Nach dem Sonntagsbad am vier Kilometer langen Strand von Laredo folgen zwei weitere Badetage in Orio. Wieder wie in Porto war mir erst klar, dass mich die Strömung ins Meer zog, als mein Körper dort versonnen in den Wellen schaukelte und irgendwann merkte, dass längst der Boden unter den Füßen verloren war. Meer wie Menschen sind tückisch. Man muss höllisch aufpassen, wo man mit wem bleiben kann und mag.
Im riesigen Meer kommst du dir klein und verloren vor. Leichter findet man sich auf Gassen, Wegen und Straßen zurecht, obgleich das verwirrend genug ist. Laredo bietet Touristen Restaurants, Bootsfahrten und Reitausflüge am Strand.
Mich reizt eine fremde Stadt. Es gibt kaum angenehmere Unterhaltung für mich, als durch verwinkelte Gassen zu strolchen, Kirchen aus dem Mittelalter zu bewundern, bei LIDL am Sonntag meinen Kaffee zu trinken, dort einzukaufen und anschließend im Meer zu baden.
Was für ein Sommermagnet dieser Strand in Laredo sein muss, kann man an den Häusern ermessen, die wohl jetzt bis Frühjahr weitgehend leer stehen.
Ebenso voll wie in diesen Wohnanlagen in der Hauptsaison ist es Ende September im Camp. Dort stehen im Schatten der Platanen Wohnmobile von Engländern, Franzosen, Holländern und Deutschen dicht beiander.
Wie meist in Spanien bietet auch Laredo einen Platz, wo Wohnmobile frei stehen. Dort gibt es keinen Strom, kein Wasser, keine Entsorgung, kein WC, keinen Schatten.
Wie jeder dieser Orte, denen der Tourismus Einnahmen bringt, leistet sich Laredo Kunst im öffentlichen Raum: Delphine an der Strandpromenade.
Warum nicht diese Figur auf drei Beine stellen, wo die Esoterik so viel über das "Dritte Auge" fabuliert?
Das Denkmal ehrt die Arbeit der Fischer.
Je näher man dem Hafen kommt, umso mehr Bänke stehen dort.
Auch wenn immer noch ein paar Boote vor dem Strand auf und ab fahren, vielleicht auch um ins Meer hinausgetriebene Schwimmer zu retten, die Hauptsaison ist vorbei.
Ein Gitter sperrt den Zugang zum Tunnel. Was weiß KI darüber?
Der Tunnel in Laredo (Túnel de La Atalaya / Túnel de Laredo in Laredo, Kantabrien, Spanien) diente ursprünglich dem Bau und dem Zugang zum geplanten „Muelle de la Soledad“ (einem Hafen-/Schutzkai auf der anderen Seite des Monte de la Atalaya). Er wurde 1863 (manche Quellen nennen auch um 1885) als ca. 221 Meter langer Fußgängertunnel unter dem Hügel gebaut, um das Stadtzentrum mit dem geplanten Muelle zu verbinden. Die Hafenanlage wurde jedoch nie fertiggestellt, weil starke Stürme und Galernen die Bauarbeiten zerstörten. Während des Spanischen Bürgerkriegs (ab ca. 1936) diente der Tunnel gelegentlich als Schutzraum vor Luftbombardements. Heute ist er ein renovierter (seit 1999 öffentlich zugänglicher), beleuchteter Fußgängertunnel mit Meeresmotiven-Wandmalereien (u. a. von Steve Camino, die wie ein „Aquarium“ wirken – passend zu Ihrem Foto). Er führt zum Mirador del Abra mit Ausblick auf die kantabrische Küste und zur Playa de la Soledad.

Die Gassen werden immer enger. Die ALIMENTATCION XING PING SUPERMERCADO versorgt Menschen, denen der Weg zum LIDL mit dem Großparkplatz vor der Stadt zu weit ist.
Es ist schon spät am Samstag nachmittag, als mich nach 70 Kilometer langer Reise und nach der Mittagspause hier in Laredo die Altstadt lockt.
Der Kirchturm war schon von weitem zu sehen, weil sich die Erbauer den besten Platz auf dem Hügel über den Häusern ausgesucht hatten.
Etwas blechern scheppert eine Kirchturmglocke, doch es bleibt Zeit, den Tempel zu bewundern.
Was soll dieser Glassarg in der Iglesia Sta. Maria Sieglo XIII von Laredo?
Die Urna (Glassarg) des Cristo Yacente (liegenden Christus) in der Iglesia de Santa María de la Asunción in Laredo (Cantabria) soll dem Betrachter vor allem die Passion, den Tod und das Opfer Christi vor Augen führen – als Einladung zur Meditation über das Leiden, die Bestattung und die Hoffnung auf die Auferstehung.
Es handelt sich um eine barocke Holzskulptur (Ende 17./Anfang 18. Jahrhundert, zugeschrieben dem Bildhauer Pedro Albo Calzada aus Seña) eines lebensgroßen, teilweise artikulierten Christus, der in einer verglasten Urne mit vergoldeten Rahmen ruht. Die Figur liegt auf einem Tuch, oft mit Grabtüchern oder Spitze bedeckt, und wird in der Kirche ausgestellt. Sie ist ein zentrales Element der Karwochen-Prozessionen, insbesondere des „Santo Entierro“ (Heilige Grablegung) am Karfreitag, und zieht zusammen mit der Virgen de la Soledad (Muttergottes der Einsamkeit) aus. In der katholischen Ikonografie und Frömmigkeit symbolisiert der Cristo Yacente den Leichnam Jesu nach der Kreuzabnahme und vor der Auferstehung. Er vermittelt:
Das menschliche Leiden und den Tod Christi: Der realistisch dargestellte, leblose Körper betont die physische Realität der Passion und lädt zur Kontemplation des Opfers ein.
Trauer und Mitgefühl: Besonders im Zusammenhang mit der Virgen de la Soledad und der Karfreitagsprozession weckt er Mitgefühl und Andacht.
Hoffnung auf Erlösung und Auferstehung: Der „heilige Sarg“ verweist nicht nur auf den Tod, sondern auch auf das leere Grab und die österliche Hoffnung.
Die Urne schützt die Skulptur und macht sie sichtbar für Gläubige und Besucher, sodass sie ganzjährig (nicht nur in der Prozession) als Andachtsbild dient. Eine Restaurierung 2015 stellte die ursprüngliche Farbigkeit wieder her. Die Kirche selbst (13. Jahrhundert mit späteren Erweiterungen) ist ein bedeutendes gotisches Bauwerk; die Urne gehört zu den wichtigen beweglichen Kunstwerken neben dem berühmten Retablo de Belén.
Kurz gesagt: Der Glassarg soll den Betrachter emotional und spirituell an die zentrale christliche Botschaft der Erlösung durch Christi Tod heranführen und zur stillen Verehrung anregen.
Auch eine Kogge mit Kanonen schützt ein Glaskasten in der Kirche.
Wie uns Kriege, Krankheiten, Krimis unentwegt an Leid und Schmerz, Krankheit, Krüppel und Tod erinnern, so spiegelt der sakrale Raum dies Leiden wieder.
Mich beeindrucken alte Mauern und Räume - auch hier wieder in Laredo.
Hinzu kommt, dass die kleinen Gassen rund um das alte Kirchengemäuer ein Gefühl vermitteln, als käme man in eine andere Zeit.
Selbstverständlich sind auch die alten Häuser in den verwinkelten Gassen mit der Neuzeit verkabelt.
Das Tribunal übernimmt die Aufgaben der früheren Amtsgerichte erster Instanz und Strafgerichte (Instruktionsgerichte) und ist zuständig für:
Zivilrecht: Erste Instanz in Zivilverfahren, die nicht anderen Gerichten zugewiesen sind (z. B. allgemeine Zivilklagen, freiwillige Gerichtsbarkeit).
Strafrecht: Instruktion (Ermittlung) von Strafverfahren, die später von höheren Gerichten (z. B. Audiencia Provincial) oder den Strafsektionen verhandelt werden, sowie Urteil über leichte Straftaten (delitos leves).
Vollstreckung von zivil- und strafrechtlichen Entscheidungen.
Rechtshilfe (national und international).
Weitere Aufgaben wie bestimmte Verfahren im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen (je nach Zuordnung der Sektionen) und Beschwerden/Anfragen im Rahmen der Gerichtsbarkeit.
Die Richter entscheiden weiterhin unipersonal (einzeln) über die ihnen zugeteilten Verfahren. Das Tribunal selbst ist organisatorisch kollegial strukturiert und wird von einer gemeinsamen Oficina Judicial (Gerichtsverwaltung mit gemeinsamen Diensten) unterstützt, um Ressourcen effizienter zu nutzen und die Bearbeitung zu beschleunigen.
Kurz gesagt: Es ist das zentrale Gericht erster Instanz für Zivil- und Strafangelegenheiten (Ermittlung und leichte Delikte) im Gerichtsbezirk Laredo.
Feierabend eines ausgefüllten Reisetags
Der Fluss vor dem Camp steigt bei Flut an. Welcher Fluss?
Am Río Asón (bzw. an der Ría de Treto, der Mündung/Ästuar des Asón). Laredo in Kantabrien (Nordspanien) liegt an der kantabrischen Küste, zwischen Santander und Bilbao. Die Stadt befindet sich am westlichen Rand der Bucht von Santoña, direkt an der Ría de Treto – dem Ästuar, in den der Fluss Asón mündet. Die bekannte Playa de la Salvé und der Regatón-Strand grenzen an dieses Mündungsgebiet. (Hinweis: Das berühmtere Laredo in Texas liegt am Río Grande – das spanische Laredo ist jedoch der Namensgeber und liegt am Asón.)
Sonntagsruhe nach dem Einkauf bei Lupa, nach einem Blick auf den PUERTO DE LAREDO, nach dem Meerbad und danach mal wieder eine warme Mahlzeit im Womo
LAREDO VILLA NOBLE MARINERA POR TRADICION RINDE HOMENAJE A LA PANCHONERA POR ENCARNAR LOS VALORES DE TRABAJO SACRIFICIO ALEGRIA NATURAL DE LA MUJER PEJINA LAREDO 25 DE MAYO 1991
Laredo, edle Villa Seefahrer-/Fischerstadt aus Tradition zollt der Panchonera Tribut, weil sie die Werte der Arbeit, des Opfers und der natürlichen Freude der pejinischen Frau verkörpert.
Laredo 25. Mai 1991
„Panchonera“ = lokale Bezeichnung (vermutlich für die traditionelle Fischerin oder Trägerinnen, die Körbe/Trays auf dem Kopf tragen – passend zur Statue). „Mujer pejina“ = pejinische Frau („Pejino/a“ ist das Demonym für die Einwohner von Laredo in Kantabrien, Spanien)
Orio, Zarautz, Aia
Auf's Geld darf man nicht achten, wenn man hier an der sonnigen, spanischen Küste Richtung Heimat dieselt: 112 Euro für 54 Liter Diesel, 15 Euro Autobahngebühr, 88 Euro für drei Ruhetage im Camp Orio.
Wer dort dicht an dicht steht, zahlt nichts.
Nur ein Camp gibt mir Ruhe, Schutz, Dusche, Strom für SAT-TV und Laptop - mir wäre es nicht möglich, unter der dröhnenden Autobahnbrücke ohne Wasser, ohne Strom, ohne Sanitäranlage zu hausen.
Es ist gerade einmal knapp anderthalb Jahre her, dass mir hier in der Gegend die 50 Kilometer-Radtouren über drei Stunden und mehr noch leichter fielen. Jetzt nach lumpigen 200 Autobahnkilometern angekommen, nach meinem Mittagsmahl im Auto mit SAT-TV-Nachrichten kommt erst wieder nach dem Bad Lust und Leben zurück zu mir. Wenn mir die Atlantik-Wellen auf den Rücken platschen, wenn eine launige Strömung mich über den Strand schiebt, dann und danach kommt meine Welt wieder in Ornung."LG Rita" hat dies auf meine Status-Meldung bei Whatsapp gepostet, als mich die Strömung in Laredo unerwartet schnell raus getrieben hatte. Auch diese Nachricht kam von ihr per Whatsapp:
Selbst nach solcher Nachricht hat sich meine Mühe noch einige Wochen lang nicht entblödet, ihr Links meiner wöchentlichen Fleissarbeiten zu schicken. Doch damit ist Schluss.
Klar gibt es auch Frauen wie die kommentierenden "TinaF" und "Nina M", die wohl den Schuss gehört haben. Doch die Hirnweiche Mädchenmasse Jungwähler:Innen der Berliner Linken bleiben am besten bei und unter sich - bis .... ja bis, was? Wir werden sehen!
Wir sehen es jetzt schon. Das passt nach der Wahl der Berliner Linken zur stärksten Kraft im Bundeshauptslum.
Mal sehen, was wem zu meinem Kommentar einfällt:
Nix wie weg vom Polit-Geblödel online! Lieber auf die Straße, in Camps und zu Reise-Freuden und -Freunden!
Im Reisejahr 2025 hat Orio mir vom 6.3. bis zum 10.3. für 22,40 Euro pro Nacht Strom, Wasser, WiFi, Sanitäranlage verkauft. Achtzehn Monate später kostet die Übernachtung hier 29,25 Euro. Zum Vergleich: Das letzte Camp in Portugal kostete 11,00 Euro pro Nacht, Schwimmbad eingeschlossen. Na gut, hier hat man den Atlantik vor der Camp-Tür.
Morelo-Reinhard und Detleff-Reinhold
Morelo-Reinhard ist zu verdanken, dass die SAT-TV-Anlage wieder Bild und Ton liefert.
Ohne Bild und Ton, ohne Krimi- oder Talksshow-Abende wäre das Leben in einsamer Klause schwerer zu ertragen in langen Nächten. Zum Glück gibt es Nachrichten von Freunden wie vom "Morelo-Reinhard":
Reisebilder von Morelo-Reinhard
Die Mittelmeerküste mit vielen zauberhaften Städten und Eindrücken ist mir etwas vertrauter als die spanische Atlantikküste, ohne mich erinnern zu können, wo was wann war. Dafür gibt's ja meine Blogs und meine Web-Seiten.
Nun zum anderen Reiesefreund Reinhold.
Eine sechstellige Summe für die Anschaffung: Der Unterhalt des Fahrzeugs kommt hinzu. Meine kleine Klause hat mit Anschaffung, Unterhalt und Zubehör wie Standheizung, SAT-TV, Tankflasche, Luftdruckfederung, Solaranlage in zehn Jahren eine sechststellige Summe gekostet. Jetzt muss die Tankflasche nach zehn Jahren zur Prüfung. Dazu muss sie leer sein. In Portugal bei acht Grad Celius in der Nacht wäre das Gas schnell verheizt. Hier in Orio im Baskenland am Meer ist es nachts über 20 Grad, tags 30 Grad warm. Da lässt sich das Gas nicht bis zum ausgemachten Termin am 13. Oktober verbrauchen. Also muss der Termin für die Gasprüfung auf den 15. Dezember verschoben werden. Bis dahin hat die Gasheizung die Tankflasche entleert. Die notwendigen Telefonate mit der Firma Wynen, um den Termin zu verschieben, strengen an.
Doch dann erfrischt vom Bad erfreut mich die erste Radrunde im vertrauten Fischer- und Touristennest Orio.
Von Landwirtschaft, Fischfang, Tourismus und Kleingärten können die Menschen wohl ganz gut leben in Orio.
Ein Schweizer hat sein Allrad-Fahrzeug mit Dachzelt aufgepeppt. Wenn junge Paare zusammen reisen, können sie auf SAT-TV verzichten.
Zarautz
Das Vorderrad von E-Bike Rosinante schlackert. Meine Recherchen finden ein Radgeschäft im sechs Kilometer entfernten Zarautz. Mit der Morgensonne geht es auf nach Zarautz.
Wahrscheinlich wird die fliegende Möwe über dem Fluß Orio kaum mehr zu sehen sein, weil das Bild auf eine Breite von 999 Pixeln runtergerechnet ist.
Männer arbeiten auf dem Schiff.
Männer mähen mit der Motorsäge.
Der alte Rentner hat das Radgeschäft in Zarautz gefunden.
Drei Männer arbeiten im Radladen. Sie werden ein paar Stunden brauchen für die Reparatur. Für mich gibt es erstmal Kaffee. Frauen arbeiten im Kaffee.
Die Schüler haben Pause.
Gegen 13.00 Uhr soll das Rad repariert sein. Dass es so warm werden würde, war mir morgens nicht klar. Gegen 11.00 Uhr sind es knapp 30 Grad Celsius.
Die beiden alten Herren sind vermutlich zum Mittagessen daheim bei ihren Frauen, wenn sie eine haben.
Immer im Schatten an der Wand lang schlufft der alte Rentner durch Zarautz.
Zu meiner Überraschung lassen sich die Kirchentüren öffnen. Außer mir nutzt niemand sonst die Ruhe in der schattigen, kühlen Halle.
Sex und Gewalt unterhalten Menschen - auch in der Kirche.
Fußgängerzone
Markthalle in Zarautz
Die Radreparatur kostet 30 Euro. Angeblich sei ein Kugellager erneuert worden. Ein Bio-Laden verkauft mir Ingwer. Die gleiche Menge hat bei Pingo doce in Vila Nova de Gaia vier Euro gekostet, der Bio-Laden in Zarautz verlangt 9,40 Euro.
Olaf, mein DDR-Cousin in Sassnitz und das Elend mit West-Linken
Mein 83jähriger Cousin Olaf ist mir als DDR-Bürger mit vier Frauen und Unterhaltszahlungen für vier Kinder immer in bester Erinnerung.
Auch wenn wir einander genetisch vielleicht ähnlich sind, ist Olaf in der DDR vollkommen verschieden von unserem damals verbreiteten 68iger Wahn. Doch das rebellische Provokation liegt uns beiden im Blut. Bis zur Geburt meiner Tochter 1998 wollte mein 68iger Wahn gar mit widerborstigen Liedchen mein Geld mir verdienen. War wohl nix. Der widrige Sängerknabe, der 1976 mit mir auf der Bühne stand, kultivierte weiter seinen linken Wahn und kultiviert ihn immer noch.
Auch wenn der prekären Wahnwelt des widrigen Sängerknabens eine meiner Webseiten gewidmet ist, er ist als einer der Letzten aus der linken Blase auf still und stumm geschaltet.
Zur bürgerlicher Wohlstandswelt meiner Klassenkameraden findet sich 60 Jahre nach unserem Abitur ein gemeinsames Treffen am 30. Oktober in Dortmund. Das erste Viertel ist schon tot.
Die kultivierten Herren und eine kultivierte Dame aus meiner Abiturklasse haben mit Fug und Recht einen Platz in der bürgerlichen Gesellschaft gefunden und erhalten. Das Leben gleichsam des "Großen Harald" zu sehen, ist erholsam gegen den altlinken Freund mit seinen nächtlichen Delirien - dem "Kleinen Harald".
Keine zehn Kilometer entfernt von dem Refugium des "Großen Haralds" am Rhein wohnt mein Freund Walter, der etwa 20 Jahre lang als Autor mir Artikel geschrieben hat für das damalge PC-Magazin, mittlerweile von Chip aufgekauft. Vielleicht gelingt es mir dort, mich von ihm zu verabschieden, denn er geht seit Jahren einen harten, aber würdigen Weg ins Unausweichliche. So plant sich langsam mein Weg heim über meine ehemaligen Wohnorte wie Aachen, Köln und Dortmund.
In "Dortbunt". wohnt mein Bruder Lustig als pensionierter Lehrer mit seiner Sippe. Wir denken mittlerweile ähnlich, wie auch viele Menschen in Sonneberg denken.
Nicht jeder ist scharf darauf, "kriegstüchtig zu werden".....
Mein 83jähriger DDR-Cousin Olaf schießt immer noch - auf Wildschweine. Als Jäger hat er sich gut gehalten, als NVA-Soldat waren beide Brüder Olaf und Holger schlecht in Reih-und-Glied zu bringen.
Olaf in der Mitte stand 1965 in der NVA stramm. Erstaunlich, wie unterschiedlich Olaf in der DDR lebte, während sich viele Studeten im 68iger Wahn immer weiter aus der Gesellschaft in ein abseitiges, prekäres Milieu verzogen. Fünf Jahrzehnte lang pflegt der widrige Sängerknabe bis heute seinen Wahn mit Gleichgesinnten.
Solange der prekäre Pöbel noch immer genug aus Sozialkassen presst, solange Alkohol und sonstige Sucht- und Nervengifte den retardierten Mob beruhigen, feiern linke Genossen Wahlsiege und bekämpfen AfD nahe Meinung mit Verboten- und Diffamierungen. Viel Glück!
Wann sind links-islamistische-feministische Furien am Ziel? Und mit wem? Und wie? Mein Freund aus Fernost über die Wahlen in Berlin:
Nach der Auszählung, bei der sich zehn Leute anscheinend gegenseitig kontrollieren, telefoniert zB ein Grüner mit einem Linken in der Wahl-Zentrale, und gibt dem die Zahlen durch... offensichtlich völlig unkontrolliert.
Nun wird gesagt, der Kontroll Mechanismus, den man hat, der hätte diesen fehler gefunden...
Mag sein, nur, wer weiss wie viele "Fehler" und wie oft in der Vergangenheit auch noch, man nicht "gefunden" hat?
Der Mann ist wohl der letzte "Linke", mit dem noch restliche Meinungsfetzen über die Datenleitungen tröpfeln. Doch wozu, weshalb, warum soll man sich mit dem allen noch beschäftigen?
Ein letzter der links-gestrickten Weltverbesserer in meinem E-Mail-Verkehr träumt von "Grundrechten" in einem "zivilisierten Land". Außer wenigen Abnehmern seiner Weisheit träumt der Mann meist allein. Doch was ist es anders bei mir - und vermutlich bei manch einem Leser, so es einen gibt?Zurück zum DDR-Cousin Olaf. Er hat genug von der SED-Nachfolgepartei. Vielleicht erblich belastet, wie so viele Deutsche, die schuldig der Schlandland-Erbsünde nicht in Scham, Sack und Asche sühnen wollen?
Olafs Vater Gerhard, Bruder meiner Mutter und mein Onkel, hat nach seiner Entlassung aus russischer Krieggefangenschaft und seinem Neuanfang in Münster/Westf. nie seine beiden Söhne Olaf und Holger in der DDR besucht.
Nach Olafs Recherche scheint ihm der Grund klar: Sein Vater Gerhard befürchtete, dass ihn DDR-Sicherheitskräfte wegen seiner frühen Mitgliedschaft in der NSDAP verhaftet hätten.

So hat sich mein Onkel Gerhard - im Bild als Soldat - darauf beschränkt, seinen Söhnen Pakete und Päckchen nach Sassnitz zu schicken. Aber Olaf wie meine Frau haben weder Zeit noch Lust meine "kilometerlangen" Blogs zu lesen.
Olaf wie meine Frau haben andere Qualitäten. Doch beide sind mir wohlgesonnen.
Das unterscheidet sie vom widrigen Sängerknaben, weswegen mich nichts mehr mit dem verbindet. Erinnerungen begleiten uns auf Schritt und Tritt. Sind Erinnerungen wichtiger als wunderbare Eindrücke von Land und Leuten?
Aia
Dort hinter der Autobahnbrücke über den Fluß Orio im Städtchen Orio beginnt eine wunderbare, einsame, kleine Straße in die Berge.
Mögen dort unter der Autobahnbrücke Schiffe und Wohnmobile den Winter überstehen, mich zieht es hinaus in die Hügel hinter dem Fluß, hinter der Autobahn, hinter der Eisenbahn.
Wieder und wieder zeigen mir meine Ausflüge die Wunderwelt, wovon diese Bilder berichten mögen.
Was sollen mich Recherchen im digitalen Dreck der Datenkloaken aufhalten, wenn mein eigenes Datendeputat noch dafür zahlen muss, weil das WLan vom Camp hier in der einsamen Ecke kaum funktioniert?
Nein, es ist ein wolkig verhangener, trockner Tag so richtig gemacht für einen Ausflug in die Berge des Baskenlands. Allein schon die Namen auf der Tafel zu lesen, macht Knoten in die Augen, sie auszusprechen Knoten in der Zunge: Idoeta, Olazabal - gehen ja noch, aber wie soll man Olazabaltxiki aussprechen? Olazabalberri ist dann ja wieder leichter zu lesen und zu sprechen.
Wer wollte nicht immer schon von Orio aus, die Orte Ubegun, Makalzagaberri, Olaskoagazpi, Makatzagahaundi, Olaskoagaberri, Olaskoagagoiko, Miranda, Arantzazuenea, Galarmendi, Aritza, Amalur Zalbardin, Hegoalde, Lokate, Izekiondo, Uzkudun, Iaberrene, Zialtzeta bereisen? Ja und Aia - ganz unvergesslich, Aia! Nein, das ist nicht in China, das ist hier im Baskenland.
Die Häuseransammlung links unten ist Orio. In etwas dunklerem Grau hebt sich das Meer vom grauen Himmel ab.
Zum Vergleich ein ähnliches Bild aus der gleichen Perspektive vom März-Blog 2025. In dem Jahr war war der Trip nach Portugal-Trip vom 8. Februar bis zum 9. Mai 2025 schnell vorbei.
Die Figuren mit Tierköpfen (Schaf- bzw. Widderköpfen) in Aia (Gipuzkoa, Baskenland) sind künstlerische Darstellungen, die die tief verwurzelte pastorale und ländliche Tradition der Region symbolisieren.Warum Tierköpfe?Aia ist ein typisch ländliches baskisches Dorf, in dem die Schafzucht (vor allem die Rasse latxa) und die Herstellung von Idiazabal-Käse eine zentrale Rolle spielen. Dazu kommen klassische herri kirolak (baskische Volkssportarten) wie das Holzhacken (aizkolaritza) und das Mähen.Die Figuren zeigen genau diese Tätigkeiten:
- Eine Person mit Schafskopf, die mit der Sense Gras mäht (in einer Hügellandschaft mit Dorf).
- Eine Person mit Widderkopf und Axt (klassischer aizkolari), vor einem Gebäude mit einer Gruppe traditionell gekleideter Menschen.
Kann man den düsteren, abweisenden Mauern der Kirche etwas abgewinnen? Sollten Menschen sich in der Kirche daran erinnern, dass es um mehr geht als den täglichen Broterwerb, den Kampf mit all den Widrigkeiten des Lebens? Sollte es einen Sinn im großen Ganzen geben, der dem Einzelnen in seinem kleinen Eigenen verborgen bleibt?

Keine Ahnung, wie Bluetooth vom Smartphone mit dem KIOX-Display des E-Bikes weiß, wieso meine kleine Radtour 366 Meter Anstieg überwinden musste. Was weiß man schon, wie die Dinge funktionieren, wie man selber funktioniert?
Jetzt rollt das erste Herbstgewitter über mein Womo in Orio. Der Regen ist so dicht, dass die Verbindung zum SAT-TV abreißt. "Keine Daten", steht auf dem Bildschirm. Der Chip der Kamera hat 834 Bilder in den September-Ordner übertragen. Man könnte leicht lächelnd sich mokieren: "Er hat sich bemüht...."
Abschied von Orio, Zarautz und Aia
Zusammen mit dem ersten Bosch-Motor hat jetzt E-Bike Rosinante mich etwa einmal um die Erde geradelt.
Der kleine Strand von Orio
Der schmale Weg auf der anderen Flußseite führt zum Grand Camping Zarautz.
Der große Strand von Zarautz
Meine zweite Radreise nach Aia führt erst nach Zarautz, dann in die Höhe und über die andere Straße zurück nach Orio
Aia - eine große Kirche für einen kleinen Ort
Frankreich - Saint-Julien-en-Born
Bis Mimizan war nicht zu schaffen, Kopfweh ließ mich den erst besten Platz wählen. Der war in Saint-Julien-en-Born.
Die französischen Autobahn sind zwar teuer - aber ein Genuss. Die großzügig angelegten Parkplätze mit den exzellenten Autobahntoiletten sind vorbildlich.
Im ersten Örtchen nach der Autobahnabfahrt wäre ein Lebensmittel gut. Dabei fällt mir zufüllig ein Camp auf.
Das Camp hat geschlossen. Doch ein Platz davor bietet Strom und Wasser. Das reicht für die Nacht, um mein Bilderbuch zu vervollständigen und für diese Woche zu schließen.
Auch diese kleine Ortschaft nah am Atlantik und an Spanien hat junge Männer im Ersten Weltkrieg an die Front geschickt und verloren. Auch diese kleine Ortschaft ehrt ihr Gedenken, wie soviele Orte in Frankreich.
Französische Lebensgefühl mit Baguette, Boule, Rotwein und viel Ruhe - besonders für Rentner.
Saint Julien-en-Born liegt etwa 10 Kilometer vom Atlantik. Hier warnt die Tafel vor gefährlichen Strömungen.
Der Renault R4 scheint sich besser über die Jahrzehnte gehalten zu haben als der Citroen 2CV, der 1978 mit der Geburt meiner Tochter mein erstes Auto wurde.
Der Platz neben dem Fluß lässt nichts zu wünschen übrig,
Ein wunderbarer Radweg durch den Vogel-Zwitscher-Wald bringt mich nach Contis-Plage.
Von meiner Märzfahrt 2025 ist mir der Platz in Contis-Plage schon vertraut. Die Waldwege für Radler sind wunderbar.
Auf dem Platz in Contis-Plage steht schon die "Feuerwehr" - als Freizeitfahrzeug.
Dem Himmel sei Dank für die gute Woche, für das Buntbilderbuch meiner Wunderwelt - weit besser und erholsamer als Politick. Der Weg in mein Gelobtes Land Portugal und zurück in die Kalte Heimat wird mir mit jeder Fahrt vertrauter. So macht das Archiv all dieser
. Geschichten .
Sinn.p.s.: Korrekturen - wenn überhaupt - später













































































































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