26 Oktober 2019

Vom Dreckdruck der Großstadt zu Friedensfreuden der Kleinstadt

Seit 1978 hat mir München bis 2019 Brot und Arbeit, Frauen, Liebe, Achtung und Verachtung gegeben, was immer mir nötig war. Genug ist genug. Auch wenn die Sanierung unseres alten Hauses mich manchmal verzweifeln lässt, das schönste Städtchen Thüringens hat mich bislang immer wieder aufgerichtet und von Herzen erfrischt und erfreut. In diesem inspirierenden Feld wandern meine Gedanken von Rainer Rothfuß, zu Pirincci, von meinem Bruder, zu Freund Klaus in Australien und immer wieder zurück zu mir selbst.

Seien Sie im Umgang mit der Gesellschaft gierig und gemein wie der ****, tun Sie für die Macht alles, was er fürs Geld tut. Und kümmern Sie sich um den Gestrauchelten ebensowenig, als hätte er nie gelebt. Wiessen Sie, weshalb Sie sich so verhalten müssen?
...Sie wollen die Welt beherrschen, nicht wahr, und man muß damit beginnen, der Welt zu gehorchen und sie genau zu studieren. Die Gelehrten studieren die Bücher, die Politiker studieren die Menschen, ihre Interessen, die bewegenden Ursachen ihres Handelns. ...."
****(politisch nicht korrekt)
Honoré de Balzace, Verlorene Illusionen, Berechtigte Ausgabe für den buchclub 65, Berlin; 1967, S. 720


Mein Blog beginnt mit einer Laudatio für Dr. Rainer Rothfuß. Er hat mir auf der Friedensfahrt Moskau 2016 das wunderbare Rußland erstmalig als Wohnmobilst eröffnet. Diesmal trat er im 60 Kilometer nahem fränkischen Korbmacherstädtchen Lichtenfels auf. Klein- und Kreisstadt Sonneberg als Zentrum meiner Neuen Welt schafft mir Abstand vom Dreck und Druck der Großstadt München - mit Schmerz.





Die


 "herzliche Einladung zum Vortrag von Rainer Rothfuß über das Ziel konstruktiver Russlandbeziehungen am  9.10.19, 19 Uhr im Stadtschloss Lichtenfels (Oberfranken)"
bei Facebook verspricht einen spannenden, unterhaltsamen und lehrreichen Abend.




Rainer untermalte seinen abendlichen Vortrag mit zahlreichen Bildern. Die meisten davon finden sich in diesem Blog wieder.


Die gemeinsame Russlandfahrt unter dem Motto "Friedensfahrt Moskau" hat mich von all meinen Wohnmobilreisen am meisten beeindruckt. Rainers Kontakte mit Russen hat bei öffentlichen Mahnveranstaltungen mir Land und Leute näher gebracht, wie es mir allein nie möglich gewesen wäre.


Mich hat Dr. Rainer Rothfuss mehrmals wieder seit dieser denkwürdigen Fahrt 2016 begeistert, wie bei einem weiteren Treffen in St. Petersburg 2017. Auch diesmal spricht Rainer in Lichtenfels mit seinem Vortrag Fakten an, die in dieser Dichte und Intensität sonst selten zu finden sind. Seine Bilder zum Vortrag sprechen für ihn und die Sache.



Wer sich in das Thema vertiefen will, findet in den Fotos von Rainers Vortrag genug Material, um von den Anregungen weiter mit Google in die Materie einzusteigen.




Wahr ist, was wirkt.








Presse und Politik wollen nicht informieren sondern diffamieren.


Will die Presse menschenverachtende Feindangriffe herausstellen, sieht man Opfer, Trümmer, gemordete Frauen und Kinder.




Rainer dokumentiert, wie Presse und Politik Putin als "Feind" zeichnen und hervorheben.





Die "Russen-Peitsche knallt" - gefühlsgeschwängerte Titel, die dem Leser Gruselschauer von Sadomaso-Torturen über den Rücken laufen lassen, verkaufen sich bestens.






Feind- und Freundbild sind die beiden Seiten einer Medaille maximaler Manipulation. Zur Unterhaltung ein Beispiel medialer Macht: Der begnadete Musiker kann seine Kunst nur verkaufen, wenn er die Erwartungen der Systemmedien, des Zeitgeistes bedient.

https://youtu.be/j29MUjl27eM
Rainald Grebe - Thüringen ohne Intro
Nachdem wir Rainald Grebes gar grausige Ballade

"....im Thüringer Wald das essen sie noch Hunde...."


angehört haben, zurück zu Rainers


10 Regeln der Kriegspropaganda:






































Mein Blog vom 9. August 2016 frischt gerade mal wieder die aufregenden Erinnerungen von unserer gemeinsamen Abfahrt nach Moskau auf.


Dass Rainer später von der CDU/CSU in Lindau zur AfD wechselte, hat mich sehr gefreut.



Diese Bilder am Roten Platz in Moskau zeigen, wie uns dort die russisch-deutsche Kriegstragödie beschäftigt und mit Gedenkfeiern in den Bann gezogen hat.



Fröhliches Feiern nach andächtigen Augenblicken und ergreifenden Reden ergaben sich danach, wenn uns die Russen mit ihren Gulaschkanonen verköstigten.



Schon als Schüler waren mir Informationen von Radio Moskau immer eine willkommene Ergänzung zu der Nachrichtenlage. Es war wunderbar, Russland dann in meinen beiden Reisen 2016 im Troß von Rainer und 2017 mit meiner Frau nach Petersburg etwas näher erleben und erforschen zu dürfen.


Heute ist mir vom SAT-TV Russia Today oder im Internet bei RT immer willkommen und ein notwendiges Korrektiv zur Lügen- und Lückenpresse hiesiger Marktmachtmanipulationen.




Zum Abschied von dem beeindruckenden Vortrag noch ein Blick zurück auf das nächtlich Stadtschloß in Lichtenfels und dann....



Eine Woche später macht Rainer mit folgendem Beitrag bei Facebook auf sich und die Zustände im Land aufmerksam.



Rainer bezieht sich auf einen Artikel einer Regionalzeitung, die mit einer langen Story (Lesezeit 18 Minuten!) Deppen hinter die Bezahlschranke locken will. Lücken und Lügen des medialen Schmarrn kann man sich sparen!



Wer kurz den Titell schnuppert, dem reicht das Paket. Mögen die Propagandisten die Hirne derer vermüllen, die der Mainstream der Transatlantiker Jahrzehnte damit konditioniert hat.

Was wichtig ist, was den Fakten näher kommt, erfährt man eher bei Vorträgen wie von Menschen der Qualität und des Kalibers eines Rainer Rothfuss, bei bloggenden Schriftstellern wie Akif Pirincci - kaum mehr im medialen Mainstream. Kulturell-klerikale Kreisen sogenannter "Eliten" sichern sich zwar große Stücke vom Kuchen im Verteilungskampf. Wofür? Meistenteils für pöbelnde Politpropaganda! 





Rainer war einst Juniorprofessor. Seine professoralen, sachlichen Vorträge erscheinen mir wie der klare Quell einer Oase nach langer Durststrecke durch die medial kulturell-klerikale Wüste im Land, im Schlandland.

Mob gegen Lucke, DiE ZEIT für den Mob, Pirincci gegen DIE ZEIT


Beispielhaft beweist linksfaschistischer Pöbel, was er von Meinungsfreiheit hält.

 


Pirincci, der mit seiner Dresdner Pegida Rede schon vor Jahren die Existenz vernichtende Gewalt links faschistoider Kampagnen der medialen Lücken und Lügen Kolonnen erfahren hat, stellt am Beispiel einer ZEIT-Journaille die vollkommen verdrehte Weltsicht dieser abstrusen Denke an den Pranger.



Es scheint mir zunehmend sinnlos, Stunden um Stunden vor PC- und TV-Bildschirmen Informationen zu sichten, zu sammeln, zu filtern und als Blog zu verarbeiten. Massen aus aller Welt strömen weiter zu Mama Merkel. Der bunt-belämmerte Blödel Hirn gewaschener Einfalt wählt weiter und wieder Merkel oder dergleichen.


"Das Meckern der Lämmer", wohl wahr! Wie wahr! Während Seehofer machtpolitisch einmal nach "Obergrenze" verlangt, andermal "von der Mutter aller Probleme" schwadroniert, meckern die Lämmer. Pirincci verdient wenigstens Geld mit seinem belämmerten Gemecker, denn Bares ist Wahres.

Nach dem Schweigen der Lämmer begann das Meckern der Lämmer. Meckernde Lämmer wachsen zu blökenden Schafen heran. Als Osterlamm oder Schlachtschaf auf dem Ehrenfeld der Steuerschuld verblutet, machen Menschen wie Seehofer weiter ihr polit mafiöses Machtspiel. Solange Pirincci mit belämmerten Gemecker Geld verdient, solange sich Kommentatoren wenigstens von Frust als Tastenklimperer befreien, ist immerhin etwas gewonnen.

Guten Appetit beim Lammbraten!

Wer, wie Seehofer dem rotgrüne Nazifeminismus dient, dem wird nichts mangeln. Solange Pirincci die Strafen seiner Rechtsstreitigkeiten zahlen kann, wird er weiterhin 21jährige Kunststudent*Innen zum Lammbraten laden, mit Rolex gekauft und geködert.


Guten Appetit!   


Zu Frieden und Freunden der Klein- und Kreisstadt Sonneberg



Ohne die wunderbare Natur am Rande des Thüringer Waldes sind die polarisierenden Kämpfe und Krämpfe im Land kaum mehr auszuhalten.



Mein lieber, jüngerer Bruder hat sich nie groß um Politik und weltanschauliche Fragen gekümmert.


Derweil wir als 68iger Studenten gegen Vietnam und spürbare Relikte der faschistoiden Kriegsgeneration protestiert haben, uns durch Tausende Seiten wie von Freud, Wilhelm Reich, Karl Marx, Marcuse, Engels, Lenin bis hin zu Stalin gesammelten Werken gewühlt haben, haben Steuer zahlende Stützen der Gesellschaft ihre Eigenheime mit Frau und Nachwuchs bepflanzt. Doch auch in einer einst so arbeitsamen wie reichen Ruhrgebietsregion wie Dortmund, Castrop-Rauxel, Duisburg und Wanne-Eickel, wo Bier gebraut, Stahl gekocht, wo Opel, Nokia, Thyssen, Hoesch, Krupp Tausenden Brot und Arbeit gaben, ist nichts mehr, wie es mal war. Es schreckt toleranteste Bürger ab und auf, wenn sie sehen, dass in Stadtparks stark pigmentierte Neubürger Kindern auf dem Schulweg Crack, Koks und Crystal verhökern.



Freunde wie Klaus und Gisi, die sich drei Jahre lang in Südamerika tummelten, kämpfen sich nun ein Jahr lang durch Australien. Sie verstehen nicht, wieso meine Blogs ein Buntschland zeichnen, was in ihrer gefilterten Urlaubsblase so ganz anders erscheint.

Wohl wahr! Jeder braucht ein Refugium, wenn er Zustände unerträglich empfindet. Rainer segelt dann über den Bodensee. Mich zieht es in die wunderbare weite Welt oder in den Wald. Thüringen sei Dank!






Wer dem Laster der Spielsucht verfallen ist, findet selbst in Sonneberg eine Spielhölle.


Doch wie aus einem Auge Gottes strahlt der Sonnenschein aus diesem Rundfenster in das Ziegel gemauerte Haus.

Fachwerkhäuser im Sonnenschein, Schiefer verkleidete Fassaden, gepflegte Vorgärten, kaum Schmutz auf den Straßen und in den Bächern, das macht den Frieden, die Freuden der Kleinstadt aus - für mich.


Eine lane Geschäftsstraße zieht sich Bahnhof unten bis zur Mozartstraße und diesem renovierten Altbau.


Der Blick aus dem Fenster fällt über Berge und Hügel, an denen im Herbst die Wolken kratzen, wenn sie nicht gleich im Nebel verschwimmen und verschwinden. Das Grundstück gegenüber ist - wie vieles in Sonneberg - zu kaufen, 75 Euro der Quadratmeter zum Festpreis, Apfel- und Nußbaum im Preis inbegriffen.


Hier mischt sich Bitternis in mein zum Rentnerparadies idealisiertes Sonneberg. Baubestand verfällt bis zum Abriss. Wo einst Menschen, Familien, Frauen mit Kindern wohnten, Männer in der Weltspielzeugstadt in Brot und Lohn standen bleiben Parkplätze.


Auch wenn Thüringen die geringste Arbeitslosigkeit der östlichen Bundesländer hat, arbeiten viele in westlichen Bundesländern, pendeln am Wochenende heim oder ziehen in den Westen.




Gastwirtschaften konkurrieren mit preiswerten Angeboten von Asiaten, Türken und Bratwurstbuden.


Für 3,50 Euro essen wir in der gemütlichen Klause eine leckere Ofenkartoffel mit Quark.



Die Altstadt, welche das alte Zentrum um den Marktplatz in der heutigen Oberen Stadt bei einem Brand 1840 zerstörte, ist mit den danach entstanden Bauten mir immer noch "alt genug".



Es erstaunt den Betrachter, mit welcher Liebe und Hingabe die Bewohner ihre kleinen, privaten Freilichtmuseen geschaffen haben.












Man lächelt über Masken, verschnörkelte Figuren, romantische Winkel oder ein kleines Bachgrundstück mit einem großen Verbotsschild.


Der amerikanische Pickup bildet einen reizvollen Kontrast zum Haus dahinter.


Den Wanderer erquickt die Quelle am Waldrand.



Auf kurzen Wegen kommt man aus der Altstadt in den umgebenden Wald, steigt etwas höher, überblickt das Land, die Häuser. Erstmalig im Leben fällt mir eine Treppe im Hang auf, deren Stufen alte Autoreifen bilden, die im Hang zur Hälfte eingegraben sind.









Nach einer etwas längerer Waldwanderungen kommen wir über die Bahnlinie, die nach Schalkau führt.






Sonneberg Hauptbahnhof - Neuhaus am Rennweg


Das nächste Wochenende leisten wir uns das Hopper-Ticket vom Sonnerberger Hauptbahnhof nach Neuhaus am Rennweg. Es kostet 5,40 Euro pro Person, Fahrräder im Preis eingeschlossen.


Meine Schreibstube ist halbwegs eingerichtet. Der Internetverkehr ist gesichert. Doch mich interessieren die polit-pestenden Geplänkel immer weniger.


Als wunderbares Himmelszeichen spannt sich der Regenbogen bei unserer morgendlichen Abfahrt vom Bahnhof Sonneberg um 9.04 Uhr über uns.


Die Morgensonne steht noch tief und wirft unsere langen Schatten über den Bahnsteig.

Hier geht die wilde Fahrt mit dem Dieseltriebwagen über Steinach nach Lauscha in das 800 Meter hoch gelegene Neuhaus am Rennweg.




Die Fenster in diesen Zügen sind nicht mehr zu öffnen, weshalb man die reflektierenden Scheiben hinnehmen muss.



Hier ist Endstation, der Zug fährt zurück, wie er zuvor schon in Lauscha rein fuhr und rückwärts raus fuhr. Dazu wechselt der Zugführer einfach seinen Arbeitsplatz von einem ans andere Ende.


Die Holzkirche in Neuhaus am Rennweg ist, wie auch später die Kirche in Lauscha geschlossen.


Dies oppulente Gebäude dient als Hotel und Gasthof den Reisenden, welche in Neuhaus am Rennweg Quartier machen.


Auch in dem Wald sprudelt wieder der reine Bergquell aus dem gemauerten Brunnen.

Nachdem uns die Dieselbahn von 400 Meter Höhe Bahnhof Sonneberg auf 800 Meter Höhe in Neuhaus gebracht hat, fahren wir eine angenehme Abfahrt durch Feld, Wald und Wiesen hinunter in unsere kleine, schmucke Stadt.



Lauscha ist eines der dieser seltsamen Örtchen, die ein magischer Zauber umgibt.




Mein Frau fährt mit bedächtiger weiblicher Umsicht den holprigen Feldweg hinab.



An den unbeschrankten Bahnübergängen warnt die Dieselbahn mit lauter Hupe die Wanderer. Den Ton ertragen wir auch hinter unserem Haus mehrmals am Tag. Es stört uns nicht.


Lauscha


Diesmal wollen wir auch die Kirche in Lauscha besichtigen.


Leider steht dieses Haus in Lauscha leer und verfällt. Vielleicht war es einmal ein Erholungsort, was die angeschlossene Gastwirtschaft und die Terrasse vermuten lässt.






Glasbläserei, Weihnachtskugeln, Engelfiguren und dergleichen sind eine Spezialität von Lauscha und den umgebenden Dörfern.



Die Kirche ist am Sonntag wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Das Bauwerk aus den mächtigen Felsquader beeindruckt mich.



Ein Gewächshaus entsteht aus alten Fenstern. Die sparsamen Menschen haben bei knappem Material sorgsam wieder verwendet, was zu nutzen war.



Auch dieses größere Gebäude kann man kaufen. Der Preis?


Verhandlungsbasis 29.000 Euro!


Geschäft und Museum gehen ineinander über.


Wir sind auf der Straße abwärts von Lauscha über Steinach nach Blechhammer.


Nachdem wir uns bei "Kloß mit Soß" im Wirtshaus zur Höll am Weg gestärkt haben, geht unsere Radtour weiter. Die Wette, dass es in der Wirtschaft keine Karte gab, verliert meine Frau, die die Zeche zahlt. Es gab drei Gerichte: Rollade, Sauerbraten und Ente. Als Vegetarierer bleibt uns "Kloß mit Soß"..


Der Truthahn balzt um die Damen.


Die Dame mit den Äpfelchen balzt um den Absatz an der Obst und Gemüsetheke.

Erschöpft und glücklich nähern wir uns unserem Domizil.

Drei Tage später unterhält uns Sahra Wagenknecht mit einer gelungenen Rede vor dem vollen Haus im Gesellschaftshaus Sonneberg.



Kein Wort über Flüchtlinge, kein Wort über die Umgestaltung der Gesellschaft mit "Neuen Männern braucht das Land", dafür Kapitalismuskritik, ein Lob der Berliner Mietpreisbremse, Abschaffung der Hartz-4-Sanktionen, ein Bürgereinkommen, ausreichende Rente für alle, das volle Programm. Sahra begeister ihr Publikum. Als Alternative empfiehlt sich Höckes Rede in Sonneberg vom Sonntag, den 29. September.

https://www.youtube.com/watch?v=CbEJQlLTGfI&t
Achtung! Die Qualität des Streams wird nach ca. 5 Minuten deutlich besser!
Die Multikulturalisierung ... Im Freistaat Thüringen stieg der Ausländeranteil von 1991 bis 2019 um 728 Prozent.


Nachdem Höcke wie Wagenknecht mich auf die Wahl heiß gemacht haben, belehrt mich das Einwohnermeldeamt, dass mir kein Wahlrecht zusteht. Dazu müsste mein Wohnsitz vor drei Monaten in Thüringen angemeldet sein. Es fehlt eine Woche.




Höcke als Hassfigur in den gesammelten Werken des Verfassungsschutzberichtes mit ein Hunderten von verdächtigen Vokabeln zitiert, erfreut sich dennoch in Thüringen einer gesteigerten Beliebtheit.



Obgleich es mir derzeit viel mehr Freude macht, mich in dickleibige Bücher zu versenken, schweift mein Blick doch mal kurz über die Titelseiten der Presse, soweit online die Lügen- und Lückengangster mich nicht dafür hinter ihre Bezahlschranken locken wollen.



Unglaublich wie Honore de Balzac in "Verlorenen Illusionen" die Arbeit der Presstituierten verunglimpft hat - auf bald 800 Seiten! Dagegen ist Ulfkottes "Gekaufte Journalisten" zwar zeitgemäß, jedoch weit weniger spannend.


Der Pole Bleslaw Prus hat auf bald 900 Seiten eine mitreißende Liebesgeschichte komponiert, die den Kampf der Geschlechter fein ziseliert nachzeichnet.


Von Kassandra Kasparek. - Eigenes Werk, CC BY-SA 1.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2589150



Soviel von Sonneberg im herbstlichen Oktober. Vor einem Monat hat mein Bruder Sonneberg noch im spätsommerlichen Sonnenschein besucht.



Sein Blog berichtet mit 145 Bildern von den Friedensfreuden in dieser Kleinstadt. Nach dem Trubel, der Aufregung, dem Stress, dem Arbeitsleben in München, nach Besuchen von Großstädten wie Moskau, Marrakesch, Istanbul, Paris, London, Amsterdam und Lissabon schenkt mir Sonneberg bislang eine besinnliche und ruhige Zeit.


...zurück 

Wer sich noch ein wenig politisch unterhalten lassen will, abschießend noch zwei Rosinen, gerade aus dem digitalen Kuchen gepickt:




Oder unser vom letzten Blog schon bekannte Herr "DT" schimpft im Gelben Forum.....


Mir vergeht der Spaß dabei, weswegen der von DT verlinkte MDR-YouTube-Filmchen über die alten DDR-Zeiten nun Schluß macht.

 






Nachtrag


Volker Everts bleibt mir unvergesslich. Volker hat mich am 19. Oktober 1990 als Chef der damaligen DOS INTERNATIONAL als Fachredakteur eingestellt, womit er mich für den Rest meines Berufslebens bis zur Ruhephase Altersteilzeit am 31. Mai 2011 in Amt und Würden gebracht hat. Das erweiterte meinen Horizont um Pressereisen wie nach Taipeh, New Orleans, London, Venedig, Paris und um zahlreiche Pressefressen in angesagten Lokalitäten in München wie dem Bayrischen Hof u.dgl. mehr. Volker kommentiert also meinen Blog bei Facebook:
Volker Everts Die Überschrift des Blogs kann ich bestätigen. Mir hat es gut getan, von München in die Provinz (Leer Ostfriesland) zu ziehen. Eine Kleinstadt zwischen Modernität und Traditionen. Und im Gegensatz zu München: Wenn ich in Leer wochentags um 11 Uhr am Vormittag durch die Stadt schlendere, sehe ich zwar auch einige Ostfriesen mit erstaunlich dunkler Hautfarbe und einige Frauen mit dem traditionellen ostfriesischen Kopftuch und in den typisch ostfriesischen schwarzen Sackleidern, aber das ist nicht wie in München die überwiegende Mehrzahl der Menschen auf den Straßen um diese Zeit, sondern eine Minderheit. Schön auch, wenn man zu früher oder späterer Stunde durch die Stadt läuft oder am Stadtrand als einsamer Fußgänger unterwegs ist, man grüßt jeden, den man trifft mit einem deutlichen "Moin!" (zu jeder Tages- und Nachzeit), ausgenommen natürlich in der Fußgängerzone, wo man aus dem Grüßen nicht mehr herauskommen würde).
Und ja, auf den 1,5 Kilometern von meinem Wohnhaus zum Leeraner Hafen und zur Innenstadt gibt es sage und schreibe und ohne Übertreibung 6 Herrenfriseurgeschäfte und einen Damenfriseur . Der Damenfrisör hat einen ostfriesischen Namen, die Herrenfriseure haben eher neu-ostfriesische Namen wie "Muhammed", aber das ist ok. Die Salons sind alle gut besucht, allerdings weniger von Ostfriesen offensichtlich. Ist aber auch OK. Die Stadt Leer vergibt ja für Existenzgründer Kredite zu sehr guten Konditionen, und bei dem anhaltenden Zuzug ausländischer Fachkräfte werden Herrenfriseure ja in großer Zahl gebraucht.
Also, ich kann sagen, dass ich rundum zufrieden bin mit meinem Wegzug aus München in meine alte Heimat Norddeutschland und mit dem Tausch Kleinstadt gegen Großstadt. Gut, das Neujahrskonzert im Gasteig fehlt mir etwas, und das hiesige Theater spielt hauptsächlich auf die richtige Haltung abzielende Stücke mit LaienschauspielerInnen, fällt also geringfügig gegen das Deutsche Theater in München ab, aber was solls. Man kann nicht alles haben. 

 

Volkers Kommentar bereichert und erweitert meinen Blog. Auch hier gibt es ein Haus, in dem Neubürgern sich an die hier-schon-länger-Lebenden gewöhnen - und umgekehrt.

Zwar klagten schon mal die bei mir schwer arbeitenden Handwerker auf dem Heimweg in schmutzigen Arbeitskleidern über spöttische Grinsegesichter stark pigmentierter Jünglinge, die sich in modischer Markenkleidung über sie als heimische Steuerkartoffel sichtlich belustigten, doch eine fühlbare Opposition von AfD-Wählern im zweistelligen Prozentsatz macht mit Autoaufklebern aus ihrer völkischen Gesinnung kein Hehl.

Den Stolz auf ihre Alte Heimat zeigen Bilder wie von der Traditionsgaststätte "Alter Fritz" ebenso wie dem oft vernehmbaren Tuckern der Zweiradkleinkrafträder Simson. Die durften in alten Zeiten bis zu 60 km/h mit kleinem Nummernschild über die Straßen brettern, als Bestandschutz gesichert bis heute, wohingegen das kleine Nummernschild die Mopeds auf 40 km/h nach der Wende beschränkt. Wer seinen Trabant vor der Garage pflegt fällt hier mehr auf als jemand, der unter der Motorhaube seines schweren BMWs mit dem Putzlappen hantiert.

Was der Verfassungschutzbericht im Wahlkämpfervokabular wie von Höcke beispielhaft als "Umvolkung" grenzwertig zur Grundgesetzlich garantierten Gleichheit mit Argusaugen beobachtet, dokumentiert und vermutlich auch bald zensiert, steckt hier noch in den Anfängen, auch wenn maximal pigmentierte Jünglinge, die zu jederzeit durch die Fußgängerzone flanieren die Antifantenparolen "kein Land, keine Grenze" schon auf's Gefälligste präsentieren.

Was mir hier in meinen ersten drei Monaten noch nicht aufgefallen ist: Eine Moschee! Dafür gibt es an zahlreichen Stellen Kleingärten mit Gartenhäuschen, manche sogar mit Sat-Antenne.


P.S.: Die an der hiesigen Asylunterkunft angebrachte Aufschrift "Fremdenzimmer" ist als politisch nicht korrekt noch nicht einmal erkannt!

 


Kommentare:

Johannes Streck hat gesagt…

Werte Herren n0by und Dr. Rainer Rothfuss,
da habe ich jetzt doch lachen müssen: „Es drohen dann Zustände wie in der Schweiz, wo die Menschen selbst über essenzielle Sachfragen abstimmen dürfen [nach der Machtübernahme durch die AfD].“ – Erwarten Sie wirklich von einem Vorsitzenden Gauland nach 40 Jahren CDU-Mitgliedschaft, der es dabei bis zum Leiter der hessischen Staatskanzlei gebracht hatte, daß er nach seinen damit verbrachten 72 Lebensjahren nun auf einmal etwas ganz anderes kann als „Partei in repräsentativer Demokratie“?
Und das gnädig abstimmen „dürfen“ wäre dann auch noch getrennt zu betrachten…

Volker hat gesagt…

Die Überschrift und den Inhalt des Blogs kann ich nur bestätigen. Was Russland und Putin angeht: Ich oute mich jetzt mal als absoluten Putin-Fan. Jemand, der von der deutschen Presse ständig durch den Dreck gezogen wird, wie ein Donald Trump oder ein Wladimir Putin, der muss ein 1a Politiker sein.

Und ich frage mich auch nicht erst seit gestern: Was, um Himmels Willen wollen deutsche Panzer an der russischen Grenze? Deutsche Panzer gehören an die deutsche Grenze, nicht an die russische Grenze! Ach ja, das ist natürlich dumm. Grenzen darf man ja nicht schützen. Also können wir die Panzer eigentlich verschrotten, zumal Putin sich über eine deutsche Panzerbrigade wahrscheinlich beim Frühstück halb totlacht: Pinkfarbene Toilettenhäuschen für die weiblichen Panzergrenadiere sind ein 1a Ziel für die russische Artillerie, von den deutschen Panzern ist die Häfte wegen technischer Mängel nicht einsatzfähig, nicht einmal fahrbereit, und der gesamte Munitionsvorrat an Granaten reicht für 3-4 Tage Krieg, vorausgesetzt natürlich, die Russen schießen nicht zurück.

Was die Kleinstadt nun angeht: Mir hat es auch gut getan, von München in die Provinz (Leer Ostfriesland) zu ziehen. Eine Kleinstadt zwischen Modernität und Traditionen. Und im Gegensatz zu München: Wenn ich in Leer wochentags um 11 Uhr am Vormittag durch die Stadt schlendere, sehe ich zwar auch einige Ostfriesen mit erstaunlich dunkler Hautfarbe und einige Frauen mit dem traditionellen ostfriesischen Kopftuch und in den typisch ostfriesischen schwarzen Sackleidern, aber das ist nicht wie in München die überwiegende Mehrzahl der Menschen auf den Straßen um diese Zeit, sondern eine Minderheit. Schön auch, wenn man zu früher oder späterer Stunde durch die Stadt läuft oder am Stadtrand als einsamer Fußgänger unterwegs ist, man grüßt jeden, den man trifft mit einem deutlichen "Moin!" (zu jeder Tages- und Nachzeit), ausgenommen natürlich in der Fußgängerzone, wo man aus dem Grüßen nicht mehr herauskommen würde).

Und ja, auf den 1,5 Kilometern von meinem Wohnhaus zum Leeraner Hafen und zur Innenstadt gibt es sage und schreibe und ohne Übertreibung 6 Herrenfriseurgeschäfte und einen Damenfriseur . Der Damenfrisör hat einen ostfriesischen Namen, die Herrenfriseure haben eher neu-ostfriesische Namen wie "Muhammed", aber das ist ok. Die Salons sind alle gut besucht, allerdings weniger von Ostfriesen offensichtlich. Ist aber auch OK. Die Stadt Leer vergibt ja für Existenzgründer Kredite zu sehr guten Konditionen, und bei dem anhaltenden Zuzug ausländischer Fachkräfte werden Herrenfriseure ja in großer Zahl gebraucht.

Also, ich kann sagen, dass ich rundum zufrieden bin mit meinem Wegzug aus München in meine alte Heimat Norddeutschland und mit dem Tausch Kleinstadt gegen Großstadt. Gut, das Neujahrskonzert im Gasteig fehlt mir etwas, und das hiesige Theater spielt hauptsächlich auf die richtige Haltung abzielende Stücke mit LaienschauspielerInnen, fällt also geringfügig gegen das Deutsche Theater in München ab, aber was soll's. Man kann nicht alles haben.