stadttor führen die kleinen Straßen in die Altstadt. Erste Lokale rechts und links des Weges locken hungrige Touristen.



Diese kleinen Straßen bezaubern mich immer wieder, auch wenn die holprige Fahrt über dieses Pflaster schwer fällt.






Namen und Geschichte der Bauwerke werden mir immer weniger wichtig. Auch in offene Räume der Kirchenpaläste zieht es mich weniger als auf früheren Reisen.




Als Genussradler, als Genussreisender, als Genießer gehobener Gastronomie passt die herbstliche Jahreszeit zu meinem "herbstlichen, alten Tagen".




Schöne Marktplätze, schöne Häuser, schöne Menschen, schönes Wetter - Friede, Freude, Speiseeis.....




Thorn stellt in der Einkaufstraße auch das Standbild einer Dame auf, die sich anmutig abhebt von den Herren hoch zu Roß mit erhobenem Schwert als Kämpfer gegen feministische Femokratie.




Passend zu Farbe und Dekoration kauft man in dem Laden Pfefferkuchen, eine Spezialität in Thorn, und Schokolade.




Hier sind Teller, Tassen, Vasen und Töpfe in fröhlichen Farben zu kaufen.




Der Herr auf dem Sockel ist Nikolaus Kopernikus. Der Herr erlaubte sich in einer Streitschrit revolutionibus zu behaupten, dass sich die Erde um die Sonne drehe. Die klerikalen Eliten zensierten diese ketzerische Ansicht bis 1820, steht in meiner Broschüre. Diese liebenswerten, bunten Druckwerke verteilen Touristeninformationen in fast jeder besseren Stadt - in einem Welterbe-Zentrum allemal.




Wundervolle Bauwerke in der Altstadt verdienen das Prädikat "Weltkulturerbe".




Zwei alte Damen versuchen bei ihrem Selfie den Geiger im Hintergrund mit ins Bild zu bringen.



Ratsherr in diesem Rathaus zu sein, sollte ein ehrenvoller Job sein.



Die Taube auf der Laterne kommt mit auf das Bild. Das Türmchen auf der linken Seite, welches zur Symetrie des Bauwerks gehört, schafft mein Objektiv nicht.




Noch ein paar Bauten für den Blog bevor es zum Abendprogramm ins Auto heim geht.




Wolken vermasseln ein wenig die Aufnahmen, wo Sonnenschein mehr Farbe ins Bild bringen würde.




Das Theater: Sicher wären auch Theatervorführungen oder Konzertveranstaltungen ein spannendes Vergnügen. Doch mit ein wenig Fantasie sieht man wie sich die ewig gleiche Geschichte wiederholt. Vor vor Jahrhunderten kämpften Ordensritter um das Bernstein-Monopol. Heute kämpfen Krieger um Öl, Gas oder um Flatterstrom. VW-Manager betrügen und belügen ihre Kunden, Strafverfolgungsbehörden kämpfen gegen Täter. So geht es endlos fort und fort in all dem kosmischen Theater. Muss man das haben?




Mich wundert es nicht, dass sich Bauern, Arbeiter und Handwerker erschöpft vom Tagwerk und den Abgaben, zumindest am Sonntag in sakralen Hallen ausruhen wollten, sich bei bunten Heiligenbildern, Orgelklang und frommer Ansprache entspannen wollten, wenigstens einen Sinn all ihrer Leiden sehen und verstehen wollten. Haben heute Veranstaltungen wie in Fußballarenen nicht eine vergleichbare Funktion?




Jedenfalls unterhält mich dergleichen Camper-Philosophie auf meinen Reisen und bei meinen stillen Betrachtungen von prächtigen Bauten und eindrucksvollen Landschaften.



Gleich bei meiner ersten Stadtrundfahrt klickt mein Fotoapparat soviel Bilder wie möglich in den Kasten. Denn das Wetter ändert sich und beim Regen am nächsten Tag vergnügt mich eine Pilgerfahrt in irgendeinen Einkaufstempel. Doch den muss man erstmal finden.




Hier am Camp auf anderen Seite der Weichsel gibt es zwar einen Bahnhof. Auch gibt es eine alte Dampflok auf dem Bahnhofsplatz. Doch da kann sich der hungrige Reisende nur aus einem Automaten mit Schokoriegeln und süßen Brausen stärken.


Abschied von Thorn


Manch Leser mag über Bilder wie Texte gelangweilt scrollen, doch das mindert nicht mein Vergnügen, meine Reise zu dokumentieren. Camps hatten weder in Malbork noch hier in Thorn brauchbare WiFi-Anbindungen. Doch T-Online gibt mir die nötige Brandbreite mit einer Prepaid-Karte, zwei GByte für 9,95 Euro. Das letzte zwei GByte Deputat war in vier Tagen aufgebraucht, dann geht es nur mit 64 KBit/s weiter. Damit lässt sich kein Blog gestalten.


Der Huawei-Router mit dre Prepaid-Karte von T-Mobil schafft mir volle Bandbreite und leitet die Daten per WLan an meinen PC. Also geht es weiter mit Abschiedsbilder aus Torun/Thorn, auch wenn weitläufige Internetrecherche über die Übel der Zeit mir nicht den Urlaubsspass verderben sollen.




Der "tourist + business guide" Torun schwärmt von Radwegen. Ein Versuch gestern nach Nieszwawka war allerdings weniger begeisternd. Denn nach einigen Kilometern hörte der wunderbare Radweg auf. Die Straße bei überholenden Kleinbussen mit Anhängern ist nicht ungefährlich. Der Bürgersteig teilweise hügelig.




Wenn Regen und Ärger mit der Internetanbindung mir den Tag vermiesen, hilft am Abend eine kurze Stadtfahrt, ein Essen beim Inder, eine Dusche und ein TV-Abend nach dem Studium verschiedener Broschüren aus der Touri-Information. So über den Radverkehr - von mir übersetzt:

- Trinken und Radfahren ist ein Verbrechen in Polen. Du kannst bis zu ein Jahr in den Knast kommen, wenn du besoffen fährst. Erlaubt sind 0.2 ml Alkohol in einem Liter Blut.

- Fahrraddiebe: Polen klauen Fahrräder. Schaff Dir ein solides U-Schloß an und traue niemandem. Die meisten Räder klauen die Polen in Gebäuden, wo die Leute sie bei Tag und Nacht aufbewahren. Aber auch Räuberei passieren auch auf den Straßen.

- Polizei: Erwarte nicht, dass ein Polizist irgendeine fremde Sprache spricht oder versteht. Wenn du einen Raddiebstahl oder sonst ein Verbrechen anzeigst, musst du dabei mit bis zu sechs Stunden rechnen. Es hilft dir auch nicht, wenn du perfekt Polnisch sprichst oder mit einem Dolmetscher kommst.

 

Mein geliebtes Stahlross aus den Augen zu lassen, beunruhigt mich. Nachts ist es doppelt am Auto angeschlossen.




Diese Herren gehören alle zum Thema "wider feministische Femokratie".



Wer will, kann ja bei Wiki recherchieren, welche Verdienste sich dieser General erworben hat. Auch einer ""wider feministische Femokratie".




Verteterinnen der feministischen Femokratie mögen noch so wütend neue Männer einfordern, die das Land brauche. Doch ohne Militär und seine Führer wie diesen hochverehrten General lässt sich kein Staat machen.


Auch Mütter haben sich verdient ums Vaterlang gemacht, solch prächtige Kinder großzuziehen, die hier vor dem Denkmal von Kopernikus vorbei laufen.


Der Herr allerdings steht in Diensten der "feministischen Femokratie" mit dem ewigen Gebrabbel der verehrten Jungfrau Maria mit ihrer unbefleckten Empfängnis. Mir stehen Sprüche wie beispielsweise von Bhagwan näher.

So enstand nach meiner letzten Indienreise 1996 mein Buch "Erleuchtung" in Poona. Bhagwans Brabbeln war dort in Poona auf Video aufgenommen und zu hören. Mein Buch erzählt davon.





"Bhagwans Visionen fünf Jahre vor seinem Tod gehen an die Nerven: Drei Viertel der Menschen sind zu viel für die Erde. Also 20 Jahre absoluter Geburtenstop, Abtreibung frei überall, Kinderlosigkeit belohnt, Kinder hart  besteuert. Dazu helfen ein paar Kriege, ein paar Seuchen, die Menschlast für Mutter Erde zu mildern."

Das Buch gibt's bei Amazon auf Papier oder als freien Download:
http://www.n0by.de/2/bha/PDF/Erleuchtung_in_Poona.pdf


Genug davon, bleiben wir in Torun/Thorn. Das macht mehr Spass - mir jedenfalls. Leider beleuchtet wieder keine Sonne die Szene. Also muss man mit dunkleren Bildern vorlieb nehmen, denn morgen ist Abfahrt aus Torun.




Auf dem mittleren Wohnklotz steht in der blauen Anzeigetafel auf dem Dach:

UNIWERSYTET MIKOLAJA KOPERNIKA W TORUNU

Soviel Polnisch versteht wohl jeder, oder?



Hier handelt es sich wohl um eine Konzert- oder Kongresshalle, die nach allen Regeln der Betongießerzunft ihre skurrille Form zeigt.




Vergrößert lässt sich für mich zumindest unter dem Gitter die Inschrift lesen, deren Sinn mir verborgen bleibt: WALCZACYM ZA POLSKE WOLNA I NIEPODLEGLA W LATACH 1944 - 1964 CS SC I CHWALA ORUN ANIE


Den Wegweiser nach Göttingen kann jeder lesen und verstehen, oder?





Die Fachschaft der Psychologen hat sich ein passendes Gebäude in diesem Turm geschaffen. Später im Blog kommt ein weiterer Turm, welcher als Gefängnis dient.



Hier ist auch einmal einer Dame ein Denkmal gewidmet. Die Webseite (siehe Bild) führt die Dame noch mit generischem Maskulinim als GENERAL ELIZABETH ZAWACKIA auf.



Das goldige Grauvieh war ab 1629 ein Folterinstrument für Verbrecher. Mit scharfer Klinge im Rücken mussten die Gangster darauf zu Schmerz, Schimpf und Schand aushalten.



Selbst in der Altstadt, durch die es mich auf meist holprigem Kopfsteinpflaster kreuz und quer zieht, gibt es an manchen Stellen noch Häuser nahe dem Verfalldatum.





Dann wieder blick man in ein gut renoviertes Areal, wo alte Mauern einen neuen Fußballplatz begrenzen.


Dreht sich der Betrachter um, sieht er diese verslumte Ruine mit zugemauerten Fenstern und der hohen Kunst der Wandmalerei.








Hinter dem Stadttor kommt die Uferstraße der Weichsel.



Wenig außerhalb der Welterbe Mittelalter-Szene verläuft ein vergleichbare Straße wie in München ein Altstadtring. An prächtig renovierten Herrschaftshäusern rumpelt die Straßenbahn vorbei. Doch Nachts ist es vermutlich ruhig.





Wenn man zählt, wieviele große Kirchen auf engem Innenstadtraum entstanden sind, kann man sich vorstellen, dass diese Stadt einst steinreich gewesen sein muss.



Die Straßenlaterne drängt sich vorn frech und groß ins Bild. Doch die Kirche ist größer.




Hundi will Gassi gehen und bringt Herrchen den Hut.


Nun neigt sich der Blog dieser Woche seinem Ende zu. Noch eine letzte Runde auf dem Rad durch diese wunderbare Zauberstadt, ein prächtiges Abschiedsessen in einem guten Restaurant, dann wird es schon früh dunkel und Zeit für die gemütliche Autostube.




Nach langer, langer Suche ist dann auch der Turm wieder gefunden, der mich gestern abend so erstaund hat.



Auch wenn ein Postauto davor steht, hat der Turm nichts mit der Post zu tun. Die Fenster sind durch Sichtblenden verhangen. Hinter den Stacheldrahtrollen döst ein Wachtposten. Ob er den Hofgang der Gefangenen beaufsichtigt? Jedenfalls ist klar: Dieser Turm dient als Verließ, heute Gefängnis genannt.




Dies Gebäude kommt deshalb noch in den Blog, weil über der Front die Inschrift prangt: "UNIWERSYTET MIKOLAJA KOPERNIKA". Kopernikus läuft einem in Torun dauernd irgendwo und irgendwie über den Weg. Doch auch für seine Pfefferkuchen ist Torun berühmt, die allerdings sehr süß und mit Marmelade gefüllt sind.


So geht es denn heim über die Weichselbrücke in die heimische Stube. Erstmalig kämpft ein Schubschiff gegen die Strömung. Bei näherer Betrachtung lässt sich auf dem geschobenen Kahn ein Baugerät mit blinkendem Warnlicht entdecken. Das gehört zu den Renovierungsarbeiten an der Brücke. Im nächsten Jahr wird vermutlich schon auf beiden Seiten der Brücke ein Radweg in die Altstadt führen.





Beim Abschiedsbesuch überrascht mich wieder einer dieser fürchterlichen Regenschauer, die hier wohl üblich sind.



Wunderbare Palmenlandschaft überrascht mich in der Torun Plaza. Weil mir nicht einfiel an dem trockenen Tag meinen Regenponcho mitzunehmen, bietet mir ein Sportgeschäft eine wasserdichte Plastikjacke für 169,99 Zloty an. Wieso die Kasse dann noch mal 23 Prozent drauf packt, ist mir schleierhaft. So bucht die Cash-Card-Maschine 39,07 Euro von meinem Konto ab und nur meine Hose wird Regen nass.



Pirinccis Kampf gegen Windmühlen

Mittlerweile langweilen mich die immer hoffnungsloseren Zustände in Buntschlandland. Wenn Pirincci die Feder für seine Leser wetzt, dann gibt es einen Lichtblick - auch nicht mehr als eine Fatamorgana eines Durstenden in der Wüste, der einen Bierkrug halluziniert. Wer Spass an Pirinccis unsterblichen Werken hat, der gönnt sich sein neuestes Machwerk - immer hart an Meldemuschis Aufstand und Aufschrei entlang, die den Wortmeister als volksverhetzenden Nazi hinhängen wollen. Verursacher dre Misere sind augenscheinlich femistisch femokratische Furien, an deren Schürzen und Schlüpfern hopsende Hanseln hängen.





Akif schreibt:



"So verhält es sich auch mit dem Fetisch der Deutschen, dem Ausländer. Ohne ihn ist er nichts, weil ihm seine eigene Identität abtrainiert wurde."


Neunzehnhundertachtundsechzig kam mir als 20jähriger der aufkommende Jugendprotest gerade recht. "Der Tod", hieß es, "ist ein Meister aus Deutschland" und viele Väter, wie meiner als Oberstleutnant in Paris, waren Soldaten. Und weiter hieß es: "Soldaten sind Mörder!"

Deutsche Nummernschilder, welche die Zeichenkette "KZ" enthielten, wurden abgeschafft, weil solche Fahrzeuge im Ausland beschädigt wurden. Bei einer Schülerfahrt nach Frankreich 1965 war für mich der Abstand zwischen Franzosen und uns Deutschen spürbar. Dieser Abstand war letztes Jahr bei meinen Besuchen der Invasionsmuseen an der Normandie immer noch zu spüren.
 
Derzeit wiederholt sich eine Polenfahrt an der Ostseeküste nach Danzig. Die Küste und die Stadt hatten wir 2005 schon einmal erforscht. Rewal, Kolberg, Lewa und Danzig ist immer noch 2021 eine "Kopftuch freie Zone". Man wird das Gefühl nicht los: Polen gehört den Polen!

Vor 16 Jahren waren die Lebensverhältnisse in Danzig für uns als Camper eher primitiv. Jetzt scheint das Leben in Danzig aufgeblüht, wohl geordnet und sehr viel wohlhabender zu sein. Derweil wachsen in bestimmten Gegenden wie in Dortmund, Duisburg, Köln, München und Mannheim Slums, Dreck und Müll, Schmiererei an Wänden bis zu Vandalismus an Autos, Kiosken und Geschäften. In manchen Gegenden ist man bei Dunkelheit seines Lebens nicht mehr sicher. In manche Ghettos traut kaum die Polizei mehr hinein.

Kurz und schlecht: Deutschland baut ab, Polen baut auf.


 



Doch Medien wie politische Eliten in Deutschland und im EU-Parlament, Höchste Richter im EuGH beklagen und bekämpfen den "Verlust europäischer Werte" in Ländern wie Polen und Ungarn. Leben Menschen in Visegrad-Staaten ohne den von Pirincci beschriebenen Fetisch? Vielleicht haben die Visegard-Staaten anderes Polit-Personal?







Impfung - ja, nein oder vielleicht?


Meine medizinische Unkenntnis kann mit "Spikes", die sich irgendwo andocken, nicht anfangen. Spike-Reifen gibt es heute noch für Fahrräder, das lässt sich "begreifen". Politprofis wie Alice Weidel und Sahra Wagenknecht lassen sich nicht impfen. Für meine alten Jahre mit geschädigter Lunge könnte Covid das Ende sein. Jedenfalls erreichen mich auch Informationen, welche mich an Covid-Impfungen zweifeln lassen.



Von Stil und Inhalt scheinen diese Nachrichten jedenfalls von medizinischen Experten zu kommen. Wer das lesen will, kann sich das PDF laden.  


Andere Nachrichten verteidigen Prof. Bhakti, der laut übler Nachrede ein Schrecken ohnegleichen sein soll.


Auf der Web-Seite ist zu lesen:


Die Initiative „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ (MWGFD) ist ein Zusammenschluss von in Medizinberufen tätigen Personen und Wissenschaftlern, die sich in Forschung und Lehre mit den Themen Gesundheit, Freiheit und Demokratie beschäftigen. Wir haben uns während der Coronakrise in unserer Kritik an den überzogenen Beschränkungen zusammengefunden.


Wenn man sich dann noch mit dieser Grafik der Todesraten in Israel nach der dritten Impfung ansieht, kann man sich nur am Kopf kratzen oder hoffen, dass diese Fälschung die Menschen in die Irre führen sollen.




Mir fehlt das Verständnis dafür, aber Infos anderer Art sind mir willkommen. Soll hat jeder machen, was er will und muss dann eben zusehen, wie er damit zurecht kommt.