17 Oktober 2026

Saint-Malo, Tim 37 Jahre Hauslosigkeit, Schaden E-Bike, Route du Rhum

 

Saint-Malo krönt die Reise. Eine Beute von 89 Bildern am Sonntag vormittag ist kaum mehr zu verarbeiten. Die prächtige Stadt bezaubert mich. Meerbäder ersetzen die Dusche, welche der Stellplatz  nicht hat. Tim ist seit 37 Jahren mit Fahrrad und Zelt unterwegs. E-Bike Rosinante braucht ein neues Hinterrad. 



Am Samstag war Arbeitstag als "Fernfahrer": Einige Stunden waren nötig, die 350 Kilometer vom Camp Municipal in Fouras-en-Bains zum Aire de Camping-Cars Les Ilots in Saint-Malo abzuwickeln. Doch die Fahrt war bei 17 Grad Celsius und trockner Straße angenehm. Zwei Pausen, ein kurzer Mittagsschlaf, 118 Euro Diesel, 16 Euro für ein Stück Autobahn, besser als die Landstraße, bringen mich zügig voran. Auf Landstraßen ist man froh, wenn man zwischen dem einen und dem anderen Kreisverkehr sechs, sieben Kilometer voran kommt.



Laut Stellplatzführer kann das Aire de Camping-Cars Les Ilots in Saint-Malo 150 Womos aufnehmen. Zum Glück war ein Platz frei für mich.



Nachts schmettert niemand Flaschen in den Glascontainer neben meiner Klause. Jeder Platz hat Strom. Wasser und Entsorgung ist gesichert. 


Die meisten Camps haben geschlossen. Am Stellplatz gibt es keine Dusche, keine Sanitäranlage, keine Spülbecken für Geschirr - aber eine Waschmaschine. Ein öffentliches WC gibt es etwa 150 Meter weiter. Bessere Womos haben Dusche und WC an Bord - meins auch. 


Zur Not badet man im Meer. Eine erste Radrunde zeigt mir eine Bucht keine 200 Meter vom Camp entfernt.


Der Ortsteil Rothéneuf verrät gehobene Wohnkultur. Der Lebensmittelladen gegenüber der Kirche mit Regalen edler Flaschen lockt mich nicht.


Die meisten Häuser mit Blick auf das Meer sind bewohnt, also keine Ferienwohnungen. Luxuriöse Fahrzeuge wie von BMW, Porsche, Mercedes, Range Rover, Renault, Citroen, Tesla zeugen von Wohlstand.



Nach der zweiten Nacht reizt mich der Badestrand. Kalt und gewöhnungsbedürftig, doch nach dem Bad ist mir warm.




Wie aus einer anderen Welt kommend klopft ein bärtiger Mann an meine Aufbautür. Er stellt sich als Tim vor und macht mich darauf aufmerksam, dass mein Nummernschild, welches die Ziffern "88" enthält politisch nicht mehr korrekt sei. Auch die Hamburger müssten ihr Kfz-Zeichen "HH" umstellen.



Tim erzählt, dass er seit 37 Jahren unterwegs sei. Seinen Siebensachen schleppt ein Lastenfahrrad mit Anhänger. Er sei gelernter Schäfer und Landwirt, suche gerade wieder Arbeit. Er zeigt mir eine zerbissene Scheckkarte, die sein Hund so zugerichtet hätte. Er bekäme erst in drei Wochen eine neue Karte, müsse morgen weiter, sich einen Job suchen, weil er nur noch wenig Geld habe. Er wohnt im Zelt. Mein Leben im Auto ist mit SAT-TV, WLan, Heizung, Kühlschrank und Zweiflammkocher luxuriös. Das WLan vom Stellplatz ist gut.


Wenn am Nachmittag und Abend sehr viele Menschen Daten aus dem WLan lutschen, kann man die Ladezeiten vergessen, wenn überhaupt etwas ankommt. Doch bei meinen nächtlichen Fingerübungen ist die Verbindung hervorragend.


Bezauberndes Saint-Malo



Beim ersten Stadtbummel in Saint-Malo gibt es zwar keine Sonne, doch es bleibt bis zum Nachmittag trocken.


Das zauberhafte Saint-Malo ist umwerfend schön. Von Häusern-aus-Stein mit Meerblick kann man nur träumen.



Wie schon in Porto gefällt mir die salzige Meerluft, hier verstärkt durch Seetang. Den hat die letzte Flut auf die Strandpromenade gespült.



Das Beispiel vom 11. Oktober zeigt: Zwischen Niedrigwasser (-1,57m) und Hochwasser (9,50m) liegen 11,07 Meter.



Erstaunlich viele Sportler rennen über die Strandpromenade, manche schwimmen im Meer, Surfer in Gummianzügen sind immer dabei.



Vor meiner Stadtfahrt ins sieben Kilometer entfernte Zentrum bekam Tim noch ein Baguette von mir. Er habe schlecht im Zelt geschlafen, weil der Camper ihm gegenüber Licht angelassen habe. Er schaut sich das Baguette an und sagt:

"Da fehlt doch was...."

"Was?"

"Na, der Fleischkäs'...."

Mein Dankerwartung hatte nicht kalkuliert, dass bei Straßenhunden alles anders ist.



Nach dem Frühstück geht es wieder die sieben Kilometer von Rothéneuf nach Saint-Malo Intro-Muras. Kein Radler schiebt auf der Strandpromenade "pied à terre" - also geht's auch für mich ganz langsam im Sattel über die Promenade.



Die überwältigenden Eindrücke lassen mich ohnehin laufend anhalten, verweilen und immer wieder fotografieren.



Wie immer hat mich mein digitaler Reiseführer Wiki vorbereitet, was mich "zwischen den Mauern" erwartet:

Die Stadt ist der bedeutendste Hafen an der bretonischen Nordküste und aufgrund ihres originalgetreu wiederaufgebauten historischen Stadtkerns sowie ihrer Festungsanlagen einer der meistbesuchten Orte Frankreichs.



Das erste Mal seit Monaten bewährt sich festes Schuhwerk gegenüber Sandalen, weil der Weg zur Burg über glitschige, nasse Steine geht. Zur Geografie schreibt Wiki:

Saint-Malo liegt an der Côte d’Émeraude (deutsch: Smaragd-Küste) im Norden der Bretagne an der Mündung des Flusses Rance gegenüber dem Badeort Dinard. Der historische Stadtkern intra muros (innerhalb der Stadtmauern) macht etwa 20 % der Gesamtfläche der Stadt aus und wird von drei Seiten vom Wasser umspült. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Regionalen Naturpark Vallée de la Rance – Côte d’Émeraude.


Mein Sonntagsspaziergang führt mich durch das Stadttor.





Krieg zwischen Geschlechtern interessiert nicht mehr.  David Byrne sing von männlichen "animal dreams" und weiblichen "psychic defences".  Für Politick bleibt kaum mehr Zeit. Dafür steigt meine Bewunderung für alte Steine, das Meer, die Natur, die Sterne in der Nacht.



Festungen dokumentieren die Kriegskunst, welche mit Raub, Gewalt, Sklavenhandel Wohlstand schafft. Mit dem Blut von Sklaven wurden Sklavenhändler "steinreich" wird. Wiki über Saint-Malo:

Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im 16. Jahrhundert. Durch Fischfang und Handel (auch Kaperfahrten, Schleichhandel und Sklavenhandel) erlangte Saint-Malo Wohlstand. 1590 wurde eine eigene Republik ausgerufen, die jedoch nur bis 1594 bestand. Sie war Grundlage für das Selbstbewusstsein der Bewohner, die sich Malouinen (frz. malouins) nannten. Gefürchtet war Saint-Malo bei holländischen und englischen Handelsschiffen, denn die Stadt war auch Heimat von Korsaren, allen voran Robert Surcouf (1773–1827), der mit seinem schnellen und wendigen Schiff „Renard“ (Fuchs) auf Beutezug ging. Er war dabei so erfolgreich, dass er sich mit 35 Jahren zur Ruhe setzen konnte. Insgesamt stand St. Malo an fünfter Stelle der französischen Sklavenhäfen.



Der Krieg legte die Stadt in Schutt und Asche. Aber Saint-Malo ist auferstanden aus Ruinen.... Wiki:

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Saint-Malo im Juni 1940 von den Deutschen besetzt. Im August 1944, nach der Landung der Alliierten in der Normandie, wurde die Innenstadt von Saint-Malo (intra muros) zu etwa 85 Prozent durch anglo-amerikanische Bombardierungen zerstört, da der damalige Festungskommandant Oberst Andreas von Aulock sich weigerte, zu kapitulieren. Als Datum der Befreiung gilt der 17. August 1944. Im Gegensatz zu anderen stark zerstörten Städten wie Calais bemühte sich Saint-Malo aber um einen möglichst originalgetreuen Wiederaufbau zwischen 1945 und 1971, der europaweit als vorbildlich gilt. Man stützte sich dazu auf alte Pläne und Abbildungen der Stadt.



Ein Bezug zur Gegenwart mit dem Geschrei nach Kriegstüchtigkeit und der Schieberei mit Kriegswaffen sei tunlichst vermieden.


Setzt "Kriegstüchtigkeit" nicht voraus, "Miesmacher", "Wehrkraftzersetzer" und "Vaterlandsverräter" zu erkennen und zu eliminieren? Das lässt schwere Zeiten für freie Geister befürchten.



Noch krabbelt der Rentneropa über schlüpfriges, Algen bewachsenes Meergestein, schleicht bis zur Erschöpfung durch Altstadtstraßen, bringt reiche Bilderbeute heim, schläft, speist Salat, kocht Suppe, und mischt Blog-Bilder mit Text, wie es ihm gefällt. 



Wie das Meer Stein um Stein ans Ufer gekegelt hat, so bringt der Blog Bild um Bild einer wunderbaren Welt, ohne sich mit politpestilenter Plapperei aufzuhalten.



Die Schönheit der Natur und all dessen, was Menschen geschaffen haben und weiterhin schaffen, soll doch nicht Franzosen und Deutschen daran hindern jeweils eigene Kampfflugzeuge und Kampfpanzer in Konkurrenz zueinander zu planen, zu bauen und im Einsatz zu testen.  Wenn schon weniger Wohlstand durch Handel (auch Kaperfahrten, Schleichhandel und Sklavenhandel) dann eben durch Produktion von Kriegsgerät und dann? Dann braucht's echte Helden!


Ein echter, alter Held entspringt den Fluten, von mir beneidet um seine Frische, derweil mir das Fell schon juckt am Stellplatz ohne Dursche.



E-Bike Rosinante bleibt verschlossen vor dem Wehrgang, auf den eine Treppe führt. Ein Apfel stärkt mich, dreiviertel davon sind verzehrt.



Da greift mich hinterrücks eine Möwe an, klaut mit ihrem Schnabel den Apfel und macht sich über ihre Beute her. Empört bleibt mir zu schimpfen übrig: "Spinnst du?" Doch ungestört genießt der Räuber meinen Apfel.



Zu allem Überfluss komplimentiert mich ein Mann in eine Ausstellung eines finnischen Künstlers. Soll mich dies Bild an meine Gärtnerin daheim erinnern? "Grrrr" - meint die Frau dazu.



Man sieht den Sprungturm in dem abgezirkelten Bereich der Badeanstalt, dahinter segeln Boote um das Kreuzfahrtschiff.



ROBERT SURCOUF 1773-1827 steht auf dem Sockel. KI dazu:

Robert Surcouf (12. Dezember 1773 in Saint-Malo – 8. Juli 1827 in Saint-Servan, heute Teil von Saint-Malo) war ein berühmter französischer Korsar (Privateer), Kapitän, Reeder und Sklavenhändler aus einer alten malouinischen Seefahrer- und Reedersfamilie.

Er stammte mütterlicherseits von berühmten Korsaren wie René Duguay-Trouin ab und ging bereits mit 13 Jahren zur See. Während der Französischen Revolutionskriege und der Napoleonischen Kriege operierte er vor allem im Indischen Ozean (von der Île de France/Mauritius aus) und erbeutete über 40 Schiffe, überwiegend britische und portugiesische Handelsschiffe. Sein spektakulärster Erfolg war die Eroberung des großen Ostindienfahrers Kent am 7. Oktober 1800 mit seinem deutlich kleineren und schwächer bewaffneten Schiff La Confiance. Die Briten nannten ihn „Tiger der Meere“ oder „Oger von Bengalen“; auf seinen Kopf wurde eine hohe Prämie ausgesetzt.

Surcouf erhielt 1804 die Ehrenlegion (Chevalier de la Légion d’honneur) und wurde später Baron d’Empire. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich 1801 heiratete er, ließ sich als wohlhabender Reeder und Landbesitzer in Saint-Malo nieder und rüstete weiterhin Korsarenschiffe aus (darunter den Revenant). Nach dem Ende der Kaperkriege 1814 widmete er sich dem Handel, der Fischerei (u. a. Neufundland) und der Reederei und starb vermögend.


Wenig weiter steht man vor diesem Denkmal. KI dazu:

Dieses Denkmal wurde errichtet, um die Erinnerung an die Männer und Frauen der französischen Résistance zu bewahren, die während des Zweiten Weltkriegs gegen den Nazi-Besatzer gekämpft haben, auf dem Feld der Ehre gefallen sind, erschossen wurden oder in den Konzentrationslagern umgebracht wurden.

„Vorübergehender, halte inne und meditiere vor diesem Gehege, das die Asche dieser Märtyrer enthält.“

Oben rechts steht der lateinische Spruch
Patria non immemor („Das Vaterland ist nicht vergesslich“ / „Die Heimat vergisst nicht“).

Das Medaillon rechts zeigt das Lothringerkreuz (Symbol der freien Franzosen und der Résistance) mit der Jahresangabe VIII.VI MCM (vermutlich 8. Juni 1900 oder ein entsprechendes Datum im Zusammenhang mit dem Denkmal).



In der CATHÉDRALE SAINT VINCENT lädt eine Bank dazu ein, wozu das Mahnmal zuvor schon riet: „Vorübergehender, halte inne und meditiere..."



Man geht in der Kathedrale über eine Gedenktafel. KI dazu:

Hier
kniete Jacques Cartier nieder,
um den Segen des Bischofs von Saint-Malo zu empfangen
vor seiner Abfahrt zur Entdeckung Kanadas am 16. Mai 1535.
Honoré Mercier
Premierminister von Québec
Andenken an seinen Besuch 1891

Historischer Hintergrund

  • Jacques Cartier (1491–1557) war ein berühmter französischer Entdecker aus Saint-Malo.
    Am 16. Mai 1535 brach er von Saint-Malo zu seiner zweiten großen Expedition auf (mit den Schiffen Grande Hermine, Petite Hermine und Émérillon).
    Vor der Abfahrt kniete er in der damaligen Kathedrale (bzw. der Kirche an diesem Ort) nieder und erhielt den Segen des Bischofs. Diese Expedition führte zur Erkundung des Sankt-Lorenz-Stroms und zur „Entdeckung“ Kanadas im Namen Frankreichs.

  • Die untere Inschrift erinnert daran, dass Honoré Mercier (1840–1894), der damalige Premierminister der Provinz Québec, 1891 Saint-Malo besuchte und diese Gedenktafel stiftete bzw. anbringen ließ – als Zeichen der Verbundenheit zwischen Québec und der bretonischen Heimat Cartiers.



Wirkt die "klerikale Kunsthalle" erhebend?



Nicht weit von der Kathedrale wirbt der Maler auf dem Schaufenster des Cafés für die "Route de Rhum". KI dazu:

Die Route du Rhum – Destination Guadeloupe startet am Sonntag, dem 1. November 2026, um 13:02 Uhr vor Saint-Malo (Bretagne, Frankreich).

Es handelt sich um eine legendäre Solo-Transatlantik-Segelregatta (ohne Zwischenstopp), die seit 1978 alle vier Jahre ausgetragen wird. Sie gilt als eine der wichtigsten und spektakulärsten Offshore-Rennen der Welt und bringt professionelle sowie Amateur-Skipper in verschiedenen Bootsklassen (u. a. Ultim, Ocean Fifty, IMOCA, Class40, Vintage Multi und Vintage Mono) auf eine gemeinsame Startlinie.

Ziel: Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe (Französische Antillen). Die Strecke beträgt ca. 3.542 Seemeilen (rund 6.560 km).

Vor dem Start gibt es vom 20. Oktober bis 1. November 2026 ein großes, kostenloses Festival-Dorf (Village) in Saint-Malo mit Booten, Skippern und Programm. Die nächsten Ausgaben folgen im 4-Jahres-Rhythmus (nächste nach 2026 voraussichtlich 2030). Offizielle Infos: routedurhum.com.




Toiletten gibt es genug in Saint-Malo, Sonne kaum mehr und eine Dusche fehlt mir am Stellplatz. So fantastisch Saint-Malo ist, so attraktiv das kostenlose Festival-Dorf wird, so lange hält es mich hier nicht. 


Ob es den Leser mehr als die Möwe interessiert, welch' Hohes Haupt dies Denkmal ehrt?

Das Denkmal ehrt François-René de Chateaubriand (1768–1848), den berühmten französischen Schriftsteller, Diplomaten und Politiker, der in Saint-Malo geboren wurde, und unterstreicht die enge Verbundenheit der Stadt mit ihrem großen Sohn. Die Statue auf dem Foto steht vor dem Casino Barrière (Square du Casino / Esplanade Saint-Vincent) in Saint-Malo. Es handelt sich um die steinerne Figur des bretonischen Bildhauers Émile Armel-Beaufils (auch Armel Beaufils, 1882–1952), die 1948 (bzw. 1943–1947 gearbeitet) errichtet wurde. Sie ersetzte eine frühere Bronzestatue von Aimé Millet aus dem Jahr 1875, die ursprünglich vor dem Geburtshaus stand, später versetzt wurde und 1942 unter dem Vichy-Regime eingeschmolzen wurde. Was die Statue zeigt und bedeutet
  • Chateaubriand ist in einer romantisch-idealisierenden Pose dargestellt: mit Umhang, einer Hand auf der Brust und gestützt auf ein Element (vermutlich Bücher oder ein Podest mit Figuren). Das entspricht dem Bild des romantischen Dichters und Denkers.
  • An der Seite befinden sich Figuren von Velléda und Cymodocée – Gestalten aus Chateaubriands Werk Les Martyrs. Sie verweisen direkt auf sein literarisches Schaffen.
  • Die Inschrift auf dem Sockel nennt seinen Namen: „FRANÇOIS RENÉ DE CHATEAUBRIAND“.
Historischer und kultureller KontextChateaubriand gilt als einer der Begründer der französischen Romantik. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Atala, René, Génie du Christianisme und vor allem die Mémoires d’Outre-Tombe. Er war auch politisch und diplomatisch tätig. Saint-Malo ist stolz auf ihn: Hier wurde er geboren, und auf dem nahegelegenen Îlot du Grand Bé (bei Ebbe zu Fuß erreichbar) liegt sein Grab – nach seinem ausdrücklichen Wunsch schlicht, ohne Namen, dem Meer zugewandt, damit er „nur das Meer und den Wind“ höre. Das Denkmal erzählt damit mehrere Geschichten:
  • die literarische und nationale Bedeutung Chateaubriands,
  • die Verbundenheit Saint-Malos mit ihrem berühmtesten Kind (Geburt, Grab, Denkmal),
  • die Brüche der Geschichte (Verlust der ursprünglichen Bronzestatue im Krieg und der bescheidene steinerne Ersatz danach).
Viele Kommentatoren empfinden die heutige Lage der Statue (zwischen Straße, Parkplatz und Casino, relativ abseits der Stadtmauern) und ihren etwas verwitterten Zustand als eher unwürdig für eine so zentrale Figur – es gibt sogar aktuelle Diskussionen über eine mögliche neue, repräsentativere Bronzestatue. Kurz gesagt: Das Denkmal sagt uns, dass Saint-Malo ihren großen romantischen Schriftsteller nicht vergisst, ihn aber auf eine eher bescheidene und geschichtlich gebrochene Weise ehrt – im Kontrast zu seinem spektakulären, dem Meer zugewandten Grab auf dem Grand Bé.


An einem regnerischen Tag bleibt mir Zeit genug - bei starkem WLan - meine Bildungslücken zu schließen. Aber ach! Was meine Recherchen zu Chateaubriand erforschen, verwirrt mich mehr, als es erklärt!


Ob man sich das merken kann und soll: "Chataeubriand - Dichter, Diplomat und doppel dickes Rinderlendensteak"? Und an Bismarck erinnert ein Hering.



Tim packt zusammen

In mehreren Gesprächen hat sich mit dem offenherzigen Tim eine kleine Reisefreundschaft entwickelt. Bei seiner Abfahrt kann er mein Handreichung brauchen, die Zeltplane zu verräumen. Seit 37 Jahren lebt Tim auf der Straße. Er schiebt ein Lastenfahrrad mit Anhänger - insgesamt 500 Kilo Last.


Tim erzählt gern von seinem Leben, welches ihn kreuz und quer durch Europa geführt hat. Er suche und fände überall Arbeit.


Nachdem am ruhigen Vormittag mich schon das zweite Frühstück gestärkt hat, verlässt Tim mit seinen Siebensachen gerade den Stellplatz.


 Bevor er auf dem Sieben-Kilometer-Weg nach Saint-Malo zur Strandpromenade kommt, muss Tim eine Steigung hinauf, wo er für meine Schiebehilfe dankbar wäre. Doch Rosinante fährt mich voraus in die Stadt.



Die Jakobmuschel hat Tim am Strand gefunden.



Wer komfortabel mit Heizung, Warmwasser, Kühlschrank und Kocher im Auto reist, bewundert Tim. Viele Camper wechseln freundliche Worte mit Tim.



Nachdem der Tag zuvor verregnet war, freut mich heute Sonnenschein - wenigstens ein paar Stunden am Vormittag.



Derweil es gestern kurz aufklarte, war es ein willkommenes Abenteuer zu baden. Da es keine Duschen am Strand gibt, wäscht der Wasserhahn am Camp Sand von meinen Füßen. Das gelingt nie ganz. Eine Prise Sand nimmt man immer mit, die im Auto stören.



Am Vormittag liegt die herrliche Strandpromenande im Sonnenschein. 



Das Schiff passt zu den alten Mauern von Saint-Malo














Das Wetter ist launisch. Nach den letzten Sonnenstrahlen auf  die CAISSE DES RETRAITES muss man wieder mit Regen rechnen.



Fischer laden Säcke voller Muscheln aus. Eine Möwe fliegt am oberen Bildrand.



Der graue Himmel lässt mich an den Rückweg denken.



Im Hafenbecken wuseln Boote. 



Wer steht da? KI schreibt:

Bertrand-François Mahé de La Bourdonnais (1699–1753). Die Bronzestatue steht auf dem Rond-point de l’Île Maurice (am Fuß der Stadtmauern/Remparts von Saint-Malo, nahe dem Hafen/Bassin Vauban). 

Sie ist eine Kopie der Statue von Auguste Dumont (Original 1859 in Port-Louis auf Mauritius) und wurde 1989 von Mauritianern der Geburtsstadt des Malouiners geschenkt. Im Sommer ist der Sockel oft von einem farbenfrohen Blumenbeet umgeben – genau wie auf dem Foto.
Mahé de La Bourdonnais war ein französischer Marineoffizier und Administrator der französischen Ostindien-Kompanie. Er wurde in Saint-Malo geboren, diente als Gouverneur der Île de France (heute Mauritius) und der Île Bourbon (Réunion) und spielte eine wichtige Rolle in den Kolonialkämpfen gegen die Briten in Indien. Die Statue zeigt ihn in der typischen Kleidung des 18. Jahrhunderts.


Vom Hafen geht es durch ein Stadttor "intro muros".



Die zahlreichen Geschäfte in der Innenstadt interessieren weniger als die alte Fischhalle.



So sehr mich Saint-Malo beim ersten Besuch begeistert hat, bleiben mir hier nur vier Tage zu ankern.



Sonne und Flut haben sich zurückgezogen. Auf dem Heimweg begegnet mir wieder Tim.



Die Steigung musste Tim nun doch ohne meine Schiebehilfe bezwingen, weil meine Rückkehr aus der Stadt so spät war. Wir verabschieden uns nochmal herzlich und verbinden uns weiterhin per E-Mail. Wer Tim für sein Leben und seines Hundes Ben etwas überweisen will, kann ihn über die E-Mail-Adresse


SchafzuchtBergerie.Berger@yahoo.com

erreichen.

Ein zweites Meerbad in Saint-Malo ersetzt die Dusche, die am Stellplatz fehlt.  Luft und Wasser sind schon recht kühl. Nach vier Nächten geht es weiter Richtung Heimat. 


Der ACSI-Führer verweist in Deauville auf ein Camp, welches noch bis zum 31. Oktober offen steht. Da gibt es dann wieder ein warme Dusche.

Ragebait aus Saint-Malo 



Lieber Volker - arbeitest du immer noch - außer als Facebook-Influencer? 🙂
Gruss vom langen Heimweg..... Mich beschäftigen Menschen, die mir persönlich bekannt sind, mir Bilder und Nachrichten schicken. Politick:Innen machen mir immer weniger Freude.


Wenn wenigsten Satire und Karikatur etwas Licht ins Dunkle bringen, dann ist genug getan.


So mag man's!

Medien wie WELT online zensiert, wo Öffentlichkeit nötig wäre.


Doch repressive Medien verlieren an Macht und Einfluss.


Martenstein, Don Alphonso, Anna Schneider versuchen WELT online eine andere Richtung zu geben.



Männer wie Krömer oder  ZDF-Böhmermann "Royale", der den Fahrer eines Simson-Mopeds "unter die Räder" eines LKW kommen lässt,  muss man - wie alles andere - ertragen.







Unerträglich: Böhmernmann wie Kurt Krömer von Zwangsgebühren bezahlt im ÖRR°


Erträglich, nein besser amüsant hingegen ist Freund Reinhard-Chetan, der sich über Freund Nirguna mokiert.


Nirguna versucht in seinem Kinder-Gruppen-Spielplatz, Wassermann-Freund Chetan-Reinhard zu "wohlgefälligerem Verhalten zu erziehen". Viel Glück!




Chetan, der sündige Schüler, hat schuldhaft mit einem Rezept gegen das spiritÜlle, vegetarische  Diätgebot von Meister Bhagwan verstoßen. Nirguna ist mir seit etwa 20, 30 Jahren bekannt. Unsere Verbindung in herzlicher Feindfreundschaft ist ebenso abgehakt wie die mit dem widrigen Sängerknabe. 



Chetan-Reinhard lässt uns wissen zu dem Bild, das er schickt:

Ein wunderbarer Blick ins Tal,  ganz
weit an Horizont Skyline von der
Italienischen Adria Küste. 

Dazu das zwitschern von Vögel der Geruch der Blüten und Blätter der Bäume . Es ist leicht kühl.
Mit etwas Wind . Mücken schwirren in der Luft.

Ein Foto wird es natürlich nicht wirklich Zeigen .  Trotzdem mache ich für dich Jetzt eins . 

Mit Blick in Richtung italienische Adria Küste .

-- und auf seinen Fuß, möchte man anfügen.


Besser als digitale Diskussionen gefallen mir Karikaturen - egal ob sie  auf KI-Fake oder auf fiesen Fakten beruhen.


Doch auch in meine Rentnerruhe und Einsamkeit dringen Störgefühle wie von den derzeitigen Unruhen in Frankreich. An den bislang besuchten Orten war zum Glück davon nichts zu spüren. Den genialen Karikaturisten Ben Garrison inspiriert Frankreich.



Putin will die Ukraine und Trump will Diesel. Ben Garrison will malen, mir macht mein Blog Freude.



Mein Cousin Olaf aus Sassnitz schickt Nachrichten, die mir Freude machen.


Er hat wie sein Vater das "Stänker-Gen", das mein Bruder Lustig auch mir attestiert.


Olaf schreibt zu den Bildern:
Bei meinen Streifzügen an der Küste seltsame Begegnugen. Bewaffneter Krieger der Neuzeit und ein junger Mann aus Berlin, der unbedingt die Piratenschlucht östlich vor Sassnitz kennenlernen wollte…


Und zu dieser Begegnung witzelt Olaf:

Erhart,war heute wieder unterwegs. Hier ein verspäteter Heimkehrer aus russischer Gefangenschaft beobachtet das Treiben in Mukran am Strand…


Das Beste sind Nachrichten von der Frau daheim, die einen kleinen Stand mit Filzarbeiten auf dem Oberlinder Herbstmarkt hatte.


Hier hat sie auf dem Herbstmarkt in Oberlind ihre Filzarbeiten ausgebreitet und angeboten.

Von der Veranstaltung in Oberlind hat sie mir diesen wunderbaren Lanz Bulldog geschickt. Männer lieben ihre Maschinen, Frauen ihre Gärten.....



Das Bild hat sie mir telefonisch erklärt. Sie war auf einem Kurs, um Klöße zu machen. Die Zutaten stehen auf den Zetteln.

Reparatur für E-Bike-Rosinante, Ruhetag in Rothéneuf


E-Bike Rosinante hat mir ihre Mitarbeit aufgekündigt. Die Tretkurbel dreht die Kette und die Zahnräder, doch das Rad dreht sich nicht.

 

Das trat schon einige Mal auf, kam dann aber wieder in die Gänge. Als das schöne Wetter mich heute bewog, meinen Aufenthalt in Saint-Malo zu verlängern, fuhr Rosinante nicht mehr. Das Internet gibt mir eine Adresse für einen Fahrradhandel mit Werkstatt.

Das Rad komm auf den Radträger. Das Wohn-Auto wird wieder zum Fahr-Auto. Etwa acht Kilometer weiter findet sich ein Geschäft mit Werkstatt, welches den Schaden beheben kann. Hoffentlich....


Der Manager Lefevre meint erst, dass sie keine BOSCH-Motoren reparieren. Dann dreht er selber die Kurbel und meint, dass ja nur die Kassette kaputt sei. Damit meint er den Zahnradkranz der elf Gänge. 

"Das kostet 120 Euro".

"OK, und die Kette?"

Er prüft die Kette und meint, die müsse auch erneuert werden.

"Das kostet 400 Euro."

Er sieht die Ablehnung in meiner Miene.

"120 die Kassette, 40 Euro die Kette und Arbeit, also etwa 300 Euro..."
 


Das KIOX zeigt die GESAMT-Laufzeit mit 32408 Kilometern. Doch als Ersatz hat manchmal ein zweites KIOX Fahrdaten aufgezeichnet. So hat mich Rosianante etwa 37000 Kilometer durch meine Wunderwelt geschaukelt. Der erste Motor schaffte etwa 27400 Kilometer, der nächste Motor werkelt jetzt auch schon wieder 10.000 Kilometer. Genaue Daten stehen daheim in meinen Unterlagen.
Die Frau daheim spielt Sekretärin, sucht Unterlangen des letzten Ketten- und Kassettenwechsels heraus.

Keine 2000 Kilometer weiter war dann im Frühjahr 2025 der erste BOSCH-Motor kaputt. Der neue Motor kostete 1100,- Euro. So vertreiben mir E-Mails und Nachrichten die Zeit. Tim schimpft mit mir via E-Mail:

Tims Fahrrad hat auch einen Schaden. Meine Beobachtung, dass der Anhängerreifen wenig Luft hätte, wies Tim zurück. Er meint, dass sein Fahrrad hören könne und Schaden nähme, wenn jemand schlecht über das Rad rede. Ist es nicht eher so, dass der Zahn der Zeit unbarmherzig an uns wie an all unseren Dingen nagt?

Ohne Rosinante bringt mir der sonnige Tag Rentnerruhe: Essen kochen, spazieren, lesen, schreiben, die Umgebung mit Google Maps erkunden. Von Rothéneuf ist Mont Saint-Michel mit dem Rad zu erreichen.

Doch die Zahnkränze knackten schon länger. Mir war nicht klar, was kaputt war. An längere Touren war nicht zu denken.

Der Stellplatz für 150 Womos verfügt über einen Spielplatz für Kinder. Erwachsene rollen Kugeln über die Sandbahn. Rechts vorn ist die Entsorgungsstation. An der Vorderseite zapft man Trinkwasser, an der Rückseite entleert man die Kotkassetten.

Wer kein Klo an Bord hat oder es nicht gern nutzt, findet 100 Meter außerhalb des Stellplatzes eine öffentliche Toilette allerdings ohne Licht und ohne Handwaschbecken. Das ist sehr eng dort. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Spülen die Tür zu öffnen und sich draußen hinzustellen, dass die Schuhe nicht nass werden.

Der Duft aus der Backstube weist Dir den Weg zur BOULANGERIE, die am Dienstag geschlossen bleibt.

Ein Restaurant schreibt das Mittagsmenü auf die Tafel. Für 38 Euro kann man sich Lebensmittel für eine Woche leisten, wenn man im Auto kocht und isst. KI übersetzt:
MENU DU JOUR
(Tagesmenü)
Nage de St Jacques et huîtres, chou fleur croquant
Jakobsmuscheln und Austern in leichter Brühe (Nage), knuspriger Blumenkohl
Persillade d’encornets, houmous et bisque safranée
Tintenfisch (Kalmare) in Petersilienkruste, Hummus und Safran-Bisque
Fraîcheur d’orange, Madeleines à la vanille et zestes de citron
Orangen-Frischdessert, Vanille-Madeleines und Zitronenschalen
38 € In meinem Topf schmort eine Zwiebel, dazu kam Wasser mit einem halben Brühwürfel, zwei Möhren, eine Kartoffel, fünf Soja-Stücke und Gewürze. Davor gab es Salat mit Oliven.

Mein Spaziergang durch Rothéneuf endete auf einer Parkbank am Strand, wo schon zweimal mein Bad im Meer die fehlende Dusche im Camp ersetzte. Doch ohne Rosinante fehlte mir
als trauriger Fußgänger die Badehose.
Anderntags ruft die Werkstatt an, dass mein Rad fertig sei. So gibt's wieder Stress, E-Bike Rosinante zu holen.

Das Hinterrad war kaputt, dazu die Kassette mit den elf Zahnkränzen und die Kette.

Der Schlauch auf dem neuen Hinterrad hat ein französisches Ventil, wofür er mir einen Adapter verkauft zum leichteren Aufpumpen. Der vorige Schlauch mit dem Autoventil passte nicht auf die neue Felge. Wenn das Auto schon fährt, kann mein Einkauf gleich sechs Wasserflaschen Volvic und sechs Pelligrino einladen - zusammen 15 Liter. Bevor es mit Rosinante wieder an die herrliche Strandpromenade "Intro-Muros" geht, stärkt mich mein Eintopf. Danach wieder ein herrliches Meerbad, das mir immer besser gefällt.

Route du Rhum


Rosinante schaukelt mich wieder sanft über die Strandpromenade. Die Stadtreinigung hat den Seetang vom Uferweg entfernt. Der Himmel mit den Lichtstreifen gibt einen Caspar-David-Friedrich-Effekt.


Es wird einen unglaublichen Rummel geben bei der ROUTE DU RHUM.


Einige der Renn-Segler liegen schon im Hafen. Sie erinnern mich an Formel 1 Rennwagen.

Ein Katamaran dieser Größe ist mir noch nirgendwo begegnet. ARTEXPLORER steht im Heck. Was weiß KI dazu?

Ja, das ist die ARTEXPLORER (auch Art Explorer oder ArtExplorer geschrieben) – der weltweit größte Aluminium-Segelkatamaran und gleichzeitig ein schwimmendes Museum.

Das Schiff wurde 2024 von der italienischen Werft Perini Navi (Teil der Italian Sea Group) gebaut. Es ist ca. 46,5–47 m lang, rund 17 m breit, hat einen Tiefgang von etwa 3,4–3,5 m und misst knapp 500 GT. Der hohe Carbon-Mast (ca. 50–55 m) und die große Segelfläche (über 1.200 m²) machen es auch bei leichtem Wind leistungsfähig. Antrieb und Energieversorgung sind hybrid mit Diesel-Elektrik und umfangreichen Solarpaneelen (rund 65 m²) ausgelegt, damit es umweltfreundlicher und zeitweise emissionsarm betrieben werden kann.

Eigentümer ist der französische Unternehmer und Mäzen Frédéric Jousset. Das Schiff dient der Fondation Art Explora als „Bateau-Musée“: Es bringt Kunst, immersive Ausstellungen (u. a. in Kooperation mit dem Louvre und dem IRCAM), Konzerte, Performances und kulturelle Veranstaltungen in Häfen und macht sie möglichst vielen Menschen zugänglich – oft kostenlos und mit mehreren Tausend Besuchern pro Tag. Nach zwei Jahren in der Mittelmeer-Region startet 2026 die Atlantik-Phase.

Genau deshalb liegt bzw. lag es in Saint-Malo: Vom 20. Oktober bis 1. November 2026 macht es dort im Rahmen der Route du Rhum Station und veranstaltet ein künstlerisches Festival. Das Foto zeigt typischerweise diesen markanten, modernen Katamaran mit dem hohen Einzelmast vor der historischen Kulisse von Saint-Malo.

Kurz gesagt: Es ist kein gewöhnlicher Superyacht, sondern ein ambitioniertes Kulturprojekt auf See – und eines der technisch und gestalterisch interessantesten Mehrumpf-Yachten der letzten Jahre.



Noch ein Super-Segler ROUTE DU RHUM für die Wettfahrt über den Atlantik :

  • Course: Saint-Malo (France) → Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) in the Caribbean
  • Distance: ~3,542 nautical miles (about 6,560 km)
  • Format: Solo (one sailor per boat), no outside assistance
  • Classes: Multiple categories including Ultim (giant multihulls), IMOCA (60-foot monohulls, same class as the Vendée Globe), Class40, Multi50, and others
  • First edition: 1978
  • Organizer: Société Nautique de la Baie de Saint-Malo
It is one of the most prestigious ocean races, known for extreme weather, high speeds (especially in the multihull classes), and intense media coverage in France.


Abschied aus Saint-Malo


Meine Abschiedsrunde führt mich zum Rad-Händler, der E-Bike Rosinante wieder ertüchtigte. Ein Zehn-Euro-Schein als Trinkgeld ist mir das wert.




Damit  geht der morgen beginnende Trubel der Route du Rhum an mir vorüber.



Les Eaux de Saint-Malo sind in meinem Tee, haben mir den Sand von den Füßen gewaschen. Jetzt in der Stille meiner Klause mit Klassik Radio war die Woche aufregend genug.



Auch wenn ein Fahrrad freie Bahn hat, reicht es mir.



Nach all der Großartigkeit sehnt man sich einer liebenswerten Kleinigkeit.



Die Frau schickt mir vom Spaziergang das Bild mit Pferdchen mit Herbstwald-Kulisse. Dahin zieht es mich jetzt immer stärker.



"Rentners Rummelplatz Reisen"



Für die Route du Rhum beginnt morgen Saint-Malo zu glitzern, zu strahlen, zu dröhnen und zu tönen - ohne mich.



Zum Abschied heim über die Strandpromenade. Rosinante kämpft gegen den Wind, ohne dass es knackt  im Getriebe. Der Regen hat sich verzogen. Doch für ein Abschiedsbad ist es mir zu kühl.



Die Menschen lassen bunte Drachen steigen. Es ist ein fröhliches Treiben. Bevor jetzt Schluss ist, steht hier am Stellplatz mein erstes Auto. Es kam mit meiner Tochter 1978.



Gerd hatte seine Ente 1979 - das Modell war also doch etwas "moderner" mit Kopfstützen und eckigen Scheinwerfern.




Eine liebe Verbindung mit Freunden halten und mal wieder ein paar Worte in der Landessprache wechseln. Die Woche war toll. Der Blog ist voll. Es geht weiter nach Deauville, auf zu neuer

. Geschichte .


ps.: Korrekturen - wenn überhaupt - später