31 Oktober 2026

Aachen, Viersen, Duisburg, Gasometer Oberhausen, Mühlheim a.d. Ruhr

  

Danke Deutschland: In Aachen hilft mir die Carolus-Therme, in Bergheim repariert Firma Plum SAT-TV, in Viersen prüft Firma Wynen die Gastankgasflasche für den TÜV. Duisburg bietet mir den Landschaftspark Nord, Oberhausen das Gasometer. Analoge wie digitale Nachrichten verbinden mich mit der Frau daheim, der ersten Freundin, dem Eisenbieger, DT vom DGF, dem widrigen Sängerknaben haha, Bruder Lustig, Chetan-Reinhard, Elmar und Tim. Politpestilente Prominenz und wortgewaltige Profis vervollständigen das Angebot.


Welch herrlicher Samstag in der Carolus-Therme zu Aachen - ohne Smartphone, ohne Internet - sieben Stunden Ruhen, Schwitzen, Schwimmen - Erholung pur, solches Glück. 


Was man brauchen kann und was nicht


Freunde sind meist einer Meinung, bis sie sich verfeinden. Freund Gerd  versteht, wer mir warum zuviel wird.



Ja in der Tat: "Schluss mit diesem Quatsch, war auch mal ökopazifistisch..."



Im Jahr 1979 fuhr Gerd das gleiche Auto, wie es mir als Versicherungsvertreter reichte, um Geld zu verdienen. 


Manche Verbindungen bleiben wie zu Bruder Lustig, der hier aus seinem Blog lächelt. Es ist nichts Bleibendes, nicht einmal Wichtiges - aber wir verstehen einander in liebender Gemeinschaft. Das kann man brauchen, anderes nicht.



Der widrigen Sängerknabe war fast vergessen. Dann bekam er nach langer Zeit wieder eine Nachricht von mir über einen gemeinsamen, gleichaltrigen Freund. Von dem später mehr.  Die Nachricht hält der widrige Sängerknabe für seinen "Geburtstagsgruß". Nein, unser gemeinsamer Freund erinnert an 

Memento Mori! 

Es geht wohl nicht anders: Wer nicht ins eigene Schema passt, den lässt man links liegen:


Man fühlt sich auf Reisen fast wie im Krieg. Immer in Anspannung vor Falschfahrern, vor falschen Begegnungen - vor dem Grauen wie  erlebt in "Granada Geist greift Geldbeutel".  Furcht vor eigenen Fehlern.

Da kommt Tim, der 37 Jahre in Hauslosigkeit lebt, mir quer mit seiner letzten Whatsapp-Botschaft - ebenso quer kommt mir der widrige Sängerknabe. Braucht man das zum Reisestress?


Da ist DT im DGF mir - nie gesehen, nie getroffen, nie gesprochen - lieber, wenn er schreibt:


DT im DGF hat Recht! Doch jetzt mit 78 Jahren ist nichts mehr zu retten, was mein Lotterleben zwischen meinem 20. und 30. Lebensjahr versaut hat. 


Es war ein missglückter Versuch, sein Künstler-EGO mit Kabarett-Liedchen vor vollem Haus aufzublasen und meine damalige prekäre Situation mit 1.000 Deutschen Mark Eintrittsgeldern aufzubessern.

Ob sich eine ähnliche Story mit der Gen-Z wiederholt? Ob es hilft, mich fünf Jahrzehnte später als warnendes Beispiel vorzuführen? Ob mich DT als reicher, erfolgreicher IT-Experte einlädt, vor seinem Haus zu übernachten und mir Strom und sein Gästeklo anbietet? Wenn nicht, steht meine rollende Studierstube irgendwo anders. 



Für drei Tage ist Aachen mal wieder meine "Heimatstadt". Vor dem heilsamen Sauna-Samstag in der Carolus-Therme gibt es nur dies Bild aus der Kurzone Aachen-Burscheid. Der Brunnen sprudelt 63 Grad heißes Thermalwasser aus den Rohren. Sieben Stunden Sauna geben mir Ruhe und Kraft nach der anstrengenden Reisewoche von Saint-Malo über Paris nach Aachen..

Stories am Sonntag


Der Stellplatz in Aachen lässt mich per WLan durch's Internet reisen. Dort schreibt Prof. Moosdorf bei Facebook. In der "Systempresse", hört und sieht man wenig bis nichts von ihm. Daher wiederholt mein Blog, was Moosdorf bei Facebook veröffentlicht hat.

Prof. Matthias Moosdorf MdB
vor einem Tag 2͏3͏.͏ ͏O͏k͏t͏o͏b͏e͏r͏ ͏u͏m͏ ͏1͏1͏:͏3͏5͏
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Schröder, ehemaliger Kanzler, LEGT DIE WAHRHEIT OFFEN: „Frieden sabotiert!
Schröder äußert sich: „Warum der Krieg endlos in die Länge gezogen wird. Es ist das größte Skandalon unserer Zeit: Während täglich Menschen in der Ukraine sterben, Städte in Trümmern liegen und die Energiepreise in Europa durch die Decke gehen, wird Frieden systematisch verhindert. Nicht durch Zufall, nicht durch Missverständnisse – sondern durch absichtliche Sabotage hinter verschlossenen Türen.“
Der ehemalige Kanzler Gerhard Schröder, enthüllt in einem sensationellen Interview, wie historische Chancen, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, absichtlich sabotiert wurden.
Russische und ukrainische Delegationen trafen sich in Istanbul. Ein Abkommen schien in greifbarer Nähe: Neutralität für die Ukraine, Sicherheitsgarantien und eine Lösung für den Donbass-Konflikt.
Doch dann kam der berüchtigte Besuch des britischen Premierministers Boris Johnson in Kiew. Laut Schröder und anderen Quellen überbrachte Johnson eine klare Botschaft des Westens: „Kämpft weiter, wir stehen hinter euch – mit Waffen, Geld und politischer Unterstützung.“
Ein Friedensabkommen? Vom Tisch.
Die Eskalation war beabsichtigt. Gerhard Schröder, der Putin seit Jahren persönlich kennt und einer der letzten westlichen Staatsmänner war, die echte Diplomatie betrieben, spricht von einem „System zur Verlängerung des Krieges“. „Es geht nicht um Freiheit oder Demokratie“, sagt er weiter. „Es dreht sich um geopolitische Macht, um Russland um jeden Preis zu schwächen und um Milliarden an militärischen Gewinnen. Jeder, der von einem Waffenstillstand spricht, wird als Putin-Apologet hingestellt. Das ist keine Demokratie mehr, das ist eine Diktatur der öffentlichen Meinung.“
Die Beweislage, die Schröder und investigativer Journalismus zusammentragen, ist vernichtend. Interne Memos des US-Außenministeriums, durch Whistleblower geleakt, zeigen, dass es bereits im März 2022 klare Anweisungen gab, keine Verhandlungen zu unterstützen, die Russland „belohnen“ könnten. Schröder nennt es „moralische Selbstentwaffnung“: Deutschland, einst die treibende Kraft hinter der Ostpolitik, wurde zum Vasallen amerikanischer Interessen. Besonders explosiv ist die Rolle der NATO-Erweiterung. Schröder weist darauf hin, dass Warnungen aus Moskau bereits auf dem Gipfel in Bukarest 2008 ignoriert wurden. Putin betrachtete den Beitritt von Georgien und der Ukraine als existenzielle Bedrohung. Statt Kompromisse zu suchen, gingen die Provokationen weiter: Militärmanöver an der russischen Grenze, Waffenlieferungen und die Ausbildung ukrainischer Truppen durch westliche Spezialeinheiten.
„Das war kein Verteidigungsbündnis mehr“, sagte Schröder, „das war ein aggressives expansionistisches Projekt.“ Hinter den Kulissen florierte ein Netzwerk aus Think Tanks, Waffenlobbyisten und neokonservativen Hardlinern. Namen wie der von Victoria Nuland, die eine zentrale Rolle bei dem Putsch auf dem Maidan-Platz 2014 spielte, tauchen wieder auf. Milliarden Dollar an US-Hilfe flossen nicht nur in die Ukraine, sondern auch zurück in die Taschen amerikanischer Unternehmen. Raytheon, Lockheed Martin und andere Waffengiganten buchten Rekordgewinne. Inzwischen frieren deutsche Familien, weil die Nord-Stream-Pipelines – ein Projekt, an dessen Verhandlungen Schröder maßgeblich beteiligt war – in die Luft gejagt wurden. Bis heute gab es keine echte Untersuchung. 
Schröder geht noch weiter. Er berichtet von geheimen Treffen, in denen hochrangige westliche Vertreter offen zugaben, dass ein schneller Sieg für die Ukraine unrealistisch sei. Dennoch wurde die Erzählung vom „Kämpfen bis zum letzten Ukrainer“ aufrechterhalten. Zehntausende junge Männer starben in sinnlosen Offensiven wie jener bei Charkiw oder im Donbass. Zivilisten in Donezk und Luhansk, die seit 2014 unter Beschuss stehen, wurden in den westlichen Medien systematisch ignoriert. „Das ist keine Voreingenommenheit, das ist Propaganda“, sagt Schröder bitter. 




Wer weiß, ahnt oder auch nur fühlt, was Moosdorf schreibt, wozu soll der das noch lesen? Wozu seine Zeit verschwenden? Ändert es etwas, mehr von Krieg und Frieden, vom unausweichlichen Unheil zu wissen? Wer seinen Reibach mit Waffen, Aktien, Drohnen oder auch nur als Kriegsberichterstatter macht, der will nichts wissen von Moosdorf. Mir aber geben Moosdorfs Sätze zu denken.


Moosdorf schreibt einfach, logisch, einleuchtend. Was daran ist schwer zu verstehen?

Prof. Matthias Moosdorf MdB
vor 2 Tagen 2͏3͏.͏ ͏O͏k͏t͏o͏b͏e͏r͏ ͏u͏m͏ ͏1͏3͏:͏2͏6͏
 ·
Frieden wird es in der Ukraine nur ohne Zelensky geben. Niemand will ihn am Tisch haben. Trump hat es klar gesagt: „Er will den Krieg nicht beenden.“ 
Seine innere Legitimität ist verloren. Er regiert per Verlängerung, ohne Abstimmung. Er hat Parteien suspendiert, die unbequeme Presse unter Druck gesetzt, Räume für Dissens geschlossen. Er ist selbst für viele im eigenen Land nicht mehr der Vertreter der Ukraine. Man höre dazu nur Klitschko. 
Moskau ist maximal skeptisch, etwas mit ihm zu unterzeichnen. Washington hat das verstanden. Sogar in Europa fangen sie an, darüber nachzudenken. Solange er bleibt, hat der Krieg eine Garantie auf Kontinuität.
Für die EU ist Zelensky ein Geschäftsmodell. Jede seiner Forderungen, jede seiner Eskalationen rechtfertigt weitereHilfs- und Sanktionspakete. Es ist eine wechselseitige Abhängigkeit: Geld für ihn, um über Wasser zu bleiben, Relevanz für die Bürokraten, um im Spiel zu bleiben.
Dazwischen stehen wir Europäer, mit irren Stromrechnungen, geschlossenen Fabriken, aus dem Ruder laufender Migration und zunehmender Meinungsdiktatur. 
Solange in Kiew ein Regime des permanenten Krieges an der Macht ist, das von Korruption und Krieg lebt, das seine Söhne mit Greiftrupps verheizt oder außer Landes treibt, wird der Krieg nicht enden.
Die angebliche „Verteidigung europäischer Werte“ ist eine Verteidigung der blauen Sessel, in denen Figuren Platz genommen haben, die einen ganzen Kontinent abwirtschaften und zerstören.
Und tatsächlich geht es nun um Krieg oder Frieden. Helfen wir dem Frieden! Helfen wir Trump! Wenigstens in dieser Frage


Moosdorf, Wallasch, Müllers Nachdenkseiten, Pirincci, Reitschuster, Sellner, Klonovsky, Maaßen, Schröder.... und, und, und...  es gibt genug Infos, die andere Meinungen als der Mainstream, der ÖRR - oder Grönemeyer veröffentlichen.





Ist es nicht besser, Geld für die Sauna als für dies Buch auszugeben? Wozu sich mit und von Büchern, Reden, Vorträgen unterhalten lassen, wenn man unterwegs sein kann? Das Leben auf der Straße ist um Dimensionen reicher als Botschaften vom Bildschirm, von Büchern oder aus Zeitungen.



Mein Aufenthalt in Aachen verlängert sich von Tag zu Tag. Das hängt vom Wetter ab. Sonne am Sonntag lockt mich zu alten Freunden. Sonne beleuchtet Herbstlaub. An der Kirche wirbt das Plakat:

MARTINSUMZUG SONNTAG 15.11

Auf zum Martinsumzug! Dort sollten sich Omas bespaßen, statt sich "gegen-Rächdz" aufzubretzeln. Ach, Omas geht doch mit Töchtern und Enkelkindern, wohin ihr wollt... und seht zu, was ihr davon habt.


Frauen-Power vom Feinsten: Bewundert, begattet, befruchtet, beladen, begraben....


Und die Rache im ewigen Kampf der Geschlechter? Seht an, seht an. Die Collage verhöhnt die Damen. Schwarzers EMMA macht den Laden dicht.



Elon Musk, der etwa für ein Dutzend Kinder und ein halb Dutzend Weiber sorgt, erklärt LINKEN SOZIALISMUS. 



Politprofis wie Schröder, Selinsky oder Wirtschaftsbosse wie Musk sind unterhaltsam. Doch das ist wenig dagegen, in der Oktobersonne durch das vertraute Aachen zu alten Freunden zu radeln.



Die Bundeswehr hängt die Fahne hoch. Am Kasernenzaun wirbt ein Plakat:

MIT TECHNIK ARBEITEN UND GROSSES BEWEGEN. 
MACH, WAS WIRKLICH ZÄHLT. BUNDESWEHR

Um technisch-anspruchvolles Militärmaterial zu bedienen, ist qualifiziertes Humankapital unumgänglich.


Wie so oft führt das Smartphone mit Google Maps mich auf Schleichwegen zum Ziel, auf denen kein Auto fährt.



Der Clan versoffener Antifanten hat öffentliches Eigentum mit Schmutz und Schund signiert.


Wer ein deutsches Kulturgug wie das Kehlsteinhaus vernichtet, bekommt vermutlich Beifall von der Geist verwandten Antifanten-Szene.


Vielleicht lässt sich vernichtetes Kulturgut wie geklaute Kunstschätze, ein verbranntes Haus, beschmierte Gedenkmäler noch irgendwie reparieren und retten, der Terror gegen Leib und Leben hinterlässt bleibende Schäden.



Man hätte es wissen können, wenn man es hätte wissen wollen. Doch das war, ist und bleibt anstrengend, das Wissen-Wollen. 



In der vermüllten Welt sehnt man sich nach dem fallenden Laub im Herbst, hört vom Herbsturm gebrochene Zweigen unter den Rädern knacken. Man will, man braucht Ruhe, Einsamkeit, Frieden.




Hier ärgert sich Freund Reinhard, weil er ein Autorennen sehen darf.

Es handelt sich um die berühmte 39. Rally Piancavallo (sowie die historische Version Rally Storico Piancavallo Classico). Die legendäre Wertungsprüfung "Clauzetto - Il Balcone del Friuli" wird am heutigen Sonntag in zwei Durchgängen direkt auf den Serpentinen vor Ort ausgetragen:
• 1. Durchgang (WP 5): Start um 10:36 Uhr
• 2. Durchgang (WP 7): Start um 14:32 Uhr
Straßensperrung beachten: Wegen des Rennens ist die Durchfahrt in Clauzetto (SP22) heute von 08:30 Uhr bis voraussichtlich 18:30 Uhr für den normalen Verkehr komplett gesperrt.






Wieso kann man sich nicht am Autorennen und an stillen Waldwegen erfreuen? 



Nach der letzten Reisewoche von Saint-Malo über Paris nach Aachen waren meine Nerven bis auf's Äußerste angespannt. 


War diese Anspannung nicht Grund genug, mich sieben Saunastunden Sauna in der Carolus Therme zu "entspannten"? Wofür ist das Uhrwerk des Lebens sonst da, wenn man es nicht mit Spannung aufziehen und in Oasen entspannten kann? Was ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe ruhiger Tagen?



Diesmal führt mich mein Weg zum Refugium meiner alten Freunde. Wie groß ihr Besitz ist, sieht man von dieser Seite.



In dem Gebäudekomplex haben sich die mehrere Parteien als Eigentümergemeinschaft eingerichtet. Einige der früheren Eigentümer sind schon nicht mehr auf der Welt.



Immer wieder begeistert mich der alte Benz-Bus, mit dem der Besitzer Manni im Jahr 1979  mich, Frau, Kind und Hausrat von Aachen nach Bayern umzog.



Die Bewohner kultivieren kreatives Chaos.


 Doch der Zahn der Zeit nagt an der Gesundheit meines guten, alten Freundes und der seiner Frau.



Auch in beschaulicher Ruhe gesunder Natur belasten die Menschen Krankheit und Alter.



Es muss war wohl im Jahr 1981, als mein alter Freund Manni meinen Mercedes "Strich 8" geschweißt hatte. "Eisenbieger" war mein Freundschaftsname für ihn, weil er Möbel aus Eisenrohren geschweißt hatte. 


Sein Benz-Bus war wohl lange nicht mehr auf der Straße, doch seinen alten Diesel-Daimler fährt er noch.



Der Wagen heißt "Strich Acht", weil das Fahrzeug 1968 erstmals vom Band lief. 



Nie wieder hat mich ein so bequemes Fahrzeug befördert. Man konnte dort darin wie in einer Badewanne halb liegend fahren.



Ach, mein lieber, alter Freund aus dem gleichen "Baujahr" 1948 - wie lange werden wir noch voneinander haben?



In diesem herrlichen, alten Gemäuer residiert meine erste Freundin von unseren wild verrückten 68iger Jahren.


In meiner Fantasie erscheint sie mir immer noch im engen, kurzen Schlauchkleid mit etwa zehn Zentimeter schwarz-weißen Ringen von unten bis oben mit unendlich lang erscheinenden Beinen.



"Mann" fühlt sich im Kampf der Geschlechter durch weibliche Waffen hilflos und besiegt. So ging's mir alleweil.



Das romantische Gemäuer in der Talmulde am Bach stand schon einmal bis zu den Grundmauern mitsamt Fahrzeugen unter Wasser, als unermeßlicher Regen das Tal flutete.


Leistungsfähige und -bereite Handwerker bei notwendiger Renovierung sind schwer zu finden. So ist das Leben in alten Mauern selbst in paradiesischer Natur nicht immer leicht.

 

Wochenbeginn mit glücklicher Fügung



Nachdem die Sauna mich am geruhsamen Wochenende regeneriert hat, beginnt in erster Deutschlandwoche die Suche nach einer Werkstatt, die defekte Sat-Antenne zu reparieren. Mein erster Weg führt mich von Aachen nach Kerpen direkt zu der Werkstatt "Camping-Oase". Die Reparatur sei kein Problem, sagt man mir dort, allerdings ab erster Dezember-Woche. 



Alternativ gibt man mir die Adresse einer anderen Werkstatt in Bergheim - fünfzehn Kilometer weiter.


Die Experten werkeln ein halbe Stunde.



Dann ist der Empfang wieder da.


Gleichsam mit einem Trinkgeld von 25 Euro lässt man mich froh und glücklich weiter ziehen. Meine Wertung bei Facebook ist begeistert von dem Service.


Handwerk und Industrie tun ihr Bestes für unser komfortableres Leben.


Ackerbau und Viehzucht versorgen uns mit Nahrung.


Nachdem Plum und Goertz die Antenne repariert hatten, ist mir vielleicht auch das Glück bei der Firma Wynen-Gas in Viersen gewogen. Die Gas-Tankflasche muss nach 10 Jahren ausgebaut, geprüft, und wieder eingebaut werden. Wenn mir das Glück gewogen ist, lässt sich der vereinbarte Termin am 15. Dezember vielleicht vorschieben?



Mittlerweile hat der Gesetzgeber die Vorschriften für Tankflaschen geändert. Meine grüne Tankflasche kann man im Gaskasten betanken. Für Gastankstellen in Frankreich und Spanien gibt es passende Adapter. Jetzt muss der Tank von außen am Wohnmobil zugänglich sein. Ein blödsinniges Gesetz, weil die Tankflasche bei mir im Gaskasten verschlossen ist. Doch wie ist der von außen zugängliche Gastankanschluß zu sichern?



Der Inhaber Herr Wynen macht einen früheren Termin als den 15. Dezember für mich frei. Er lässt mich auf seinem Betriebshof übernachten, gibt mir seinen 220-Volt Strom, baut am Dienstag die Tankfläsche aus, lässt sie prüfen, und am 5. November darf mein Auto dort wieder stehen zum Einbau und der notwendigen TÜV-Gasprüfung. Die Gasprüfung ist alle zwei Jahre fällig, die Tankflasche wieder nach zehn Jahren. Leider hindert den SAT-Empfang ein Busch vor der Antenne.



Zur Entspannung gibt's für mich eine Radrundfahrt durch Viersen.


Wie wohl überall bestätigen sich in Viersen Männer ihre Freundschaft und Einigkeit beim Bier, solange sie sich nicht prügeln.


GRÜN plakatiert "VON HIER AN ZUKUNFT" - wozu man viel Glück wünschen will.



Oma mit Rollator schleppt ihre Vergangenheit. Ob sie an Weihnachten angesichts der Baumkugelpracht bei Woolworth denkt?


Arbeiter in der Fußgängerzone von Viersen stutzen die Bäume.



Die Bücherei neben dem Stadthaus in Viersen kann sich sehen lassen.


Laut lachende Mädchen besteigen den Bullen vor der Stadtsparkasse.




Auf dem Rückweg zum Auto lockt mich Licht von der geöffneten Kirchentür in die Halle. Ein freundlicher Mann erklärt mir, dass die "Grabeskirche St. Joseph" ein Friedhof sei, was einen Unterschied ausmache zu herkömmlichen Kirchen.




Schlimm sind auf Reisen schlaflose, schmerzende Nächte. Wer dem Magen Unzuträgliches zumutet, wer von daheim eine böse Botschaft erhält, muss hoffen, dass zumindest der Kamilletee mit Wermutblättern Linderung verschafft. Ohne Wifi waren die letzt verbleibenden drei GByte vom MDR-Montagskrimi nach knapp einer Stunde verbraucht. Wer der Mörder im Wolfsland war, blieb mir verborgen. 



Doch am andern Morgen liegt neues Glück in den güldenen Blättern bestrahlt von der aufgehenden Sonne. 


Duisburg-Ruhrort Yachthafen


Nach einer Irrfahrt über gut ausgeschilderte Umleitungsstrecken waren die 50 Kilometer von Viersen nach Duisburg-Ruhrort endlich geschafft. Der Stellplatz begeistert mich, weil er alles bietet, was mir wichtig - außer WLan.



Den Rhein hat mein Womo mit mir und Rosinante schon auf dieser Brücke überquert. 



Am ersten Tag beschränkt sich mein Forscherdrang auf die rechtsseitige Rheinseite.



Schilder machen Radlern Lust auf reizvolle Strecken . Da TV-Krimis mich besser als alles andere unterhalten, ist meine erste Radrunde zur Schimanski-Gasse. Zwei Mädchen taten mir den Gefallen, mich vor dem Schild für das Titelbild zu fotografieren.


Es gibt am Pegel Ruhrort viel zu entdecken und zu erforschen wie diese Museumsschiffe.



Der Kran zeigt, wie Menschen einst hier Geld verdienten.



Solange es Arbeit gibt, verdienen Menschen ihr Geld. 



Zu dem Haus schreibt KI:  


  
Das „1000-Fenster-Haus“ (eigentlich Haus Ruhrort bzw. Tausendfensterhaus) in Duisburg-Ruhrort, Ruhrorter Straße 187, war ursprünglich das Verwaltungsgebäude der Rheinischen Stahlwerke und beherbergt heute vor allem Büros sowie eine Augenklinik. 

Frühere Nutzung / wer dort gearbeitet hatAb 1922/1925–1926 (fertiggestellt im Rohbau 1925, Innenausbau bis ca. 1936): Geplant und gebaut als Hauptverwaltung der Rheinischen Stahlwerke AG (Architekt u. a. Heinrich Blecken, Backsteinexpressionismus). Es wurde auf dem zugeschütteten Teil des Werfthafens errichtet. Durch die Gründung der Vereinigte Stahlwerke AG 1926 und Rationalisierungen wurde das große Gebäude von der Stahlindustrie selbst nur eingeschränkt genutzt; große Teile der Büroflächen wurden früh an Fremdfirmen und öffentliche Einrichtungen vermietet. 

Kriegs- und Nachkriegszeit: Im Zweiten Weltkrieg dienten Kellerräume u. a. als Schlafsaal für Ruhrorter Kinder und später als Lazarett; nach dem Krieg gab es Wohnungen für Ausgebombte und Flüchtlinge sowie Phasen des Leerstands.

Nach der Sanierung (1992/1993, Architekt Harald Deilmann; Innenhöfe 1996 verglast): Lange Jahre Mieter waren das Finanzamt und das Lokalradio der Stadt Duisburg. Später kamen verschiedene Firmen (u. a. in älteren Quellen genannt: IBM, Bilfinger + Berger, Xella), Gastronomie und ab ca. 1995 die Augenklinik. 

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und hat tatsächlich rund 510 Fenster (nicht 1000).



Meine erste kurze Radrunde macht bei Kaufland Mittagspause. Dort verwöhnt mich der Asiatische Imbiß mit Reis, Gemüse und süß-saurer Soße für acht Euro.


Die Pförtnerin dieses Bauwerks wundert sich, wieso jemand das "Kraftwerk Herman Wenzel" - so steht es über der Pförtnerloge - ansieht und fotografiert. Sie kommt heraus, schaut mich mißtrauisch an, doch sie beantwortet meine Frage:.

"Arbeitet das Kraftwerk noch?"

"Ja für Strom..."

"Und woraus gewinnt das Kraftwerk den Strom?"

"Das darf ich nicht sagen...."

KI schreibt über das Kraftwerk:

Das Kraftwerk Hermann Wenzel (auch Kraftwerk Ruhrort oder Kraftwerk Laar genannt) ist ein Dampfkraftwerk der thyssenkrupp AG in Duisburg, gelegen zwischen den Stadtteilen Laar und Ruhrort am Rhein (Koordinaten ca. 51°27′35″N, 6°43′50″O). Es handelt sich um ein Werkskraftwerk, das vorwiegend Kuppelgase aus der Stahlherstellung (Hochofen-/Gichtgas und Kokereigas, u. a. aus der nahen Kokerei Schwelgern) verbrennt. Steinkohle dient nur als Reservebrennstoff. Im Gegenzug versorgt es das Hüttenwerk und die Kokerei mit Strom und Prozessdampf; Überschüsse fließen ins öffentliche Netz. Die elektrische Gesamtleistung liegt bei rund 339–342 MW, der Schornstein ist 160 m hoch. Es handelt sich um ein CHP-Kraftwerk (Combined Heat and Power). Geschichte und Betrieb
  • Erbaut 1953–1955 als Werkskraftwerk der August-Thyssen-Hütte AG (damals Teil der Vereinigten Stahlwerke). Benannt zu Ehren von Dr. Hermann Wenzel (1882–1954), einem führenden Ruhrindustriellen und ehemaligen Vorstands-/Aufsichtsratsvorsitzenden der VSt.
  • Nach der Entflechtung der VSt kurzzeitig bei der Phoenix-Rheinrohr AG; 1966 wieder zu Thyssen, später thyssenkrupp. Erweiterungen um zusätzliche Blöcke 1963 und 1969.
  • Aktuell in Betrieb mit drei Blöcken (Stand der verfügbaren Daten):
    • Block 2: ca. 64 MW (Baujahr ca. 1955)
    • Block 3: ca. 100–101 MW (1963)
    • Block 4: ca. 175–177 MW (1969)
  • Block 1 (ursprünglich ca. 58 MW) wurde nach schweren Explosionen am 8. Januar 2001 stillgelegt. Bei Revisionsarbeiten war durch ein falsch geöffnetes Ventil Druckluft in eine Koksgasleitung gelangt, was ein explosives Gemisch erzeugte. Es kam zu drei Explosionen, Brand im Kesselhaus, Schäden an Fassade, Fahrzeugen und umliegenden Gebäuden; Menschen kamen nicht zu Schaden, der Sachschaden ging in die Millionen.
Das Kraftwerk liegt etwas abseits des integrierten Stahlwerks von thyssenkrupp Steel auf einem eigenen Betriebsgelände (u. a. Adressen wie Friedrich-Ebert-Str. 12 oder Apostelstraße 82 werden genannt) und ist auch heute noch aktiv. Umweltinspektionen (z. B. 2023) ergaben keine Mängel. Im Oktober 2026 gab es einen Feuerwehreinsatz wegen eines Brands auf dem Dach. Das von dir gezeigte Foto zeigt genau dieses Kraftwerk mit dem markanten hohen Ziegelschornstein, den roten Backsteingebäuden und den typischen Rohrleitungen – es passt gut zu Aufnahmen aus der Umgebung (z. B. vom Rheinufer oder aus dem Wohn-/Hafenbereich Ruhrort/Laar).Es ist eines der klassischen Industriekraftwerke des Ruhrgebiets, das eng mit der Stahlproduktion verknüpft ist und noch immer eine wichtige Rolle für die Energieversorgung der Hütte spielt.


Landschaftspark Duisburg Nord




Freund T* aus Thüringen empfiehlt mir den Landschaftspark Duisburg Nord. Innerlich stellt man sich bei dem Namen auf ein schönes Naturschutzgebiet ein. Die Fahrt dahin führt zumeist über lauschige Radwege, muss aber auch große Straßen überqueren.



Wie immer bei meinen Ausflügen finden kulturell-klerikale Kultbauten meine Beachtung.



Das da gehört - wie landauf, landab verkündet - zu Deutschland.


Doch diese religiöse Schulhof-Demonstration in Berlin ist bislang noch verboten.



Das wird man wohl noch zeigen dürfen.....


Bei Radwegen durch wunderbare Wald- und Naturlandschaften wundert man sich über rostige Rohrleitung. Darauf stehen Schilder "STICKSTOFF 30BAR" und "AUSSER BETRIEB".



Dann wieder schneiden Straßen durch die Wald- und Naturlandschaft. Ohne Wegweiser durch Google Maps sind Ortsfremde verloren.



Das fahrende Volk versorgt sich aus Stromerzeugern, deren Motoren abseits der Wohnanhänger brummen.



Vom Wald an einem IKEA-Großkomplex vorbei, dann über eine Autobahn rückt der Freizeitpark Duisburg Nord näher.



Von einer Trasse blickt man auf ein Stück Urwald. Ein Rad rostet am Ufer.



Schienen rosten vor der Ruine, die einst eine Haltestelle war.



Aha! Sieht das jetzt wie der Landschaftspark aus ?



Doch die Parklandschaft erstaunt mich immer mehr. In diesem Betonblock drehen sich langsam gigantischen Schaufelräder.



Hinter dem Betonblock belehrt mich die Tafel, wurde in diesen Klärbecken Wasser gereinigt, um es wieder in den Kühlkreislauf einspeisen zu können.



Mittlerweile ist mir klar, dass der "Landschaftspark" die Ruinen von Stahlkochern zeigt.




Der Landschaftspark Duisburg Nord demonstriert, wie von ruinierter Industrie ein Spielplatz übrig bleibt.



Bei diesen Steilwänden müssen Kletterer einfach angreifen.



Der Bezwinger der Steilwand klettert gut gesichert - mit Erlaubnis.



Wandgemälde erhöhen den Reiz der malerischen Umgebung.



Weil hier nichts und niemand mehr arbeitet, von einer Würstchenbude abgesehen, versteht man die Bezeichnung "Landschaftspark".



Wer sich näher mit der Anlage und ihrer ehemaligen Funktion vertraut machen will, kauft im Besucherzentrum für einen Euro eine Karte.



Eine Karte zeigt auch die Tafel.


Wie funktionierten diese Bauten? 

Diese Bauten sind die historischen (Doppel-)Kühltürme bzw. das Doppelkühlwerk des ehemaligen Thyssen-Hüttenwerks Meiderich (heute Landschaftspark Duisburg-Nord). 

Sie wurden 1907 errichtet (kurz nach Inbetriebnahme der ersten Hochöfen 1903 und dem Bau der Kraftzentrale ab 1906). Es handelt sich um eine genietete und verschraubte Stahlfachwerkkonstruktion auf rechteckigem Grundriss mit Beton-Kühlturmtasse. Die Sprüheinrichtung war ursprünglich mit Holz verkleidet (später teilweise mit Faserzementplatten), was den typischen „hölzernen“ Eindruck ergibt. Der Park hat diese seltenen historischen Holz-/Fachwerk-Kühltürme vor dem Abriss bewahrt. 

Zweck: Sie dienten der Kühlung des Brauch- und Kühlwassers für die Hochöfen sowie des Wassers der Gasreinigung. In den Hochöfen und zugehörigen Anlagen (Gasreinigung etc.) wurde Prozesswasser stark erhitzt; die Kühltürme kühlten es durch Verdunstung (Nasskühlung mit Sprüheinrichtung und Luftzug), damit es im Kreislauf wiederverwendet werden konnte. 

Das Hüttenwerk produzierte von 1903 bis zur Stilllegung 1985 Roheisen. Die Kühltürme gehörten zur technischen Infrastruktur der frühen Ausbauphase und sind heute als Industriedenkmal erhalten. Im Park-Lageplan sind sie als „Doppelkühlwerk“ bzw. Kühlwerk ausgewiesen.




Schmilzt der Betrachter dieser Werke nicht ehrfürchtig dahin wie beim Betreten einer gotischen Großkathedrale?



Kratzt der Schornstein die Wolken auf am herbstlichen Oktoberhimmel?



Yin und Yang, Schraube und Mutter, Stecker und Steckdose, Schornstein und Kessel, Topf und Deckel..... und was dergleichen Fantasieen mehr sind.



Torpedowagen (auch Torpedopfannenwagen oder Pfannenwagen) zum Transport von flüssigem Roheisen (ca. 1400 °C heißem Roheisen).

Das abgebildete Fahrzeug (beschriftet mit „T22“) steht im Landschaftspark Duisburg-Nord, dem ehemaligen Thyssen-Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich. Solche Wagen transportierten das noch flüssige Roheisen vom Hochofen zur Weiterverarbeitung in die Gießerei (z. B. Grauguss) oder zum Konverter. Die charakteristische, torpedoähnliche Form (langer zylindrischer Behälter zwischen Drehgestellen) ermöglicht ein großes Volumen; typisch fassten sie rund 160 Tonnen. Innen sind sie doppelwandig mit Schamottesteinen ausgekleidet und oft mit einem Deckel versehen, damit das Eisen nicht zu stark abkühlt und der Wagen nicht beschädigt wird.

 Zum Entleeren lässt sich der Behälter drehen.
Im Park sind solche ausgemusterten Torpedo- und Schlackewagen als Industriedenkmäler erhalten und gut dokumentiert (u. a. als „Torpedopfannenwagen“ auf Wikimedia Commons und in lokalen Beschreibungen). Das passt exakt zu dem rostigen, zylindrischen Anhänger auf dem Foto.




Und einer der auszug, das Gruseln zu lernen, sollte durch diese Unterführung fahren.

Gasometer Oberhausen



Der nächste schöne Herbsttag führt mich wieder durch die kunstvoll ausgestaltete Unterführung auf dem ruhigen Radweg vorbei am Landschaftspark Duisburg Nord nach Oberhausen.



Ein großartiges Radwegenetz durchzieht die Industrielandschaft, so dass man ungestört vom lärmenden Autostau durch die Natur radeln kann.



Naturgenuß wie am Emscher-Radweg unterscheidet sich von ländlichen Radwegen wie an der Isar oder Loisach, wo keine Industriewerke sich aneinander reihen.



Das schwere E-Bike muss man in der Schiene auf die Brücke schieben, doch das Rad verfügt über eine Schiebehilfe.



Herbstliche Stimmung am Rhein-Herne-Kanal. Das Schiff fährt Richtung Duisburg.



Vier Damen rudern in die Gegenrichtung. Mein Ziel das Gasometer ist in Sichtweite.



Nach etwa einer halbe Stunde in der Schlange druckt mir die Kasse für elf Euro zum Rentnertarif die Eintrittskarte. Derweil stellt eine Mitarbeiterin das Schild auf:


Sehr geehrte Gäste, aufgrund von Sicherheitsvorschriften sind wir angehalten, den Zugang zum Gasometergelände bei einer Besucheranzahl von über 2.000 Personen vorübergehend zu schließen.
Für mich geht's hinein ins Vergnügen.


 Da mich schon 19 Kilometer Radwege ermüdet haben, reicht meine Kraft nicht, um alle Stelltafeln zu studieren. 



 Die Ausstellung "Mythos Wald" zeigt neben dem Blickfang am Eingang Fotos - vorwiegend Fotos.



Mir ist der Ausblick vom 105 Meter hohen Gasometer wichtiger.








Der Hügel unter den Wolken ist eine Halde, belehrt mich eine Anzeigetafel.



Der Aufzug im Innern kommt ewig nicht, so geht es mit dem Außenaufzug schneller hinab. Man kann auch über Treppen rauf und runter laufen, doch das ist mir zu anstrengend.



Ein Bild aus der Ausstellung zeigt einen Regenwurm. Der sei blind und taub, bewege sich aber mit starken Muskeln vorwärts.



Bei dem Bild "Geschälte Bäume" wird's mir wehmütig um's Herz. Denn es ist schon ein Unterschied, in Portugal durch Wälder mit Korkeichen zu radeln oder sie hier als "Mythos Wald" im Bild zu bewundern.



Trotz hoher Energiepreise, trotz hoher Arbeitskosten arbeiten Industriewerke am Rhein-Herne-Kanal.



Kreative Straßenkunst lässt uns wissen: "NEVER TRUST COPS". Das ist klingt charmanter als die Parole ACAB: ALL COPS ARE BASTARDS.

Wobei "Bastard" keinem traditionellen Ehe- und Treueverständnis entspringt, was in Antifanten-Kreise wohl eher selten sein dürfte, wenn Steuergelder Mütter mit drei Kindern von vier unbekannten Vätern versorgen.



Nach 39 Kilometern reicht mir der Radausflug und die Besichtigung des Gasometers. Das Asia-Bistro im Kaufland stärkt mich mit Fisch süß-sauer für neun Euro. Ein Dusche im Clubhaus Ruhroter-Yacht-Club für einen Euro Warmwasser entspannt.


Traumhaftes Duisburg



Diese letzten Oktobertage schenken mir eine traumhaft schöne Zeit in der Millionenmetropole Duisburg und dem Großraum drumherum.



Kein Radl steht im Stau. Fahrräder parken überall. Angenehm radeln ohne Regen


Der gewaltige Ziegelbau mit den zugemauerten Fenstern an der Schwanentorbrücke interessiert mich. KI dazu:

Einst diente der Bau als Getreidespeicher (RWSG-Speicher) der Rheinisch-Westfälischen Speditions-Gesellschaft, gebaut 1936; heute ist er Teil des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen (Abteilung Rheinland) und dient der Archivierung von Dokumenten. 

zi-online.info

Der massive Ziegelsteinbau (verklinkerter Stahlbetonbau) steht östlich der Schwanentorbrücke am Duisburger Innenhafen (Schifferstraße). Er wurde 1936 als Getreidespeicher errichtet und diente der Lagerung von Getreide (Schüttböden und Speicherzellen). Er steht unter Denkmalschutz, da er als einer der letzten erhaltenen Großspeicher der 1930er Jahre die Industriearchitektur dieser Zeit und den Getreidehandel im Hafen dokumentiert. 

baukunst-nrw.de

Ab etwa 2010 wurde er umgebaut und erweitert (Architekten Ortner & Ortner Baukunst / O&O Baukunst). Dabei wurden die Fenster zugemauert, ein ca. 76 m hoher fensterloser Archivturm im Zentrum ergänzt (der sich formal an den alten Giebeln orientiert) sowie ein wellenförmiger Anbau für Lesesäle, Büros und Verwaltung angefügt. Seit der Eröffnung um 2013/2014 beherbergt das Ensemble Deutschlands größtes Archivgebäude mit rund 148 Regalkilometern für das Archivgut des Landes NRW (das „Gedächtnis“ des Landes). Das Foyer ermöglicht Einblicke in die Regale. 

zi-online.info

Das Foto zeigt genau diesen markanten Ziegelbau mit dem hohen Turm an der Schwanentorbrücke (im Hintergrund ist u. a. der Turm der Salvatorkirche erkennbar).




Die Saison für Hafenrundfahrten ist abgelaufen. Großstädte sind spannend, aber Großstädte mit Hafen sind noch besser.



Wunderbar, dass der verklinkerte Stahlbetonbau den Krieg überstanden hat.



Beim Bau ihres Rathauses haben sich Duisburger nicht lumpen lassen. KI:

Das heutige Duisburger Rathaus am Burgplatz wurde von 1897 bis 1902 erbaut und am 3. Mai 1902 eingeweiht. Es entstand nach einem Architekturwettbewerb von 1895 (Siegerentwurf von Friedrich Ratzel aus Karlsruhe) im Stil des Historismus (Frührenaissance) und ersetzte frühere Bauten. Die Bauarbeiten begannen am 15. August 1897; der nördliche Trakt war 1900 bezugsfertig, das alte Rathaus wurde abgerissen, und der gesamte Komplex (mit ursprünglich 67 m hohem Turm) kostete rund 2,6 Millionen Goldmark.




Es muss eine blühend reiche Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gewesen sein. Um die gleiche Zeit klotzten die Münchner ihr verspieltes Rathaus mit all den Türmchen und Erkern auf den Marienplatz. Geld war da, Arbeit und Material zu bezahlen. Doch was werden sich Menschen zum "Frohen Fest" 2026 leisten können und wollen? Bekannte, die jahrelang den Duisburger Weihnachtsmarkt bewirtschafteten, haben das Geschäft aufgegeben. Es lohnte nicht mehr.



Wo man hinfährt, wo man hinschaut, die Menschen machen und tun, fahren, produzieren, die Schornsteine rauchen, Martinshörner überdröhnen den Stadtstauverkehr, es läuft wie geschmiert.


 
Was lagert in diesen Duisburger Rohrbehältern?

Kunststoffgranulate (Kunststoffpellets/Schüttgut, vor allem für die Chemie-/Kunststoffindustrie), gelagert in Silos der Schmidt-Gruppe (Karl Schmidt Spedition) bzw. einer vergleichbaren Schüttgutanlage im Duisburger Hafenbereich. Das Foto zeigt eine typische industrielle Siloanlage mit mehreren großen, silbernen zylindrischen Rohrbehältern (Silos) an einem Bahnübergang in Duisburg, erkennbar an den Andreaskreuzen, Schranken, dem Schild „Spurrillen / Radfahrer absteigen“, den Gleisen, dem HGK-Schild (Häfen und Güterverkehr Köln) und der umliegenden Hafen-/Industrieinfrastruktur. Solche Anlagen dienen dem Umschlag und der Lagerung von Schüttgütern. Die Schmidt-Gruppe (mit Sitz in Heilbronn, stark im Duisburger Hafen aktiv) betreibt dort speziell Silos für importierte Kunststoffgranulate: Ware kommt in Containern an, wird per Druckluft in die Silos umgefüllt und weiter per Silo-Lkw oder Container an Kunden (Chemie-/Kunststoffindustrie) geliefert. Es gibt dort Anlagen mit Dutzenden Silos (z. B. frühere 20 Silos à ca. 400 m³ und neuere Erweiterungen auf rund 40 Silos), die genau zu diesem Erscheinungsbild passen – hohe zylindrische Behälter auf/an einer mehrstöckigen Struktur mit Anschlüssen.




Freudensprünge am Rhein: Es gefällt mir hier.





Goldener Oktober in Duisburg am Rhein



Und die Schornsteine verblasen "Chemtrails", was Klimakleber:Innen noch nicht ruinieren konnten.



Wortakrobat Don Alphonso erklärt die geistige und materielle Armut der Gen-Z.








Verqueres Denken kann man sich auf der Straße nicht erlauben.



Wer gerne radelt, für den gibt es hier traumhafte Strecken.



Die Touri-Info in Duisburg schenkt mir eine große Karte mit all den Knotenpunkten für Radler. Fantastisch!



Mich interessieren solche Stories.



Mein zweites Ziel in Duisburg ist die "Rhein Orange",  die mir unvorstellbar war. Auf Google Maps war zwar die Mündung von der Ruhr in den Rhein zu sehen, doch wieso steht dort eine "Rhein Orange"? Fehlen an dem Teil nicht Strahler? Was weiß KI?

Die „Rheinorange“ (auch Rhein Orange) ist eine 1992 errichtete Stahlskulptur des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch an der Mündung der Ruhr in den Rhein (bei Rheinkilometer 780) in Duisburg-Neuenkamp/Kaßlerfeld. Sie ist 25 m hoch, 7 m breit und 1 m dick, wiegt 83 Tonnen und steht in der leuchtenden Farbe RAL 2004 („Reinorange“). Der Name ist ein Wortspiel: „Rheinorange“ klingt wie „Reinorange“. Die Form erinnert an eine Stahlbramme und verweist damit auf die Stahlindustrie der Region. Warum steht sie genau dort?Sie dient als Landmarke an einem der historisch und wirtschaftlich wichtigsten Orte Duisburgs:
  • Die Mündung von Ruhr und Rhein war entscheidend für die Entstehung und Entwicklung der Stadt (über 1000 Jahre Geschichte) und machte den Duisburger Hafen zum größten Binnenhafen der Welt (und Europas).
  • Sie verbindet symbolisch den Flussmündungspunkt, den Hafen, den Stahlstandort, den Technologie- und Zukunftsstandort sowie das Lehmbruck-Museum (bedeutend für moderne Skulptur) und repräsentiert damit wirtschaftliche und kulturelle Aspekte Duisburgs.
Die Initiative kam 1989 von den Wirtschaftsjunioren Duisburg (junge Unternehmer) in Zusammenarbeit mit dem Lehmbruck-Museum. Die Kosten von über 400.000 DM wurden durch Spenden (u. a. von Unternehmen über die IHK Niederrhein) aufgebracht. Sie sollte als weithin sichtbares Zeichen für den erfolgreichen Strukturwandel der Stadt dienen und wurde zu einem Symbol für Aufbruch, Wandel und Identifikation mit Duisburg. Heute ist sie zudem Endpunkt des Ruhrtalradwegs, Orientierungspunkt für die Schifffahrt, Ziel für Wanderer und Radfahrer sowie Bestandteil der Route der Industriekultur.


Aha, verstehe das Wortspiel: Die Farbe heißt "Reinorange".


Als das Schiff mit den Container den Rhein raufbrummte, waren 64 Container zu zählen. Das wären 64 LKW mit einem Container.



Man beachte den Namen des Tankschiffes: PROSPERITY. Das heißt "Wohlstand, Erfolg, Reichtum" - also das Gegenteil von "Degrowth".
 

Wenn nichts mehr durch Röhren fließt, alles rostet und zerfällt, dann bestaunt man im Landschaftspark Duisburg Nord rostende Ruinen.


DEUTSCHE BUNDESPOST steht in güldenen Lettern unter dem Dachfirst. In ähnlichem Amtsgebäude arbeitete Väterchen selig als Postbeamter Tag für Tag, Monat um Monat, Jahr für Jahr. Er saß nächtelang am Schreibtisch über den Akten, wurde für ein paar Monate ins Bundespostministerium nach Bonn versetzt, trat keiner Partei bei und ging als Vizepräsident der Oberpostdirektion Dortmund gesund und munter in den wohlverdienten Ruhestand. 



Mir wäre als Staatsstipendiat für das Studium der Elektrotechnik zum Dipl. Ing. eine glänzende Karriere möglich gewesen, wenn nicht - wie DT richtig konstatiert - mich Weiber, Drogen, Suff und eine vollkommen verquere Denke auf die schiefe Bahn gebracht hätte. 


Auf meine alten Tage lernte mich als Rentner mein holdes Weib als ihren Weihnachtsmarkthüttenknecht an, was mir Spass gemacht hatte. Meine Frau perfektionierte ihr Marktgeschäft über Jahrzehnte mit Freunden und Freundinnen.



Na gut, jetzt vergnügt sich "Rentners Rummelplatz Reisen" überall - gerade in der Fußgängerzone von Duisburg, wo eine kanllbunter Vogel wunderlich wirkt und wacht.





Menschen in und um Duisburg haben noch die Kaufkraft, diese GALERIA zu unterhalten. In München am Hauptbahnhof wartet nach der Pleite des Investors das Gebäudeareal in der Innenstadt auf den nächsten Investor. Bis der kommt, verwahrlost das Gelände.



Zum Lohn meiner 30-Kilometer-Duisburg-Rundtour belohnt mich China Food mit Gemüse und Tofu in süß-saurer Soße.


Das sind annehmbare Preise für ein Mittagessen - fast wie in Portugal.



So zu leben, macht mir Freude.



Meine derzeit beste Wohnlage am Ruhrorter-Yacht-Club hat neue Nachbarn bekommen. Meine SAT-Antenne unterhält mich bei früh fallender Dämmerung und in der Nacht. 


Ruhrort - Mühlheim/Ruhr - Oberhausen - Ruhrort



Trotz wunderschönem Herbstwetter hat mir eine Abschiedstour vom Ruhrorter-Yacht-Club über Mühlheim a.D. Ruhr nach Oberhausen und zuürck zum Yacht-Club gereicht.



Fast zweieinviertel Stunden fast nur lärmender Autoverkehr, wo selbst eine Kleingartenanlage am Weg wie eine Oase erscheint, wurden mir fast zuviel.



Im morgenkalten Nebelgrau radelt man noch wohlgemut an den beiden Türmen mit angedeuteten Pickelhaubendächern vorbei, die die Rheinbrücke bewachen.



Am Stadttheater Duisburg zerschlägt sich meine Hoffnung, einen ruhigen Radweg an der Ruhr nach Mühlheim zu finden.



Immer an einer belebten Straße entlang und über Stadtautobahnen zu radeln, ist selbst auf einem Radweg nicht so prickelnd.



Nach Kilometern lockert die Betonwüste kurz auf, um einer Parkoase Platz zu machen. Dankbar nimmt man das Motiv an, welches ein älteres Haus schmückt.



Wie ein Fremdkörper aus längst vergangenen, alten Zeiten erstaunt mich das Fachwerkhaus der Lindenwirtin. Aber solche Häuser sind die absolute Ausnahme.



Kurz vor Mühlheim lenkt mich das Navi aus den "Ruhr-Rad-Schnellweg", auf dem man ruhig ein paar Kilometer dahin gleitet.



In Mühlheim an der Ruhr ist es still und schön. Das Wasser fließt träge dahin, es ist also kein Kanal.



Hier herrscht in Mühlheim Rentner-Ruhe Urlaubsstimmung. "Weiße Flotte-Schiffe" laden Urlauber im Sommer zur Bootsfahrt.



Das Zentrum von Mühlheim a.d. Ruhr ist prächtig. 



Arme Hunde genießen bierselig den Sonnenschein. Gestern abend beim Einkauf war einer von der Bank gerollt und lag auf dem Pflaster.



Dass sich die Elendszene in der Schloßstraße abspielt, macht die Sache nicht besser.



Zentrumsnah bietet der MÜHLHEIMER WOHNUNGSBAU den Menschen Wohnraum in einer ruhigen Seitenstraße.


Um meine Laune aufzubessern, verwöhnen mich Kaffee und Kuchen. Der Gast zuvor ließ die BILD-Zeitung liegen, was meinen Genuß erhöht.


Milchkaffee und Himbeerschnitte versüßen die Meldunger ....


.....der täglichen, stündlichen, allgegenwärtigen Rocky Horror Picture Show.



Keine Lust zu recherchieren, ob das Gemäuer mit der Aufschrift POSTAMT einst einmal Schloß gewesen sein mag. Marktstände sind für mich ebenso uninteressant bei der langen Radelei, erstaunliche Preise für Kleidungsstücke ab zehn Euro.



Für den Rückweg kommt der Weg an der befahrenen Ausfallstraße zwischen Duisburg und Mühlheim für mich nicht in Frage. Vielleicht gibt es über Oberhausen eine angenehmere Strecke.




Ob mir Google Maps bessere Radwege verheimlicht?



Zumindest die Fußgängerzone ist auch in Oberhausen frei von Autos. Dort dürfte man von 20.00 bis 7.00 Uhr radeln, doch Vorschriften oder rote Ampeln halten einen "Kampfradler" nicht auf.



Schrotthändler am Weg, rauchende Schlote, Fabrikgebäude, 20-Tonner-LKW - was hat man als Radler dort zu suchen?



Fast heimatlich kommt mir das Katzenvieh in der bunt bemalten Unterführung vor. Reicht dem geneigten Leser - so es ihn gibt - die "kilometerlange"

. Geschichte? .


p.s.: Korrekturen - wenn überhaupt - später