Am 2. Februar vor 45 Jahren hat Bhagwan Osho (11.12.1931-19.01.1990) mir seine Meinung gesagt. Der Mann war mehr als ein Philosophie Professor. Selbst in Handschellen hat er mich mehr beeindruckt als Kanzler und Könige. Mir gab Osho Inspiration, Richtung und Halt. Doch mein Irren und Wirren ändert sich nicht: Gold mit Verlust, Handyrecorder und MovieMaker mit Gewinn gekauft. Damit entstand ein erster "Heimatfilm" mit Klavierbegleitung.
Wer nicht alt werden will, muss sich jung umbringen. Harald Schmidt
Hier strahlt der Meister lächelnd mit Handschellen. Was Bhagwan sprach, war druckreif, fand sich in Kassetten, Videos, Büchern und Zeitungsartikeln wieder, beeinflusst Menschen weltweit - heute noch. Dabei sind all die Worte wenig gegen die Wirkungen, die ein Kraftfeld seiner Schüler erzeugte. Männer hießen "Sannyasin", Frauen "Ma". Man erkannte einander an roter Kleidung und an einer Halskette mit 108 Perlen, der "Mala". Hundertacht Perlen sollten 108 Methoden der Meditation symbolisieren. Warum es 108 Methoden der Meditation sein sollen, bleibt wie Meditiation und anderes ein Rätsel - mir jedenfalls.
Diese Halskette wirkte gleichsam wie ein Partei- oder Club-Ausweis. Wer sich damit als Partei- oder Club-Mitglied ausweisen konnte, erhielt leichteren Zugang zu Gleichgesinnten, selbst wenn diese dem anderen Geschlecht angehörten. Den meisten genügten damals zwei Geschlechter. Viele meiner Freunde, Freundinnen und Frauen waren bei Bhagwan. Bhagwan gab seinen Schüler vielversprechende Namen. Mein zweimonatiger Aufenthalt in Poona mit Frau und Tochter von Dezember bis Februar 1980/81 war meine zweite lange Indienreise. Zuvor hatte mich schon 1976 ein Lehrer von Maharishi Mahesh Yogi geschult. Das war in Madras, das heute Chennai heißt. Diese einwöchige spirtÜlle Schulung war nötig wie ein Monat Erholung in Madras, weil mir die Zugfahrt von Delhi dorthin nach dem Genuß von Leitungswasser die üblichen üblen Folgen eingebracht hatten, die Reisende als Montezumas Rache zu Recht fürchten. Nach einer Woche gab mir der Lehrer in Madras ein Mantra. Damit beschäftigte sich meine "Meditation" einige Jahre. Doch diese Übungen waren in der Mysterienschule von Poona nichts wert, weshalb Bhagwan ja auch Weltmeister ist. Wer sein Mantra verrät, zerstört dessen Kraft, verriet mir der Lehrer in Madras. Mein Mantra klang etwa wie "ooorngg", sofern meine Erinnerung nicht täuscht. Schließlich ist das fünfzig Jahre her.
Nun verwehrt mir Veranlagung, Erziehung, Konstitution oder Was-auch-immer all die hart erstrebten medinaiven ErlUchtungs-Erlebnisse. Vielleicht hatte mich irgendetwas auf die schiefe Bahn geführt nach dem Motto:
"Das Einzige, woran ich denke
sind Frauen und Getränke."
Niemand muss für meine Indien-Plauderei von Annodazumals Geld ausgeben, es reicht die Geduld des Lesers, so es ihn gibt, online zu strapazieren.
Nachdem mich der Meister mit ständig Neuem, unglaublich weisen und witzigen Leerreden Monate lang unterhalten hatte, richtete es das Leben so ein, dass mein Job und meine Frau mit unserer Tochter flöten gingen, meine körperliche Gesundheit Schaden nahm und mein materieller Besitz sich in spiritÜlle Erfahrung auflöste. Nach meiner fast vollständiger Pleite wurde es nötig, mich neu zu erfinden, wozu wiederum eine andere Schülerin des Meister mir für Jahre eine geduldige und große Stütze war. In den vergangenen 45 Jahren seit der Begegnung mit Bhagwan haben mich weitere unglaubliche Erfahrungen bereichert, am meisten die mit Damen. Weiterhin bereicherten mich Begegnungen und Erfahrung mit spiritÜllen Dienstleister in Indien wie auch in München. Auch weltliche Millionäre kamen mir im Job als Redakteur näher. Diese Größen im Computer-Geschäft trafen wir als Fachredakteure auf der CeBIT in Hannover.
Dort beeindruckten mich beispielsweise Colani, angesagter Designer, VOBIS-Gründer Theo Lieven und Bill Gates. Doch all diese Attraktionen waren weniger wichtig gegen die Wirkung einer jungen Dame, die Weltmeister Bhagwan mit dem schönen Namen "Wahre Liebe" geadelt hatte und mir einige Jahre - wie Zuccero singt - "torture und bliss" gab. Was Männer meinen und machen, ist ja schon großartig, doch Frauen machen sich besser - bei mir. Was Bhagwan mir verkündete, war wahr und wertvoll:
„To me this is religion -- not going to the church or to a temple or to a mosque, not reading the Bible or Koran or Gita, not worshipping Krishna, Buddha, Mahavira, but getting into a deep, loving relationship with existence, offering oneself totally to existence.“
Mir ist es vollkommen egal, ob Rechtgläubige bei ihren Bhagwan-Bibeln bleiben, vorsschriftsmäßig nach Regeln leben und anderen raten, was halal auf den Tisch darf, was haram Ungläubigen schaden soll.
Manchmal unterscheidet sich kämpferische Männermeinung von mancher Anmache liebeslustiger Frauen. Dafür ein Beispiel jener vortrefflichen Dame, die ihr Münchener Magister-Examen als Filosofickerin abschloß und mit Liebeslyrik bewies, wie sie als Bhagwans Schülerin „Wahre Liebe“ ihrem Namen alle Ehre machte:
Alte Herren sind mein Laster,
alte Herren mit viel Zaster,
alt und kahl und lieb und nett,
Dürre oder richtig fett.
Falsche Zähne, falsches Haar
und ich wittre die Gefahr
Diese Furchen, diese Falten!
Herr, laß mich den Kopf behalten!
Sieht er aus wie Sensemann,
fang ich gar zu zittern an.
Rheuma, Gicht und Geistesschwund,
schleimig trieft’s aus Nas und Mund.
Konn nur, Greis, komm her zu mir:
Bald schon ist es aus mit Dir.
BALD SCHON IST ES AUS MIT DIR!
Bald schon ist es aus mit dir.
Bald – Bald
Diese genial-feminine Seinsäußerung "Wahrer Liebe" vertonte mein Ur-Alt-Freund. Leider ist das Lied "Leidenschaft" bislang nur wenigen bekannt.
Der widrige Sängerknabe wäre als strahlende Heldentenor gerade recht, um die beruhigende Tradition deutschen Liedguts wieder erklingen zu lassen, mit der Soldaten frohgemut an die Front marschieren. Doch leider haben wir uns räumlich und weltanschaulich voneinander entfernt.
Doch immerhin haben wir noch eine innige "Digital-Verbindung" per WhatsApp. Ach ja, "Lokusblume" - auch einer dieser Kosenamen der Bhagwan-Bekehrten - lassen wir das, erinnern wir uns der alten Zeiten an all dem Gedenken .....
....an Frauen und Getränke... Auch die meisten Bhagwan-Bekehrte sind mittlerweile in alle Wind zerstreut. Einige haben sich in anderen Klöstern eingefunden, um nach Meisters Meinung dem einzig Wahren zu frönen: MEDITATION!
https://www.youtube.com/watch?v=0peVQTdI3Yg
2.662.811 Aufrufe 28.09.2009 #OSHO #OSHOtalks #Meditation
A life without meditation is a life half lived. ....
Nach diesem Aufstieg in höchstheilige Sphären spiritÜller Vollkommenheit eines erlUchteten Weltmeister rauschen wir wieder hinab in die schmierige Hölle der ....
....Web-Kloaken
Zudem ist es mir recht gleichgültig, welcher Dichter mich mit seinen Gedanken in den Bann zieht. Beispiel: Um mehr von Nathaniel Hawthorne zu wissen, hilft Wiki. Sein Buch "DER SCHARLACHROTE BUCHSTABE" - beschreibt wunderbar puritanische Prüderie. Die Story erzählt von einer schönen Frau, welche im Gefängnis mit einer Tochter niederkommt. Richter haben sie dazu verurteilt, zeitlebens einen scharlachroten Buchstaben auf ihrem Gewand zu tragen. So muss sie ihren Fehltritt sühnen, zudem sie den Vater ihrer Tochter nicht verraten will. Pikanterweise will sich ihr betrogener, alter Ehemann rächen, weil ausgerechnet der Dorfpriester sein untreues Weib geschwängert hat.Selbst dunkelste Zeiten der Hexenverfolgung in der Neuen Welt sind so lange nicht her. Heute kann eine Mutter sich und ihr Kind ohne dessen Erzeuger mit Hilfe von Vater Staat durchbringen. Was Bhagwan über Sex sagte, ist Lichtjahre entfernt von mittelalterlichen Stories.
Es ist absurd, sich im Alltag mit einem Begriff wie "Überbewusstsein" abzugeben, wenn es gilt, unbeschadet durch Innenstädte und Bahnhöfe unserer Großstädte zu kommen. Denn immer fremder werden "Menschen-die-schon-länger-hier-leben" Sitten und Gebräuche deren, die hier ihr Gastland gefunden haben und nach ihren Vorstellungen umgestalten.
In den vergangenen acht Jahren hat sich gezeigt und zeigt sich weiterhin, wie Toleranz für notorisch beleidigte und sich benachteiligt fühlende Minderheiten der Mehrheitsgesellschaft schier unlösbare Probleme aufhalst.
FDP-Urgestein Kubicki steht mit seiner Meinung ähnlich wie EMMA auf verlorenem Posten.
Ahmad Mansour kann nur unter Polizeischutz auftreten. Ein Herr Sulaiman A. messerte Stürzenberger auf dem Mannheimer Marktplatz, wo und weil dieser mit Islamkritik auftrat.
Mir scheint, als hätten Geschichten, die Nathaniel Hawthorne vor einigen Jahrhunderten beschreibt, Ähnlichkeit mit aktuellen Nachrichten.
Leistungsträger verlassen das Land. Viele kommen, die Dienst- und Sozialleistungen beanspruchen und bekommen. Die Krankenkassen erhöhen die Beiträge, dem Sozialsystem droht die Pleite.
Don Alphonso verliert den Spaß an seinem Eigentum. Ob er als Münchener Vermieter das Handtuch wirft, seinen Besitz verkauft, um sich in Meran einen sonnigen Zweitwohnsitz zu leisten?
Nachrichten aus großen Städten berichten laufend von Gewaltverbrechen, gemesserte, erschossene Opfer verschwinden als Randnotizen unter sonstigem. Als "wohlhabende Privatiers" fühlen wir uns sicher nicht, gehören soziologisch nicht dazu. Doch es ist uns gelungen, München abzuwickeln, um unseren Lebensabend in Sonneberg am Thüringer Waldrand zu verbringen. Noch als Ü70 hat mich meine Frau für den Ortswechsel flott gemacht, auch wenn er mir schwer gefallen ist. Doch mittlerweile reichen mir die Nachrichten aus Großstädten, auch wenn München gegenüber Berlin noch eine Oase von Ordnung und Friedfertigkeit ist. Wenn Don Alphonso vom Tegernsee solche Sätzchen der WELT hinter der Bezahlschranke verkauft, geht mir das Messer in der Tasche auf:
.... lassen Sie mich ausnahmsweise als Journalist einmal ehrlich sein. Ich finde, dass Regeln für Sklaven sind und meinen kreativen Tagesablauf nur behindern.Fehlt noch, dass WELT meinen Kommentar dazu zensiert! Dann ist es Zeit, mein Abo dort wieder zu kündigen. Mein Kommentar:
Don Alphonso als "Regelbrecher nur in der Theorie, praktisch als Superspiesser" schreibt hinter der Bezahlschranke der WELT, mehrt sein Ansehen, sein Geld, seinen Einfluß - und ja, auch ihn zog Habeck einst vor Gericht. Doch er gewann gegen Habeck.
Macht das noch Spass im Land? Boris Palmer weist einen Rotzlümmel darauf hin, dass er mit Deutschlandticket nicht erste Klasse fahren dürfe. "Halt's Maul", kommt die Antwort. Palmer weist sich als Leiter einer Ordnungsbehörde auf, fordert den jungen Mann auf, Ausweis zu zeigen, um seine Personalien wegen Beleidigung und Ordnungswidrigkeit aufzunehmen. Der Bengel zieht den Schwanz ein, entschuldigt sich, für Palmer ist die Sache erledigt. Doch dann kommt die erste Klasse fahrende Lehrerin dazwischen und maunzt Palmer an, was er sich anmaße und, und, und..... An dem Tag meldet WELT, dass ein junger Grieche den Zugschaffner Serkan C. bei einer Kontrolle totgeschlagen habe.
Neues vom Münchener Antifanten
Mein Postempfang quillt in zwei, drei Tagen über von seinen rächdz-nationalen Hass-und-Hetz-Nachrichten. Ob er ein politisches Erweckungserlebnis hatte oder mir die Recherche nach dergleichen Goodies ersparen wollte, ist unklar. Er redet ja ebenso wenig mit mir wie der widrige Sängerknabe.
Schauen wir uns einfach ein paar Sachen an, die der Münchener Mathematikus aus den Web-Kloaken fischte und mir geschickt hat.
Diese polit-potente Propaganda kommt zum Thema "Erfurt".
Ein anderer schickt mir dies merkwürdige Bildschirmfoto. Ob das Fake oder Fakt ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Verwirrung und Verlust
Wie sich meine Klügeleien im letzten Wochenblog mit "FIAT-Geld" beschäftigten, schien mir bei stetig steigenden Goldpreisen ein inflatorisches Ende von Papiergeld in Sicht. Also beschlossen wir, zehn gut gebündelte Hundert-Euro-Schein in goldene Krümelkacke zu verwandeln.
Keine drei Tage später ärgerte uns der Kauf von 70 Gramm Gold, weil diese dann schon etwa 600 Euro weniger wert waren. "Man kauft nicht bei Hausse", kommentierte mein lieber Bruder. Dieser Februar-Vollmond strapaziert meine Nerven!
Denn da mich das politische Gezänk zunehmend ratlos lässt, soll mich die Flucht in die Innerlichkeit von Noten und Büchern entspannen. Hierzu soll der Handyrecorder Zoom H4n mein Klavierspiel aufnehmen. Doch das Gerät überfordert mich anfangs mit dickem Handbuch und unzähligen Einstellmöglichkeiten.
Das Zoom H4n war nicht leicht zu begreifen. Doch mit einem hilfreichen Telefonat des Verkäufers und mit Ruhe nach schlafloser Nacht war es geschafft. Das Ergebnis....
....ein erster "Heimat-Film" mit Klavierbegeitung
https://www.youtube.com/watch?v=75-o48Y0jTg
Das ist nach dem Kauf des Handyrecorders Zoom H4n und Movie Maker - keine Mühen und Kosten von 200 Euro gescheut - mein erster Heimatfilm mit Winterbildern von den vorigen drei Wochen mit dem beglückenden Endbild der Brücke von Spanien nach Portugal
Ein neues Gerät kommt zu mir, macht mir schlaflose Nächte, ein altes Gerät geht zu meinem Bruder. Der Walkman Professional begleitete mich vor Jahrzehnten auf Reisen zu Bhagwan in die USA. Mein Bruder ist ein genialer Hobby-Händler, dem An- und Verkauf mehr Spaß macht als mir.
Operation Grauer Star
Die größte Verwirrung und Verunsicherung erleiden wir bei der Notwendigkeit, die Augen-OP des Grauen Stars vorzubereiten und hinter uns zu bringen. Ein Arzt in Sonneberg weist meine Frau ab, da sie seiner Praxis untreu war und zwischenzeitlich bei einem anderen Arzt war. Zu dem darf sie nüchtern morgens um 7.30 Uhr kommen - 25 Kilometer fern von daheim. Das Ergebnis der Voruntersuchung dürfen wir anderntags abholen. Stunden später telefoniert die Dame, dass weitere Papiere abzuholen seien, also am nächsten Tag die gleiche Tour. Wenn wir schon mal im benachbarten Städtchen Kronach sind, kaufen wir dort auch ein.
"WELTRETTER"-Wein brauchen wir nicht. Wir erholen uns in Kronach beim Frühstück von der verwirrenden Welt. Der Hagebaumarkt rüstet mich mit einer Bauarbeiterjacke aus, damit mich Autofahrer auf meinem Fahrrad besser sehen. Der Jagdausrüster in Kronach verkauft eine Jacke mit rausnehmbaren Innenfutter für 400 Euro, die Baumarktjacke kostet 79 Euro. Man nimmt das alles, wie es ist. Was bleibt auch anderes?
Ein Gestalt aus Eisen hängt im Baum. Warum sich wundern?
Frauen werden Mütter, Kinder kommen. Die Geburtenrate sinkt. Der Münchener Mathematikus schickt mir Sellners Text unter dem Titel:
Immer vorwärts FPÖ
Ist das Video unterhaltsamer als Bhagwans Erklärung von Meditation?
Immer vorwärts FPÖ (feat. Herbert Kickl) · John Otti Band ·
Der Bevölkerungsaustausch und die ethische Wahl sind ein Putsch von oben. Es ist eine Kriegserklärung der Elite gegen das eigene Volk.Ja - sind Sellners Sätzchen überhaupt noch von der "Meinungsfreiheit" gedeckt oder sind solche Sätzchen schon "verfassungsrelevante Delegitimierung des Staates"?
Sie setzen uns damit unter einen brutalen Zeitdruck!
Mit jedem Tag werden wir weniger und unsere Souveränität zerrinnt uns zwischen den Fingern. Wir verlieren unsere Städte, unsere Frauen werden vergewaltigt, unsere Kinder werden vor Züge gestoßen und erstochen. Und eine fremde Religion breitet sich ungeniert aus.
Während sie das zulassen achten unsere verräterischen Eliten penibel und maliziös darauf, dass wir unter diesem gigantischen Druck in dieser verzweifelten Lage keine "extremistischen" Äußerungen tätigen - sonst setzt es brutale Repression, Razzien und Gefängnis.
Ich glaube, in der gesamten Weltgeschichte war noch kein Volk jemals in einer so mörderischen und seltsamen Lage. Es ist die bisher größte Herausforderung seit Jahrtausenden. Glaubt ihr, wir werden sie überleben?
https://t.me/martinsellnerIB/25773
Um der Verwirrung zu entkommen, schaltet man am besten E-Mails, Internet, Youtube, TV ab. Abschalten, alles abschalten! Ein Buch, ein Notenblatt, eine Improvisation auf dem Klavier, ein Spaziergang im Wald, in Märkten mit mehr Attraktion als in Museen einkaufen und hoffen, im verrückten Februar-Vollmond doch noch ein paar Nachtstunden Schlaf zu schnappen.
Sonneberg
Während meiner letzten Winter im Warmen fern der Heimat hat meine Frau Sonneberg erforscht. Sie kennt in unserem Städtchen zwei Kaufhäuser mit Gebrauchtwaren. Dort gibt es dies Fahrrad für 20 Euro. Meine Frau kauft dort ihre Jacken für zehn Prozent des Preises meiner Bauarbeiterjacke aus dem Baumarkt.
Nachdem wir nun sechs Jahre hier wohnen, haben wir in dieser Woche eine Großküche entdeckt, die für sechs Euro täglich drei Gerichte anbietet. Gymnasiasten dürfen dort vorrangig im Zeitfenster mittags speisen, davor und danach alle anderen auch. Jedes Essen kostet sechs Euro. Es gibt auch ein vegetarisches Gericht wie Suppe aus Esskastanien mit Brötchen und Quarkspeise.
Langsam, ganz langsam leben wir uns ein in unserer kleinen Stadt am Rande des Thüringer Waldes. Bücher kann man sich mehr aus öffentlichen Schränken holen, als mir in meiner Restlaufzeit zu lesen möglich ist.
Wie kann man einem Werk wie von Emile Zola "Der Totschläger" widerstehen, wenn dies im öffentlichen Bücherschrank der Sauna ausliegt? 595 Buchseiten zu lesen, dauert länger als der abendliche Krimi mit wohl ähnlichem Thema. Und wo bleibt die Zeit für Geschichten, die das Leben schreibt?
Die traurige Geschichte meines Freundes Volkers
Wer meine Blogs liest, dem mag Volker aufgefallen sein, der Facebook wie mit diesem lustigen Bild bereichert. Doch heute schickt er eine traurige Botschaft.
Wir haben schon häufiger miteinander gesprochen, doch dass er den Text zum Bild bei Facebook veröffentlicht, ist heftiger.
Volker EvertsMeine Gedanken wandern zu meinem Tochter-Kind, der Tochter meiner Frau, dem Sohn meines Uralt-Freundes.... doch ob meine Antwort Volker tröstet?
In eigener trauriger Sache.
Das Foto zeigt meine liebe Frau Anne und mich. Wir haben zwei erwachsene Söhne, Michael und Markus. Beiden Söhnen haben wir ein Studium ermöglicht, beide Söhne haben wir geliebt, beide Söhne haben wir in schwierigen Zeiten finanziell und moralisch über lange Zeiten unterstützt, beide Söhne haben wir versucht, zu guten Menschen zu erziehen.
Unsern ältesten Sohn Michael haben wir auch als Erwachsenen in persönlich schwierigen Zeiten finanziell jahrelang unterstützt, ihm zwei abgebrochene Studiengänge an verschiedenen Universitäten ermöglicht, jahrelang seine Miete und seinen Unterhalt bezahlt, ihn kostenfrei lange Zeit bei uns aufgenommen (obwohl selbst schon Rentner mit kleiner Rente) ihm schließlich nach 2 Jahren eine Wohnung besorgt und ein Ultimatum gestellt: wir zahlen Kaution und 6 Monate Miete, danach steht er auf eigenen Füßen.
Mittlerweile hat unser ehemaliger Sohn Michael einen sehr guten Job in der IT- und Cyber-Sicherheitsgruppe einer großen Bank. Seine Mutter, meine liebe Frau Anne, hat vor knapp zwei Jahren einen Schlaganfall erlitten und sitzt seitdem im Rollstuhl. Unser ehemaliger Sohn Michael hatte sie vor zwei Jahren exakt 2 Mal im Krankenhaus/Reha besucht, aber seitdem und ansonsten jeden Kontakt zu seinen Eltern abgebrochen: der Grund: ich, sein Vater, stehe bei ihm unter Nazi-Verdacht, da er glaubt, dass ich AFD wähle (ich erzähle auch meinen Kindern nicht, was ich wähle). Seine Mutter, meine liebe Frau Anne, hat er in Sippenhaft genommen, eine Methode übrigens, die die echten Nazis auch schon angewendet haben. Da sie (aus seiner Sicht) mit einem Nazi verheiratet ist, ist sie nach der linken Rassentheorie mindestens Halb-Nazi.
Und obwohl unser ehemaliger Sohn Michael jetzt sehr gut verdient, ist ihm das Geld für ein Telefonat mit seiner Halb-Nazi-Mutter im Rollstuhl seit fast zwei Jahren zu teuer. Auch an ihrem Geburtstag und an Weihnachten. Kein Wort, keine Zeile, nichts.
Es versteht sich von selbst, dass Michael, obwohl mittlerweile gut verdienend, nie einen Cent zurückgezahlt hat und sich auch das Geld für einen Anruf bei seiner kranken Mutter zum Geburtstag oder zu Weihnachten spart. Merke: Gutmenschen sind nicht immer gute Menschen.
Hiermit erkläre ich: Wir haben nur noch einen Sohn, unseren jüngeren Sohn Markus. Wir werden in den nächsten Monaten Schritte unternehmen, um zu verhindern, dass unser ältester Sohn, dessen Namen ich nie wieder in den Mund nehmen werde, irgendwelche Erinnerungsstücke oder gar Werte erbt.
Dies ist das letzte Mal, dass ich den Namen „Michael“ ausspreche. Ich spreche nur für mich, nicht für meine liebe Frau Anne, aber ich sage:
Ich habe nur noch einen Sohn. Ich verstoße hiermit die größte Enttäuschung meines Lebens, meinen ehemaligen Sohn Michael wegen grober Undankbarkeit und moralischer Verkommenheit. Ich nährte eine Schlange an meiner Brust.
>>> Leider ist bei manchen Menschen das einzig Echte die Falschheit (Volksmund)<<<
Hinweis: Dieser Post stellt meine persönliche Meinung dar. Er ist mit meiner Frau Anne nicht abgestimmt und ich spreche nicht für sie, sondern nur für mich.
Lieber Volker,
seitdem Du mich als Chef der damaligen DOS International, des heutigen PC Magazins, am 19. Oktober 1990 als Redakteur eingestellt hast, haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt. Du warst ein guter Chef, bist ein gütiger, alter Mann geworden.
Jetzt sind wir alt. Du brauchst Hilfe. Dein Text ist ein verzweifelter Versuch, Deinem Michael zu mehr Verstand und Anstand zu verhelfen. Und doch lässt mich mein Gefühl nicht los, dass es besser ist, einen Sohn wie Michael zu haben als ihn garnicht mehr zu haben.
Vielleicht bekommt er Wind von Deinen verzweifelten, väterlichen Mühen, vielleicht rührt dies in ihm eine verschollene Saite, vielleicht muss er in seinem Berufsfeld sich so verhalten, was wissen wir schon?
Doch eins ist gewiß: Besser so einen Rotzlümmel noch zu haben, der sich immer noch ändern und bessern kann als.....
.....meine Erfahrung als Vater, mein heißgeliebtes Töchterchen im zarten Alter von gerade mal 30 Jahren für immer und ewig zu verlieren....
https://www.n0by.de/2/rst/esther.htm
Dein Erhard Thomas
Einunddreißig Kommentare hat Volker nach sieben Stunden für seinen Beitrag bekommen. Einer davon lässt mich - so traurig es ist - denn doch schmunzeln.
Tja, der "SozialismusS der 1930er Jahre"..... ist nun wieder eine ganz andere
. Geschichte .
p.s.: Korrekturen - wenn überhaupt - später































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