Rentner-Reporter rast mit Rosinante im Reiserausch. Straßen, Verkehr, Eindrücke halten mich fit - hoffentlich. Saint-Malo begeistert mich, danach durch die Bretagne und Normandie nach Saint-Céneri-le-Gérei, einem Dorf von 110 Seelen, von dort nach Paris. Meine verlorene Zeit als 68iger Chaos-Student in Aachen kommt nie mehr zurück.

Zuvor brachte der Morgen in Saint-Céneri-le-Gérei den ersten Bodenfrost. Am Parkplatz, wo die Sanitäranlage offen war, muss die junge Dame bei laufendem Motor Eis von den Scheiben kratzen. Doch am Samstag vorerst feieren die nächsten Bilder Abschied von Saint-Malo.
Bei Schönwetter am Samstag in Saint-Malo spielt der Mann mit seiner Maschine, der Sportler nutzt seine Geräte. Die Pumpe auf dem Surfbrett wird den Windflügel aufblasen, den er in der Tasche trägt. KI dazu:
Der Mann trägt eine lange, gepolsterte Boardbag (Hülle) der Marke Ozone (das Logo und die Form passen zu den typischen Ozone Travel/Twin-Tip Board Bags). Diese Taschen sind speziell für Kiteboards (Twin-Tips oder ähnliche) gemacht und bieten Platz für 1–2 Boards plus Kites, Bar, Harness, Pumpe usw.
Auf dem zweirädrigen Strandwagen (Beach-Trolley mit orangefarbenen Rädern) liegt ein blaues Board (mit der Aufschrift „DINOSA“ o. ä.), dazu eine schwarze Tasche und ein Mast/Stange mit Helm – typisches Transport-Setup, um schweres Wassersport-Material bequem über den Strand und die Promenade zu ziehen. Solche Trolleys werden bei Kitesurf, Windsurf oder SUP häufig genutzt. Der Neoprenanzug, die nackten Füße und die Lage am Strand mit Segelbooten passen perfekt zum Kitesurfen. Ozone ist eine der bekannten Marken in diesem Sport.
Auch meine Rosinante ist wieder runderneuert mit Hinterrad, Kassette und Kette. Der sonnige Tag hält mich einen Tag länger in Saint-Malo, insgesamt acht Tage.
Es ist wie eine Sucht, die mich in die Erlebniswelt zieht. Herbstwind verstärkt den Fahrtwind auf dem Rad. Leben, etwas erleben! Den Kopf voller Buchstaben, Sätzen, Web-Seiten, Videos, Nachrichten, Gedanken frei bekommen. Frei für die Faszination des Augenblicks.
Himmel, Wolken, Wasser, Wellen: Ein Schiff schiebt sich sanft aus dem Hafen. Es ist kein Kreuzfahrtschiff, es ist die Autofähre nach England.
"Brittany Ferries" steht breit auf der Seite.
Es liegt eine prickelnde Stimmung in der Luft. Die Uhr zählt Tage, Stunden und Minuten bis zur Abfahrt wagemutiger Männer auf ihrer sechseinhalbtausend Kilometer Wettfahrt über den Atlantik. Sind auch Frauen dabei? KI:
Ja, bei der Route du Rhum 2026 starten auch Frauen – und zwar so viele wie noch nie.Es sind 11 Frauen (Navigatrices/Skipperinnen) unter den rund 115–118 Solisten am Start. Das ist ein historischer Rekord: 2022 waren es 7, bei der Erstaustragung 1978 nur 2. Sie machen etwa 9 % der Flotte aus. Der Start ist am 1. November 2026 um 13:02 Uhr vor Saint-Malo Richtung Pointe-à-Pitre (Guadeloupe).Die Teilnehmerinnen (nach Klassen)
Ultim (größte Trimaran-Kategorie): Alexia Barrier (IDEC Sport-CIC) – erste Frau überhaupt in dieser Klasse.
IMOCA: Violette Dorange (Initiatives-Cœur), Élodie Bonafous (Association Petits Princes-Quéguiner), Francesca Clapcich (11th Hour Racing).
Ocean Fifty: Anne-Claire Le Berre (UpWind by MerConcept).
Class40 (stärkste Frauenpräsenz): Djemila Tassin, Théa Khelif, Aina Bauza, Pamela Lee (erste Irin in der Race), Sophie Faguet und Sasha Lanièce.
Die Frauen starten in denselben Klassen wie die Männer, ohne separaten Damen-Wertung – sie treten direkt gegeneinander an. Einige gelten als chancenreich auf gute Platzierungen. Die Präsenz ist in mehreren Kategorien (von den 32-m-Ultims bis zu den Class40) gegeben und wird in den Medien als wichtiger Fortschritt hervorgehoben.
- 1978 (1. Ausgabe): Alain Colas verschwand mit seinem Trimaran Manureva nach etwa 12 Tagen in einem Sturm vor den Azoren. Weder er noch das Boot wurden jemals gefunden – ein Schock, der die junge Transatlantik-Regatta stark prägte und sogar in einem Lied von Alain Chamfort verewigt wurde.
- 1986 (3. Ausgabe): Loïc Caradec verschwand mit dem großen Katamaran Royale. Das gekenterte Boot wurde von Florence Arthaud entdeckt, der Skipper selbst blieb verschollen.
"Multihull" war mir unbekannt. Doch Gruselgenuss wie Wettfahrten, Krimis, Stier-, Box- und Faustkämpfe faszinieren. Männer mehr als Frauen? Vielleicht.
Der Samstag war zu schön, um Saint-Malo zu verlassen. Der Hafen, die Altstadt Intro-Muros, der Strand, die Menschen..... das hält mich dort.
Wolken am Himmel erhöhen den Reiz.
Dort liegt wieder ein "Multihull" mit langem schwarzen Mast.
Den Herrn durften wir schon am vorigen Samstag im Blog bewundern. Aber wie soll man sich das alles merken?
Bertrand-François Mahé de La Bourdonnais (1699–1753). Die Bronzestatue steht auf dem Rond-point de l’Île Maurice (am Fuß der Stadtmauern/Remparts von Saint-Malo, nahe dem Hafen/Bassin Vauban).
Vor den Mauern Hafen, Handel, Industrie, Schulen, Einkaufzentren, Autohäuser....
... innerhalb der Mauern touristisches Disney-Land
Schmiererei auch in Saint-Malo - doch von Randale keine Spur.
Ein Boot liegt auf der Seite, doch es lässt sich leicht aufrichten.
Nur eine Ruine oder ein stark renovierungsbedürftiges Gebäude ist mir in Saint Malo am Hafen aufgefallen.
Bis zum Start der Wettsegler am 1. November können die Seeleute noch Kraft sammeln.
Mit #GO.FIGHT.WIN über den Atlantik - viel Glück!
Schon bei Sturm und Flut ist es auf der Strandpromenade lebensgefährlich - und dann auf dem Ozean im Mulithull - ohne mich!
Saint-Céneri-le-Gérei
Mein Plan an der Küste nach Deauville zu fahren, ist gescheitert. Aus irgendeinem - mir unbegreiflichen Grund - kam zwar nach 176 das "Ziel". Doch das war irgendwo auf einem einsamen Acker.
Merke: Wer dem Navi falsche Koordinaten eingibt, kommt überall an, nur nicht da, wo er hin will.
Wo mich da am Ziel nach wunderbarer Schaukelei durch kleinste Straßen in der Normandie die Einöde langweilt, ist Schluß mit dem Reisetag.
Man redet es sich schön, in etwa so: Ein Abstecher in die Normandie endet auf einem lauschigen Stellplatz an einem kleinen Fluss in dem Künstlerdorf Saint-Céneri-le-Gérei.
Es gibt keinen Strom, es gibt kein WLan, doch es gibt Wasser und eine Sanitär-Anlage im Dorf.
Freitag abend war mein letzter Fernsehfilm. Seitdem ist die provisorische reparierte Verbindung von der Antenne zum TV abgerissen. Der einsame Stellplatz gibt Ruhe, Natur und wenig Licht.
Stellenweise hat es auf der Fahrt geregnet. Am Nachmittag scheint wieder die Sonne.
Mich faszinieren Mauern aus Feldsteinen in allen möglichen Formen.
Wer um diese Kurve fährt, muss langsam fahren.
Der Fahren im Renault Straßenrennwagen lässt den aufheulenden Motor röhren. Ja, ja - wir bewundern seinen Flitzer.
Das Titelbild aus einer anderen Perspektive zeigt diese Brücke in Saint-Céneri-le-Gérei.
Eine andere Brücke gibt es nicht in Saint-Céneri-le-Gérei.
Das Sonnengeschenk heizt am 18. Oktober dem Sonntag nochmal tüchtig ein. Doch schon um 21.00 Uhr fällt die Temperatur auf sieben Grad Celsius.
In den malerischen Häuser wohnen und arbeiten Künstler.
Der Hund auf der Treppe hat der Künstlerin Modell gestanden für den "Kunsthund" im Bild zuvor.
Noch den Friedhof, die Kirche und .....
...... die Kapelle sehen - dann reicht's für heute....
Na gut: Als Zugabe ein Blick vom Kirchberg auf die Brücke. Doch wie soll meine Reise weiter gehen?
Und eine Rose für liebe Leser, so es sie gibt....
Die Nacht brachte in Saint-Céneri-le-Gérei den ersten Bodenfrost.
Meine Grübelei über Karten und den Entfernungen bringt mich auf die Idee, Paris als nächste Etappe zu nehmen. Dort sind Camps mit einem sicheren Platz und Dusche, Strom, WLan offen.
Camp Paris und Camp Champigny-sur-Marne
Weil Saint-Céneri-le-Gérei so unwirtlich frostig war, ging es gleich ohne Frühstück weiter. Die Strecke bis zum Camping Paris war mild und angenehm. Hundert Kilometer vor dem Ziel verwöhnt mich Intermarche mit Lebensmittel.
Im Auto gibt es eine heiße Mahlzeit und Tee. Entspannt ohne Stau ist Camping Paris erreicht. Doch das Camp ist belegt. Ab Mittwoch, erst in zwei Tagen, hätten sie wieder Platz. Der Platz koste 56,33 Euro pro Nacht. Mein Anruf beim Camp Paris Ost in Champingy-sur-Marne ergibt, dass dort frei wäre.
Fünfundzwanzig Kilometer durch Paris von West nach Ost sind anstrengender und dauern länger als 200 Kilometer zuvor bis Paris. Bei Stillstand im Stau macht das Smartphone Bilder durch die Windschutzscheibe.
Besonders höllisch sind die zwischen den Autos brausenden Zweiräder. Meine Spiegel ragen recht weit raus. Einer stößt mit dem Helm an. Grund des Staus waren zwei Unfälle auf der Strecke, ein leichter Blechschaden beim Einfädeln. Der schwerere Unfall brauchte den Abschleppwagen, um einen Motorroller aufzuladen, der zwischen den Autos zu Fall gekommen war.
Die verwaschene Aufnahme aus dem Autofenster dokumentiert Elendshütten auf einem freien Betonstreifen zwischen den Fahrbahnen.
Barbaren wüten in Paris und Don Quijotte im Blog
Don Quijotte, wie sich der Autor wichtig macht, ist auf E-Bike Rosinante quer durch Paris geradelt. Neblig grau, kalt und nass - so gefällt ihm das!
Immerhin besser als am Schrei(b)tisch dummes Zeug zu delirieren und sich dabei wie ein Prophet vorkommen, der schon heute weiß, was morgen kommt. Das vielleicht?
Das Bild macht die Runde. Don Alphonso prophezeit dem Reichshauptslum Vergleichbares.
Ja, ja alles brennt so schön bunt, krachend fällt der Rathausturm von Limoges, der zwei Weltkriege überstanden hat. Doch nicht den Bürgerkrieg in Frankreich.
Zweimal hat mein Kommentar versucht, die Anregung von Klonovsky von "Barbaren im Land" zu übernehmen - zweimal vergeblich.
Beim dritten Versuch lässt Don Alphonso meinen Kommentar zu seinem Beitrag stehen.
Und Frau Sigrun K. beantwortet gekonnt meine Frag, Chapeau!
Ihr Text nochmal für Freunde, die das kopieren wollen. Denn es trifft die Sache im Kern.
Was ist ein Arbeitstag anderes als "wohltemperierte Grausamkeit"? Was ist eine Arbeitswoche, ein Arbeitsmonat, ein Arbeitsjahr, ein Arbeitsleben anderes als "wohltemperierte Grausamkeit"? Da kommt die links-grüne Mischpoke mit einem hochgeputschten Schwatzverstand von Null in staatstragende Politfunktionen mit fünfstelligem Monatseinkommen und will Wohltaten wie unverdientes Grundeinkommen an alle Welt verteilen. Und wehe, wenn's zu wenig ist. Dann klagt der "Kluge Kopf":
Klar, der "Kluge Kopf" hat nichts anderes zu tun, als im Internet rauf und runter Perlen aus der Kloaken zu fischen, die seine Meinung zementieren. Wer lebt nicht wie in einer Betonblockblase? Man lasse sich diese Sätzchen "auf-der-Zunge-zergehen":
Was mich an diesen Bildchen mit den Parasitären und Arbeitenden immer am meisten erheitert ist, dass die Dummen, die ihr Leben lang arbeiten gehen auf ihre Dummheit auch noch stolz sind...
Was weiß der "Kluge Kopf" vom Leben auf der Straße, vom Leben in der Arbeitswelt? Was weiß der "Kluge Kopf" vom Stolz auf ein vollbrachtes Werk?
ES LOBT DEN MANN DIE ARBEIT UND DIE TAT
Was weiß der "Kluge Kopf" davon? Hämischer Hohn klingt aus dem Spott über
"die Dummen, die ihr Leben lang arbeiten gehen auf ihre Dummheit auch noch stolz sind... "
Da mag der Hanswurst hämen, sich mit Kumpels beim Fußballspiel messen, wenn die Sonne noch nicht sein Hirn rausschwitzt in seinem japanischen Dumpfsinn, der für ihn der Mittelpunkt der Welt darstellt. Seiner Welt. Nun gut, meine "Arbeit" geht weiter, wie es gewohnt war von Kindesbeinen an, wenn auch verrücktes Zeug mir im Wahn, selbst ein "Kluger Kopf" zu sein, den Unsinn abzwang, der einfach nur zeigt, wohin Wahn führt, wie er klingt, wie er singt.
"Professoren-Walzer" war mir dies missklingende Gebilde einst wert, was auf viele in der "Klugen-Kopf-Kaste" stimmen mag - aber eben nicht auf alle. Aber wenn es auch Unsinn war, so war es doch Arbeit. Wie dieser Blog, wie all mein Tun und Mühen Arbeit war, ist und bleibt. Was sonst wäre zu tun?
Wie nun sollen verantwortliche Menschen Barbaren dazu zwingen oder bringen, sich dem Lebenskampf zu stellen, für sich, seinen Nachwuchs und seinen Broterwerb selbst zu sorgen? Meint der hämende Hanswurst sein Beitrag zu seinem und anderer Leben sei erfüllt, wenn er einen Schwerarbeiter im Weinstock der Worte zitiert?
Und wenn erst Krieg die Wirtschaft sanieren und Arbeiter disziplinieren muss, dann kommt eben Krieg.
Na, so kann man's auch sehen und deuten....
Das Ergebnis.....
Es regnet in Paris, eine der schönsten Städte der Welt, dass morgens mich nicht einmal die Fahrt für ein Baguette in den Regen aus meiner geheizten Stube lockt. Dafür wüten meine Finger über Begegnungen, die mir meist unerträglich sind oder zumindest schnell werden.
Nehmen wir diese beiden Clowns: Nirguna und Chetan - beide aus der prekären Kaste der Bürgergeldempfänger oder nicht einmal davon gesegnet und erhalten. Da predigt der "Kluge Kopf", der jedes seiner Worthülsen wichtigtuerisch signiert
Er meint - ein wenig korrigiert - "Anders Denkende aus der MSL Newsgroup werfen, ist vermutlich auch sein Sport". Aha! Recht hat er.
Und weil sich Herr "Mahika Chetan Reinhard" derzeit bis nach Italien "weiter entwickelt" hat, predigt er dem Clown-Freund Nirguna von "wahrer Leichtigkeit" und fordert "Bewusstsein".
Für mich ist TV-Konsum von Krimis köstlicher als von Fußball, bei dem ja außer selten gebrochener Knochen oder gerissener Sehnen wenig Blut fließt. Doch der Vorteil der Ballbeschau ist, dass man zu jedem Augenblick ein- und abschalten kann, während der Krimi-Handlung zu folgen schon ein wenig mehr "Bewusstsein" erfordert. Was ist verkehrt damit, sich vorm TV zu "sedieren"?
Jedenfalls bespaßen mich Clowns wie Chetan und Nirguna in ihrem digitalen Sandkasten.
Wenn Wallasch in seiner Suada die Größen der Branche in seinem Artikel erwähnt, so spielen in seinem digitalem Sandkasten die ganz Großen mit wie........
....Julian Reichelt, Dieter Stein, Merz, Döpfner, Götz Kubitschek, Alice Weidel, Donald Trump, Jasmin Kosubek, Guttenberg, einem Merkel-Minister, Ulf Poschardt, Vize-Chefredakteurin von Nius, Pauline Voss, ........, aber Sandkasten ist all das. Oder etwa nicht?
Paris
Nun steht meine kleine Klause nicht allein zum Vergnügen im Camp Paris Ost in Champigny-sur-Marne. Vom Camp an der Marne sollen 84 Prozent Radwege zum 20 Kilometer entfernten Eifelturm führen, meint Google Maps.
Sechs Kilometer lang kann man entspannt an einer ausgiebigen Parkanlage entlang radeln, die mich an den Englischen Park in München erinnert.
Bewohner von kleinen Zelten unter Brücken haben den Weg vermüllt.
An großen Kreuzungen ist es schwierig, der Google Maps Anweisung vom Smartphone zu folgen.
Ohne Navigation ist man im Dschungel der Straßen aufgeschmissen. Die Himmelsrichtung lässt sich ohne Sonne nicht erkennen.
An der Seine kann man sich leicht orientieren.
Für stimmungsvollere Bilder fehlt Sonne. Man nimmt's, wie's kommt. Nieselregen stört.
KI zu der Kirche:
Das ist die berühmte gotische Kathedrale auf der Île de la Cité an der Seine in Paris, erkennbar an den beiden markanten Westtürmen. Das Foto zeigt sie während der Restaurierungsarbeiten (nach dem Brand 2019), mit Gerüst und Kran.
Der Radweg an der Seine ist ruhig. Viele junge Leute laufen auf der Strecke meistens in Shorts trotz der Temperatur von etwa 13 Grad Celsius.
Stundenlang kurvte meine Anfahrt durch die Bretagne und Normandie durch elende, kleine Straßendörfer, wo sich Hund und Katz Gut' Nacht sagen. Dann sammelt Paris Macht, Reichtum, Glanz und Gloria. Fällt daher den Protestler am Wochenende nichts anderes ein, als Feuer an die Pracht und Macht zu legen?
ASSEMBLÉE NATIONALE steht in goldenen Lettern unter dem Dachfirst. Wer nichts besseres zu tun hat, feiert am Wochenende seine Zerstörungswut, seinen Feuerteufel, seine Schlagkraft "haut die Bullen platt wie Stullen" und lässt die sprichwörtliche "Sau-raus".
Die barbusige Schöne auf der Säule kann die Wut der Chaoten nicht erreichen. KI erklärt den Sinn:
Es handelt sich um eine der vier vergoldeten Bronze-Statuengruppen auf den hohen Steinsäulen (Pylonen) des Pont Alexandre III in Paris.
Die Skulptur zeigt eine allegorische weibliche Figur – die Renommée (Ruhm/Fame) – zusammen mit dem geflügelten Pferd Pegasos. Die Frau hält oft ein Schwert, eine Lanze oder ein ähnliches Attribut und scheint das wild aufbäumende Pferd zu zügeln oder zu führen. Es gibt vier solcher Gruppen, je eine an den Ecken der Brücke:Ruhm der Künste (Renommée des Arts)
Ruhm der Wissenschaften (Renommée des Sciences)
Ruhm des Handels (Renommée du Commerce)
Ruhm der Industrie (Renommée de l’Industrie)
Sie stammen von Bildhauern wie Emmanuel Frémiet, Pierre Granet und Clément Steiner (teilweise vollendet von anderen).
Was soll uns das sagen?
Die Statuen verkörpern den Geist der Belle Époque und den Optimismus Frankreichs um 1900:Fortschritt und Moderne: Künste, Wissenschaften, Handel und Industrie galten als die treibenden Kräfte der damaligen Gesellschaft. Pegasos (Mythologie: Symbol für Inspiration, Poesie und den „fliegenden“ Geist der Kunst und Erkenntnis) wird von der Ruhm-Figur kontrolliert – eine Allegorie dafür, dass menschlicher Ruhm und zivilisatorische Leistungen diese Kräfte bändigen und lenken.
Französischer Stolz:
Die Brücke wurde für die Weltausstellung 1900 (Exposition Universelle) errichtet und verbindet die Invalides mit dem Grand Palais/Petit Palais. Die üppige Beaux-Arts-/Art-Nouveau-Dekoration sollte Frankreichs kulturelle und wirtschaftliche Überlegenheit und den Fortschrittsglauben demonstrieren.
Politische Dimension:
Benannt nach dem russischen Zaren Alexander III., feiert die Brücke die französisch-russische Allianz (Ende des 19. Jahrhunderts). Weitere Elemente (Nymphen der Seine und der Newa mit den Wappen von Paris und Russland) unterstreichen die diplomatische Freundschaft.
Die massiven Säulen selbst dienen auch technisch als Gegengewichte für den flachen Stahlbogen der Brücke, damit die Sichtachsen (z. B. zu den Invalides) frei bleiben. An den Sockeln finden sich weitere Allegorien zu historischen Epochen Frankreichs (Mittelalter, Renaissance, Ludwig XIV., moderne Zeit).
Kurz:
Die goldglänzende Gruppe auf der Säule ist kein reines Dekor, sondern ein sichtbares Statement der Epoche – „Seht her, Frankreich (und seine Verbündeten) stehen für Kultur, Wissen, Wirtschaftskraft und Fortschritt!“ Sie strahlen den Überschwang und den Glauben an eine strahlende Zukunft aus, der die Jahrhundertwende prägte.
Nun gut, das muss man sich merken:
„Seht her, Frankreich (und seine Verbündeten) stehen für Kultur, Wissen, Wirtschaftskraft und Fortschritt!“
Nun gut: Mit klammen Fingern am Ampelhalt ein Foto - die Spitze des Eifelturms verschwindet in Wolken.
Zwanzig Kilometer durch das nass kalte Paris gestrampelt steht mir nicht mehr der Sinn danach, viel zu besichtigen, schon gar nicht mich der Schlange anzuschließen, um Geld für die Auffahrt zum Eifel-Turm zu lassen.
Renters Rummelplatz Reisen freut sich über einen komfortablen Radweg neben lauten Straßen. Google Maps gibt an, dass 84 Prozent bis zum Ziel Camping Paris-Ost über Radwege gehen.
So armselig die Hütten in Straßendörfern auf dem Land sind, so prächtig ist Paris. Höhnen die Reichen immer noch, dass die Armen Kuchen essen sollen, wenn sie kein Brot haben?
Als der Russ' noch gut' Freund' war, war er ein Denkmal wert.
KI:
Zum Gedenken an die Soldaten und Offiziere
des russischen Expeditionskorps,
die zwischen 1916 und 1918 auf französischem Boden gekämpft haben.
Frankreich und Russland in Dankbarkeit.
Die Tafel gehört zu dem Denkmal für das russische Expeditionskorps des Ersten Weltkriegs (Statue eines Soldaten mit Pferd) in Paris.
Das russische Expeditionskorps (französisch: Corps expéditionnaire russe en France, russisch: Экспедиционный корпус Русской армии во Франции и Греции) war ein Truppenkontingent der kaiserlich-russischen Armee im Ersten Weltkrieg.Hintergrund und Entstehung1915 bat Frankreich – nach schweren Verlusten an der Westfront – die verbündete russische Regierung um Truppenverstärkung. Im Gegenzug sollte Russland Kriegsmaterial (Waffen, Munition) erhalten. Zar Nikolaus II. stimmte trotz Bedenken des Generalstabs zu. Geplant waren ursprünglich bis zu 400.000 Mann; tatsächlich wurden 1916 vier Spezialbrigaden mit insgesamt etwa 44.000–45.000 Soldaten und 750 Offizieren aufgestellt und entsandt.Zusammensetzung und Einsatz1. und 3. Brigade (ca. 20.000 Mann) kamen an die Westfront nach Frankreich (vor allem in die Champagne bei Reims und Suippes).
2. und 4. Brigade gingen an den Saloniki-Front (Mazedonien/Griechenland).
Die ersten Truppen der 1. Brigade (unter Generalmajor Nikolai Lochwitzki) landeten im April 1916 in Marseille und wurden begeistert empfangen. Sie trugen russische Uniformen, aber oft französische Helme und Ausrüstung.Wichtige Einsätze in Frankreich:Ab Juni 1916 Frontabschnitte in der Champagne.
Besonders hervorgehoben: Kämpfe um das Fort de la Pompelle bei Reims.
April 1917: Teilnahme an der Nivelle-Offensive (Chemin des Dames), u. a. Einnahme von Courcy und Mont Spin – unter hohen Verlusten (über 4.500 Mann in wenigen Tagen).
Insgesamt fielen mehr als 5.000 russische Soldaten und Offiziere auf französischem Boden.Nach der Russischen RevolutionDie Februarrevolution 1917 und die Nachrichten aus Russland führten zu starkem Moralverfall und Meutereien (besonders im Lager La Courtine im Sommer 1917). Die Einheiten wurden daraufhin aufgelöst oder umgebildet:Ein Teil der Soldaten kehrte nach Russland zurück.
Andere dienten in Arbeitskompanien.
Einige Freiwillige (vor allem Offiziere) bildeten die Légion russe (Russische Legion), die bis Kriegsende 1918 weiter an der Seite der Franzosen kämpfte und sich besonders auszeichnete.
Das Denkmal in Paris (enthüllt 2011) erinnert genau an diese Soldaten und Offiziere, die 1916–1918 auf französischem Boden kämpften.
Die goldglänzende Gruppe auf der Säule ist kein reines Dekor, sondern ein sichtbares Statement der Epoche – „Seht her, Frankreich (und seine Verbündeten) stehen für Kultur, Wissen, Wirtschaftskraft und Fortschritt!“
Und das "sichtbare Statement" der Brandbrüder 2026 ist schwarzer Rauch über Paris? Mehr noch als Väterchen selig mein Mütterchen selig dort als Wehrmachtshelferin 1943 schätzen und lieben lernte?
Na, für Samstag sind neue Demos geplant, in Berlin wollen zornige Chaoten am 31. Oktober ihren Spass haben. Und den Mob ärgern Preise für Benzin, weil deshalb seine Molotow-Cocktails teurer werden?
Was steht dort auf meinem Weg zurück ins warme Auto?
Wo bleibt die Liebe von Mohammed, Buddha, Bhagwan und Jesus?
Wer könnte Schafe mehr als der Wolf lieben, wer könnte Gänse mehr als der Fuchs lieben?
Ein paar warme Stunden durch solchen Musentempel zu pilgern, wäre fein. Doch 20 Kilometer Rückweg mit Rosinante ist lang, naß und kalt.
So vieles wäre besser als durch das herbstkalte Paris zu radeln, wie zum Beispiel sich im wolligen Fell einer warmen Frau daheim zu vergraben - aber ach, man muss zufrieden sein, mit dem was man hat.
Wenn man selbst nicht mehr zustande bringt als diesen bunten Bilderblog, kann zumindest am Schreibtisch in der warmen Stube uns KI etwas über den Helden erzählen?
Na, Churchill hätte man doch erkennen können! Ob Stalin und A.H. markanter und bekannter sind im kollektiven Gedächtnis Geschichtsvergessener Zeitgenossen? Doch hier dokumentiert die Schrift an der Wand, dass und wie Menschen die Kunst des Schreibens erlernt haben und Gewinn bringend nutzen. KI:
Die Schmierereien sind politische Solidaritätsgraffiti für den linken Aktivisten Ritchy Thibault. Sie fordern seine Freilassung und weisen auf seinen Hungerstreik hin.
Übersetzung der TexteLinks: „TOUT LA JEUNESSE SE SOULÈVE“
(gemeint: „Toute la jeunesse se soulève“ = „Die gesamte Jugend erhebt sich“ / „Die ganze Jugend steht auf“).
Rechts (Haupttext): „LIBÉREZ RITCHY
emprisonné après avoir appelé à brûler l’Élysée
EN GRÈVE de la FAIM“
= „Befreit Ritchy
eingesperrt, nachdem er dazu aufgerufen hat, den Élysée-Palast anzuzünden
IM HUNGERSTREIK“.
Der Ort ist der Quai des Tuileries in Paris (am Tuileries-Tunnel / nahe dem Louvre), wie das Straßenschild „QUAI TUILERIES“ zeigt.Wer ist Ritchy und warum die Graffiti?
Ritchy Thibault (geb. 2004) ist ein junger französischer Aktivist der extremen Linken, ehemalige Figur der Gelbwesten-Bewegung, früher parlamentarischer Mitarbeiter einer LFI-Abgeordneten (Ersilia Soudais) und Sprecher des Kollektivs PEPS. Er ist bekannt für radikale, aufständische Rhetorik und mehrere gerichtliche Verfahren.
Anfang Oktober 2026 wurde er in Saint-Denis (bei Blockaden von Gymnasien) festgenommen. Er hatte (unter richterlicher Kontrolle und mit Demonstrationsverbot) öffentlich dazu aufgerufen, „das Feuer an den Élysée zu legen“ / „den Élysée anzuzünden“ und „die Revolution zu machen“. Er sitzt in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Fleury-Mérogis. Nach einer kollektiven Aktion der Gefangenen wurde er in Isolationshaft (Quartier disciplinaire) gesteckt. Seit ca. 15. Oktober 2026 macht er Hungerstreik dagegen und gegen die Haftbedingungen.
Die Graffiti sind typische spontane Unterstützungsaktionen von Sympathisanten aus dem linksradikalen / antilibertären Milieu. Sie wollen Aufmerksamkeit für seine Haft und den Hungerstreik erzeugen und ihn als politischen Gefangenen darstellen. Solche Botschaften tauchen in Paris und anderswo immer wieder bei kontroversen Aktivistenfällen auf.
Nix wie weg! Jetzt geht's mit dem Radl durch ein ewig langen Tunnel. Dort stehen keine Zelte wie unter einer Brücke zuvor. Vor solch einem Zelt stand ein schwarzer Mann neben einem Kochtopf mit verschränkten Armen. Das ist nicht zu fotografieren, schnell vorbei an der Szene, schnell entlang an der Seine. Nix wie weg!
Hätte nicht meine Sucht nach Sex und Rock'n'Roll, nach Wein, Weib und Gesang mir meine Aachener Studienjahre vollkommen versaut und verdorben, wäre mein Leben in geordneteren Bahnen in einem prächtigen Verwaltungsgebäude an einem besseren Schreibtisch zum Wohl des Ganzen verlaufen. Anstatt dessen müht sich meine brotlose Kunst hier im Auto um einen bunten Bilderblog.
Bruder Lustig - hier 1982 - kennt mich von Anfang an. Wir haben gemacht, was wir konnten. Mehr ging nicht.Wie stellt sich Pantisano vor, wie als 20jähriger mein "sexuelles Grundbedürfnis" 1968 zu befriedigen gewesen wäre? Hätte Pantisano Frauen dazu "vergesellschaften" wollen?
Wir haben, lieber Bruder Lustig, mit Klauen und Zähnen gekämpft, zu bekommen oder wenigstens zu erhalten, was Vater und Mutter uns in die Wiege gelegt hatten. Frau, Kind, Haus, Auto, Besitz bis meiner Rente, Deiner Pension. Das prekäre Pack verlangt "Vergesellschaftung".
Zur Wahrheit und Klarheit gehört, dass hier in Aachen bei Herst und Regensturm und sechs Grad Celsius draußen vor der Plastiktür mich nichts mehr mit dem widrigen Sängerknaben, Veet Tom, Chetan-Reinhard, Nirguna oder dem letzten Reisebekannten aus Saint-Malo verbindet. Meine Kraft für andere ist begrenzt - als alter Straßenhund in herbstlicher Einsamkeit bei Regen, Sturm und Kälte.
Fort mit nutzlosen Gedanken! Wie der Fluß hier die Kurve kriegt, so hat mein Leben bislang irgendwie die Kurve gekriegt.
Und wenn mein Womo, die "Walkuh", mich bis zum 31. Oktober nach Dortmund schaukelt, dann treffen sich Klassenkameradin und Klassenkameraden zur 60jährigen Abifeier - sofern sie noch leben.
Na, wird der abbiegende PKW mir etwa die Vorfahrt auf dem Zebrastreifen bei grüner Ampel nehmen? Eins ist sicher: Mit E-Bike-Rosinante geht's schneller quer durch Paris als bei meiner Ankunft mit dem Auto.
An lauten Straßen ist Google Maps Streckenführung von der Sprachausgabe des Smartphone und dessen Anzeige schlecht zu verstehen.
Doch wer über die falsche Brücke fährt, dem gibt Google Maps zu verstehen: "Bitte wenden".
Diese Radlerei durch Paris ist zwar weniger erhebend als beispielsweise die L'Erimitage in St. Petersburg mit ihren überwältigenden Kunstschätzen, aber mein Bedürfnis nach Sport, Spiel, Spannung befriedigen solche Ausflüge vollends.
Gut, dass das Schild PARIS SEINE verrät, was da fließt. Das Camp liegt an der Marne, die nicht viel kleiner ist. Und die Marne mündet....
Bei Charenton-le-Pont (und Alfortville) im Großraum Paris, knapp südöstlich der Stadt, im Département Val-de-Marne.
Die Marne mündet dort als rechter Nebenfluss in die Seine (Koordinaten ca. 48°49′ N, 2°24′ O). Die Stelle liegt im Quartier Conflans-l’Archevêque und ist unter anderem durch den Komplex Chinagora gekennzeichnet.
Das bestätigt die deutsche und französische Wikipedia sowie Britannica und andere Quellen. Die Marne ist etwa 514 km lang und der wichtigste Nebenfluss der Seine.
Wer in einer Großstadt wohnt, kann sich groß und glücklich fühlen, solange Energie, Wasser und Lebensmittel reichen. Wenn Menschen Mangel leiden oder auch nur meinen, Mangel zu leiden, wird's schnell "ungemütlich".
Schiffsladungen bringen Güter, was Hunderte LKWs nicht bringen könnten.
Zugladungen bringen Reisende, die Hunderte PKWs nicht bringen könnten - und Wohnmobile schon gleich gar nicht.
Hier an der Marne steht meine Klause. Noch ein paar Straßen kreuz und quer, noch über die Brücke, ein paar Hundert Meter weiter - daheim. Akkus von Smartphone und Rosinante laden, ein warmes Essen. Ein Krimi am Abend über WLan-PC.... dann Gut' Nacht. Am Morgen mit acht Grad Celsius heizt der Ofen. Die Tankflasche hat schon das letzte Gas aus Portugal verbrannt. In Chaves hatte eine Tankstelle am 14. September die Flasche gefüllt. Das war vor 1500 Kilometern.
Paris reicht mir nach dem zweiten Besuch
Die gestrige Stadtfahrt war anstrengend. Nachdem mir Ruhe und ein warmes Mittagessen neue Kraft gegeben hatten, war eine ruhige Fahrt ins Blaue angesagt.
In kurzer Entfernung vom Camp beeindruckt mich das Bootshaus am anderen Ufer der Marne.
Nach ein paar Kilometern Fahrt durch lauschige Waldwege steht plötzlich ein gewaltiges Schloß vor mir. Nanu - wer Audienz beim König bekommen will, muss wohl schon selber fürstlich wohnen. Wer beim Immobilien-Mogul Trump willkommen sein will, muss wohl wie Musk und Zuckerberg finanziell auf Augenhöhe stehen.
Ein gemeiner Straßenhund soll sich nicht beschweren, .....
.....schließlich standen mir als Tourist schon einige Schlösser an der Loire zur Besichtung offen.
In alten Zeiten schützten Schloßgräben und dicke Mauern die Herrscher vor der Wut des Pöbels. Wie heute Sicherheitskräfte versuchen, den Pöbel im Zaum zu halten, sieht man im Fernsehen.
Wie auf dem Stadtschild VINCENNES, einer Ville Fleurie, zu lesen ist, heißt das Schloß nach der Stadt - oder die Stadt nach dem Schloß. Soll KI schreiben, wozu Schloß Vincennes gut war?
In Schloss Vincennes, einer der bedeutendsten königlichen Residenzen Frankreichs vom 12. bis zum 18. Jahrhundert, wohnten zahlreiche französische Könige, bis der Hofstaat 1682 unter Ludwig XIV. fest nach Versailles zog. Später erlangte das Schloss vor allem als Staatsgefängnis und Militärstützpunkt Berühmtheit.
Oder ist es wichtiger zu wissen, was aus den grau dunklen Wolken droht, die dort über Vincennes hängen?
Was soll schon aus dunkel schwarzen Wolken anderes kommen als Unwetter artiger Regen? Die Bauarbeiter, die Kopfsteine einpflastern in sandigen Grund, lassen alles stehen und liegen, um sich unterzustellen. Mich schützt mein Plastik-Poncho - sehr empfehlenswert beim Radfahren. Mich hat wieder die Lust gepackt auf eine neue Paris Runde. Google Maps soll mich mit dem Smartphone nach Notre Dame führen.
Das Unwetter hat sich wieder verzogen, doch der Poncho schützt mich weiterhin. Das nächste Unwetter kommt gewiß. Mit dem Fahrrad kommt man schneller nach Paris als auf den Schnellstraßen, wenn sich dort alles staut.
Hin und wieder fängt die Kamera etwas Lokalkolorit auf, wenn Ampeln rot sind, oder ein vorbei heulender Polizeiwagen mit Sirenen mich am Straßenrand halten lassen.
Sonne hat kurz den Regen verdrängt. Unter dem Brückenbogen schützt sich ein armer Mann vor den Unbillen der Natur.
Das Navi braucht mich nicht mehr zu führen, Notre Dame ist in Sicht.
Sicher sind alle Orte auch mit dem ÖPNV zu erreichen. Aber erstens sieht man nichts in den Metrotummelröhren und zweitens kostet das Geld. Und drittens tummelt sich im ÖPNV manchmal übles Volk.
Sonnenschein lohnt die Mühe meiner Pilgerfahrt zur Kathedrale.
Das Großplakat verkündet:
NOTRE-DAME DE PARIS A BESOIN DE VOUS!
Des travaux sont encore nécessaires.
Notre-Dame de Paris still needs you!
More work is still needed.
Vor der Brandkatastrophe hat mich im März 2019 der Besuch der Kathedrale beeindruckt.
Doch im März 2019 gab es keinen Besucheransturm wie heute im Oktober 2026.
Nach der Heimfahrt durch raue Regenschauer leuchtet kurz vor dem Camp ein Regenbogen. Die Fahrt bis Notre Dame fiel mit 34 Kilometer und zweieinviertel Stunden etwas kürzer aus als gestern zum Eifel-Turm.
Heim, mir reicht's!
Vierhundert Kilometer unter die Räder zu nehmen, fällt leicht, wenn es meistenteils über Autobahnen geht.
Von meinem Camp Paris Ost in Champigny-sur-Marne war schon nach wenigen Kilometer freie Bahn zu gewinnen. Der Gegenverkehr, der nach Paris rein muss, musste sich 12 Kilometer durch den Stau quälen.
Nach halber Strecke schnüffelte die Grenzpolizei hinter der Mautstelle um mein Fahrzeug. Nach anregender Unterhaltung mit freundlichen Zöllnern gaben sie sich zufrieden und zogen ab. Der Schnellzuschlag auf der Autobahnstrecke belastet mein Konto mit 36,40 Euro. Dafür war am Parkplatz meine Brotzeit preiswerter.
Nach Zweidrittel des Weges gibt es eine Teepause im Wagen. Interessant die Ladesäulen für die E-Autos. Siebensiebzig Cents für eine kWh scheint mir nicht gerade ein Schnäppchen zu sein.
Aber was kennt schon ein Depp als alter Diesel-Dieter oder seine Benzin-Barbie daheim von der modernen Elektromobilität?
Freunde in Belgien
Bevor es mich an die Stadt meines jugendlichen, studentischen Chaos-Treiben Aachen zieht, findet sich Ruhe und Erholung im benachbarten Belgien bei alten Freunden.
Vor Jahrzehnten lernte meine Frau hier ihr Weihnachtsmarktgeschäft, lernte kunstvoll Kerzen zu kneten und den Verkauf.
Es tut gut, nach langer Zeit sich in der Muttersprache zu unterhalten.
Herzlichen Dank für den wundervollen Abend Euch beiden im Wohlfühl-Paradies....
Aachen
Der Stellplatz in Aachen ist fast schon belegt. Mein Platz bei den Bäumen ist ungünstig, weil es stürmt. Zweige brechen ab, poltern auf's Dach.
Deshalb ist es nötig, das Auto am Abend bei Regen umzusetzen. Sress!
Mittags begann es mit Sonnenschein, den später Regen ablöste. Ein Treffen mit einer Bekannten frischt Erinnerungen auf.
An großartigen, alten Häusern führt eine Radstraße vorbei, die den Autoverkehr einschränkt.
Der rote Fahrbahnbelag signalisiert die Fahrradstraße. Auch wenn mit der Fahrradstraße die Menschen im Viertel ruhiger leben, Schmierereien an Hauswänden kann das nicht verhindern.
Nächtliche Schmierfinken scheint eine kunstvollere Wandgestaltung ein Dorn im Auge zu sein. Wie anders ist die Botschaft "FUCK STREETART" sonst zu verstehen?
Oder muss man derzeit schon zufrieden sein, wenn Hausbewohner ihren Müll nicht auf die Straße werfen, das Dach nicht überm Kopf anzünden und den Fußboden nicht unter Wasser setzen?
Wenn man alle paar Jahre mal wieder durch die Stadt fährt, in der man sieben Jahre lang gelebt hat, schleicht Jahr um Jahr die Verelendung. Wie weit soll das noch gehen? Wo soll das enden?
Wo längst nicht mehr das Geld reicht, sich Wohneigentum oder auch nur einen Kleinwagen anzuschaffen, da versorgen Schnapsläden das Ghetto. Dazu kommen Drogendealer, die chemisches Dreckzeug unter die Leute bringen. Vom studierten Prekariatspöbel zum asozialen Elend ist nur noch ein kleiner Schritt.
Als 68iger-Spinner versammelten sich eine kleine Clique unter dem Label SDS: Sozialistischer, deutscher Studentenbund. Marx, Engels, Mao hatten Hochkunjunktur auf Büchertischen.
Doch primär ging es immer um Weiber, Alkohol und andere Gifte.
Und die andere Straßenseite des Parteibüros "links jugend" verziert der Pöbel mit Glaubensbekenntnissen wie "REFUGEES WELCOME" und "KEIN MENSCH IST ILLEGAL".
Besitzer oder Mieter mögen sich eine Idylle auf ihrem Balkon pflanzen, doch die Hauswand "gehört" dem Mob. Die Fassade des roten Hauses daneben wurde wahrscheinlich schon mehrmals überstrichen, doch immer wieder zeichnen Schmierfinken ihren Schmutz.
Aachen ist keine Stadt mit ausgedehnten Ghettosiedlungen. Studenten, Touristen und Besucher aus dem benachbarten Belgien und Holland genießen die Stadt, die Geschäfte, die Sehenswürdigkeiten. Die Trinkhalle am Elisenbrunnen hat gekrönte Häupter gesehen, die Carolus-Therme ist weltklasse mit der teuersten Tageskarte für 52 Euro. Das Publikum der Aachener Reitturniere kommt nicht von schlechten Eltern.
Fokus auf Springreiten (inkl. Rolex Grand Prix). Gewinner des Rolex Grand Prix: Richard Vogel mit United Touch S.
Weltmeisterschaften in sechs Disziplinen: Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Para-Dressur, Fahren und Voltigieren. Rund 650–800 Athleten/Pferde aus über 60 Nationen, ca. 500.000 Besucher. Deutschland führte den Medaillenspiegel an. Es gab ein großes Rahmenprogramm in der Stadt („Aachen WM Special“).
Noch ist der Zutritt zum Dom ohne Taschenkontrolle in Aachen möglich - bei der Kathedrale Notre Dame in Paris nicht mehr.
Noch haben keine Clan-Kriminelle die Schätze beschädigt oder wie im Grünen Gewölbe geplündert.
Doch der Friede im Land scheint brüchiger von Jahr zu Jahr. Wenn es wie in Frankreich brodelt und brennt, wie soll der Mob außer Rand und Band wieder zu zähmen sein?
Beginnen barbarische Bestien die Hände zu beißen, die sie füttern?
Das Leben soll mit allen technischen Finessen, Apparaten, Geräten, Maschinen leichter und für alle schöner werden. Soll der Krieg zwischen Männern und Frauen, zwischen Reichen und Armen immer an fehlender Verteilungsgerechtigkeit liegen? Oder macht es einfach Spass, sich zu bekriegen, zu provozieren, sich anzupöbeln, sich zu prügeln? Verbal, digital, legal, illegal, scheißegal.
Regen und Herbststurm hat Aachen erreicht. Äste von Bäumen knüppeln auf meine Plastikdächer und Luken. In Paris rüsten sich Polizisten gegen den Kampf am Wochenende. Linke, Antifanten, Islamisten, Feministen brüten über Schlachtpläne. Plünderer planen die "Vergesellschaftung-von-Konsumgütern".
Schon während der 68iger Chaos-Tage brachen Barbaren diesem Jahrhunderte alten Kruzifix die Arme. Das lässt sich restaurieren, wie sich Städte, Geschäfte, Monumente nach Brandschatzungen wieder aufbauen lassen. Wozu? Warum? Wieso? Weshalb?
Der Kugelbrunnen öffnet und schließt seine Blätter. Wie in Paris muss mich der Plastikponcho auf Rosinante vor Regen schützen. Diese Einkaufstraße war einst von Anfang bis Ende belebt, voller Geschäfte. Und jetzt? Seht selbst....
Und beim letzten Besuch standen an einer Drogenhilfe Kunden. Muss man das wieder sehen? Erforschen, erkunden? Die Adresse klingt nobel: Kaiserplatz. Will man das wissen:
Unterhaltung im KI-Modus: Gibt es am Aachener Kaiserplatz eine Hilfe für Drogenabhängige?
Direkt am Aachener Kaiserplatz gibt es eine etablierte Hilfe für Drogenabhängige: den Kiosk Troddwar.
Dabei handelt es sich um eine akzeptanzorientierte, niedrigschwellige Anlaufstelle der Suchthilfe Aachen (Caritas), die speziell auf die offene Drogenszene vor Ort ausgerichtet ist.
Angebote des „Kiosk Troddwar“ (Kaiserplatz 15–18):
• Kontakt-Café & Basisversorgung: Ein geschützter Raum, in dem Betroffene günstige Snacks (z.B. Toasties für 1 €) und Kaffee bekommen können.
• Safer Use: Ausgabe von sterilen Konsumutensilien und Materialien zur Schadensminimierung (Harm Reduction).
• Medizinische Ambulanz & Beratung: Unterstützung bei gesundheitlichen Problemen und drogenbezogenen Alltagssorgen.
• Streetwork: Aufsuchende Sozialarbeit direkt im Umfeld des Platzes.
Aachen sorgt sich für alle - vom Turnierreiter zum Junkie. Aachen sorgt mit Stellplatz, Strom, WLAN für mich, dass der Blog fertig wird. Wie die Frau daheim sagt und nicht liest, fertig mit einer kilometerlangen
. Geschichte .
p.s.: Korrekturen - wenn überhaupt - später
























































































































































