26 April 2020

Fabrikantensteig von Rauenstein nach Lauscha - unmaskiert

Mich maskieren zu müssen, macht keinen Spass, mir nicht, niemandem. Ein böser Spruch macht die Runde, bevor YouTube löscht: "Masken, das neue Hakenkreuz". Ketzerisch. Der schwerste Eingriff in den Körper wäre ein "Impfzwang". Söder scheint nicht abgeneigt. Aus den widerstreitenden Nachrichten mir ein Bild zu machen, ist mir als medizinischem Laien nicht möglich. Selbst Experten streiten.




Die Maske stört mich. Die Nase juckt, man kann nicht kratzen. Der Bart stört. Die Brille beschlägt. Schnell jeden Ort verlassen, der zum Tragen der Maske mich zwingt.


Das Ärzteblatt veröffentlicht Ergebnisse von Untersuchungen, die am Sinn der Maskierung zweifeln lassen.

Beim Husten ohne Maske wurden in den Petrischalen 2,56 log Kopien/ml gemessen, beim Husten durch die chirurgische Maske wurden 2,42 log Kopien/ml gefunden und beim Husten durch die Baumwollmaske 1,85 log Kopien/ml.

Soll sich doch damit bescchäftigen, wer Zeit, Lust und Verständnis dafür hat! An allem drei mangelt es mir.



Was will KenFM uns mit seinem Video sagen? Wer will das hören? Wer erträgt das noch?. Morgens, mittags, abends auf allen Kanälen Zählung der Verstorbenen. Mein Vater lag lange im Pflegeheim, bis sich ein Arzt fand, der ihn daheim sterben ließ. Ohne künstliche Ernährung kämpfte er noch sechs Wochen lang bis zu seinem Tod. Ein verständnissvoller Arzt sah,  dass er mit seinen 92 Jahren nach Schlaganfall mit künstlicher Ernährung nicht weiterleben wollte. Von fünf intubierten 80jährigen sollen vier sterben. Wozu soll der gequälte Greis dann noch zwei, drei Wochen im künstlichen Koma am Beatmungsgerät hängen vor seinem Tod? Etwa weil die Maschine 30.000 Euro kostet und sich Gewinn bringend amortisieren muss? Corona verseucht Junge wie Alte. Mehr Alte als Junge sterben, mehr Männer als Frauen. War das mal anders? Wer Corona positiv getestet wird, in dessen Leben greift das Gesundheitsamt massiv ein. Zum Schutz aller Anderen muss der Kranke Anordnungen, Absonderungen und Abstriche auf sich nehmen.



Man liest dies, schüttelt sich wie nach einem bösen Traum. Wer Corona positiv ist, dies Schreiben erhält, diskutiert nicht mehr. Nur noch leben, überleben. Genervt spricht Merkel von "Diskussions-Orgien"!.


Der Ressortleiter des Feuilleton wetzt die Feder. Schaum vor'm Maul, Adrenalin steigt an, man erinnert sich: "Die 120 Tage von Sodom", die 2020er-Version von Marquis de Merkel. Wie graust es den Leser so angenehm, solange ihn kein Fieber schüttelt. Fiebert der Feuilletonist feuchte Träume von Angela als Volkes Rosen und Dornen Braut? Fürwahr, so sei's! Soll in verzweifelter Situation das traute Heim uns Spiele zu zweit schenken? Sollen Singles in Fernbeziehung dank Sextoys nicht versauern?


ZDF wiederholt Fifty Shades of Grey. Was haben wir gestöhnt, sofern verseuchte Lungen dazu fähig. Fakt für mich trotz aller Zensur, trotz allem Geschrei über die vergangene, furchtbare Vogelschissperiode:  GEZ getrieben verklebt MERKEL SÜSS das Hirn - voll verspannt im Hier-und-Hetz .



Das voll verführte Volk beugt kollektiv das Knie von Merkels majestätischer Größe. New York, Moskau, Tel Aviv, Bangkok, Peking, die Welt bewundert Merkel und ihr Volk. Das schreit: WIR SIND DAS VOLK UND FOLGEN DIR, MERKEL SÜSS!



AfD Weidel tanzt aus der Reihe. Gibt's denn in Krieg und Krise auch das noch: Opposition? Können oder wollen nicht alle im gleichen Schritt und Tritt marschieren, wenn's gegen den Volksfeind im Innern geht, die Seuche? .



"Hysterie" plakatiert die AfD-Propaganda. Man beobachtet sich und andere. Wenn Dich beim Einkauf, beim Bäcker, bei der Post ein Husten reizt, unterdrückst Du soweit wie möglich da Krächzen im Hals, läufst rot an, verlässt lieber die Schlange, hustet im Stillen, in der Ferne und reihst dich wieder hinten an und ein.



Verdammt noch mal! Wer will schon im Frühling sterben? Wer will überhaupt sterben? Vielleicht ein Körper im Koma an der Beatmungsmaschine. Doch ob er's will oder muss, wer weiß das schon? Ohne Maschine würde man ohnehin sterben, mit Maschine bleibt Greisen eine Chance von 20 Prozent. Ist das nichts? Ein paar Jahre länger im Pflegeheim. Schöne Aussicht auf blühende Landschaften bei voller Versorgung. Ist das nichts?




Je schrecklicher Krise, Krieg, Chaos, umso spannender die Nachrichten. Der chinesische Fluch wird wahr:

 "Fürwahr, wir leben in spannenden Zeiten!"

Die Geschwätzwissenschaftlerin Soziologin Laure Pitti hat sich als Spezialistin für das Gesundheitswesen qualifiziert und verkündet:

 „Die Covid-Erkrankung funktioniert wie ein Vergrößerungsglas. Sie zeigt, dass es neben diversen sozialen Ungerechtigkeiten auch eine Ungleichbehandlung beim Sterben gibt“.
 Wer erinnert sich noch an die Statistiken? Die sagten, dass Alte in prekären Verhältnissen zehn Jahre früher von den Rentenzahlungen gestrichen werden als besser situierte Brüder und Schwestern. Doch Obdachlose in Boston halten sich wacker, wie Medien berichten.



Wenigstens diese "Herde" scheint halbwegs immun, wenn man den BOSTON NEWS glauben darf:

Of the 397 people tested, 146 people tested positive. Not a single one had any symptoms.

Mit der Anzahl von Toten  steigt das Ansehen der Regierung. Man nennt dies "Stunde der Exekutive". Wenn diese "Stunden" Wochen, Monate, Jahre dauern, dann ist der Mensch, das Gewohnheitstier, auch damit zufrieden. Nur wer meint,

"Der Mundschutz ist das neue Hakenkreuz"

den löscht YouTube.




Ketzer hat es immer gegeben. Verbrannt, verbannt, Aussätzige in Quarantäne. Ketzer Kickl gegen Kanzler Kurz:

https://www.youtube.com/watch?v=NA-IHQrvkfQ

Aufgeregt reißt Politprofi FPÖ Kickl seine Fans zu Beifallstürmen hin.
Hier gibt es die Rede von Herbert Kickl im Nationalrat zum Nachschauen (3. April 2020):
Klar ist: Die Regierung agiert leider in der Corona-Krise in vielen Bereichen vollkommen unseriös, zudem wird mit Horrorszenarien die Angst in der Bevölkerung verstärkt. Es braucht dringend einen Strategiewechsel, denn viele Menschen stehen vor den Trümmern ihrer wirtschaftlichen und privaten Existenz. Der Regierung richtet Herbert Kickl aus, dass ein Schulterschluss ein Geben und ein Nehmen sei und nicht nur ein Nehmen.


Marcus Kerkhoff kommentiert das Kickl-Video bei Facebook:

Es scheint gewagt Schweden als Vorbild zu nehmen, wenn man von der Johns-Hopkins-Map die "daily cases" von Schweden mit Österreich vergleicht.
Horroszenarien? Wer älter als 70 Jahre ist, soll genug gesehen haben und bleibe daheim, meinen manche Experten. Wieviel Tote braucht die Herde, bis die Tiere immun sind gegen die Seuche?


https://www.youtube.com/watch?v=e0-Hr92zBBM


 Zur Abwechselung und Aufmunterung etwas Prakisches: Pöbelei mit der Polizei.

A.C.A.B. - all cops are bastards.

Los, los, liebe Leute, schreit Euch die Viren aus dem Hals!
Pro-Chemnitz-Demo: Polizei greift hart durch wegen "Verstoß gegen Corona-Schutzverordnung"
 Am 21.04.2020 veröffentlicht: Unter dem Motto "Wir wollen raus! Staatliche Willkür beenden!" kamen gestern rund ums Karl-Marx-Monument in Chemnitz 300 Protestler zusammen. Gerichtlich genehmigt waren allerdings nur maximal 15 Demonstranten, unter der Auflage, Masken zu tragen und den gebotenen Sicherheitsabstand

Was meint ein alter Mann im Frühling dazu? Da

1.) mich mein Alter mit 72 Jahren zum Risikofall machen,

2.) da zweimaliger Spontanpneumothorox 1981 und 1983 mit dem dauernden Schaden eines eingeschränkten Lungenvermögens mein Risiko erhöht, und

3.) da daraus mein Selbstschutzmechanismus resultiert,

fehlt mir Verständnis für Widerstand gegen behördlich verordnete Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19.




Freund Alfred, nicht das TV-Ekel, sondern der eifrige Facebook-Texter Cand. Ing. Alfred Röck textet drastischer:




Karl Richter, ehemaliger NPD-Stadtrat in München, hat bei der Wahl im Frühjahr 2020 mit 0,2 Prozent sein Amt verloren. Damit entfallen seine wertvollen Insider-Infos, die er bei Facebook aus dem Verwaltungsapparat Münchens berichtet hatte. Richter macht sich bei Facebook nützlich, wo er sich beredt für den Widerstand Chemnitz einsetzt.

Karl Richter - Gestern (21.04.2020) Stoppt die Corona-Diktatur - jetzt! Es wird eine der vordringlichsten politischen Aufgaben der nächsten Zukunft sein, den Widerstand gegen die unversehens hochgezogene Corona-Diktatur zu organisieren und die Diktatur – wofern überhaupt noch möglich – zu verhindern. Umso wichtiger sind erste Aktionen wie heute die von der Bürgerbewegung Pro Chemnitz organisierte überparteiliche Protestdemo (vor dort stammt auch das Bild). Sie wurde zwar unter Auflagen genehmigt, aber nur für 15 (!) Teilnehmer. Gegen „überzählige“ Demonstranten, ja selbst gegen unbeteiligte Passanten ging die Polizei ersten Berichten zufolge mit unverhältnismäßiger Härte vor.
 Für die Regierenden, die uns die aktuellen Corona-Verbote zumuten und für die Zukunft noch ganz andere Zumutungen in petto haben, ist es extrem wichtig, möglichst viele Schäfchen einzuschüchtern, auch mit Gewalt. Hiergegen muß ab sofort politisch und juristisch der Widerstand mobilisiert werden. Je mehr mitmachen, umso besser. Bilder von offenem und massenhaftem Widerstand sind das Schlimmste, was dem Regime passieren kann.


 Priorität hat deshalb ab sofort:
- Organisation örtlicher Demos nach dem Muster von Chemnitz, Berlin und Gießen – Genehmigungen erforderlichenfalls durchklagen;
- überregionale Vernetzung;
- Wenn Maskenzwang, dann unbedingt mit einer klaren Botschaft versehen, z.B. „Corona-Panik = Volksverblödung!“ JEDER muß sehen, daß es „Dissidenten“ gibt!
- Juristischer Widerstand gegen Corona-Verbote (Versammlungsverbot, Eingriff in die Gewerbefreiheit, Maskenzwang als Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, weil ungesund etc.), und zwar gegen einzelne Verordnungen ebenso wie gegen die Gesamtkonstruktion der Corona-Auflagen, die grundgesetzwidrig ist.
 Jahrzehntelang mußten wir uns von altklugen Pädagogen anhören: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. Jetzt ist es so weit.
 Wichtig: das Regime wird versuchen, den Widerstand nach bewährtem Muster zu spalten. Erste Versuche, Corona-Widerständler als „Reichsbürger“, „Verschwörungstheoretiker“ oder „Rechtsextremisten“ zu diffamieren, laufen in den Mainstream-Medien bereits. Laßt Euch dadurch nicht auseinanderdividieren. Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein.

Sollen sich junge Leute als Demonstranten und Polizisten im Clinch miteinander infizieren? Bestenfalls überstehen die jungen Leute mit kräftiger, gesunder Konstitution eine Corona-Infektion unbeschadet und ohne Beschwerden. Rentner mit geschädigter Gesundheit wollen und werden demonstratives Kampfgetümmel meiden wie die Pest.



Hier in meiner selbstgewählten Thüringer Quarantäne-Oase scheint mir Prantls Propaganda in seiner Pestpostille nicht einmal widersinnig, wenn er zum Überwachungswerkzeug "Anti-Corona-App" schreibt.

Die Kanzlerin will das so, die Ministerpräsidenten wollen das so und die Virologen auch. Die Bundesregierung bezeichnet die Corona-Warn-App als "ganz zentralen Baustein" für ihre Gesundheitspolitik.


Mann-o-Mann, man will seine Ruhe haben, seine Rentner-Ruhe, sein Leben, den Frühling genießen!  Big Brother, der tiefe, tiefe Staat, träumt vom "Gläsernen Bürger", besser durchschaubar als die Produktion des VW-Phaeton in der Dresdner Gläsernen Fabrik. Die Anti-Corona-App besingt Prantl in seiner Pest-Postille so trefflich..., sie

heißt: "Pan European Privacy-Preserving Proximity Tracing", abgekürzt "Pepp-Pt". Die Sache selbst ist nicht so kompliziert wie der Name: Die App merkt sich, welchen anderen Menschen Sie länger und mit nur geringem Abstand begegnen - in Ihrer Wohnung, auf der Straße, im Supermarkt, in der S-Bahn oder sonstwo.

Na und? Soll die App von mir aus merken, dass Montag der Zahnarzt in Bamberg mich behandelt hat. Der sonst so volle Wohnmobilstellplatz am Heinrichsdamm leer gefegt. Kein Mensch verlässt das Haus, wenn nicht nötig.


Seit der Ruhephase meiner Altersteilzeit 2011 und seit meiner Altersrente hat mich nichts im Frühjahr so an Haus und Hof gefesselt wie der Corona-Frühling 2020.



Meine Frau backt, kocht, putzt, wäscht, wischt, pflanzt, hegt und pflegt. Wolken schwimmen unter dem blauen Firmament. Muss mich die Statistik der Corona-Toten von New York aufregen?

 1.982 Tote pro 1 Mio. Einwohner (NYC: 8,3 Mio Einw.; 16.646 Tote)

Es wird Zeit, eine wundervolle Fähigkeit weiter zu entwickeln.





Wie sehen Stockholm, New York, Wuhan in ein, zwei Monaten aus?



Wie geht es weiter, nach dem letzten Wochenende im April? Was bringen die Nachrichten, Horror, Trost, beides? Einfach mal abschalten!?



Irgendwann schwindet meine Lust, mich mit negativen Nachrichten und bösen Botschaften zu beschäftigen.




Sehnsucht nach Frühling, Licht, Sonne, Wald, Luft lässt sich nicht einsperren. Raus in die Natur, fort von den Fingerübungen an Klavier- und Computertasten, von den Knöpfen der Fernbedienungen. Es ist schrecklich zu sterben. Noch schrecklicher zu sterben, wenn man nicht gelebt hat, nicht ausgiebig, satt, gierig und geil genug. 




Themenwechsel: Akif erzählt von Kindern


Geben wir Akif Pirincci die Ehre, das Thema zu wechseln, was nichts mit Corona-Toten zu tun hat. Akif erzählt von Kindern, die ins Land kommen - aber nicht aus unserem Land. "Unser Land"? Klingt nach "Nazi", oder?




Mit feuriger Feder im furiosen Tastentanz hämmert Akif auf das ideologische Kartenhaus der Irrsinnsideologie von Fernstenliebe. Mein Senf zu Akifs prächtigem Lesegericht:

"Frau-von-Welt" lässt heute gebären, wie sie Haushalt und Hausputz ihren Dienstboten überlässt. Die gebären doppelt und dreifach, während Frau-von-Welt das Räderwerk der Irrsinnsideologie mit Hirnschmalz, Redefluss, Intrigen und Schreibarbeit schmiert und antreibt. Akif hat zahlreiche Damen aus ZEIT, SPIEGEL, BENTO und den GEZ-Medien aufopfernd besprochen, teilweise so erfolgreich, dass das Bonner Landgericht ihn als Helden der Wahrheit und Weisheit mit hohen Geldstrafen adelte.

Das krönende Beispiel der letzten Jahrzehnte führt als mächtigste Frau der Welt unsere Angela an, die Beste der Bestien. Sie steuert das Staatschiff derzeit durch das verseuchte Meer aus Viren, vorbei an verwirrenden Nebelgeistern der Fakenews, üblen Machenschaften, Nach- und Haßreden reden wie von Bloggern. Nein, das hat sie nicht verdient, unsere Merkel süß!


 Traum von Freiheit



Das waren wir - vor Jahrzehnten! Muss 1971 gewesen, hier in Holland am Strand. Mein Bruder hat die Story "verbloggt" - danke! Der Klick lohnt!


BMW, Moto Guzzi, Honda, Horex, Heinkel-Roller, MZ, Jawa....




Auch wenn meine Frau nicht auf so eine Maschine mit mir ins Blaue fahren will, mich lockt es unwiderstehlich in die Ferne, ins Freie. Meine zauselige Frisur von 1971 war einmal....

"August, August, wo sind Deine Haare, Deine gold'nen Jahre?"



Mit einer Horex war mein Bruder vor Jahrzehnten in Marokko. Meine Reise folgte später mit Frau auf einem Heinkel-Roller bis nach Marokko. Wir waren begeisterte Motorradfahrer.




Was war das 1971 für eine mühselige Fummelei, auf Landkarten ein Ziel zu finden! Heute per Knopfdruck auf's Navi....


Seit der Geburt meiner Tochter 1978 bis heute hat mich nur einmal in all den Jahren mein lieber Bruder eine Runde auf seiner indischen Royal Enfield drehen lassen. Zu mehr reichten mir weder Kraft, Zeit noch Zuversicht. So schön Heim, Haus, Frau auch immer sind, es hält mich nichts lange daheim im


Nur Demonstranten in Berlin spüren erst den Ernst der Lage, wenn die Körpertemperatur steigt, der Hals austrocknet und kratzt, den Körper trockne Hustenschauer schütteln.


Idiotenschlandland!



Rauenstein

Wen Gedanken zur Corona-Krise bedrücken, braucht Erholung. Ein weiteres, zauberhaftes Nest in der Nähe von Sonneberg haben wir in 14 Kilometer Entfernung erforscht.




Raus in die Natur, die Freiheit, den Frühling...


.... wandern, sich spüren, die Natur ringsum


.... Kunstvolle Installation im Innern eines offenen Scheunentores, als Garage genutzt


Blechschilder längst vergangener Zeiten bewundern



....lauschige Winkel am Bach passend bebaut inmitten der Bäume



.... das Dorf hinter sich lassen...


einen Waldweg wählen, das Schild lesen

Das Wandermännchen ladet herzlich ein, in die schöne Natur um Rauenstein.



die wuchtige alte Kirche über dem Städtchen...



.... seit 1366 aus uralten Zeiten bis heute ...


..... die Tür zur Kirche aus dicken Bohlen mit Eisenbeschlägen



... die Burgruine wie ein zerbrochener Zahn über der Kirche, über der Stadt


...der Blick ins weite Tal...


....der Blechwurm Südthüringer Dieselbahn fädelt sich ein in das Tal...



...die Schiefertafel über der Burg, kunstvoll mit Lasertechnik graviert....


die Bilder von Rauenstein geben nur schwach wieder.....

...das Lebensgefühl in der Natur, die Hände im sauberen Bergbach waschen



das Spiel von Licht und Schatten, viele verschiedene Grüntöne im Wechsel von Laub- und Nadelbäumen...






....und das zauberhafte Städtchen Lauscha im nächsten Tal ist nicht weit entfernt... es lockt mich zur Tour von einem Bahnhof Rauenstein zum anderen Bahnhof Lauscha....
Wanderern gibt dies Tour Gelegenheit, in ein Stück Heimatgeschichte einzutauchen sowie hautnah im grünen Herzen Deutschlands verloren geglaubte Ursprünglichkeit zu erleben.

Gedacht - gemacht. Der Zug verlässt Sonneberg um 9.02 Uhr. Die Fahrkarte nach Rauenstein kostet 5,10 Euro.

Die Bahnhofsuhr von Sonneberg ist schon ein Stück verzierte Zeitgeschichte. Im Zug muss man Masken aufsetzen. Der Schaffner schimpft: "Lassen's wenigstens die Nase frei, dass se' Luft kriegen. Den ganzen Tag die Masken auf hab'n, das reißt mir am Abend die Ohren ab. Alle vier Stunden sollen wir die Masken wechseln. Ein Schreiben droht 5000 Euro Strafe an, wenn wir was falsch machen. Die haben doch alle 'nen Knall!"

Hinter unserem Haus windet sich der trötende Blechwurm durch die sonnige Wald- und Wiesenlandschaft. Vom Fenster aus sieht man den Raubvogel, der schwerelos im Aufwind seine Kreise zieht.



.Bahnhof Rauenstein: Ein Gleis führt hinein, auf einem anderen Gleis fährt der Zug weiter nach Eisleben. Für mich geht's unmaskiert weiter.


Die Schiefer verkleideten Häuser in Thüringen sind einzigartig.

Ein wohlhabender Bürger hat sich eine prächtige Villa in Rauenstein bauen lassen.



Auf dem Hügel steht die Kirche, dahinter die Burgruine. Viele Straßen gibt es nicht in Rauenstein. Dann ist man im Wald.

Morgens war es gerade einmal drei Grad Celsius kalt. Doch beim Aufstieg von etwa 600 auf 800 Meter Höhe wird mir warm.


Für Stunden verlässt der Wanderer die Zivilisation. Ein musealer Kleinlaster mit Leiterchassis wartet auf einen Liebhaber, der das Schmuckstück restauriert.

Nach der Zugfahrt vorbeugend ein letzte Handwäsche mit Seife, denn dann muss der Wanderer für die nächsten Stunden in der Höhe auf Wasser verzichten.

Surreale Lichtspiele an der letzten Schutzhütte über Rauenstein.


Es rauscht nichts mehr am Märchenstein. Das Bächlein ist eingetrocknet. Nicht einmal feuchte Spuren sind im Bachbett mehr zu sehen.


August Trinius, wohl ein bekannterer Mann in der Gegend, hat den Märchenstein in sein Herz geschlossen.Wiki weiß mehr:

August Trinius (* 31. Juli 1851 in Schkeuditz; † 2. April 1919 in Waltershausen) war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde auch als Wanderschriftsteller bekannt. Sein größtes Verdienst lag darin, dass er mit seinem Buch Der Rennstieg des Thüringer Waldes ab 1890 den Rennsteig-Boom der Kaiser-Wilhelm-Zeit auslöste.

Die Schutzhütte, verkündet eine andere Tafel, hat die "Rentnerbrigade 2005" gezimmert.


Diese Hinweisschilder stehen hier an vielen Wegen, stets auf ähnlich gegabelten Holzstämmen. Mein Weg, der Fabrikantensteig, soll mich nach Lauscha führen.

Auf verschlungenen, uralten, ausgetretenen Steig ist die Höhe erreicht. Wie ein Bachbett haben die Arbeiter, die "Fabrikanten" den Weg ausgetreten. Manche Stelle sind mit dickem Moos zugewachsen. Man geht wie auf einem Teppich. Zweimal versperren umgestürzte Bäume den Steig, die man umgehen muss.


Nach zweieinhalb Stunden Wanderung behauptet Google Maps in meinem Smartphone, dass es immer noch 14 Kilometer bis nach Lauscha seien. Der Forstweg mit seinen spitzen Steinen zieht sich kilometer lang durch den einsamen Wald. E-Bike-Fahrer rauschen vorbei, "ja, hier geht's nach Lauscha...."


Ob die "Fabrikanten", also die Glasbläser aus Lauscha, die in Rauenstein bei der Porzellanherstellung gut Geld verdient haben sollen, diesen Weg genutzt haben? Wohl eher nicht, damals gab es keine Forststraßen. Leider fehlen Schilder, um mich auf dem uralten Fabrikantensteig durch den Wald zu führen.


Der Körper gönnt sich eine Pampelmuse aus dem Rucksack. Der Rucksack wird leichter, die Beine schwerer.


Ein Wohnmobilfahrer aus Erfurt sucht wohl einen Rastplatz. Als der Wind unter seinen Rädern die staubtrockne Luft verwirbelt, sucht er erschreckt das Weite. Auf dieser Hochwiese gab es noch zwei andere Menschen. Sie sammelten Löwenzahnblätter, die einen guten Salat ergäben. Man weist mir den Weg: Die Strecke nach Lauscha wie nach Neuhaus am Rennweg sei etwa gleich weit. Google Maps auf meinem Smartphone spinnt immer noch von einer Distanz über 10 Kilometer. Nein danke! Der Fabrikantensteig sei längst zugewachsen und nicht mehr gangbar, erzählen die Löwenzahnpflücker.

Das Nest in der Höhe heisst Steinheid. Der Name passt zu der Wiese. Ein Parkplatz für Langlaufskiwanderer mit einer Parkuhr verlangt zwei Euro Tagesgebühr. Ein solid gezimmerter Unterstand mit Tisch und zwei gegenüberliegenden Bänken gibt mir eine Rast im Schatten. Der Platz nennt sich "Zum Obelisk".



Zum Glück ruft meine Frau an. Sie hat Lust zu einem kleinen Ausflug. Also holt sie mich ab. Der Weg zum Bahnhof wäre mir schwer gefallen.



Auf kurvigen Waldstraßen, ohne Mittelstreifen, ohne Leitplanken fahren wir über Theuern heim. In der Gegend haben einst Goldwäscher ihr Glück gemacht. Lang, lang ist's her. Heute kann man dort "Goldwäscherkurse" buchen.

Doch das Goldmuseum in Theuern ist wie alle Gaststätten geschlossen. Corona hält das Land fest im Griff. Stündlich kommunizieren die Medien die Zahlen der Infizierten, Genesenen und Gestorben. Zumindest mein Weg durch die Wälder ging ganz ohne


...Maske...


Als ausgemachter Quarantäne-Type, der Menschen ohnehin kaum aushält, sollen wir wenigstens unsere Visagen maskieren, wenn wir uns schon nicht aus dem Weg gehen können. 



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Kommentare:

gelberLupo 3L hat gesagt…

Alles gut; kenfm wird zwar gelöscht und Afd wird medial nieder getrampelt , aber das Internet ist durch die zensur (noch) nicht komplett zu unterwerfen - https://kenfm.de/tagesdosis-22-4-2020-der-mundschutz-ist-das-neue-hakenkreuz/

n0by hat gesagt…

Danke, dass Du den Link zum KenFM-Blog der Vollständigkeit halber hier veröffentlicht hast. In den Kommentaren dazu sagt mir dieser Eintrag alles:
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Herzangelegenheit sagt:
22. April 2020 at 21:07
Mundschutz ist das neue Hakenkreuz.
Und "bleib gesund " ist das neue "Sieg H***"?