24 Juli 2021

Von Frauen, Fluten, Covid und anderen Katastrophen



Mit 73 Jahren fast vollkommen meiner Illusionen über Liebe und Triebe beraubt, wäre es Zeit, im Rückblick meiner Jahre und Erfahrungen mir mein Scheitern einzugestehen. Die Beichte schmerzt. Doch im Blick auf kakophonische Gender-Debatten, auf die ausufernde Flutung mit zu vielen Toten durch Wasser oder kulturfremde Messer-Männer, findet mein Forschen zu den Wurzeln, der Ursache: Zu mir selbst!


Den Teufel fürchtet selbst die Hexe. (Volksglaube)


Der frommen Braut im Titelbild ist gleichsam ihre Besinnung auf sein Testament als gesunder Egoismus für sich und eventuell erwartbare Brut genetisch ein- oder vorprogrammiert. Dass der alte Trottel die Dame nun nicht mehr befruchten kann und wird, mindert nicht seine Irrsinnslust auf das feiste Früchtchen. Auch wenn der Greis mit 93 Jahren sein Ablaufdatum sozialverträglichen Frühablebens bei weitem überschritten hat, wird ihm die Angetraute schon den Rest besorgen. Es wird auch Zeit! Wir schaffen das.


Mit ausuferndem Egoismus haben Männer das Konzept des sorgenden Patriarchat gehörig diskreditiert, wobei Bürschchen in Führungspositionen ihren Anteil haben. Krisen und Katastrophen zwingen zur Besinnung auf das Wesentliche: Gemeinsames Leben.


Dass ein Außenminister seine Ehefrau mit drei Kindern gegen ein Gendersternchen eintauscht, ist kaum weiterer Rede wert. Wer kann, der kann. Das Verhalten hat Brecht mit einem Vers getroffen:

Gab' dir ein Weib das Letzte her,
lass es liegen, es hat nicht mehr.

So beschreibt Brecht den Bösen Baal, den Asozialen. Doch in der Bussi-Bussi-Kaste der Küss-die-Hand-Marionetten fällt so ein Typ nicht weiter auf. Im Gegenteil: Solche Typen gelten mittlerweile als "normal", keiner weiteren Rede wert. Es gibt noch andere Männer - immer noch:


Was in der Titelzeile dieser Meldung leicht zu übersehen ist, vielleicht auch als selbstverständlich gilt, sind die beiden Wörter:

 

"LEBENSGEFÄHRLICHE AUFGABE"

Der Bauunternehmer in meinem Alter macht, was er sein Leben lang gemacht hat, er baggert. Er baggert den Abfluß der Talsperre frei, das Wasser fließt ab, die darunter liegenden Häuser, Orte, Straßen, Stromleitungen, Masten, Infrastruktur all das rettet der tapfere, alte Mann. Der Baggerfahrer hat diesen Höllenjob überlebt - keiner weiteren Rede wert. Er hat getan, was getan werden musste. Irgendeiner hat es eben tun müssen.



So haben Chaos, Krise und Krieg meiner vollkommen unmaßgeblichen Meinung auch darin Sinn, und Zweck, die Ordnung zwischen den Geschlechtern wieder ins Lot zu bringen. Wenn Goethe noch in Sprüche wie "Burgen und Mädchen müssen sich geben" machte oder sein wunderbares Gedicht vom Heideröslein zu Papier brachte, so wären heute solche Texte nicht mehr politisch korrekt.



Eine Bekannte kommentierte dieses Bildchen passend, treffend und richtig:

Ich muss ein wenig schmunzeln, denn der liebe Erhard ist vermutlich auch eher Feministin gewesen in dieser Katastrophen Situation, als "Mann". Im Sinne der Abbildung die du mir geschickt hast.



Der Unterschied zwischen dem feministischen, fürchterlichen Furor und meinen Fingerübungen an der Tastatur ist der, dass es mir darum geht, die rechtschaffene Arbeit, Sorge, den Einsatz von Männern für Frauen, Kinder und die Gemeinschaft nicht mit dreckiger Propaganda zu diskreditieren, zu schmähen, zu verspotten sondern ins rechte Licht zu rücken.



Bei diesem Bildbeispiel hat sich die Fraktion von Gretls Hänseln den Spass erlaubt, die Heckscheibe einer bis über den Kofferraum versunkenen BMW-Karosse per Photoshop mit dem Aufkleber zu diffamieren:

Fuck you Greta


Schuld hat - wie immer - der toxische, weiße, alte Mann! Wer auch sonst? Wo Männer genug Geld "machen", versorgen sie pflichtschuldig ihr Eheweib, dass es die Brut schon aus Sicherheitsgründen und wegen schlechter Straßen im SUV zum Kindergarten bringen kann. Die mehr linken als rechten Nachdenkseiten schreiben dem Einsatz der Verwaltung und Bürokraten eine vernichtende Kritik.

Auch die Medien driften mehr und mehr in den Wahnsinn ab...


Damit die Damen in eigener Sache nicht zu kurz kommen, zahlt der Steuerzahler für Geschwätzwissenschaften wie GenderprofessorInnen Millionen. Mit wie vielen Sirenen könnte man mit diesem Geld Leben in höchster Not retten? 



Schlußendlich wird wohl der Schaden Männern und ihrem Wirtschaften angerechnet, weil das "fossile Patriarchat" seit Jahrzehnten, Jahrhunderten bestimmt. Schäden schreien nach Schuldigen! Erster, zweiter Welt- und Klimakrieg sowieso.


Zu Zeiten Napoleons 1804, zu Zeiten Kaiser Wilhelms 1910 waren andere Gründe für Jahrhunderthochwasser verantwortlich, wie "Tichys Einblick" erzählt. Das Narrativ der Zeit betet nun die Klimakatastrophe rauf und runter.

 





Der CO2-Gott fordert Menschenopfer. Als Ablasshandel ihrer CO2-Schuld opfern Sünder Steuern für die E-Mobilität. Solar-Gott erhöre uns!


Solange eine lächelnde Maske mit bezauberndem Augenaufschlag und wippenden Haaren dem naiven Konsumenten "Klimaschutz, Klimaschutz, Klimaschutz" ins Hirn hämmert, spendet naiver Pöbel die gewünschte Stimme in den Wahlurnenschlitz. Biologie und Gefühl zwingt Geschweifte, Geschlitzten Sperma zu spenden. Dieses produziert männliche Biologie im Überfluß. Produzentinnen monatlicher Eizellen zwischen 14 und 44 Jahren nehmen Manneskraft, Aufopferung und Samenspenden als ihr Geburtsrecht selbstverständlich hin. Doch was tun, wenn Mädchen nicht mehr ihren Körper annehmen wollen?



Die WELT, nicht gerade für räächte Hetze verschrieen, lässt uns wissen:

.... so erleben wir zurzeit wieder eine solche Massenhysterie. Die Opfer sind Mädchen im Teenageralter, und wieder spielen Psychotherapeuten eine Schlüsselrolle. Es geht dabei um Transsexualität.

Die Folgen seien - so der Buchtitel - "irreparable Schäden".


In Großbritannien stieg die Zahl der weiblichen Teenager mit Geschlechtsdysphorie innerhalb eines Jahrzehnts um 4400 Prozent,

Da kann Mann sich ja noch freuen, wenn Damen wie Claudia Roth, Annalena Baerbock oder Katrin Göring-Eckardt auftreten. So überzeugt auch eine philosophische Expertin in einer Bundespressekonferenz mit Charme. Was spielt es da für eine Rolle, wenn sie nichts zu sagen weiß?:




Damen sind für ihre Befruchtung, für Geburt und Aufzucht ihrer Brut dank ihrer Biologie genetisch programmiert. Für diesen Job hat sie die Natur mit intuitivem, instinktivem, weiblichem Egoismus bestens bewaffnet. Welche Männer können schon weiblicher Anziehungskraft widerstehen? Und wie lange? Meist ergibt Mann sich vollkommen willenlos ihren weiblichen Waffen.



Jeder kann morgens beobachten, wenn die Autofahrer im Stau vor roten Ampeln warten. Geht eine hübsche, junge Frau über den Bürgersteig, richten sich die Köpfe wie magnetisch in Richtung der Frau. Solange weibliche Anziehungskraft Männer beeinflusst, solange solidarische Schwestern gefühlsmäßig angesprochen mitgehen, solange Millionenfach in Bild, Ton die Hampelmännchen an ihren Fädchen gezogen sich von weiblicher Übermacht hypnotisieren lassen, solang wird und will "toxische Männlichkeit, das fossile Patriarchat" für diese Damen und ihre Brut arbeiten und kämpfen, bis und auf dass sie als ausgelaugte, abgearbeitete Alte sozialverträglich früh ableben - Jahre früher als ihre lustigen Witwen.

Fernstenliebe statt Nächstenliebe





Hinter der Bezahlschranke ätzt der Autor Jod in die Wunde, hinter der Bezahlschranke schon deshalb, um den naiven Pöbel nicht zu beunruhigen, gar widerspenstig und aufsässig werden zu lassen.



In sozialen Medien kocht Wut. Diese Wut greift feministischer Furor nicht zu Unrecht als "Frauenfeindlich" an, im Bildbeispiel "Staatsfeindlich" dazu. Ein Fall für den Staatschutz? Wie getretene Hunde jaulten die getroffenen Massen, als Seehofer sich zu so einem Satz erdreistete:


Die Mutter aller Probleme ist die Migration.





Soll diese Collage - wenn sie denn Fakt und kein Fake ist - eine Neiddebatte anstoßen?. Doch der leidensfähige und -willige Pöbel schaffe und mache, zahle Steuern und wähle, was er wählen soll!


In katastrophalen Krisen stützt man sich! Spott, Hohn und Häme sind fehl am Platz - eigentlich immer. Kritik und Opposition sind Mist!



Nachbarschaftshilfe und Nächstenliebe, wie dich selbst, sind gut und schön. Darf bei katastrophalen Krisen im eigenen Land die Fernstenlieben vergessen werden? Nein! Denn das Geschäft mit Flüchtlingen muss blühen und gedeihen, je mehr Wirtschaftsbetriebe Konkurs anmelden und schließen.







BILD und WELT kritisieren häufiger mittlerweile die Regierung. Zum einen verlieren Medienimperien rapide an Lesern, zum andern fürchten Manager und Macher die Machtübernahme mit grünen Morgenthau-Plänen. Diese Pläne verwandeln blühende, deutsche Industrielandschaften in einen darbenden Hilfsarbeiter- und Bauernstaat.



Warnungen gab es seit dem Club of Rome 1972 reichlich und im Übermaß. Doch wollen anspruchsvolle Mamas darauf verzichten, ihre Brut im SUV zum Kindergarten sicher und komfortabel zu bringen? Wie sollen Ballermann-Touristen abheben, wenn ihr Geld nicht mal mehr für Billigflüge reicht?





Verschleiert werden soll, dass E-Mobilität für die arbeitende Bevölkerung auf dem Land unbezahlbar wird. Der öffentliche Nahverkehr bedient Dörfer im Hinterland vielleicht zweimal am Tag. Die Kanalisation in den Asphalt und Beton versiegelten Gemeinden kann Starkregen nicht abführen. Doch was bringt es Politikern, Geld für Kanalgrundrohre und Rückhaltebecken zu bewilligen? Keine Sau interessiert sich dafür, im Gegenteil: Welcher Bauer will seine saure Wiese als Rückhaltebecken bei Hochwasser hergeben? Aber wenn Politprominenz eine Millionen schwere neue Ortsumgehungstraße freigibt, dann rückt das Staatsfernsehen an.



Katastrophen, Chaos und Kriege sind immer "unvorhersehbar". Wer Katastrophen, Chaos, Krieg "vorhersieht", leidet am Kassandra-Syndrom. Weil "Soldaten Mörder sind", braucht ein fortschrittliches Land auch keine Wehrpflicht. Wer will schon "PFLICHT"? Klingt voll rääächts. Damit lässt sich kein Hartz-4-Empfänger von der Couch holen. PFLICHT geht GARNICHT! Flüchtlinge zum Arbeitseinsatz zu verpflichten, verstößt vermutlich gegen ihre Menschenwürde.



Der AfD-Soldat Uwe Junge nimmt sich in die "Pflicht". Dafür ist er ausgebildet und bezahlt.





Wenn alle zwangsweise im Schlamm wühlen, den Hausrat in Tonnen zum Müll fahren müssen, dann ertragen selbst Pazifisten das Bild eines erschöpften Soldaten im Einsatz.





Denn Bilder eines lachenden Laschets kommen in einer Katastropheansprache des Bundespräsidenten nicht gut an.


Eine professorale AfD-Oppositionstimme bringt sich Werbewirksam mit ernster Miene ins Bild. Tim Kellner will vor Gericht gehen, Fehlverhalten anzuzeigen.




Na, wenn's denn nützt - zumindest wenn es ihm als Einzelkämpfer Spenden bringt, dann man los. Aber neben Sawsan Chebli warten ja noch andere "zartesten Blüte des Landes" darauf, dass jemand ihnen zuhört.




Tim Kellner kann sich ja nicht immer in "die zarteste Blüte des Orients" verbeißen, seit "Dezember 2016 die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales in der Berliner Senatskanzlei," wie uns Wiki erzählt.




Covid, immer wieder Covid, Covid


Als medizinischer Laie mit vorgeschädigter Lunge könnte eine Covid-Infektion in meinem Alter mein Todesurteil sein. Menschen zu meiden, liegt ohnehin in meiner Natur. Alltagsmaske, Hygiene und Abstand, die sogenannte AHA-Regel, erscheint mir sinnvoll. Aber Impfung? Die Warnungen von Impfgegner lesen sich ebenso gruselich wie die Filmberichte aus verschiedenen Erdteilen, die Massengräber von Covid-Toten zeigen.

Dr. Vanden Bossches jüngste Warnung zum Thema Impfen:

"Dieser kollektive Wahn wird logischerweise in einem Blutbad enden."

"Die Gesundheitsbehörden lassen zu, dass Impfstoffe in einer Weise verabreicht werden, die die öffentliche Gesundheit bedroht, und vor allem, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert werden.

Die derzeitige äußerst kritische Situation zwingt mich zu diesem dringenden Appell. Das beispiellose Ausmaß des menschlichen Eingreifens in die Covid-19-Pandemie droht nun zu einer beispiellosen globalen Katastrophe zu führen, und dieser Ruf kann nicht laut und eindringlich genug gehört werden....

Es sind unsere natürlichen Antikörper, die für die allgemeine natürliche Immunität sorgen und somit unsere erste Linie der Immunabwehr darstellen. Deshalb ist es wichtig, die natürlichen angeborenen Breitband-Antikörper, die gegen Krankheitserreger ausgebildet sind, zu erhalten (...)

Alle, die mit einer Injektion von mRNA "geimpft" werden, neutralisieren ihr natürliches unspezifisches Immunsystem und setzen sich damit der Bedrohung durch "Varianten" aus, die dank dieser "Impfstoffe" freie Hand haben (...).

Die weit verbreitete menschliche Intervention, unterstützt durch irreführende Propaganda, hypnotische Erzählungen, Zensur, Verbote, allgegenwärtige Repression, Erpressung von Auflagen und Gesundheitspässen, diese unglückliche menschliche Intervention inmitten einer Pandemie ist ein schwerer, wissenschaftlich nicht nachvollziehbarer Fehler, denn sie hat ein relativ harmloses Virus bereits in eine biologische Massenvernichtungswaffe verwandelt."

"Ein relativ harmloses Virus"? Klar, alles ist relativ. Es wird Zeit, das Tagebuch meiner Woche mit Eindrücken zu füllen, die mich von solch deprimierenden Situationen und Gefühlen ablenken.



Mit dem Motorrad durch den Thüringer Wald

Kaum von der achttägigen Reise nach München zurück hält es mein unruhiger Geist daheim wieder nicht aus. Bücher, Zeitungen, Noten, SAT-TV und Internet sind langweilig gegen die grüne Welt, das Asphaltband der Straße, der Wind auf dem Motorrad, die Hitze im Wohnmobil. Auf der Burg Ranis lockt mich ein Mittelaltermarkt auf die Bahn.




Die Tour einfach von etwa 70 Kilometern strengt an.




Auf welchen krummen Strecken mich das Navi in der Einstellung "abenteuerlich" führt, ist mir ohnehin nicht klar. Es geht an der Burg Lauenstein vorbei.



Ob das "Haus des Volkes" in Probstzella an die "goldenen Zeiten" der DDR erinnern soll?




Von Leutenberg geht es dann auf kurviger Bahn etwa 300 Meter bergab zum Stausee Hohenwarte.


Die Strecke vom Stausee auf Serpentinen in Richtung Ranis ist mir schon vertraut.



Den Eintritt zum Mittelaltermarkt in der Höllenhitze zu erkämpfen, ist nichts für meine Sonnenempfindlichkeit. Erst wartet eine schier endlose Schlange darauf, zum Kartenkauf vorzurücken. Es dürfen nur soviele Personen hinein, wie hinausgehen. Das Ticket für acht Euro trägt die Aufschrift "Sündenfrei". Nach diesem Ablassopfer darf man endlich die Burg betreten.



Anstatt mich dem Trubel auszusetzen, wäre es ein ruhiger Waldspaziergang in Sonneberg bekömmlicher gewesen. Doch von einem schattigen Sitzplatz auf einer Treppenbrüstung lässt sich das bunte Treiben überblicken.



Eltern bieten ihren Kindern ein großes Abenteuer. Manche Knaben bereiten sich auf Konkurrenzkämpfe vor, in dem sie sich mit Holzschwertern bewaffnen.



Gebratene Leichenteile mit klangvollen Namen wie "Teufelsrippe" sollen und werden hungrige Mäuler stopfen.


Das Klirren sich schlagender Schwerter lockt mich von meinem schattigen Platz wieder in das Getümmel. Nach dem Schlagabtausch kürt der Schiedsrichter den Sieger.



Wer den nächsten Winter noch in diesen verseuchten Zeiten zu erleben hofft, kann sich mit Fellen und Filzpantoffeln zum Sonderpreis von fünf Silberlingen eindecken.


Das uralte Gemäuer bietet ein traumhafte Kulisse für den Mittelaltermarkt.



Mir steht die dröhnende Rückfahrt auf dem Moped bevor. Mein letzter Aufenthalt in dieses Gefilden zog sich zehn Tage hin. Mit geladenem E-Bike und viel Zeit bekommt mir so ein Auflug besser.



Mit dem Wohnmobil nach Saalfeld


Das wunderbare, kalte Quellwasser des Baxenteichwassers 400 Meter von unserem Haus hat meinen Körper nach den Anstrengungen von München und der Motorradfahrt zur Burg Ranis in zwei Tagen wieder fit gemacht für den nächsten Ausflug.


Mein 3,5 Tonnen Haus schaukelt mich auf umwaldeten Kurvenstraßen durch die hügelige Wunderlandschaft.



Nach Meura führt eine sehr enge Straße. Auf einem längeren Straßenstück können Fahrzeuge nur in eine Richtung fahren. Der Gegenverkehr muss sich an der Ampel auf eine längere Wartezeit einrichten. Der Stellplatz in Meura verfügt über eine Sanitäranlage, doch die Stromsäule ist defekt.


Meura liegt als verschlafenes Nest mitten im Thüringer Wald. Es gibt dort ein großes, wenn nicht das Größte Haflinger Gestüt. Von den Meura-Steinen, ein altes Wort für Mauer, hat der Ort seinen Namen.



Als prächtigstes Gebäude fällt mir in Meura das alte Jagdhaus auf, welches von einem großen Gastank beheizt wird.


In Reichmannsdorf am "Thüringen-Quiz XXL" kann der wissendurstige Reisende sich viele, viele Fragen beantworten lassen, welche auf den Alutafeln stehen. Beispielhaft Frage Nummer 96:




Was nennt man "Weißes Gold" und "Blaues Gold"?


Man hebt die Tafel an und findet auf der darunter liegenden Tafel die Antwort:

Porzellan und Schiefer



Das große Haus im kleinen Ort Reichmannsdorf hat wegen Covid den Museumsbetrieb eingestellt.




Im Nachbarort Schmiedefeld ist ebenso wegen Covid der Leipziger Turm in 802 Meter Höhe geschlossen.



Von den Höhen des Thüringer Waldes schraubt man sich auf etwa 250 Meter Höhe bis Saalfeld herab. Meine nächste Nacht am Camp Saalfeld "Bike und Boot" verwöhnrt mich wieder mit Strom und dem großen Fluß vor der Tür.



Langsam gelingt es mir, die Hektik der vorigen Woche in der Großstadt München abzuschütteln. Während Arte in einer Sendung für den Viktualienmarkt München wirbt, versorgt mich der Markt in Saalfeld mit geräuchertem Saibling, Weintrauben, Tomaten und Brot.



Die Höllenhitze macht den Aufenthalt im Wohnmobil unerträglich: 30 Grad Celsius kühlt erst der Abend und dann die Nacht wieder auf 16 Grad herunter.



Als langsamer Genußradler lässt sich in Saalfelds Umgebung die Burg Wetzelstein bewundern.



Am Nachmittag haben die Marktkaufleute ihre Stände vom Platz vor dem Rathaus abgeräumt.





Mein Fahrrad steht abgeschlossen vor dem Eiskaffee. Nach geduldigem Warten auf einen freien Tisch genießt der Autor mit Blick auf die prächtige Kirche seinen Eiskaffee.


Nach einem entspannenden Rundgang durch die kühle Kirchenhalle gelingt es mir sogar, in einem Schuhgeschäft in der Innenstadt neue Sandalen zu erbeuten. Die Fußgängerzone in München war mir zu voll, zu hektisch, um dort einzukaufen. Doch Saalfeld bietet mir Sandalen, welche Magneten  verschließen. Nur die Firma Clarks produziert solche Sandalen. Selbst im Internet ließen sich nur Sandalen mit Klettverschluß finden.




Zwei geruhsame Nächte in meiner neuen Heimat Thüringen versöhnen mich langsam wieder mit dem Verlust der umtriebigen letzten Jahrzehnte in München.


Auch eine kleinere Stadt wie Saalfeld mit etwa 75.000 Einwohnern bietet attraktive Einkaufsmögichkeiten, gute Gastronomie und vor allem eine wunderbare Landschaft und Natur.



Mit viel, viel Geld, Mühe und Arbeit ließen sich die alten Schätze kleinerer Orte erhalten und für kommende Generationen nutzen. Doch ohne Arbeitplätze und Steuereinnahmen fehlt eben das Geld.


Mit dem E-Bike nach Rudolstadt



Vom Camp Saalfeld nach Rudolstadt sind es nur zehn ruhige Kilometer an der Saale entlang.


Mit EU-Fördergeldern ist ein neuwertiges Industriegelände zwischen Saalfeld und Rudoldstadt entstanden.



Der Ziegelbau aus älterer Zeit wartet immer noch auf seine Renovierung.


Stattliche Villen aus alten Zeiten vereinen Ziegelbau mit Fachwerkhaus.






Ein kantiges Bauwerk mit Türmchen liegt am Weg zur Altstadt.




Eine Tafel an einem Einkaufszentrum erinnert an die Prominenz vergangener Zeiten.



Man spürt am Rathausplatz die größere Bedeutung von Rudolstadt gegenüber dem benachbarten Saalfeld.


Der steile Aufstieg zur Heidecksburg lässt ein Gefühl für die Pracht und Macht der ehemaligen Residenzstadt aufkommen.




Ein schattiges Plätzchen im Schloßhof für meine Brotzeit am plätschernden Brunnen


Blick auf die Burg



Blick von der Burg




Gestärkt und von Eindrücken beglückt geht es auf die leichte Radstrecke zurück nach Saalfeld.



Zu den neuen Industriewerken gehört auch die Anlage für die Produktion von BIO-Diesel.


Radwege führen häufig an Bahnstrecken entlang. Ab und an vorbei rauschende Zügen stören  nicht.
 

 
Die Strecke von Saalfeld nach Sonneberg ist auf dem kürzesten Weg nur 50 Kilometer weit. Allerdings geht es über Berg und Tal wie auf 800 Meter Höhe. Dieser Rastplatz "Tannenglück" liegt auf 629 Meter Höhe noch 23 Kilometer vor Sonneberg. Doch die kurvige Strecke bis zum Ziel hat es in sich. Das kühle Bad im Baxenteichbad bei unserem Haus schließt diese erholsame Reise mit zwei Übernachtungen ab. Diese Eindrücke haben mich wieder mit meiner neuen Heimat versöhnt und die Hetze der Großstadt München wieder in weitere Ferne entrückt. Mich beschäftigt die Frage:


Nachtrag:
Dieses Netzwerk, was zuvor als "Seniorbook" auftrat, schon seit Jahren ab und an mal Links zu meinen Blogs bekam, reagierte mit der abstrusen Frage, ob die AfD mich für meine Werbung bezahle. Wer solche Vermutungen aufstellt, bekommt für mir keine Antwort. Der Fragesteller denkt ohnehin, was ihm gefällt. Danach kam dann diese Meldung: