Hier lässt es sich aushalten.....im Campismo von Penha.
Samstag war es so heiß auf dem in 600 Meter Höhe gelegenen Camp in Penha, dass es mich erst gegen 17.00 Uhr hinunter ins Tal nach Guimaraes zog.
Auf einem geraden Steilstück bringt es E-Bike Rosinante fast auf 70 km/h, allerdings muss man über einen erhöhten Fußgängerübergang hoppen, wo Tempo 30 verlangt wird, wenn man ein Nummernschild hat.
Wie mich dann Rosinante brav zum PACO DOS DUQUES DE BRAGANCA geradelt hat, ist die Tür schon verschlossen und öffnet erst wieder am nächsten Tag um 10.00 Uhr.
Die Pracht des Gemäuers fasziniert mich. Mit meiner verschobenen Abfahrt geht es gleich mit den ersten Besuchern am nächsten Tag zur Schlossbesichtigung.
Allein dass Helden vor Jahrhunderten das Land von der Fremdherrschaft der Mauren befreit hatten, ist es wert, Schloss und Burg zu besichtigen. Doch erstmal geht es am Abend zurück von Guimaraes zum Camp in Penha.
Nach 18.00 Uhr den sechs, sieben Kilometer langen Aufstieg über 400 Höhenmeter zu radeln, ist nicht mehr so hart wie in der Mittagshitze.
Die Band auf dem Kirchplatz checkt noch den Sound, beginnt um 19.00 Uhr, doch da ist Rosinante mit mir schon auf dem Rückweg.
KI erklärt SALVAR Portugal:
„SALVAR PORTUGAL“ bedeutet auf Portugiesisch „Portugal retten“. Es ist der zentrale Slogan und der Titel des Wahlprogramms der portugiesischen Partei CHEGA (wörtlich „Genug!“), die von André Ventura geführt wird. Auf dem Plakat ist Ventura selbst abgebildet. CHEGA nutzt den Slogan seit einigen Jahren und hat ihn besonders prominent bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms 2025 verwendet. Er soll signalisieren, dass die Partei Portugal vor Problemen wie unkontrollierter Einwanderung, Korruption und Unsicherheit „retten“ wolle. Die Partei wird in der Regel als nationalkonservativ, rechtspopulistisch und von vielen Beobachtern als rechtsaußen bzw. ultrarechts eingeordnet.
Rosinantes BOSCH-Motor hilft mir im Turbo-Modus, 400 Höhenmeter auf sechs Kilometern Serpentinen zu überwinden.
Freund Elmar fasst meinen letzten Blog grafisch zusammen: "Erst die Welt reten...."
In der Höhe bei den Granit-Blöcken ist es im Schatten sehr viel angenehmer und kühler als unten im Tal.
Meine dritte Talabfahrt geht dann etwas ruhiger und zehn Stundenkilometer langsamer, um das Schicksal an dem erhobenen Fußgängerüberweg nicht herauszufordern.
Kurz vor Kassenöffnung ist der Andrang schon recht groß. Später ist die Schlange vor dem Einlass bald 100 Meter lang.
Es geht zügig an der Kasse voran. Die Kassiererin erkennt mich wieder vom Abend zuvor, als sie mich wegen Kassenschluss abweisen musste.
Endlich mal wieder bei Burgherren zu Gast und nicht immer in klerikal musealen Kirchenhallen!
Diese Steinmauern nötigen mir großen Respekt ab. Wandteppiche, Porzellangefässe und das Mobiliar ist auch nicht schlecht.
In diesem bescheidenen Kämmerchen residierte Katharina von Braganz.
Für mich als einsamen Straßenhund wäre eine so hochnäsige Dame nichts, nicht zum aushalten. Aber in einem Castelo kann man sich ja ganz gut aus dem Weg gehen, Platz genug ist da ja. Mein lieber Haus-und-Hof-Hund passt ganz gut zu mir als Straßenhund. Leser Patzelt beschwert sich:
Hier zitiert Herr Patzelt aus meinem letzten Blog und fragt sich darob hoch empört:
Tja, was soll mein "abgründiger Charakter" dazu sagen? Außer vielleicht, dass sie manchmal bellt, maunzt, quakt, quiekt und quietscht .... und was sich sonst noch so alles Liebesleut' zu sagen haben.
Auch wenn es mich durch die Gemächer von Katharina von Braganza und weitere hochherrschaftliche Säle treibt, deswegen wird ein Straßenhund kein Schlosshund.
Dieser Saal ist nach dem Erzengel St. Michael benannt, wobei mir nicht einmal klar ist, wie man Erzengel werden kann.
Mögen die hochherrschaftlichen Herren im Castelo oder im Kanzleramt wissen, wie in den Himmel aufzusteigen wäre. Mir reicht es, mein Futter, meine Klause, eine Sanitäranlage zu finden und mich einigermaßen heil und gesund durch all die Zeiten und Orte zu bringen.
Multicolor gibt es drinnen wie draußen - vor Hunderten Jahren noch eine Lightshow ohnegleichen - heut übersättigt von Farben, von Zucker, von süßem Wein und sauren Wörtchen.
Bei mächtigem Meckern gibt es zur Not Neuwahlen.
Es gibt eben nichts, was es nicht gibt.
Während meines Spaziergangs durch das Castelo Guimaraes wählen Menschen in Sachsen-Anhalt.
Und Wähler machen den Fehler, dass sie CDU-SPD-LINKE-GRÜNE-FDP akzeptieren.
Es gibt da eine ganze andere, eine ganz kleine Welt, wo sich Mann und Frau, Frau und Mann, wo man sich selbst akzeptiert, wie man eben ist. Haben die hochherrschaftlichen Damen und Herren in ihren gepanzerten Limousinen mit verdunkelten Scheiben nicht fürstlich genug gelebt, dass sie jetzt katzenjammerartig nach der Wahl von Siegmund Ulrich Wunden lecken, weil sie ihre Pfründe schwinden sehen?
Nun ist der alte Straßenhund durch mit dem Castelo in Guimaraes. Vor dem Castelo spendet die große Platane der kleinen Bank Schatten. Dort stärkt sich der Chronist für die Burg, die über dem Castelo sich erhebt. Die Burg heisst ....
PACO DOS DUQUES DE BRAGANCA
So wenig wie die Besucher mit den Schlossherren und -damen, die dort vor Urzeiten residierten und wohnten, zu schaffen haben, so wenig hat der Chronist mit denen zu tun, die sich derzeit um Macht bewerben - oder "balgen".
Die Sonne steigt, die Schritte fallen schwerer. Sonnenhut und Sonnencreme wären gut gewesen. Vor den Zinnen des Burgturms, der sich im Hintergrund abzeichnet, spendet die kleine Kirche ein schattiges Halbdunkel.
Die ersten Einträge ihrer Entstehung stammen von 1216.... "It was devoted to St. Michael and to the Holy Martyrs Saturnin, Julian and Basilissa."
Und aus der schattigen Kühle tritt der müde Tourist in das gleißende Sonnenlicht und schleppt sich weiter zur Burg.
Ein Hauch Ritterburgenromantik weht unter dem Blätterdach.
Abweisende Sprache der Macht erinnert mich an Putins fünf Meter langen Tisch, der seine Gesprächspartner auf Abstand hielt.
Nach einer Runde außen um die Burg führt die Holztreppe zum Eingang. Eintrittskarten gab es nur unten im Schloss. Wer oben vom Parkplatz kommt, muss erst mal runter, sich an der langen Schlosseingangsschlange anstellen. Mir haben zwei Eintrittskarten für vier Euro den Zugang zu Schloss und Burg gesichert.
Dass das von außen so prächtig erhaltene Gemäuer von innen doch ziemlich ruiniert aussieht, war nicht zu erwarten. Nun gut....
Zum Glück findet der durstige Burgbesucher noch einen intakten Raum im alten Gemäuer.
Auf soliden Eisengestellen geht es einmal innen um den Burgturm, nachdem man von außen schon einmal um die Burgmauern laufen musste.
Der Burgturm selber ist nicht zugänglich. Es wäre auch nicht möglich, die Scharen von Besuchern innerhalb der Burgmauern auf den Turm steigen zu lassen. Mir wäre das ohnehin zu viel geworden.
Also einmal rum und raus....
Ach ja, und den Ausblick nicht vergessen, den Ausblick auf das Schloss und die Landschaft....
Der Mann aus China zoomt sein Rohr lieber auf seine Frau als auf die Landschaft.
Mir reichen Schloss, Kirche, Burg und Damen, mir fehlt frischer Fahrtwind von E-Bike Rosinante und Essen von Mercadona. Sonntag ist wohl immer Großeinkauf von Lebensmitteln in portugiesischen Märkten.
Schön war's schon.
Bei Mercadona gibt es eine Paella mit Muscheln. Mehrere Microwellen stehen dort, um sich Fertiggerichte zu erwärmen. Doch Microwellen und Heißluftfriteusen sind mir nicht vertraut. Für den sechseinhalb Kilometer Aufstieg über vierhundert Höhenmeter nach Penha muss die Energie der kalten Paella reichen. Wasser gibt es genug dazu.
Uff - geschafft, Ruhe und Pool.....
Felsbrocken von Penha
Bis Wahlergebnisse aus Sachsen-Anhalt kommen, ist noch Zeit, ein wenig um das Camp in Penha zu spazieren. Man glaubt es kaum, aber der Fußweg führt unter diesem Felsbrocken hindurch.Ein unkaputtbarer Picknick-Platz mit Moospolstern auf den Sitzsteinen
Dieses Felswasserbecken war als "Lourdes-Grotte" ausgeschildert.
Irgendwie und irgendwo sind zwischen den Felsbrocken schmale Steige angelegt, teilweise mit felsigen Stufen, die nicht wackeln.
Diese "Stühle" und diesen "Tisch" trägt niemand fort.
Und wenn man nun schon durch Felssteige unter Felsen zum Teil hat kriechen müssen, lohnt der Blick auf den freien Platz, der auch Parkplatz ist. Dort steht dieser Herr in Stein gemeißelt.
A PIO IX O GRANDE, PONTIFICE DA.... CATHOLICOS PORTUGUEZES 8-IX-1888
Zu dieser Kirche tragen mich meine Füße nicht mehr. Doch das Glockengeläut hat mich bei der Auffahrt mit E-Bike Rosinante aufgemuntert, denn trotz TURBO-Modus, der bei jeder Auffahrt einen 500 Ah-Akku halb leer fährt, ist es anstrengend.
Der Knirps reicht kaum an die Höhe der ersten beiden Steine in der Sockelmauer heran.
Und sehr viel länger als der Knirps darf man nicht sein, wenn man den Weg unter den Felsen nimmt.
Uff! Siebenundvierzig Bilder von einem Sonntagsspaziergang - zum Schluss war es schön, Schloss, Kirche, Burg, Mercadona, Bad, Felsen und Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt .... doch jetzt muss es weiter gehen.....
Vila Pouca de Aguiar
Hundert Kilometer von Guimaraes nach Chaves ist eher eine Strecke für Fernfahrer. Für meine alten Tage ist am Camp Alvao schon vorher Schluss. Mit Einkaufen, für 20 Euro tanken, bevor der Diesel in Spanien billiger wird, reichen mir 65 Kilometer bis zur Mittagszeit. Für ein lächerlich kurzes Stück Autobahn von knapp 40 Kilometern kassieren die Portugiesen 9,20 Euro. Dafür geht es rauf und runter in schön geschwungenen Bögen und über große Brücken, unter denen man viel Grün aber keine Flüsse sieht.
Vor meinem Mittagsessen geht es erst mal in den Pool. Das CAMPING VILLAGE ALVAO schlingt mir ein Armband um als Zugangsberechtigung.
Unter den hohen Kiefern hat man zwar Schatten aber keinen SAT-TV-Empfang. Dafür ist WiFi so stark, dass WELT LIVE TV die Diskussion mit drei Edelfedern überträgt - dank Bitdefender VPN. Die Gebäude im Camp sind aus Hausteinen und innen sauber gekachelt mit chromglänzenden Armaturen, Waschmaschinen, warmen Duschen.
Anna Schneider ist eine der Großen Kolumnisten bei WELT-TV am PC mit WLAN vom Camp
Ein kleiner Ausflug vom Camp in das kleine Örtchen Vila Pouca Aguiar vertreibt mir den Nachmittag. Ein lauschiger Weg führt um die kleine Talsperre.
Die Autobahnschilder weisen nach ESPANHA. Es sind etwa 60 Kilometer bis zur Grenze.
Don Alphonso, neben Martenstein mein Favorit bei WELT online, freut sich, dass mittlerweile Politiker ihre Wähler fürchten. Bislang haben Wähler Angst vor Politikern und ihren Machenschaften.
Im Städtchen Vila Pouca gibt es etwa 3.000 Einwohner, für mich einen Espresso, Tomaten und grünen Tee.
Google Maps zeigt eine Sehenswürdigkeit in dem Ort. So sieht sie aus.
Kurz vor dem Camp dröhnt von weitem ein schwerer Diesel. Er bewegt diesen Trecker, den man sich nicht entgehen lassen darf.
Am liebsten ist mir der Krimi Montag Abend im MDR, dessen DDR-Produktionen mich immer wieder begeistern. Darin jagen Kommissare Heiratsschwindler, Kleinkriminelle wie Diebe von Elektrogräten oder von Museumseinbrüchen u.dgl. mehr.... Die Produktion über einen Kinderschänder und -mörder durfte in der DDR nicht ausgestrahlt werden, weil nicht sein darf, was es dort nicht geben sollte.
Neuer Tag, neues Glück. Bleiben oder fahren? 7.00 Uhr daheim, Ortszeit 6.00 Uhr. 12 Grad Celsius draußen, drinnen heizen Gastherme und Gaskocher für meinen Tee und der heizt mich auf. Wetteronline berichtet von Regen - hier und in Chaves, in Ribeira de Pena. Wik schreibt:
Der Kreis Ribeira de Pena hat eine reiche und abwechslungsreiche Landschaft, die tiefen Täler des Tâmega und dessen Nebenflüssen, und das sie umgebende satte Grün kennzeichnen das Landschaftsbild.Doch muss man das bei Regen haben? Erstmal ein wenig rumblödeln mit Politick.
Von welcher Front sprechen Sie?
Tja, liebe WELT-Kolumnisten, wer wüßte nicht auch gern eine Antwort auf die tiefgründige Frage:
"Von welcher Front sprechen Sie?"
Nehmt's mit Humor, liebe Presstituierte, auch wenn's schwer fällt und es euch - wie es euch bei SPRINGERS BILD - in den Fingern juckt.
Warum nur "MACHTÜBERNAHME" als Titel, warum nicht "MACHTERGREIFUNG"? Früher reichte es, vom Regierungswechsel zu berichten. Ach was! Altgediente Esoticker legen sich hin und sinnieren über den Sinn.
Aber was muss man alles getan haben, bevor man nichts mehr tut? Vielleicht mal durch die Sahara dieseln wie der Magirus 1978?
Oder die Frage von WELT-Frau Ott beantworten?
Ach so - was fragte mich WELT online?
"Von welcher Front sprechen Sie?"
"Von welcher Front sprechen Sie?"
Wie erklärt mir die Regierung illegale Migration, industriellen Absturz, katastrophale Sicherheitslage und absurd hohe Energiepreise?
Versteht Till Mayer, Kriegsreporter in der Ukraine, die Wahlschlappe der Kartellparteien oder jammert er nur? Wie war die Frage:
"Von welcher Front sprechen Sie?"
Etwa von der "Freundschaftsfront"?
So enden 50 Jahre Freundschaft
Bruder Lustig gibt einen Hinweis, dankbar an- und aufgenommen, wenn er schreibt.
Mit KI in jungen Jahren ein wenig aufgehübscht, war das ein wunderbares Paar - und ist das noch.
Doch das Alter setzt nicht nur unseren Autos zu.
Wir alle kämpfen schwerer und schwerer mit den Jahren. Da ist es besser, die 50jährige Freundschaft mit dem widrigen Sängerknaben abzuschreiben, als das ewig gleiche Geplänkel fortzusetzen. Genug ist genug. Soll der widrige Sängerknabe sein Repertoire in der Demenz-WG zu seinem Klavierspiel jodeln, das können Demente besser aushalten als Leser seine nächtlichen Whatsapp-Ergüsse.
Für mich ist es besser zu reisen und zu radeln.
Genug der sauren Sätzchen - einem süßen Eclair mit Espresso kann man nicht widerstehen. Abschließend noch ein Kommentar vom DGF (Das Gelbe Forum), der Siegmunds AfD folgendes mitgibt......
Ribeira de Pena
Es sollte ein Radausflug ins nächste Städtchen werden, doch es kam anders.
Anfang geht es glatt über Asphalt. Wunderbare Dörfer begeistern mich mit reizvollen Häusern aus Hausteinen. Vor Urzeiten haben die Bauern ihre Felder und Gärten mit Felssteinen eingezäunt.
Die einsamen Hügel ringsum verspargeln Windräder, wie sich das Manager der Windkraft-Industrie für reizvolle Landschaften in Thüringen vorstellen.
Die Dorfstraßen werden immer kleiner und holpriger.
Mir ist kein Ortsschild aufgefallen. Die Einwohner wissen, wo sie wohnen. Touristen finden schwerlich in diese Gegend.
Der Mais steht satt und grün, Kohlköpfe kann man ernten.
Eine Stromleitung, eine Straße, verfallene Häuser - sonst sieht man nichts. Einmal staunen drei Männer an einem Haus über den einsamen Radfahrer, der sich in die Gegend verirrt hat.
Vor wieviel Jahrzehnten mögen die letzten Bewohner aus dem Gehöft ausgezogen sein?
Das kostbare Wasser fließt in Rinnen neben der Straße.
Der Tag ist vergleichsweise angenehm kühl. Trotzdem ist die Feldarbeit anstrengend.
Der wehrhafte Kopfschmuck beeindruckt mich.
Meine Smartphone-Einstellung von Google Maps für Radfahrer bringt mich auf Feldwege, die wenig zielführend sind.
Der Weg ist fürchterlich, die Landschaft ist großartig.
Ein Raubvogel kreist über mir, die Flügel der Windmühle zischen im Rhythmus.
Schwere Baumaschinen legen neue Straßen an. Google Maps will mich rechts ab auf einen Weg schicken, den umgefallene Bäume und Sträucher sperren.
In der Ferne kuscheln sich Häuser ins grüne Tal. Doch diese Straßen für die Windmühlen führen mich nicht dorthin. Es bleibt mir nur der Rückweg, der endlich nach Kilometern wieder auf eine Asphaltstraße führt.
Politipestilentes Zwischenspiel
Ein grau-nebliger Tag beginnt mit leichtem Surren des Heizungsventilators, der gegen 12 Grad Celsius draußen meine Klause innen warm hält. Fenster und Dachluken sind geschlossen, auch das Küchenfenster, was während des Kochens die Gasflamme mit Sauerstoff von draußen versorgt. Wo und wie nun Wallasch über die "Leiche CDU" fabuliert, erinnert mich an einen lustigen Kommentar gestern bei WELT online, der beim "Patienten Deutschland Leichenstarre" diagnostiziert.
Codo der Dritte
Der Patient Deutschland wurde in den letzten 10 Jahren von der Regierung so krank gemacht, dass er inzwischen auf der Intensivstation lebenserhaltende Maßnahmen benötigt. Die Parteien stehen ratlos daneben und überlegen, was zu tun ist. Die Linke beschwert sich über die soziale Ungerechtigkeit, da der Patient kaum noch handlungsfähig ist. Man schreit ihn an, er müsse sich mehr anstrengen. Die Grünen wollen die lebenserhaltenden Geräte abschalten, da diese zu viel CO2 erzeugen. Die FDP guckt von draußen durchs Fenster. Die SPD bildet eine Arbeitsgruppe und überlegt, wie viel Blut man dem Patienten noch abzapfen kann und fordert von ihm eine Kraftanstrengung. Die CDU hat die Hände in den Taschen und guckt in die Luft. Merz freut sich, dass er endlich Kanzler ist. Die Geräte geben inzwischen nur noch einen durchgehenden Piepton ab. Der Patient wird langsam kalt. Hinter dem Brandvorhang steht die AfD gefesselt mit einem Defibrillator in der Hand und mahnt zum Handeln. Sie wird von allen Parteien niedergebrüllt. Als beim Patienten dann die Leichenstarre einsetzt, weiß keiner mehr weiter und man überlässt der AfD das Feld mit dem Hinweis, „so ihr Hetzer, nun zeigt mal was ihr könnt“. Sie kann dann nur noch das weiße Laken drüberziehen. Und dann sagen alle anderen Parteien: Seht her, wir haben es schon immer gesagt, die AfD zerstört Deutschland. Schade.
Wie Presse als "Vierte Gewalt" ein Korrektiv zur Politick sein sollte, so sollte Kunst als "Fünfte Gewalt" Presstuitierte korrigieren.
Um Pirincci zu verstehen, sollte man bedenken, dass zwischen "genial" und "genital" nur ein kleiner Unterschied besteht.
Doch mittlerweile hält sich eine gestandene Professorin an Fakten. Ansonsten bestätigen Frauen eher meine Ansicht, dass "Fakten frauenfeindlich sind". Doch zuviel Zeit bleibt mir nicht, um mich mit meinem Poli-Tick zu vergnügen. Die Fahrt geht weiter Richtung Osten, Richtung Heimat. Die Fahrt geht nach
Chaves
Das Tagespensum von 35 Kilometern waren vor dem Mittagessen geschafft. Das SAT-TV-Glück funktioniert wieder, Reinhard hat in Braga gute Arbeit geleistet.
Sein Morelo-Palace hat bei Porto einen passenden Platz gefunden, von wo er Bilder aus dieser zauberhaften Stadt schickt.
Das Schwimmbad über dem Camp bei Chaves kostet für Ü65 einen Euro extra, das Camp mit Rabatt 10 Euro, Strom, Wasser, Sanitäranlage, Dusche, WLAN alles inclusive.
Die erste Tankstelle in Spanien ist 17 Kilometer weit entfernt.
In Chaves verweisen Schilder auf den Pilgerweg nach Santiago de Compostella.
Die Störche haben sich wohl schon auf die Reise nach Afrika gemacht, das Nest ist verlassen.
Am ersten Kreisverkehr mit Einkaufszentrum Eclerc, McDonalds und Tankstelle macht Chaves einen modernen Eindruck. Am zweiten Kreisverkehr geht es in die historische Altstadt. Dort verrottet dies einst prachtvolle Gebäude.
Der hintere Teil des Anwesens ist schon erledigt.
Das Schild an der Brücke:
ROTEIRO TURISTICO DA REGIAO DO ALTO TAMEGA PONTE ROMANA DE TRAJANO
Wiki:
Die Ponte Romana (auch Trajansbrücke genannt) ist eine Steinbogenbrücke in Chaves (Portugal) über den Fluss Tâmega.
Wiki schreibt auch, was auf diesen Säulen zu lesen ist, doch wer will das heute noch wissen?
Man will wissen, was die Geschäfte bieten, was man alles nicht mehr braucht.
Man will wissen, wer da steht:
Man will auf den Burgturm steigen.
Trotz aller guter Vorsätze meinen Zuckerkonsum zu reduzieren, gelingt es mir wieder nicht, dem Eclair Chocolat zu widerstehen. Der Tag klingt in dem gepflegten Schwimmbar unter Palmen aus.

Zum Rentnertarif von einem Euro kühlt Wasser den Körper und Schatten das Auto.
Der kleine Elektro-Citroen lädt an der 220-Volt-Leitung auf dem Camp bei Chaves. Das Modell heißt Ami und kostet um die 10.000 Euro.
Der Burgturm dient als Militärmuseum. Zum Rentnertarif von 50 Cents lässt man mich auf den Turm steigen.
Ein Blick ins Rathaus von Chaves dann geht es zurück zu meinem Badevergnügen über dem Camp.
Das wunderschöne Eckhaus "Referencia Imobiliaria" mit Telefonnummer ist zu kaufen. Alte Leute kennen das Auto: Renault R 4.
Eine portugisiesische Web-Seite schwärmt für das Museum:
Das römische Heilbad wurde 2012 als Nationaldenkmal eingestuft, weil es der „bedeutendste portugiesische Thermalkomplex“ ist, dessen Ausmaße in der Provinz nur mit Bath (England) vergleichbar sind.
Ein Galerie bietet das Bild, dessen Künstler KI nicht kennt.
Die reiche Woche mit viel Überglück endet sehr geruhsam. Erstmalig in dieser Woche gibt es eine warme Mahlzeit bei Eclerc: Fischfilet mit Pommes und Gemüse. Ein paar Einkäufe, ein Bad, ein Reclam-Büchlein von E.T.A. Hoffmann "Der goldne Topf", die Nachrichten vom SAT-TV und aus dem Internet bereiten mich auf die nächste Etappe vor. Es fällt mir sehr schwer, das Gelobte Portugal zu verlassen.
Es geht weiter nach Ourense, von dem Wiki schreibt:
Ourense (galicisch und offiziell; kastilisch Orense, siehe Name) ist eine Stadt im Nordwesten Spaniens am Rio Miño in der Autonomen Region Galicien.
Zu meinem Leidwesen soll dort am Sonntag die Temperatur auf 37 Grad Celsius steigen. Wie das auszuhalten ist, erzählt dann am nächsten Samstag die kommende
. Geschichte .
p.s.: Korrekturen - wenn überhaupt - später




































































































