14 Januar 2023

Abschied von Albufeira, Ferragudo, Portimao, Lagos

 


Alberner Ausklang der Woche, des Blogs. Im Sonnenfrühling der Algarve zu radeln, entschädigt für Regen am Tag zuvor. Portugal ist  Glücksland. für mich. Menschen baden im Meer. Im Auto steigt die Temperatur auf 30 Grad Celsius. Eine Tankstelle hat meine Gastankflasche mit dem passenden Adapter gefüllt.  Glück dazu, in der Woche mehr Kilometer Fahrrad als Auto fahren zu dürfen.




Der Tag und meine Laune sind himmelblau. Los geht's auf der Fahrt ins Blaue mit dem E-Bike. Der erste Kreisverkehr mit den springenden Delphinen an der Weihnachtspyramide lässt mich halten, lächeln und fotografieren.



Die Landstraße ist nicht so befahren, dass das Rauschen der Autos den Gesang der Vögel übertönt. Albufeira liegt hinter mir, das Ortsschild ist durchgestrichen. Weiße Wohnsiedlungen liegen auf der Höhe. Von dort blicken Menschen über ihr grünes Land.



Der nächste Kreisverkehr stellt einen Esel mit Karren und einem großes Schild aus:

A JUNTA DE FREUESIA DA GUIA DESEJA UM FELIZ NATAL E UM PRÓSPERO ANO NOVO

Man versteht, was sie meinen, oder rnicht?



Mir fehlt eine Karte. Wer braucht Google Maps,  wenn der Weg entlang der Küste verläuft? Man fährt ins Blaue und sucht reizende Plätze wie diesen alten Turm.



So überblickt der Wanderer von des Turmes Zinnen das weite, grüne Land bis zum Meer, hört einen heiseren Hund bellen, bewundert ein stolzes, einsames Ross auf der Weide und lässt sich von Glücksgefühlen durchströmen.



Der Lehmweg ist trocken, nicht staubig. Mit dem Fahrrad kommt man überal hin, wenn keine Treppen die Fahrt hindern.



Von einer Brücke mit dem Schild freguesia de Pera blickt man über einen verschilften Kanal. Und wieder strahlen weiter hinter die weißen Häuser einer Siedlung mit Kirchturm.
   


Keine 14 Kilometer entfernt vom feudalen Camp in Albufeira lädt CAMPING CANELAS ARMACAO DE PERA ein.





Einige Kilometer weiter in Richtung des Städtchens stehen wieder die Schranken offen, um Camper aufzunehmen:  CAMPING PRAIA DE ARMACAO DE PERA.



Was außer strahlender Januar Sonne und LIDL mag dies Städtchen Armcarco de Pera bieten?



Um ein Stück Sandstrand zwischen den Klippen entwickelt der Tourismus das Städtchen-


Sonne, Sand und Meer. Ein Motorboot schiebt sich rechts hinter dem Stamm der Blüte hervor, so klein, dass es in der Weite des Meeres verschwindet.




Auch meine Lust steigt auf ein Wellenbad, doch ohne Badezeug, Handtuch und Wachhund für meine Siebensachen am Strand wird nichts daraus.




Hunger nach 20 Kilometern. LA PIZZA DI JULIANO serviert vegetarische Lasagne für 12,50 Euro. Ein Tourist mit Roller hat mir beim Studium der Speisekarte das Restaurant empfohlen. Der Tourist bringt seine Pizza zu einem dritten Camp an diesem Ort, 10 Euro pro Nacht. Das Essen gibt Kraft für die Rückfahrt aus ARMACAO DE PERA. Der Rollerfahrer empfiehlt die Strecke am Meer entlang.




Das zauberhafte Kirchlein liegt auf der Klippe über dem Meer. Urlauber erfreut das Meer, das Städtchen Armacao de Pera und der Sonnenschein.



Eine kleine Kapelle, geschmückt mit Lichtgirlanden, steht neben der Kirche. Neben der Weihnachtsmarkthütte sonnt sicht ein strahlend weißer Schneemann.



Man sitzt lange in der Sonne, lässt Gedanken in die Ferne schweifen, entspannt und glücklich.



Neben dem Heiligen mit dem Kind lässt Portugal seine Telefonzelle stehen. welche Telekom in Deutschland abgebaut hat.



Am frühen Nachmittag türmen sich Wolken auf. Regen ist angesagt. Doch die drei Dachluken in meiner Klause sind verschlossen, da stört kein Regen.



Ein Luxushotel wirbt auf dem Kreisverkehr mit seinen Namen.



Vögel zwitschern, aus Lautsprechern tönt leise Musik, während sich der Autor eine Radrunde im Vorgarten des Luxushotels erlaubt.



Der Verputz dieses Restaurants erinnert an Lehmputz in unserem Haus.




Prachtige Hotels stehen jetzt leer.





Im Hafen von Albufeira liegen nur wenige Luxusyachten.


Die Weite von Himmel und Meer öffnet das Herz.



Hauptsächlich arbeiten Fischer mit ihren Booten für den Broterwerb.




Nach dem Ausflug von etwa 40 Kilometern verabschiedet sich der Tag mit einem schönen Vollmond hinter den Wolken.


Abschied von Albufeira


Die beiden Damen hinter der Elvis-Statue tanzen weniger und essen mehr.



"PORTUGAL 100%" wirbt für landestypische Produkte. Doch der Laden hat noch geschlossen. Das Weihnachtsgeschäft läuft hier nicht so recht, weil Touristen fehlen.



Das Wetter kann sich nicht so recht entscheiden. Klatscht Regen aus den schwarzen Wolken oder gewinnt Sonneschein?



Das Thermometer der Apotheke zeigt 22 Grad Celsius an. Man kann es gut aushalten bei dieser Temperatur.



Die beste Wohngegend in Allbufeira liegt auf dem Windmühlen-Hügel. Vom luxuriösen Hotel blickt man auf Meer und Stadt.





Mein Abschied von Albufeira verzögert sich. Eine Schneiderin repariert meine Jeans, welche der E-Bike-Sattel aufgerieben hat. So zeigt mir die Stadt mehr romantische Winkel wie die Fußgängerzone auf dem Weg zu den Klippen über dem Meer.



Hier blickt man von 41 Meter Höhe auf das Meer. Das Donnern der Wellen hat man schon gehört, bevor man diese Pracht sehen konnte.




Viele kleine Gassen sind und bleiben unerforscht.



Diese Straße führt mich aus dem Gewirr der Altstadtgassen auf Hauptverkehrsstraßen.


Abschied von Albufeira fällt schwer.



Die Markthalle von Albufeira hat wenig Chancen gegen die naheliegenden Verkaufsfabriken von ALDI und LIDL.



Noch einmal der Rentner gerechte Rad- oder Spazierweg vom Camp in die Innenstadt. Faszinierend die schwarzen Wolken, welche die tief stehende Sonne anstrahlt. Es sieht nach Regen aus, doch der bleibt aus.



Die Schneiderin hat für acht Euro zwei Flicken innen aufgenäht, wo der Sattel den Stoff durchlöchert hatte.




Immer wieder fasziniert mich das Licht, welches Himmel und Meer wie psychodelisch färbt. Ein Segelboot sticht in See.



Das Fischerboot TOMAZ liegt im Hafen, eine Möwe sitzt auf der Laterne.



Welches Meerestier auch immer in diesen Fangkörben seinem Ende entgegen geht, mir vergeht der Appetit bei dem Anblick.




Auf der Landzunge, die den Hafen von der Backbordseite umschließt, stehen luxuriöse Villen mit Meerblick.



Hier eine dieser Wundervillen mit Meerblick. In der Siedlung lässt sich kein Mensch blicken, kein Gärtner, kein Handwerker.



Mir gehört nichts davon in Albufeira außer dem Platz auf dem Camp für mein Womo mit 13,20 Euro pro Nacht, doch meine Sinne genießen die Pracht.



Wenige Kilometer weiter locken mich Felsen im Meer.





Wo kein Auto auf der Klippe unter Strafandrohung von 249,40 bis 20.927,87 Euro stehen darf, parkt mein Rad unter dem Schild.




Ein beglückender Eindruck mehr für mich, für mein Fotoalbum im Blog




Der Ausflug am Samstag führte mich an der Frontseite dieses Luxushotels vorbei. Hier sieht man die Zimmer mit Blick auf Felsen und Meer, die Balkons mit Klimaanlagen. Auch dort ist kein Mensch zu sehen.



Eine knorrige Korkeiche streckt ihre dürren Zweige in den Himmel. Auf nahezu zehn, fünfzehn Kilometern stört mich kein Auto.



Der Bau dieser Betonzellen mit Blick auf den Hafen ist eingestellt. Die Treppen führen zwar schon in die höheren Ebenen, die Bautafel ist verwittert, man kann nur noch CASA MARINA entziffern.



Einfach auf den Klippen über dem Hafen verweilen, stehen und staunen, reicht zum Glück.




Mann und Frau. Das Ergebnis sitzt auf der Bank mit Kinderwagen und ihrem Bauch guter Hoffnung.




Das Wunderlicht strahlt die weißen Häuser an unter den schwarzen Wolken. Gleichförmig wummern Wellen auf den Strand.



Muschel neben Muschel verputzen die Hauswand.



Es wird 17.00 Uhr. Man kann schon länger Tageslicht genießen. Die Anzeige links im Bild zeigt 20 Grad Celsius.



Wie reich Albufeira ist, sieht man an den Plastiken auf verschiedenen Kreisverkehren. In Albufeira stehen keine Eselkarren wie fünfzehn Kilometer weiter an der Küste, hier hat die Stadt viel Geld für Monumente wie dieses in die Hand genommen.



Ferragudo und Portimao





Nach sechs ruhigen Tagen in dem zauberhaften Albufeira geht es erholt weiter: 31 Kilometer mit dem Auto, 14 Kilometer mit dem E-Bike.



Das Camp bei Ferragudo ist ein Club, lässt aber ein paar Camper im Grünen stehen - aber ohne Dusche. Nach dem Essen geht's mit dem Fahrrad nach....



Doch vor dem "Ortsschild" von Portimao geht es erst noch durch das weitaus beschaulichere Ferragudo.



Schwarze Wolken entlassen ein paar Regentropfen, nicht genug, um mich mit dem Plastikponcho zu schützen.



In Ferragudo zeigt eine Tafel, leben Menschen seit 500 Jahren am und vom Meer - jetzt mehr von hungrigen Touristen.




Neben Bauarbeitern, Gastwirten, Kellner und Verkäufern sieht man als Tourist wenig, wo und was Menschen arbeiten. Doch hier ordnen Fischer ihre Ausrüstung.



Zwischen Ferragudo und Portimao strömt träge dieser riesige Fluß. Wassertaxis bieten ihre Überfahrt an.




Viel Neubauten und wenig Altes sieht man in Ferragudo. Überall überwiegt in Portugal neuer Betonbaubestand.



Wer Zeit und Geld hat kann sich diese alte Hütte am Straßenrand kaufen und renovieren.





Camp und Ferragudo kommen mir so friedlich vor, verlangsamt gegenüber der Hektik in großen Städten.




Doch nach Überquerung der großen Brücke auf dem schmalen Randstreifen über klappernde Edelstahlplatten wirkt die Stadt Portimao hektischer, lauter und aufregender.





Das Fahrrad bringt mich schnell auf die andere Seite. Für Fußgänger zieht sich der Weg über die Brücke länger hin.



Die großen, äußeren Ringstraßen sind mir nach dem Reisetag zu laut, zu hecktisch. Also geht es gleich über schrumpelige Kopfsteinstraßen in die ruhige Altstadt.




Die Flaniermeile in der Fußgängerzone schmückt ein roter Teppich. Die Weihnachtsdekoration kommt mir am 11. Januar bei Sonnenschein etwas fremd vor.



Immer wieder stößt man in der Innenstadt auf Leerstand, was mich an Städte in Thüringen erinnert.



Die Kirche scheint noch nicht von einem Storchenpaar besiedelt zu sein. Diese Vögel standen auf Laternenpfählen, andere hatten auf Schornsteinen und auf einem Mast mit drei Lampenstrahlern über dem Kreisverkehr ihr Nest gebaut.




Wie so vieles in Portugal dient auch diese BARCA ARADE SPECIAL BENAGIL TOURS dem Tourismus. In der Tat scheint Portugal das ideale, ruhige Paradies ebenso für Rentner wie für einfliegende Kurzurlauber.



Bei wenigen Regentropfen losgefahren, im Sonnenschein geht es über die lange blaue Brücke zurück von Portimao nach Ferragudo.




Für mich sind diese Erinnerungen an Portugal viel zu schön, als dass hier politpestilente Provokationen noch Platz finden dürften. Dafür gab es diese Woche einen Extra-Blog.



Ein ausgefüllter Erlebnistag neigt sich. Camp Nummer 198 in Ferragudo beherbergt mich eine Nacht, auch wenn die 10 Euro incl. Strom preiswerter sind als Albufeira. Auf etwa 150 Kilometern zwischen Vila Real de St. Antonio und auf der westlichen Spitze Vila do Bispo zeigt die Karte 17 Camps. Doch mehr Camper stehen wohl einfach frei in der Landschaft, auch wenn es mittlerweile viele Schilder verbieten.


Lagos




Die schlaflose, kalte Nacht brachte mich dazu den giftigen Polit-Blog zu veröffentlichen, der schon am Abend über 1300 Zugriffe zählte.



Das Gelbe Forum beflügelt die Diskussion und schenkt mir wertvolle Inspirationen und Gedanken.

Doch erst muss es nach harter, kalter, schlafloser Nacht bedachtsam von Ferragudo nach Lagos weiter gehen. Mit der ersten Morgensonne versorgte mich das Einkaufszentrum LIDL bei Portimao mit Lebensmittel. Mein Fahrtpensum ist mit etwa 30 Kilometern überschaubar.



Endlich wieder neues Gas!


Das letzte Mal gab es Gas in Oliva am 26.11.2022. Seitdem sind für Kochen und Kühlen nur 8,19 Liter von der 20-Literflasche verbraucht. Mit dem passenden Adapter kann man die Gasflasche voll tanken. Endlich heizt die Gastherme, ohne das Brummen des Heizlüfters ertragen zu müssen.  Ein alter Mann hat mir gezeigt, welcher meiner Adapter auf die Tankflasche zu schrauben ist. Damit funktioniert die Tankpistole wie überall sonst.



In einer Woche sind etwa 60 Kilometer mit dem Auto, mehr mit dem Fahrrad geschafft. Das Camp Trinidad in Lagos ist Klasse. Zottelige Freaks mit Zelten, Autos wie ein MAN-Allrad-LKW und das historische Fahrzeug Orion nutzen den Platz.




Schon die Glasfenster des blauen MAN-LKW kosten einen vierstelligen Betrag. Der Orion vorn rechts ist ein ganz seltenes Schätzchen, eine der ersten GfK-Karossen vor mehr als 30 Jahren auf der Basis des Mercedes 208.



Wunderbar, sieht hypermodern aus, ist aber mit H-Kennzeichen mindestens 30 Jahre alt.






In Lagos mit Bedacht einen Platz gewählt und gefunden, wo SAT-TV und Sonne hinkommt. Nachts wird es bis zu acht Grad Celsius kalt. Die Gasheizung schaltet sich an, wenn die Temperatur im Wagen abfällt. Mittags war es dann trotz offener Dachlucken 30 Grad im Wagen. Vor dem Hinterrad sieht man den roten, soliden Bremsklotz, den mir Klaus aus seiner Allrad-Fernfahrerwerkstatt verehrte.




Klaus hat gerade den Grenzübergang von Brasilien nach Paraguay geschafft. Sein erster Versuch war nach 335 Kilometer an einer geschlossenen Grenze gescheitert.



Freund Chetan stapft durch nasse, kalte Wälder rund um München. Er schlägt sein Biwak bei Schnee irgendwo im Wald auf und freut sich morgens auf einen warmen Kaffee.




Mein sonniger "Wintertag" zeigt die blühenden Gartenlandschaft an der Burgmauer von Lagos.



Die Feigenbäume haben alle Blätter abgeworfen. Die Palme steht im satten grünen Gras.




Das Städtchen Lagos mit den kleinen Gassen ist übersichtlich. Nicht weit hinter dem Tor beginnt die Fußgängerzone.




Langsam kommen meine Erinnerungen an meine Portugalfahrt 2013 und aus meiner Rückfahrt aus Marokko über Portugal 2014 wieder zurück. Wie damals ist es auch diesmal herrlich,  wunderschön, geruhsam und erholsam.





Rathaus und Polizeistation in Lagos, gleich dahinter strömt der breite Fluß zur Hafeneinfahrt.



Lagos kommt mir vor wie eine Spielzeugstadt für Touristen. Restaurants und Andenkenläden reihen sich um die kleinen Einkaufsgassen nahe dem Hafen.



Selten verwöhnt mich die Gastronomie mit einem Essen. Doch nach der schweren Nacht mit der nervlichen Belastung des bitterbösen Gift-Blogs setzt mir ein chinesisches Bistro für acht Euro gekochte Krabben mir Reis und Salat vor. Der Mann mit Guitarre singt für eine milde Gabe die Hitparade der 70iger Jahre rauf und runter. Die Frauen schaukeln in wunderbarer Gangart in kurzen Kleidern durch die Gasse. Ein Auto überrascht mich, welches sich dicht an meinem Esstisch vorbei schiebt.




Die junge Dame rauscht im dicken Wintermantel auf ihrem Elektroroller durch die Gasse. Im Hintergrund erhebt sich die Palme an der Hafeneinfahrt.




Es ist nicht so, dass die Waren auf der rechten Seite in die grüne Mülltonne auf der linken Seite umgeschichtet werden.



Es war mir nicht möglich einen Platz zu finden, der die Kirchturmspitze ins Bild setzt. Aber immerhin kann man die beiden frei schwingenden Glocken in den Türmen sehen.



Die Sanitäranlage im Camp Trinidad ist prekär.



Es fehlen Seife, Klopapier, Warmwasser. Je verhauter das Camp, umso interessanter die Leute und der Ort. Das ist die Regel.



Szenenwechsel vom Klo zur Kirche: Man sieht an den Bäumen, woher der Wind wehr. Er kommt vom Meer und bläst in die Stadt Lagos.



Das Herz geht mir auf, nur das Bild zu sehen.




An der Festung liegt ein altes Hafenbecken. Dicke Eisenringe an der Wand lassen ahnen, welche Holzkähne dort einst vertaut lagen.




Die Klappbrücke führt auf die andere Seite der Mole zu zahlreichen Restaurants und weiteren Läden. Immer beim Anblick von Schiffsmasten steigt in mir eine unerfüllbare Sehnsucht nach der Ferne auf, als könnte die Fremde nie fern genug sein.




Viele der Kähne verdienen ihren Unterhalt damit, Touristen zu sehenswerten Höhlen und Felsen zu schippern.



Sieht es nicht aus, als sehnen sich die Palmwedeln nach dem Himmel? Spiegelungen im Wasser wie meine Gedanken im Blog.



Wenn mir Sinn und Zweck dieser Gestalt klar werden, sollte der Blog das erwähnen. Auf dem Sockel steht: A EL REI D SEBASTIAO 1973 - erinnert an das Michael Jackson Denkmal vor dem Bayrischen Hof in München.




Gegen 16.30 Uhr verschwindet die Januar Sonne aus der Innenstadt. Es wird kühler.



Eine renovierungsbedürfitge - vielleicht auch Abriss reife - Altstadtgasse als Gegensatz zu Betonburgenbau weiter außerhalb von Lagos, wo Autos parken können.



Die Betonschachteln sehen aus wie eine Investitionsruine mit Meerblick.




Könnte ja noch fertig werden, wenn der Bauherr Kredit kriegt. Bislang steht der Bau still, nur Graffiti-Künstler haben sich auf den Betonflächen verewigt.




Noch einen Ausflug in die Hügel über dem Camp. Wie tief die Sonne steht, sieht man an meinem langen Schatten auf dem Holzsteg.



Die beiden jungen Damen nutzen die Kulisse um ihre Körper biegsam im Licht der untergehenden Sonne in Szene zu setzen. Nach ihrer Selbstdarstellung studieren sie das Bild im Smartphone. Meine Augen schweifen bewundernd über die sanften Hügel der Landschaft und die schroffen Felsen im Meer.





Kanutouren zu den Klippen und zu Höhlen in den Felsen kosten 35 Euro. Wer hier für einen Urlaub einfliegt, wird das Vergnügen eher nutzen als Langzeiturlauber wie mein Nachbar aus Bochum. Der kurvt schon seit Februar 2022 durch Portugal und bescheinigt Lagos erste Klasse.




Wunderbares Portugal. Und die Reise durch das Wunderland ist erst zwei Wochen alt!


Jeder Ausflug bringt bezaubernde Bilderbeute





Keine Ahnung, wohin es mich morgens auf meinem E-Bike zieht. Das erste Ziel ist ein Strand. Wie gerne würde sich mein Speck in den Fluten tummeln! Doch wer passt dann auf meinen Siebensachen auf?




Gleichgültig, was man in diesem Glücksland bei Sonnenschein macht, alles ist gut, mehr als gut, schon eher wunderbar.



Das Architektenpaar Carla und Carlos verkaufen die bescheidene Hütte, wie eine Tafel ausweist.




Zehn Kilometer weiter liegt das nächste Glücksdorf am Strand des Lichtes.




Auf dem Meer löffeln Standup-Paddler im Meer langsam Richtung Westen.



Erinnert nicht der Name des indischen Restaurants an einen indischen Meister? Der ließ sich Bhagwan nennen , nicht Pakwan.


Bei der Rückfahrt über die befahrene Landstraße fällt mir das Gehöft auf. Es scheint bewohnt zu sein, weil mich zwei Hunde verbellen.




Am Stadtrand führen zwei Weg nicht zum Ziel, einmal ist hier an der Baustelle die Straße gesperrt, ein anderer Weg endet vor dem bewachten Zugang an einem Luxusressort.



Den Blick auf das weitläufige Gelände dieser Luxusherberge verwehrt ein Sichtschutz.



Daheim am Auto sitzt die Nachbarin in der Sonne. Ihr Hund will spielen und legt mir unermüdlich den angekauten Tennisball vor die Füße. Wie es ihm Spass macht, den Ball wieder und wieder zu bringen, so macht es mir als einsamer Straßenhund Spass, Eindrücke zu sammeln und im Bilder-Blog zu bringen. So sieht mein geliebter Wisch-, Wasch-, Nähr- und Plärrbär daheim, die ihren Künstlernamen nicht so gerne im Blog liest, wie sie mir munter wie Schnabbeli-di-Babbeli per Skype ansagen wird, wie es aussieht, wo sich ihr treuer Straßenhund rumtreibt. Sie hat eben verschiedenen Namen - manchmal hört sie einfach auch nur auf


12 Januar 2023

Lieber rot als tot, lieber rechtgläubig als ungläubig

 Einer meiner Freunde bezieht zum Ukraine Krieg eine gegenteilige Stellung zu der, die sich aus meinen Informationen bildet. Dennoch geben mir die geo-politischen wie wirtschaftlichen Ansichten meines Freundes zu denken. Er veröffentlicht seine Texte nur in clandestinen Kreisen, um seine berufliche Existenz nicht zu gefährden. Er bleibt besser anonym. Der Blog veröffentlicht seine Sätze in kursiv roter Fettschrift..  Für mich ist der russische Einmarsch in die Ukraine ein unverzeihlicher Angriffskrieg.

In der Existenz kann nichts schiefgehen. Wenn sie unsere Wünsche nicht erfüllt, bedeutet das einfach,
dass unsere Wünsche falsch waren. Osho,  The Path of the Mystic, Talk #3





Kiesewetter, Jahrgang 1963, als Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet, diente auf dem Balkon und in Afghanistan. Als Soldat, MdB und Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, in der Atlantik-Brücke wie auch im Lions-Club forderte er in feuriger Rede bei Maischberger Kampfpanzer für die Ukraine. Gegen diese öffentlich wirksame Darstellung argumentiert mein Freund  im Verborgenen, um seinen Job nicht zu gefährden.

Merke: Wer in Kriegszeiten mit dem Feind kollaboriert, gilt als Vaterlandsverräter, Wehrkraftzersetzer, Volksverhetzer, Verschwörungstheoretiker.




Es würde mich deshalb auch wenig wundern, wenn der Blogger-Dienst diesen Blog abschaltet oder YouTube das Video am Ende von Hansjörg Müller löscht. Zu meinem Freund:


1) Russland ist materiell und logistisch überlegen
Die russischen Truppen sind den ukrainischen maßlos überlegen, was Fahr- und Flugzeuge, Drohnen und Raketen, Panzer und Artillerie, Munition und Logistik angeht. Wir sprechen hier über 10-mal so viel Artillerie und 30-mal soviel Munition auf russischer Seite. Gegen eine solche Übermacht kann die Ukraine nicht gewinnen, zumal sie ihre Reparaturen in Polen und dem Baltikum durchführen muss — 2.000 km weg von der Front.

Ohne die starken westlichen Lieferungen wäre die Ukraine schon im Juni/Juli kampfunfähig gewesen. Die Ukraine verbraucht viel zu viel Material und Munition, und der Westen kommt mit Produktion, Lieferung, Reparaturen und der Ausbildung der Ukrainer nicht nach. Das Material wird immer weniger und schlechter. Modernstes Gerät kann die Ukraine nicht bedienen, es ist auch zu wenig vorhanden und zu unterschiedlich.

Die endemische Korruption sorgt für ein Versickern vieler Waffenlieferungen in der Ukraine. Zudem sind die Ausbildung der Soldaten an zig verschiedenen Systemen und die Truppenversorgung ein logistischer Alptraum, zumal die russischen Angriffe auf Fabriken und Energieversorgung den Nachschub enorm erschweren. Der Westen wollte mit der Ukraine Russland besiegen, doch er hat sich überschätzt.

2) Russland ist personell und strategisch überlegen
Russland hat rund viermal so viel Bevölkerung (150 zu 38 Millionen) und Reservisten (26 zu 6 Millionen) wie die Ukraine. Nachdem anfangs auf russischer Seite nur etwa 200.000 Mann gegen 400.000 Ukrainer gekämpft haben, steht es nach einer russischen Mobilisierung und fünf (!) ukrainischen Mobilisierungen bald 500.000 zu 400.000, bei 100.000 ukrainischen Toten und 9.000 nur russischen.




Nach der russischen Schwäche im Sommer, als 50.000 Zeitsoldaten ihre Verträge nicht verlängerten und plötzlich nur noch 150.000 Russen den Ukrainern in Charkow und Cherson Gebiete überlassen mussten, sind sie nach der erfolgreichen Mobilisierung wieder überall auf dem Vormarsch. Der Donbass wird bald an Russland fallen, und dann gibt es bis zum Dnjepr keine ukrainische Verteidigungslinie mehr.

Während die Ukraine jeden Quadratzentimeter verteidigt und dafür tausende Soldaten sinnlos opfert, geht Russland in seinem Zermürbungs- und Abnutzungskrieg flexibel und methodisch vor. Russland hat seine anfängliche Blitzkriegsstrategie mit Kiews Ablehnung des Verhandlungsergebnisses von Istanbul vom 29. März zur heutigen Strategie angepasst.

3) Russlands Kriegsziele bestimmen die Kriegsführung
Es geht den russischen Truppen nicht um ein schnelles „Überrennen“ der Ukraine mit einer US-amerikanischen „Shock and Awe“-Strategie der verbrannten Erde. Vielmehr will man die Ukraine für sich gewinnen, zumindest neutralisieren. Zerbombt man das ganze Land, erntet man nur Hass und Ablehnung, und der Wiederaufbau wird sehr teuer. Stattdessen versucht man gezielt das Militär zu zerstören.

Man will nämlich die Ukraine demilitarisieren. Direkte Angriffe auf die Zivilbevölkerung versucht Russland daher zu vermeiden, auch wenn die Angriffe auf das kriegswichtige Energiesystem indirekt natürlich auch die Bevölkerung treffen. Außerdem will man die Ukraine denazifizieren, womit man durch die Vernichtung weiter Teile der rund 100.000 Nazi-Einheiten zu Kriegsbeginn schon recht nahe gekommen ist.

Zudem soll die Ukraine neutralisiert werden, also die Verbindungen zur NATO lösen und militärisch wie politisch neutral sein, ähnlich der Schweiz. Die Eroberung der Ukraine ist kein Kriegsziel Russlands, kann aber als ein Kriegsergebnis herauskommen. Je länger die Ukraine und der Westen ihre am 29. März abgebrochenen Verhandlungen aufschieben, desto größer werden die Landverluste der Ukraine.






Meine Gedanken dazu:
Die russische Kriegsmaschinerie nimmet erst langsam Fahrt auf. Die Soldaten lernen im Kampf. Putin muss Russen wie  Medien langsam an das Sterben im Krieg gewöhnen, die Produktion von Militärmaterial muss sich langsam steigern. Frauen reproduzieren verlorenes Humankapital in noch längeren Zyklen.

Im Westen ist die Umstellung auf Kriegsverluste noch schwieriger, zudem viele Familien mit der Einkind-Politik vielfach nach Art von Schneeflöckchen sich schlecht mit materiellem Verlust und schon garnicht mit verlorenem Nachwuchs abfinden. Hier müssen westliche Steuerungseliten Mittel und Wege finden, kriegsmüde Menschen einsatzbereit zu machen. Auch müssen sich europäische, egomanische Eliten, die bislang Vorteile ihrer nationalen Volksgemeinschaften erkämpften, Kriegsgerät Europaweit vereinheitlichen und mehr produzieren. Am schwierigsten wird es für europäische Regierungen, eingereiste, kulturfremde und integrationsunwillige junge Männer in den Krieg zu schicken. Hierzu werden vermutlich nur existenzielle Nöte wie in der Ukraine mit Ausfall der Versorgungsnetze Strom, Wasser, Heizung und Lebensmittel erst die nötige Kriegs- und Kampfbereitschaft für breitere Bevölkerungsschichten erzwingen können. Dass dabei gegen Abweichler, Kriegsverweiger und Wehrkraftzersetzer, Volksfeinde und Volksverhetzer mit Zwang vorgegangen werden wird und muss, wird erst in der Not der Ereignisse er- und bekannt.

Schlußendlich wird nach ungeheuren Verlusten von Militärmaterial eine erschöpfte Ruhe einkehren, um den Überlebenden zum einen den Wiederaufbau abzuverlangen, zum anderen den Frauen ein Umfeld zu garantieren, verlorenes Humankapital zu reproduzieren. Da diese Prozesse weder plan- noch kalkulierbar sind, ist es müßig derzeit über Gewinner oder Verlierer zu spekulieren. Dazu mein Freund:

Der Gewinner und die Verlierer stehen bereits fest. Der „Wertewesten“ hat alle Kriege nach 1945 gegen auch nur halbwegs ebenbürtige Gegner verloren (Korea- und Vietnam-, selbst Afghanistankrieg). Selbst den Zweiten Weltkrieg hat auf alliierter Seite vor allem die Sowjetunion geführt und gewonnen. Russland hat alle Kriege im ex-sowjetischen Gebiet und bei Verbündeten (Syrien) siegreich bestritten. Obama stellte schon 2015 fest, dass Russland in der Ukraine über eskalatorische Dominanz verfügt. Der Wertewesten kann nur im Luft- und Seekrieg mit haushoher Überlegenheit gewinnen (Irak-, Libyenkrieg). Die meisten Kriege werden aber auf dem Land in unübersichtlichem Territorium geführt, bei dem die Luft- und Seeüberlegenheit keine Rolle spielen, und da hat der Wertewesten nichts zu bieten. Schon gar nicht werden verhätschelte Wessis im ukrainischen Morast für den oligarchischen Mussolini-Verschnitt in Kiew sterben.




Wie sich die Parolen gleichen:

Die FDP-Jugend beim FDP-Neujahrstreffen 2023 („Krieg beenden — Panzer senden“) und Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels 1943 („Totaler Krieg — kürzester Krieg“), beide beim Trommeln für den „Endsieg“ an der „Ostfront“ durch deutsche Panzer…







(Bildunterschrift auf Wikipedia: Großkundgebung mit Hakenkreuzfahnen und dem Transparent „TOTALER KRIEG – KÜRZESTER KRIEG“ am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast)




Fragen dazu:
Vielleicht sind diesmal die Krieger erfolgreicher gegen die Rote Armee, wenn die Europäer gemeinsam kämpfen und all ihre Panzer einsetzen?😈





Du vergisst das inoffizielle russische Militärbündnis mit der Volksrepublik China und mit Nordkorea. Die können das NATO-Nazi-Bündnis locker überbieten, was die Waffenproduktion angeht, falls das erforderlich sein sollte. Der Ukrainekrieg ist verloren und man sollte jetzt endlich die Verluste begrenzen, anstatt ständig weiter zu eskalieren und den Dritten Weltkrieg zu riskieren.






Die NATO-Nazis sind empört, denn wie können in einem Springer-Zentralorgan des Großamerikanischen Reichs derart russlandfreundliche Kommentare erscheinen? Weg damit, denn Widerspruch wird nicht geduldet! 😂

Zu den Fakten: Die USA haben fast alle Abrüstungsverträge in den 2000ern gekündigt — sind also der Aggressor — und bei der Aufstellung der antirussischen Raketen gelogen, sie seien gegen den Iran gerichtet. 🤡

Tatsächlich können die NATO-Nazis ihre Abschussrampen genauso mit atomaren Angriffsraketen bestücken. Die Lüge von der reinen Abwehrfunktion glauben nur NATO-Nazis. 🤪




Die NATO ist seit 1999 ein völkerrechtswidriges Angriffs- und Kriegsbündnis, das regelmäßig andere Länder überfällt. Russland hat gegen die NATO-Nazis Abwehrwaffen entwickelt. 🔥

Die USA drohten 1962 mit dem atomaren Weltkrieg, wegen Sowjet-Atomwaffen auf Cuba — die wegen der US-Atomwaffen in Europa dort waren; die USA waren auch hier der Aggressor. Wer Geschichtswissen und Anstand hat, ist kein NATO-Nazi. 😉



Fragen dazu:
Müssen die Russen nach ihrem unausweichlichen Sieg über die Ukraine-Nazis dann weitere NATO-Nazis wie in Polen, im Baltikum und in Deutschland besiegen? Gilt dann für kampfunwillige Friedensbewegte der alte Spruch: "Lieber rot als tot?"


Es gilt, dass man ohne oder gegen Russland keinen Frieden in Europa hinbekommt — und ohne russische Rohstoffe auch keinen Wohlstand.




Fragen dazu:
Wenn dann die NATO-Nazis Krieg wie Rohstoffe verlieren, muss dann die Deutschland-AG Konkurs anmelden oder ihre Geschäfte beispielsweise unter russischer Aufsicht und Herrschaft weiter führen?

Deutschland steht seit 1945 unter US-Kuratel — militärisch, wirtschaftlich, politisch, kulturell. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wenige Deutsche das wissen und ständig von „Freiheit“ und „Unabhängigkeit“, „Demokratie“ und „Selbstbestimmung“ oder „Angst vor Abhängigkeit“ schwadronieren. Nun haben die lieben US-Eliten im Weltherrschaftskampf gegen die BRICS-Staaten nichts mehr zu verschenken und plündern Deutschland (mit Europa) aus. Die transatlantischen Vasallen-Eliten hierzulande vermitteln das dem Urnenpöbel über Schlagworte wie „Klimaschutz“ (rotgrün) und „Gürtel enger schnallen“ (schwarzgelb) sowie „Solidarität mit der Ukraine“ (rotgrünschwarzgelb). Der Deutschmichel schluckt das bisher auch brav und schnallt den Gürtel enger.

Der Hintergrund ist schlicht: Da die Schwellen- und Entwicklungsländer sich zunehmend den BRICS verbunden fühlen, müssen nun eben die US-Vasallen (Noch-Industriestaaten) zum Plündern herhalten, solange dort für die US-Eliten etwas herauszuziehen ist. Dies gilt auch einschließlich der Ukraine, die gerade von den US-Eliten im „Schlussverkauf“ abgegrast wird (Land, Firmen, Arbeitskräfte). Wenn die Wiese leer ist, können dann die Europäer mit den Russen wieder aufbauen, falls Letztere das überhaupt noch wollen. Europa ist geografisch ein Wurmfortsatz von Asien, hält sich aber für Co-Weltenherrscher (und -retter, Stichwort: „Klimaschutz“). Diese völlig aus der Zeit gefallene Hybris unfähiger Schmarotzer-Eliten bricht Europa jetzt wirtschaftlich das Genick.



Tim Kellner weiß, was kommt:

Ob das alles chaotisch und ungeordnet ist?

Nein, böse Zungen würden munkeln, dass dies alles fein säuberlich nach Plan läuft.

Was erwartet die Deutschen 2023?

Der 3. Weltkrieg?

Ein eigener Bürgerkrieg?

Wirtschaftliche Zerstörung?

Unkontrollierte Masseneinwanderung?


Der Love Priest beweist erneut mit diesem Beitrag auf was wir uns alle gefasst machen dürfen.



 

Lehnt Euch zurück…


Tim K
.


Mein Freund kommentiert Tim Kellner:

Mission Todesstoß — dank Verrat und Selbsthass… 😅👌🏻🤪



Ukraine-Krieg und Bürgerkrieg



Houellebecq vermarktet die Stimmung in Frankreich in einem sechsstündigen Interview  Der Artikel liegt hinter der Bezahlschranke.

 

Unter anderem meint Houellebecq in der WELT:


 „Ich glaube, der Wunsch der französischen Stammbevölkerung ist nicht, dass die Muslime sich assimilieren, sondern dass sie aufhören, uns zu bestehlen und zu attackieren, kurz gesagt, dass ihre Gewalttätigkeit abnimmt, dass sie das Gesetz und die Menschen respektieren. Eine gute Lösung wäre es auch, wenn sie einfach abhauen.“

 Wen anders als gebildete Leser kann, will und wird Houellebecq erreichen? Wird sein Publikum dort wie hier eine verschwindende Minderheit wie von "bösen, weißen, alten Männern"? Welche tatkräftigen, junge Millionenmassen wird hingegen der "Rektor der Großen Moschee von Paris, Chems-eddine Mohamed Hafiz" begeistern und hinter sich scharen?  Dieser fromme Mann zeigt Houellebeqc an, was dessen Leben nicht gerade sicherer macht.






Stehen nicht Leser wie von Houellebecq auf verlorenen Posten und gruseln sich im Sessel wie bei Raspails "Heerlager der Heiligen", während draußen der Mob grölend sich schlägt und zündelt?



Zurück zum Krieg in der Ukraine



Der Text zum Video machte mich neugierig, mir 33 Minuten dafür Zeit zu nehmen.

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Der ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller erklärt, wie in der Weltpolitik auf Kosten der Allgemeinheit zugunsten einer Negativelite in den USA und anderswo Politik gemacht wird, dabei in unvorstellbarem Maßstab geheuchelt und gelogen wird und dabei alle zivilisatorischen Werte zugunsten vermeintlicher Vorteile über Bord geworfen werden. Hansjörg Müller spricht fließend russisch und hat dort gearbeitet. Im Laufe seines Lebens hat er sich viel mit Geopolitik beschäftigt, was unter anderem Thema in seinem neuen Buch ist, bestellbar unter:




Schon klar: Wer Russisch spricht, mit einer Russin verheiratet ist, in Russland Geschäfte gemacht hat, für den gilt: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing."

Ebenso wird mein Freund Wolfgang, der Jahre in Shangai den Vertrieb für chinesische LKWs aufgebaut hat, selbst dann seine chinesischen Freunde und Geschäftspartner verstehen und verteidigen, wenn chinesische Führer die taiwanesische Insel wieder ihrem "Mutterland" gewaltsam anschließen würden. Aber das wäre eine andere Geschichte,. Mein Freund Wolfgang vertreibt sich mit Leserbriefen wie der Autor mit diesem Polit-Blog die Zeit.




Hinter der Bezahlschranke der WELT wieder zum Ukraine-Krieg



Erstaundliche Sätze in der WELT:

Denn Kiew gehen die Soldaten langsam aus. Das Land befindet sich mittlerweile in der fünften bis sechsten Mobilisierungswelle, es werden derzeit auch Männer von 60 Jahren und älter in den Kampf geschickt. Das Potenzial an russischen Reservisten liegt dagegen bei bis zu 30 Millionen.


Unser anonymer Freund kommentiert den Artikel kritisch.

Das ist ein erstaunlich realistischer Bericht, wenngleich die Zahl der verwundeten und toten Russen mir weit übertrieben vorkommt und sich nicht annähernd mit den Angaben von BBC und Medusa deckt (9.000 Tote, und davon —nach einer Faustformel abgeleitet — etwa 27.000 Verwundete). Wenn man bedenkt, dass es für diesen Text knapp elf Monate gebraucht hat und unendliche Propagandaartikel, bevor man es endlich zur Abwechslung mit der Wahrheit versucht, zeigt das schon das großartige Niveau westlicher Qualitätsmedien. Jetzt fehlt nur noch ein Hinweis auf die katastrophalen Verluste der Ukraine und die Unfähigkeit des Westens, Nachschub zu liefern, und der Artikel wäre „rund“. Dass Estland so viel Wahrheit wagt, hängt wohl mit der Kriegsmüdigkeit des Westens zusammen, die mit neuen Schauermärchen über die „bösen und gefährlichen Russen“ aufrechterhalten werden soll. Dabei weiß jeder Stratege, dass Russland es ausschließlich auf den postsowjetischen Raum abgesehen hat, nicht auf den Westen, und dass das Baltikum seit 1991 extrem stark gegen Russland und die Russen im Baltikum agitiert hat. Ein Erdogan wäre dort schon längst einmarschiert und nur die kühle Berechnung der russischen Führung bewahrt uns vor den Auswirkungen des Übermuts der — mit Verlaub — durchgeknallten Balten und ihrer SS-Verehrung.

Was der Artikelschreiber bzw. der Este vergisst: Selbst wenn Russland 100.000 und nicht 36.000 Mann „Verlust“ hätte, müssen zwei Faktoren einbezogen werden:

1) Im Donbass wurde mit Beginn des russischen Einmarsches im Februar 2022 ebenfalls mobilisiert, unabhängig von den 300.000 Mann im eigentlichen Russland. Die meisten Schlachten an der Front fechten die Donbass-Milizen, die Wagner-Organisation (Söldner) und die Tschetschenen aus. Russische Truppen wurden bisher weniger als Infanterie, sondern vor allem als Luftwaffe, Artillerie, Logistik, Aufklärung und Raketentruppe eingesetzt. So bleiben die Verluste der russischen Armee gering bzw. werden auf die Milizen abgewälzt.   

2) Aufgrund von Freiwilligenmeldungen bildet Russland meines Wissens 380.000 und nicht 300.000 Mann aus. Wir müssen also — selbst bei 100.000 Mann an russischen Verlusten, was ich für viel zu hoch halte — von 300.000 zusätzlichen Mann auf dem Schlachtfeld der Ukraine ausgehen. Mir scheint, der Westen rechnet sich die eigenen Zahlen immer noch ein bisschen schön. Zu den 9.000 russischen Panzern fällt mir das Hitler-Zitat ein: „Wer kann denn ahnen, dass ein Land 30.000 Panzer produziert?!“ Er meinte die Sowjetunion, die ihn eben damit besiegte.


Krimis in der Nacht, Kriegsnachrichten am Morgen vertreiben trübe Gedanken, oder etwa nicht? Mir fehlt auf Reisen mein Klavier, um mich in dieser Stimmung mit einem gar garstigen Lied zu trösten.

   

Der alt böse Feind, Mit Ernst er's jetzt meint. Sein grausam Rüstung ist. Auf Erd ist nicht seinsgleichen.


Was soll man noch machen, wenn mein gelehrter Freund von Grauen erregenden Bündnisseen schwadroniert wie.....

Du vergisst das inoffizielle russische Militärbündnis mit der Volksrepublik China und mit Nordkorea.

Wo sonst soll man sich hinwenden in solch wild sich wendenden Zeiten als an fromme Verse wie diese?

Und wenn die Welt voll Teufel wär

Und wollt uns gar verschlingen,

So fürchten wir uns nicht so sehr,

Es soll uns doch gelingen.


Auch wenn jeder besserer Rapper- und Reggae-Sänger laut und rhtythmisch verkündet, dass Kapitalismus faschistisch und rassistisch sei, auch wenn jedes hübsche Klimakind uns weismacht, dass mit ihrer letzten Generation das Ende sicher sei, mir machen Elivs, Bob Marley, Coolio und selbst Brüste wie von Pussy Riot irgendwie immer noch anarchische Freude.



Mir macht es immer weniger Spass, mich mit der leidigen Politik zu beschäftigen, gar die Bilder-Blogs meiner Reiseberichte mit Politpestilenz wie in diesem Blog zu vergiften, doch manchmal muss es einfach sein. Mich mit Führern wie Putin, Xi Jinping oder Kim Jong-un, also mit Systemen wie in Russland, China oder Nordkorea anzufreunden, das geht - wie man heute so sagt - das geht gar nicht. Nicht mit mir.


Mehr von Dr. Rainer Rothfuß




Der Telegram-Kanal von meinem Freund Rainer Rothfuß, dem Initiator der Friedensfahrt Moskau 2016, bringt Nachrichten, die Systemmedien verschweigen. Mit Rainers Initiative kam mein Wohnmobil quer durch Russland nach Moskau, 2017 trafen wir uns in St. Petersburg, wo meine Frau mit mir im Wohnmobil anreiste. So widerwärtig mir die Kriegsnachrichten aus der Ukraine sind, so widersprechend auch Meinungen zum Krieg und seiner Ursache sind, soltte man sich nicht zumindest um andere Ansichten bemühen?



Macht es noch Spass, sich von Rothfuss auf die Seiten der WELTWOCHE verlinken zu lassen, um Texte wie diese zu lesen?









Man kann sich nicht dorthin zu verlinken, denn die WELTWOCHE will den Sermon dieses Historikers hinter der Bezahlschranke verkaufen. Der Historiker sagt Dinge wie....




Todd zu LBGT:




Macht es Sinn, der Ukrainer Kampfpanzer zu spenden, solange dort Männer solche Geräte fahren können? Oder sollte man nicht gleich Panzerfahrer mit den Panzern spenden? Haben die westlichen Allierten genug einsatzbereite Leopard-Panzer? Und genug Munition? Oder muss der Westen eine Teil seiner zivilen erst in militärische Produktion umwandeln? Hieß es nicht immer

Pflugscharen zu Schwertern?

Oder verwechselt der Autor, seinen 75jährigen Geburtstag vor sich, altersverwirrt etwa etwas?